Nicht immer reagieren Kollegen im Beruf mit Mitgefühl
Mal wieder vom Chef rundgemacht worden? Wird jemand im Beruf hart kritisiert, reagieren die Kollegen oft mit Mitgefühl. Allerdings nicht immer. Bestimmt Konkurrenz das Klima, empfinden die anderen gelegentlich Schadenfreude, berichten Forscher der Universität Zürich im Fachblatt The Academy of Management Review. Und die kann ansteckend sein. Ist das der Fall, empfehlen die Wissenschaftler, gemeinsame Visionen zu entwickeln und neue Anreize für das ganze Team zu schaffen.
18.10.2019, Bildnachweis: iStock/Art Wagner

Forscher entwickeln System, welches Hirntumore automatisch erkennt
Experten des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Uniklinik in Heidelberg haben ein System ent­wickelt, das Hirntumore automatisch erkennt, lokalisiert und vermisst. Die künstliche Intelligenz übertrifft dabei die Genauigkeit von Ärzten. Ziel der Forscher ist es, das Ansprechen auf eine Therapie präziser zu erkennen und diese bei Bedarf anzupassen.
08.10.2019, Bildnachweis: istockNikada

Kaffee gilt als vielseitig wirksam
Koffein macht wach und erhöht die Aufmerk­samkeit. So empfinden es zumindest viele Kaffeetrinker. Doch der Inhaltsstoff kann offenbar noch mehr: Er steigert zumindest kurzfristig auch Ausdauer, Muskelstärke, Sprungkraft und Laufgeschwindigkeit. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe, die im British Journal of Sports Medicine die umfangreichen Studiendaten dazu auswertete. Koffein, das seit 2004 nicht mehr auf der Verbotsliste der Welt-­Doping-Agentur steht, besitzt allerdings ­einen weniger starken Effekt als illegale Substanzen. Den Forschern geht es aber nicht um sport­liche Hochleistungen, sondern um die Fitness der Normal­bevölkerung. Ihre Vermutung: Zwei Tassen Kaffee eine Stunde vor sportlichen Aktivitäten könnten die Trainingsleistung verbessern.
24.09.2019, Bildnachweis: istock/OlgaMiltsova

Forscher zeigen: Traumatische Erinnerungen verzögern die Heilung
Menschen mit posttraumatischer Belastungs­störung – etwa nach Missbrauch oder Kriegserlebnissen – leiden nicht nur seelisch, sondern auch körperlich. Bei ihnen verheilen Knochenbrüche erheblich langsamer. Das zeigten jetzt Wissenschaftler aus Ulm und ­Kalifornien (USA). Im Fachjournal PNAS identi­­fizieren sie zudem eine möglicherweise wirksame Therapie: den Betablocker Propranolol.
17.09.2019, Bildnachweis: iStock/Dawn Poland

Forscher finden heraus: Schon der bloße Anblick einer leeren Kaffeetasse lässt uns wacher und aufmerksamer werden
Schon der Geruch lässt viele Kaffeeliebhaber leichter aus dem Bett steigen. Doch es reicht sogar weitaus weniger, wie ­Forscher der Universität in Toronto im Fachjournal  Consciousness and Cognition berichten. Demnach kann uns bereits der Anblick einer leeren Kaffeetasse oder von etwas ­­anderem, das uns an Kaffee erinnert, wacher und aufmerksamer machen.
12.09.2019, Bildnachweis: Thinkstock/istock

Der Schleim der Fischhaut bietet Schutz vor Krankheitserregern
Auf der Suche nach neuen Antibiotika sind Forscher auf eine ungewöhnliche Quelle gestoßen: Im Schleim von jungen Fischen hat ein Team der Oregon State University (USA) Bakterien entdeckt, die keimtötende Stoffe bilden. Wie die Wissenschaftler auf der Frühjahrs­tagung der American Chemical Society berichteten, fanden sie Substanzen, die den multiresistenten Erreger MRSA und den Pilz Candida albicans hemmen. Die Entdeckung könnte auch dazu beitragen, den Antibio­tika-Einsatz in der Fischzucht zu verringern.
06.09.2019, Bildnachweis: istock/ba11istic

Asthmasprays weiten die Luftwege und sorgen so für freies Atmen
Bei einem Asthmaanfall kommt es häufig zu einer bedrohlichen Enge in den Atemwegen. Die vielleicht wichtigste Rolle spielt dabei die Ver­dickung der Muskelschicht in den Bronchienwänden. Nun haben britische Forscher entdeckt, dass ein Medikament genau an dieser Stelle wirkt: Es reduziert die Zahl der Muskelzellen in den Atem­wegen, berichten sie im Fachblatt Science Translational Medicine. Der Wirkstoff wird bereits in klinischen Studien erprobt. Bestätigen sich bisherige Ergebnisse, könnte er in einigen Jahren als Arznei­mittel dienen, das die Erkrankung an ihren Wurzeln packt.
13.08.2019, Bildnachweis: iStockphoto/nadger

