Forscher berichten: Alte Getreideart könnte eine bekömmliche Alternative sein
Für Menschen mit Weizenunverträglichkeit, die nicht an Zöliakie leiden, könnte Einkorn eine bekömmlichere Alternative sein. Das berichten Forscher des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München im Journal of Agricultural and Food Chemistry. Die alte Getreideart enthalte weniger symptomauslösende Eiweiße als Hartweizen und Brotweizen sowie die ursprünglichen Sorten Emmer und Dinkel.
10.04.2019, Bildnachweis: istock/Inahwen

Ruhestörung: RLS-Patienten finden oft keinen Schlaf
Wenn die Beine nachts unkontrolliert zucken und auch tags nicht zur Ruhe kommen, sprechen Mediziner vom Restless-Legs-Syndrom (RLS). Bislang ging man davon aus, dass Störungen des zentralen Nervensystems sowie ­­genetische und stoffwechselbedingte Ur­sachen die Krankheit hervorrufen. Forscher der Universitäten Göttingen, Sydney (Aus­tralien) und Vanderbilt (USA) wiesen nun nach, dass auch Nervenzellen beteiligt sind, die die Muskeln der Beine ansteuern. Ihre Studie wurde im Journal of Physiology pu­­bli­ziert. Diese sogenannten Motoneuronen könnten ein neuer Ansatz für eine medikamentöse Therapie sein. Bislang lassen sich rastlose Beine nicht gut behandeln.25.03.2019, Bildnachweis: iStock/bee32

Körpereigene Eiweiße hindern Herpes-Viren an der Vermehrung
Wenn Viren Menschen infizieren, setzt das verschiedene Abwehrreaktionen in Gang. Eine neue Variante, mit der sich der Körper gegen Herpes wehrt, haben Forscher der Universität Erlangen jetzt entdeckt. Die meisten Menschen stecken sich in der Kindheit mit den Viren an, die dann ein Leben lang im Körper bleiben. Die Wissenschaftler interessierten sich für körpereigene Eiweiße, die die Viren an der Vermehrung hindern. Besonders effektiv gelingt dies einer Variante namens TRIM43. Wie die Experten in Nature Microbiology schreiben, war es gegen alle im Labor getesteten Herpes-Viren aktiv.
20.03.2019, Bildnachweis: istock/Jazzikov

Überwacht: Eine Sepsis ist ein Fall für die Intensivstation
Eine Blutvergiftung oder Sepsis ist ein gefährlicher Notfall. Je früher die passende Therapie beginnt, desto besser sind die Chancen für die Betroffenen. Wissenschaftler aus Großbritannien entwickelten nun ein Computerprogramm, in das Daten zu Tausenden Patienten und deren Behandlung einflossen. Es konnte danach selbst­ständig geeignete Behandlungsstrategien vorschlagen. In Tests war es bereits ähnlich gut wie Ärzte, schreiben die Forscher im Fachmagazin Nature Medicine.
05.03.2019, Bildnachweis: istock/sudok1

Nicht zu lang, nicht zu kurz: Auch beim Schlaf gilt die goldene Mitte
Die negativen Folgen von zu wenig Schlaf sind bekannt. Laut einer Studie, erschienen im Fachmagazin Sleep, dauert die optimale Nachtruhe zwischen sieben und acht Stunden. Die neue Erkenntnis: Auch wer länger schläft, muss tagsüber mit Einbußen seiner Gehirnleistung rechnen, berichten die britischen und kanadischen Forscher. Sie analysierten dafür Daten von über 10.000 Menschen.
14.02.2019, Bildnachweis: iStock/Yulia Images

Neues Verfahren: Forschern gelingt es, resistente Keime in kurzer Zeitz nachzuweisen
Wirken Antibiotika nicht mehr gegen Bakterien, wird es gefährlich – vor allem wenn selbst die letzten Reservemittel wie Carbapeneme versagen. In diesem Fall müsste schnell eine andere Therapie beginnen. Doch bislang dauerte es bis zu drei Tage, die Resistenz im Labor nachzuweisen. Forscher der Universität Köln haben nun ein Verfahren entwickelt, das bereits nach 45 Minuten ein sicheres Ergebnis liefern soll. Ihre Studie wurde in PLOS ONE veröffentlicht.
19.01.2019, Bildnachweis: istock/Troscha

Weibliche Sexualhormone beeinflussen, als wie attraktiv ein Mann den Körpergeruch einer Frau empfindet
An ihren fruchtbaren Tagen riechen Frauen für Männer besonders gut. Doch jetzt fand ein Schweizer Forscherteam heraus: Auch unabhängig davon wird der Körpergeruch mancher Frauen vom anderen Geschlecht als attraktiver empfunden. Der Grund dafür sind die weiblichen Sexualhormone. So punkten vor allem Frauen mit hohen Östrogen- und niedrigen Progesteronwerten, wie die Wissenschaftler der Universität in Bern im Rahmen einer Studie zeigen konnten. Aus evolutionsbiologischer Sicht mache das auch Sinn. Denn viel Östrogen und wenig Progesteron deuten auf eine hohe Fruchtbarkeit hin.
16.01.2019, Bildnachweis: istock/Antonio Guillem

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