Forscher zeigen: Jährliche Grippewelle im Winter liegt nicht an der Kälte
Dass die Grippewelle jedes Jahr im Winter anrollt, liegt nicht an der Kälte, zeigten Forscher im Fachblatt PNAS. Die Trockenheit macht es den Viren leicht, sich zu verbreiten: Sie behindert die feinen Härchen in den Atemwegen bei der Erreger­abwehr. Zellschäden werden langsamer repariert. Auch Alarmsignale, die infizierte Zellen aus­senden, werden schlechter erkannt.
13.10.2020, Bildnachweis: iStock/monkeybusinessimages

Forscher zeigen, wie Humor und Diabetes zusammenhängen
Wie Humor und Diabetes zusammenhängen, haben US-Forscher mithilfe eines Fragebogens zu unterschiedlichen Arten von Humor untersucht. Sie verglichen die Antworten von Diabetikern mit denen gesunder Teilnehmer. Ergebnis: Erstere neigten stärker als die Vergleichsgruppe zu Humor, der sich gegen die eigene Person richtet. Das hatten die Forscher wegen der medizinischen Probleme erwartet. Zu ihrem Erstaunen neigten Diabetiker aber auch stärker zu wohlwollendem Humor, der einen entspannten Blick auf die Welt und das eigene Leben erlaubt.
24.09.2020, Bildnachweis: iStock/oneinchpunch

Forscher haben sich mit der Biomechanik und den möglichen Ver­letzungsfolgen einer Ohrfeige beschäftigt
Eine Ohrfeige? Klingt relativ harmlos. Genauso wie Backpfeife, Schelle, Watsche oder Wangenstreich. Alle Begriffe bagatellisieren die Gewalt, die hinter dem Schlag steckt, sagen Forscher der Ludwig-Maximi­lians-Universität München und der Universität Salzburg. Sie haben sich mit der Biomechanik und den möglichen Ver­letzungsfolgen einer Ohrfeige beschäftigt. Die im Fachblatt Rechtsmedizin veröffentlichten Ergebnisse zeigen: Am häufigsten sind Rötungen und/oder Schmerzen sowie kleinere blutende Verletzungen be­schrieben worden. In Einzelfällen kam es auch zu massiven Verletzungen wie etwa Frakturen und Verletzungen des Trommelfells. Laut den Autoren sei eine Beschreibung mittels Begriffen wie Ohrfeige völlig wertlos. Unterm Strich sei es eine "massive Stoßeinwirkung". Das klingt schon anders.
09.09.2020, Bildnachweis: istock/Mypurgatoryyears

Forscher zeigen, dass es gute Gründe gibt, aufs Gewicht zu achten
Ein guter Grund, aufs Gewicht zu achten: Menschen mit starkem Übergewicht erkranken mit einer sechsmal höheren Wahrscheinlichkeit an Typ-2-­Diabetes als Menschen mit gesundem Gewicht. Dies sei unabhängig von der genetischen Veranlagung, schreiben dänische Forscher in der Zeitschrift Dia­betologia. Besorgniserregend: US-Studien kommen zu dem Schluss, dass durch die Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie die Zahl der Kinder mit Adipositas steigen könnte, weil in dieser Zeit der Schulsport fehlte und vermehrt Fast Food gegessen wurde.
28.08.2020, Bildnachweis: istock/skynesher

Forscher berichten: Hunde sind in der Lage, Spuren epileptischer Anfälle zu erschnüffeln
Hunde sind in der Lage, Spuren epileptischer Anfälle zu erschnüffeln. Das berichten Forscher aus Frankreich im Fachmagazin Scientific Reports. Trainierten Tieren gelang es, Atem- und Schweißproben, die während eines Anfalls gewonnen wurden, aus anderen Duftproben herauszufinden. Ob sie auch vor drohenden Anfällen warnen können, ist aber noch unklar. Andere Studien hatten bereits gezeigt, dass Hunde Unterzucker bei Diabetes und Veränderungen der Ausatemluft bei Lungenkrebs aufspüren können.
01.08.2020, Bildnachweis: iStock/skynesher

Forscher entwickelten eine Methode, um Gräserpollen anhand ihrer DNA genauer bestimmen zu können
Schönes Wetter, nichts wie raus ins Grüne? Menschen mit Heuschnupfen schauen da vorher gerne erst mal auf die Pollenflugvorhersage. Meist finden sie genaue Angaben, welche Bäume gerade blühen. Doch über die Pollen der etwa 11 000 Gräser-Arten gibt es bislang keine näheren Informationen. Britische Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, um Gräserpollen anhand ihrer DNA genauer bestimmen zu können. Die Forscher hoffen, dass sich mit ihrem im Fach­magazin Nature beschriebenen Ansatz genauer vorhersagen lässt, wann beispielsweise bestimmte Gräser-Allergene in großer Menge durch die Luft fliegen und welche davon besonders aggressiv sind.
11.07.2020, Bildnachweis: iStockphoto/Olga Sweet

Für Geist und Körper: Kunstgenießer haben offenbar mehr vom Leben
Eine Ausstellung besuchen, ins Konzert gehen, das erweitert nicht nur den Horizont – es verlängert möglicherweise sogar das ­Leben. Forscher des University Colleges London analysierten die Daten von rund 7000 Briten, die an einer Studie über das Altern (ELSA) teilgenommen hatten. Jene, die ein- bis zweimal pro Jahr eine Kulturveranstaltung besuchten, hatten ein um 14 Prozent geringeres Risiko, frühzeitig zu sterben. Wer öfter ging, dessen Risiko lag sogar um rund 30 Prozent niedriger – unabhängig von Faktoren wie geistiger und körperlicher Fitness. Warum der Zusammenhang besteht, ist bislang unklar. Ein möglicher Grund könnte jedoch der intensivere Kontakt zu anderen Menschen sein.
30.06.2020, Bildnachweis: istock/JackF

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