Stuide: Wer an etwas Schönes denkt oder von 1000 in Siebenerschritten rückwärts zählt, kann sein Schmerzempfinden reduzieren
Wer an etwas Schönes denkt oder von 1000 in Siebenerschritten rückwärts zählt, kann sein Schmerzempfinden reduzieren. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Fachmagazin eLife veröffentlicht wurde. Forscher der Ludwig- Maximilians-Universität München sowie der University of Oxford untersuchten, ob es gelingt, akute Schmerzen durch Ablenkung zu lindern. Die Methode des Rückwärtszählens erwies sich dabei als besonders effektiv. In den Versuchen wurde den Teilnehmern ein kurzer Kälteschmerz zugefügt. Den Probanden sei es zum Teil gelungen, das Schmerzempfinden um die Hälfte zu reduzieren. Das Zählen erfordert offenbar eine so hohe Konzentration, dass der Schmerz in den Hintergrund rückt. Jetzt wollen die Forscher herausfinden, ob das auch bei chronischem Schmerz funktioniert.
08.01.2021, Bildnachweis: iStock/LittleBee80

Eine Studie gibt Hoffnung auf medikamentöse Behandlung von Magersucht
Kann Magersucht künftig mit Arzneimitteln behandelt werden? Eine Studie von Forschern der Universität Duisburg-Essen gibt Anlass zur Hoffnung. Ihnen ist es gelungen, den Zustand einer kleinen Patienten­gruppe durch ein Medikament zu verbessern. Die Untersuchung zeigte, dass vor allem das Hormon Leptin bei Menschen mit Magersucht gute Erfolge erzielen kann. Bereits nach drei Tagen waren typische Symptome wie eine gestörte Selbstwahrnehmung oder ein extremes Streben nach Perfektion und Kontrolle deutlich schwächer ausgeprägt.
06.01.2021, Bildnachweis: istock/katarzyna Bialasiewicz

Forscher zeigen: Jährliche Grippewelle im Winter liegt nicht an der Kälte
Dass die Grippewelle jedes Jahr im Winter anrollt, liegt nicht an der Kälte, zeigten Forscher im Fachblatt PNAS. Die Trockenheit macht es den Viren leicht, sich zu verbreiten: Sie behindert die feinen Härchen in den Atemwegen bei der Erreger­abwehr. Zellschäden werden langsamer repariert. Auch Alarmsignale, die infizierte Zellen aus­senden, werden schlechter erkannt.
13.10.2020, Bildnachweis: iStock/monkeybusinessimages

Forscher zeigen, wie Humor und Diabetes zusammenhängen
Wie Humor und Diabetes zusammenhängen, haben US-Forscher mithilfe eines Fragebogens zu unterschiedlichen Arten von Humor untersucht. Sie verglichen die Antworten von Diabetikern mit denen gesunder Teilnehmer. Ergebnis: Erstere neigten stärker als die Vergleichsgruppe zu Humor, der sich gegen die eigene Person richtet. Das hatten die Forscher wegen der medizinischen Probleme erwartet. Zu ihrem Erstaunen neigten Diabetiker aber auch stärker zu wohlwollendem Humor, der einen entspannten Blick auf die Welt und das eigene Leben erlaubt.
24.09.2020, Bildnachweis: iStock/oneinchpunch

Forscher haben sich mit der Biomechanik und den möglichen Ver­letzungsfolgen einer Ohrfeige beschäftigt
Eine Ohrfeige? Klingt relativ harmlos. Genauso wie Backpfeife, Schelle, Watsche oder Wangenstreich. Alle Begriffe bagatellisieren die Gewalt, die hinter dem Schlag steckt, sagen Forscher der Ludwig-Maximi­lians-Universität München und der Universität Salzburg. Sie haben sich mit der Biomechanik und den möglichen Ver­letzungsfolgen einer Ohrfeige beschäftigt. Die im Fachblatt Rechtsmedizin veröffentlichten Ergebnisse zeigen: Am häufigsten sind Rötungen und/oder Schmerzen sowie kleinere blutende Verletzungen be­schrieben worden. In Einzelfällen kam es auch zu massiven Verletzungen wie etwa Frakturen und Verletzungen des Trommelfells. Laut den Autoren sei eine Beschreibung mittels Begriffen wie Ohrfeige völlig wertlos. Unterm Strich sei es eine "massive Stoßeinwirkung". Das klingt schon anders.
09.09.2020, Bildnachweis: istock/Mypurgatoryyears

Forscher zeigen, dass es gute Gründe gibt, aufs Gewicht zu achten
Ein guter Grund, aufs Gewicht zu achten: Menschen mit starkem Übergewicht erkranken mit einer sechsmal höheren Wahrscheinlichkeit an Typ-2-­Diabetes als Menschen mit gesundem Gewicht. Dies sei unabhängig von der genetischen Veranlagung, schreiben dänische Forscher in der Zeitschrift Dia­betologia. Besorgniserregend: US-Studien kommen zu dem Schluss, dass durch die Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie die Zahl der Kinder mit Adipositas steigen könnte, weil in dieser Zeit der Schulsport fehlte und vermehrt Fast Food gegessen wurde.
28.08.2020, Bildnachweis: istock/skynesher

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