Forscher finden heraus: Auch eine positiv verstärkende Mimik des Arztes hat Einfluss auf den Patienten
Nicht nur die Erwartung des Patienten – die des Arztes hat offenbar ebenfalls Einfluss auf die ­Wirksamkeit einer Therapie. Laut einer US-Studie mit knapp 200 Teilnehmern vermittelt der Arzt auch mit seinem Gesichtsausdruck, ob er von der verordneten Therapie überzeugt ist, schreiben die Forscher im Magazin Nature Human Behaviour. Patienten in der Studie, die eine positiv verstärkende Mimik ihres Arztes bemerkten, empfanden weniger Schmerzen. Die Forscher sprechen von "Hinweisen auf einen sozial übertragenen ­­Placebo-Effekt".
27.04.2020, Bildnachweis: iStock/Larisa Blinova

Neuer Schnelltest zur Bestimmung der Erreger entwickelt
Menschen mit Diabetes leiden häufig an schlecht heilenden Wunden an den Füßen. Oft dauert es zwei Tage, um die Erreger im Labor zu bestimmen. Forscher verschiedener Fraunhofer-Institute haben nun einen Schnelltest mit­entwickelt, der die Erreger in einer Stunde identifiziert. Eine gezielte Behandlung wäre dann rascher möglich. In etwa zwei bis drei Jahren könnte der Test auf dem Markt sein.
19.02.2020, Bildnachweis: iStock / René Mansi

Langlebige Fruchtfliegen beflügeln die Forschung
Die Lebenserwartung von Fruchtfliegen ist überschaubar und liegt zwischen zehn Tagen und acht Wochen. Forscher haben nun an besonders langlebigen Exemplaren untersucht, wie sich das Zusammenspiel bestimmter Gene auf das Altern auswirkt. In einer großen Analyse konnten sie zeigen, dass eine einzelne Genmutation die Aktivität 239 weiterer Gene beeinflusst. Diese veränderten bei den Fliegen das Immunsystem sowie den Stoffwechsel und machten sie unempfind­licher gegen Stress, verursacht etwa durch hohe Temperaturen. Wie die Forscher im Fachmagazin Scientific Reports schreiben, verlängerte sich so die Lebenserwartung der Fliegen etwa um ein Fünftel.
05.02.2020, Bildnachweis: istock/janeff

Forscher hoffen auf neue Therapien
Magersucht wird von Genen begünstigt, die auch andere psychische Krankheiten mitverursachen. Zudem sind Gene für bestimmte Stoffwechselvorgänge verändert. Das berichten US-Forscher im Fachjournal Nature Genetics. Demnach wäre Magersucht keine rein psychische Erkrankung. Das lässt die Forscher auf neue Therapien hoffen.
11.01.2020, Bildnachweis: istock/katarzyna Bialasiewicz

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