Analyse: Personen mit unterdrücktem Immunsystem profitieren unterschiedlich stark von einer Coronavirus-Impfung
Personen mit unterdrücktem Immunsystem profitieren unterschiedlich stark von einer Coronavirus-Impfung. Zu diesem Ergebnis kamen Forschende nach einer Auswertung von 23 Studien. Im Zentrum stand dabei eine Antikörpertherapie, die etwa bei Leukämie zum Einsatz kommt. Sie greift auch Zellen an, die für das Immungedächtnis des Körpers wichtig sind. Knapp die Hälfte der 1342 Patientinnen und Patienten zeigte eine nachweisbare Immunantwort nach einer mRNA-Impfung. Dabei war die Zeitspanne seit Therapieende wichtig. Lag die Antikörperbehandlung mehr als sechs Monate zurück, war der Impferfolg größer als bei Betroffenen, die bis vor Kurzem in Therapie gewesen waren. Die Analyse ist im Fachblatt RMD Open erschienen.
Datum der Veröffentlichung: 17.06.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
Bildnachweis: iStockphoto/ K_E_N

Forschung: Bestimmte Blutdruckmittel können das Risiko, an Diabetes zu erkranken, senken
Fast jeder zehnte Mensch weltweit erkrankt an Diabetes Typ 2. Bekannt ist, dass Bluthochdruck und Diabetes Typ 2 oft zusammen auftreten. Eine Forschergruppe aus Großbritannien hat in einer Auswertung von 22 Stu­dien nun herausgefunden, dass bestimmte Blutdruckmittel das Risiko, an Diabetes zu erkranken, senken können. Die Forschenden werteten über 140 000 Patientendaten aus, die sie in 35 Jahren gesammelt hatten. Dabei stellten sie fest, dass zwei Wirkstoffklassen den Ausbruch von Diabetes Typ 2 hinauszögerten oder verhinderten. Dazu zählen ACE-Hemmer wie Ramipril und Lisinopril sowie Sartane, etwa Losartan und Valsartan.
23.05.2022, Bildnachweis: iStockphoto/AlexKalina

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