Asthmasprays weiten die Luftwege und sorgen so für freies Atmen
Bei einem Asthmaanfall kommt es häufig zu einer bedrohlichen Enge in den Atemwegen. Die vielleicht wichtigste Rolle spielt dabei die Ver­dickung der Muskelschicht in den Bronchienwänden. Nun haben britische Forscher entdeckt, dass ein Medikament genau an dieser Stelle wirkt: Es reduziert die Zahl der Muskelzellen in den Atem­wegen, berichten sie im Fachblatt Science Translational Medicine. Der Wirkstoff wird bereits in klinischen Studien erprobt. Bestätigen sich bisherige Ergebnisse, könnte er in einigen Jahren als Arznei­mittel dienen, das die Erkrankung an ihren Wurzeln packt.
13.08.2019, Bildnachweis: iStockphoto/nadger

Zu viel Bauchfett geht aufs Herz
Apfel- oder Birnenform? Wie sich Fett im Körper verteilt, bestimmen auch die Gene. Bislang ist aber kaum geklärt, welche. US-Forscher konnten nun 24 weitere Abschnitte im Erbgut identifizieren, die entscheiden, wo sich Fettdepots überwiegend ansammeln. Speichert der Körper Fett bevorzugt am Bauch, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankun­gen. Die Studie ist im Magazin Nature Genetics erschienen.
22.07.2019, Bildnachweis: iStock/Fred Froese

Bluttest: Ein bestimmter Eiweißstoff kann auf Alzheimer hinweisen
Forscher aus Tübingen haben einen Bluttest entwickelt, der Alzheimer bereits 16 Jahre vor dem Auftreten erster Demenz-Symptome feststellen kann. An die Studie in Nature Medicine knüpft sich die Hoffnung auf eine effektivere Behandlung. Bislang verfügbare Therapien zeigen nur geringe Wirkung. Der Frühtest ist derzeit noch nicht erhältlich.
31.05.2019, Bildnachweis: iStockphoto/robeo

Forscher haben neue Wirkstoffe gegen Stechmücken in der Natur entdeckt
Bislang sind nur wenige Abwehrmittel bekannt, die auch mehrere Arten von Mücken erfolgreich vom Stechen ab­halten. Forscher aus den USA haben nun neue Wirkstoffe in der Natur entdeckt. Schon länger vermuteten Biologen, dass Bakterien der Gattung Xenorhabdus Substanzen produzieren, die Insekten fernhalten. In ersten Tests konnten diese Wirkstoffe im Labor auch Mücken abwehren – und zwar ebenso zuverlässig wie die bislang besten Wirkstoffe DEET und Icaridin. Die Studienergebnisse wurden im Fachmagazin Science Advances publiziert.
20.06.2019, Bildnachweis: istockphoto/Andsem

Darmbakterien: Gefürchtet sind antibiotikaresistente Keime
Jeder achte Patient trägt bereits bei der Aufnahme ins Krankenhaus einen multi­resistenten Darmkeim in sich. Das zeigten Forscher aus Jena in einer Studie mit 1.334 Teilnehmern im Fachjournal PLoS One. Gefährlich werden die Erreger Menschen, die sehr stark geschwächt sind. Außer­dem können die Bakterien ihre Resistenz an andere Keime weitergeben.
28.05.2019, Bildnachweis: istock / Nerthus

Studie weckt Hoffnung für Menschen mit einem erhöhten Lp(a)-Wert
Menschen mit einem erhöhten Wert des Lp(a) genannten Blutfetts sind besonders stark von Herzinfarkt und Schlaganfall bedroht. Außer einer Art Blutwäsche gibt es bisher keine Therapie. Nun weckt die Vorstellung einer Studie beim Kongress der Amerikanischen Herzgesellschaft Hoffnung auf ein Medikament. Es wirkt auf den genetischen Prozess bei der Herstellung des Lp(a) und senkte dessen Blutwert bei knapp 300 Testpersonen im Schnitt um 80 Prozent.
22.05.2019, Bildnachweis: istock/Bogdanhoda

Forscher arbeiten an einer möglichen Alternative zu Antibiotika
Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover ist es gelungen, in einem Bioreaktor aus mensch­lichen Stammzellen große Mengen von Blutzellen herzustellen. Das berichten sie im Fachmagazin Nature Communications. Der Fokus lag zunächst auf einem bestimmten Typ von Zellen, den sogenannten Makrophagen (Fresszellen). Mit ihnen konnte im Tierversuch eine Lungenerkrankung aufgrund einer Infektion mit gefährlichen Pseudomonas-Bakterien abgemildert werden. Die Wissenschaftler hoffen auf die Entwicklung einer Alternative zu Antibiotika auch bei anderen bakteriellen Infektionen. Die Zellproduktion ließe sich in wenigen Schritten auf größere Bioreaktoren übertragen, um Mengen in industriellem Maßstab zu gewinnen.
20.05.2019, Bildnachweis: istock/Yuri Arcurs

