Forschung zeigt: Auch Berührungen durch menschenähnliche Roboter können positive Effekte haben
Dass Körperkontakt Stress reduzieren und das Immunsystem stärken kann, ist nicht neu. Dass dies auch für Berührungen durch menschenähnliche Roboter zu gelten scheint, ist neu. Forschende der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen setzten Roboter darauf an, dass sie während eines Gesprächs beiläufig die Hand von Versuchspersonen berührten. Diese fühlten sich nach dem Gespräch messbar besser als die Teilnehmenden einer Vergleichsgruppe ohne physischen Kontakt. Außerdem waren die Probandinnen und Probanden dann auch eher dazu bereit, sich auf Ratschläge des Roboters hinsichtlich Studienberatung einzulassen. Zukünftig könnten humanoide Roboter vielleicht sogar als Motivationstrainer eingesetzt werden, so die Studie.
23.09.2021, Bildnachweis: iStock/Andrey Popov

Forscher finden heraus: Placebos wirken auch, wenn Patienten vor der Einnahme wissen, dass kein Wirkstoff enthalten ist
Placebos wirken auch dann, wenn die Patienten vor der Einnahme darüber informiert werden, dass die Pillen keinen Wirkstoff enthalten. Das haben Forscher des Universitätsklinikums Freiburg herausgefunden. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlicht. Sie hatten 13 Studien mit insgesamt 834 Teilnehmern verglichen. Die Diagnosen reichten von Rückenschmerzen über Depression bis hin zu Heuschnupfen und Hitzewallungen. Die Patienten wussten vor der Einnahme, dass es sich um ein Scheinmedikament handelt. Außerdem wurden sie über die Wirkweise von Placebos informiert. Deren bewusste Einnahme könne eine gezielte Täuschung der Patienten in Zukunft unnötig machen, so die Forscher.
19.07.2021, Bildnachweis: istock/skynesher

Forschung: Der Body-Mass-Index spielt größere Rolle fürs Diabetes-Risiko als erbliche Veranlagung
Der Body-Mass-Index spielt eine größere Rolle für das Diabetes-Risiko als die erbliche Veranlagung, bestätigten jetzt Forscher der Universität Cambridge (Großbritannien). Für ihre Anlayse beobachteten sie 400 000 Personen über acht Jahre lang: Diejenigen Teilnehmer mit dem höchsten BMI hatten ein elffach höheres Diabetes-Risiko als diejenigen mit dem niedrigsten Wert – unabhängig vom genetischen Risiko. Die Forscher weisen darauf hin, dass viele Menschen ihr Diabetes-Risiko deutlich senken können, wenn sie auf ihr Gewicht achten.
25.06.2021, Bildnachweis: istock/AGorohov

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