Zu viel Bauchfett geht aufs Herz
Apfel- oder Birnenform? Wie sich Fett im Körper verteilt, bestimmen auch die Gene. Bislang ist aber kaum geklärt, welche. US-Forscher konnten nun 24 weitere Abschnitte im Erbgut identifizieren, die entscheiden, wo sich Fettdepots überwiegend ansammeln. Speichert der Körper Fett bevorzugt am Bauch, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankun­gen. Die Studie ist im Magazin Nature Genetics erschienen.
22.07.2019, Bildnachweis: iStock/Fred Froese

Bluttest: Ein bestimmter Eiweißstoff kann auf Alzheimer hinweisen
Forscher aus Tübingen haben einen Bluttest entwickelt, der Alzheimer bereits 16 Jahre vor dem Auftreten erster Demenz-Symptome feststellen kann. An die Studie in Nature Medicine knüpft sich die Hoffnung auf eine effektivere Behandlung. Bislang verfügbare Therapien zeigen nur geringe Wirkung. Der Frühtest ist derzeit noch nicht erhältlich.
31.05.2019, Bildnachweis: iStockphoto/robeo

Forscher haben neue Wirkstoffe gegen Stechmücken in der Natur entdeckt
Bislang sind nur wenige Abwehrmittel bekannt, die auch mehrere Arten von Mücken erfolgreich vom Stechen ab­halten. Forscher aus den USA haben nun neue Wirkstoffe in der Natur entdeckt. Schon länger vermuteten Biologen, dass Bakterien der Gattung Xenorhabdus Substanzen produzieren, die Insekten fernhalten. In ersten Tests konnten diese Wirkstoffe im Labor auch Mücken abwehren – und zwar ebenso zuverlässig wie die bislang besten Wirkstoffe DEET und Icaridin. Die Studienergebnisse wurden im Fachmagazin Science Advances publiziert.
20.06.2019, Bildnachweis: istockphoto/Andsem

Darmbakterien: Gefürchtet sind antibiotikaresistente Keime
Jeder achte Patient trägt bereits bei der Aufnahme ins Krankenhaus einen multi­resistenten Darmkeim in sich. Das zeigten Forscher aus Jena in einer Studie mit 1.334 Teilnehmern im Fachjournal PLoS One. Gefährlich werden die Erreger Menschen, die sehr stark geschwächt sind. Außer­dem können die Bakterien ihre Resistenz an andere Keime weitergeben.
28.05.2019, Bildnachweis: istock / Nerthus

Studie weckt Hoffnung für Menschen mit einem erhöhten Lp(a)-Wert
Menschen mit einem erhöhten Wert des Lp(a) genannten Blutfetts sind besonders stark von Herzinfarkt und Schlaganfall bedroht. Außer einer Art Blutwäsche gibt es bisher keine Therapie. Nun weckt die Vorstellung einer Studie beim Kongress der Amerikanischen Herzgesellschaft Hoffnung auf ein Medikament. Es wirkt auf den genetischen Prozess bei der Herstellung des Lp(a) und senkte dessen Blutwert bei knapp 300 Testpersonen im Schnitt um 80 Prozent.
22.05.2019, Bildnachweis: istock/Bogdanhoda

Forscher arbeiten an einer möglichen Alternative zu Antibiotika
Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover ist es gelungen, in einem Bioreaktor aus mensch­lichen Stammzellen große Mengen von Blutzellen herzustellen. Das berichten sie im Fachmagazin Nature Communications. Der Fokus lag zunächst auf einem bestimmten Typ von Zellen, den sogenannten Makrophagen (Fresszellen). Mit ihnen konnte im Tierversuch eine Lungenerkrankung aufgrund einer Infektion mit gefährlichen Pseudomonas-Bakterien abgemildert werden. Die Wissenschaftler hoffen auf die Entwicklung einer Alternative zu Antibiotika auch bei anderen bakteriellen Infektionen. Die Zellproduktion ließe sich in wenigen Schritten auf größere Bioreaktoren übertragen, um Mengen in industriellem Maßstab zu gewinnen.
20.05.2019, Bildnachweis: istock/Yuri Arcurs

Spaß nach der Arbeit: Durch schöne Aktivitäten leichter abschalten
Mit Gedanken an den Urlaub halten sich viele Berufstätige über Wasser. Doch Stress im Job führt bereits am selben Tag zu Erschöpfung und trübt die Laune. Betroffene haben am Feierabend auf nichts mehr Lust und ziehen sich zurück. Diesen Zusammenhang bestätigt eine Studie des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der Technischen Universität Dortmund. Die Autoren ließen 86 Angestellte zehn Tage lang aufschreiben, wie hoch ihre Arbeitsbelastung und ihr Wohlbefinden waren und wie gut sie sich erholten. Besser ging es jenen, die am Abend bewusst abschalten konnten. Die Studienautoren raten dafür zu angenehmen Aktivitäten wie Sport treiben, einem Hobby frönen oder Freunde treffen. Das lasse unangenehme Gefühle aus der Firma am ehesten verblassen.
13.05.2019, Bildnachweis: iStock/skodonnell

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