Spaß nach der Arbeit: Durch schöne Aktivitäten leichter abschalten
Mit Gedanken an den Urlaub halten sich viele Berufstätige über Wasser. Doch Stress im Job führt bereits am selben Tag zu Erschöpfung und trübt die Laune. Betroffene haben am Feierabend auf nichts mehr Lust und ziehen sich zurück. Diesen Zusammenhang bestätigt eine Studie des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der Technischen Universität Dortmund. Die Autoren ließen 86 Angestellte zehn Tage lang aufschreiben, wie hoch ihre Arbeitsbelastung und ihr Wohlbefinden waren und wie gut sie sich erholten. Besser ging es jenen, die am Abend bewusst abschalten konnten. Die Studienautoren raten dafür zu angenehmen Aktivitäten wie Sport treiben, einem Hobby frönen oder Freunde treffen. Das lasse unangenehme Gefühle aus der Firma am ehesten verblassen.
13.05.2019, Bildnachweis: iStock/skodonnell

Schweres Erbe: Gene können Alkoholsucht begünstigen
Erstmals haben Forscher in den USA in einer großen Studie untersucht, welche Varianten im Erbgut eine Alkoholsucht begünstigen oder verhindern können. Im Fachmagazin Nature Neuroscience berichten sie, dass Gene, die auch mit der Entstehung von Depres­sionen zusammenhängen, das Risiko für eine ­Ab­hängigkeit erhöhen. Schützend können jene wirken, die nach dem Alkoholkonsum einen Kater mitverursachen.
07.05.2019, Bildnachweis: iStock/ericsphotography

Nagelprobe: Die Farbe der Nägel gibt Auskunft über Blutwerte
Ob eine Anämie vorliegt, lässt sich künftig vielleicht auch ohne Blut­proben feststellen. Forscher haben eine App entwickelt, die eine Blutarmut mittels eines Handyfotos der Finger erkennt. Wie sie in der Fachzeitschrift Nature Communications beschreiben, ermittelt die Software anhand der Farbe der Fingernägel den Anteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin annähernd so gut wie ein Bluttest. Profitieren könnten davon Anämie-Patienten in Entwicklungsländern, wo die notwendigen Labors fehlen.
30.04.2019, Bildnachweis: istock / Pixelfit

Weihrauch und Bengalischer Quitte werden entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben
Forscher in Indien haben untersucht, ob sich Asthmabeschwerden mit einer Mischung aus Weihrauch und Bengalischer Quitte lindern lassen. Beiden Pflanzen werden entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Bereits nach 14 Tagen gingen die Asthmasymptome jener Studienteilnehmer, die das pflanzliche Präparat erhalten hatten, im Vergleich zur Placebo-Gruppe deutlich zurück. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt Phytotherapy Research veröffentlicht. Ein entsprechendes Präparat gibt es noch nicht im Handel.
20.04.2019, Bildnachweis: iStock/Antonio Guillem

Forscher berichten: Alte Getreideart könnte eine bekömmliche Alternative sein
Für Menschen mit Weizenunverträglichkeit, die nicht an Zöliakie leiden, könnte Einkorn eine bekömmlichere Alternative sein. Das berichten Forscher des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München im Journal of Agricultural and Food Chemistry. Die alte Getreideart enthalte weniger symptomauslösende Eiweiße als Hartweizen und Brotweizen sowie die ursprünglichen Sorten Emmer und Dinkel.
10.04.2019, Bildnachweis: istock/Inahwen

Ruhestörung: RLS-Patienten finden oft keinen Schlaf
Wenn die Beine nachts unkontrolliert zucken und auch tags nicht zur Ruhe kommen, sprechen Mediziner vom Restless-Legs-Syndrom (RLS). Bislang ging man davon aus, dass Störungen des zentralen Nervensystems sowie ­­genetische und stoffwechselbedingte Ur­sachen die Krankheit hervorrufen. Forscher der Universitäten Göttingen, Sydney (Aus­tralien) und Vanderbilt (USA) wiesen nun nach, dass auch Nervenzellen beteiligt sind, die die Muskeln der Beine ansteuern. Ihre Studie wurde im Journal of Physiology pu­­bli­ziert. Diese sogenannten Motoneuronen könnten ein neuer Ansatz für eine medikamentöse Therapie sein. Bislang lassen sich rastlose Beine nicht gut behandeln.25.03.2019, Bildnachweis: iStock/bee32

Körpereigene Eiweiße hindern Herpes-Viren an der Vermehrung
Wenn Viren Menschen infizieren, setzt das verschiedene Abwehrreaktionen in Gang. Eine neue Variante, mit der sich der Körper gegen Herpes wehrt, haben Forscher der Universität Erlangen jetzt entdeckt. Die meisten Menschen stecken sich in der Kindheit mit den Viren an, die dann ein Leben lang im Körper bleiben. Die Wissenschaftler interessierten sich für körpereigene Eiweiße, die die Viren an der Vermehrung hindern. Besonders effektiv gelingt dies einer Variante namens TRIM43. Wie die Experten in Nature Microbiology schreiben, war es gegen alle im Labor getesteten Herpes-Viren aktiv.
20.03.2019, Bildnachweis: istock/Jazzikov

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