Forscher hoffen auf neue Therapien
Magersucht wird von Genen begünstigt, die auch andere psychische Krankheiten mitverursachen. Zudem sind Gene für bestimmte Stoffwechselvorgänge verändert. Das berichten US-Forscher im Fachjournal Nature Genetics. Demnach wäre Magersucht keine rein psychische Erkrankung. Das lässt die Forscher auf neue Therapien hoffen.
11.01.2020, Bildnachweis: istock/katarzyna Bialasiewicz

Forscher entdecken ­Mechanismus, der die Zerstörung ­durch MS aufhalten könnte
Bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) schädigt das Immunsystem Nervenfasern und -zellen. ­Forscher mehrerer deutscher Unikliniken haben nun einen ­Mechanismus entdeckt, der die Zerstörung ­aufhalten könnte. Wie sie im Fachmagazin Nature Neuroscience schreiben, kann der Körper bei MS ein bestimmtes Protein nicht abbauen. Das schädigt ­offenbar die ­Nerven. Im Labor gelang es ihnen, diese problema­tischen Proteine zu beseitigen. Sie hoffen, mithilfe der Erkenntnis neue Medikamente entwickeln zu können, besonders für das späte Krankheitsstadium.
18.12.2019, Bildnachweis: istockNikada

Forscher finden Methode, um Blutgruppe zu verändern
Mit zwei Enzymen ist es Forschern gelungen, die Blutgruppe A in die Blutgruppe 0 zu verändern, berichtet die Fachzeitschrift Nature Microbiology. Das könnte die Versorgung mit Blutspenden künftig erleichtern. Denn Gruppe 0 vertragen alle Empfänger, und A kommt am häufigsten vor.
25.11.2019, Bildnachweis: iStockphoto/robeo

Nebenwirkung: Einige Antidepressiva schaden Bakterien
Trizyklische Antidepressiva (TZA) zählen zu den ältesten Medikamenten gegen ­Depressionen. Jetzt berichten Forscher über mögliche neue Einsatzmöglichkeiten. Im Versuch konnten Wirkstoffe der TZA-Gruppe bakterielle In­fek­tionen aufhalten. Dazu gehören zwei Arten von Chlamydien-Infektionen. Wie die Wissenschaftler im Online-Journal Life Science Alliance ­­berichten, schädigen die Mittel Bakterien ­indirekt über den Cholesterin-Stoffwechsel. Das könnte den Einsatz von Antibiotika senken.
19.11.2019, Bildnachweis: iStock/wavebreak

Nicht immer reagieren Kollegen im Beruf mit Mitgefühl
Mal wieder vom Chef rundgemacht worden? Wird jemand im Beruf hart kritisiert, reagieren die Kollegen oft mit Mitgefühl. Allerdings nicht immer. Bestimmt Konkurrenz das Klima, empfinden die anderen gelegentlich Schadenfreude, berichten Forscher der Universität Zürich im Fachblatt The Academy of Management Review. Und die kann ansteckend sein. Ist das der Fall, empfehlen die Wissenschaftler, gemeinsame Visionen zu entwickeln und neue Anreize für das ganze Team zu schaffen.
18.10.2019, Bildnachweis: iStock/Art Wagner

Forscher entwickeln System, welches Hirntumore automatisch erkennt
Experten des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Uniklinik in Heidelberg haben ein System ent­wickelt, das Hirntumore automatisch erkennt, lokalisiert und vermisst. Die künstliche Intelligenz übertrifft dabei die Genauigkeit von Ärzten. Ziel der Forscher ist es, das Ansprechen auf eine Therapie präziser zu erkennen und diese bei Bedarf anzupassen.
08.10.2019, Bildnachweis: istockNikada

Kaffee gilt als vielseitig wirksam
Koffein macht wach und erhöht die Aufmerk­samkeit. So empfinden es zumindest viele Kaffeetrinker. Doch der Inhaltsstoff kann offenbar noch mehr: Er steigert zumindest kurzfristig auch Ausdauer, Muskelstärke, Sprungkraft und Laufgeschwindigkeit. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe, die im British Journal of Sports Medicine die umfangreichen Studiendaten dazu auswertete. Koffein, das seit 2004 nicht mehr auf der Verbotsliste der Welt-­Doping-Agentur steht, besitzt allerdings ­einen weniger starken Effekt als illegale Substanzen. Den Forschern geht es aber nicht um sport­liche Hochleistungen, sondern um die Fitness der Normal­bevölkerung. Ihre Vermutung: Zwei Tassen Kaffee eine Stunde vor sportlichen Aktivitäten könnten die Trainingsleistung verbessern.
24.09.2019, Bildnachweis: istock/OlgaMiltsova

Forscher zeigen: Traumatische Erinnerungen verzögern die Heilung
Menschen mit posttraumatischer Belastungs­störung – etwa nach Missbrauch oder Kriegserlebnissen – leiden nicht nur seelisch, sondern auch körperlich. Bei ihnen verheilen Knochenbrüche erheblich langsamer. Das zeigten jetzt Wissenschaftler aus Ulm und ­Kalifornien (USA). Im Fachjournal PNAS identi­­fizieren sie zudem eine möglicherweise wirksame Therapie: den Betablocker Propranolol.
17.09.2019, Bildnachweis: iStock/Dawn Poland

Forscher finden heraus: Schon der bloße Anblick einer leeren Kaffeetasse lässt uns wacher und aufmerksamer werden
Schon der Geruch lässt viele Kaffeeliebhaber leichter aus dem Bett steigen. Doch es reicht sogar weitaus weniger, wie ­Forscher der Universität in Toronto im Fachjournal  Consciousness and Cognition berichten. Demnach kann uns bereits der Anblick einer leeren Kaffeetasse oder von etwas ­­anderem, das uns an Kaffee erinnert, wacher und aufmerksamer machen.
12.09.2019, Bildnachweis: Thinkstock/istock

Der Schleim der Fischhaut bietet Schutz vor Krankheitserregern
Auf der Suche nach neuen Antibiotika sind Forscher auf eine ungewöhnliche Quelle gestoßen: Im Schleim von jungen Fischen hat ein Team der Oregon State University (USA) Bakterien entdeckt, die keimtötende Stoffe bilden. Wie die Wissenschaftler auf der Frühjahrs­tagung der American Chemical Society berichteten, fanden sie Substanzen, die den multiresistenten Erreger MRSA und den Pilz Candida albicans hemmen. Die Entdeckung könnte auch dazu beitragen, den Antibio­tika-Einsatz in der Fischzucht zu verringern.
06.09.2019, Bildnachweis: istock/ba11istic

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