Alt und Jung prägen sich Neues unterschiedlich ein
Alt und Jung prägen sich Neues unterschiedlich ein, erklärt Verena Sommer vom Max-Planck-Institut in Berlin. Sie konnte die Gehirnaktivität von Stu­­dienteilnehmern messen, die sich Wort-Bild-Paare merken mussten. Demnach konzentrieren sich Jüngere mehr auf einzigartige Details, sei es ein lila Löffel im Joghurt. "Mit der Taktik könnten auch Senioren ihr Gedächtnis verbessern", so Sommer.
20.03.2020, Bildnachweis: istock/suzyco

Neurologen finden heraus: Erlerntes verfestigt sich bereits während kurzer Unterbrechungen
Wer eine neue Sportart oder ein Instrument lernen will, muss viel üben. Damit das Gehirn die neuen Bewegungsabläufe abspeichern kann, sind aber regel­mäßige Pausen wichtig. Neurologen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig konnten nun zeigen, dass sich das Erlernte bereits während kurzer Unterbrechungen verfestigt. Offenbar lässt sich dieser Prozess durch Hirnstimulation noch verbessern. Für eine Studie mussten gesunde Probanden Zahlenfolgen in eine Tastatur tippen. In kurzen Pausen wurde ihre Hirnrinde magnetisch angeregt. Sechs Stunden später konnten die Teilnehmer die Zahlenreihen besser abrufen als ohne Hirnstimulation. Als Nächstes wollen die Wissenschaftler unter­suchen, ob das auch bei älteren Menschen gelingt, die sich mit dem motorischen Lernen oft schwertun.
04.03.2020, Bildnachweis: istock/lilechka75

Forscher identifizieren Sportarten, die bei genetisch bedingtem Übergewicht zum Gegensteuern am besten geeignet sind
Wer genetisch bedingt zu Übergewicht neigt, kann mit Bewegung gegensteuern. Forscher in Taiwan fanden jetzt heraus, welche Sportarten für diesen Fall am besten geeignet sind. Wenig überraschend machte Joggen das Rennen. Wer dazu keine Lust hat, dem sei Standardtanz ­empfohlen. Sportlich betrieben lasse auch er die Pfunde purzeln und verschlanke die Taille, sagen die Wissenschaftler im Fachmagazin PLOS Genetics. Tanzen ist zudem gesellig und kombiniert Bewegung mit Musik. Lernexperten wie Professor Hubert Dinse (siehe dazu Seite 70) schätzen es zudem, weil es nicht nur den Körper fit hält, sondern auch das Gehirn durch komplexe Choreografien und Koordination immens fordert.
22.02.2020, Bildnachweis: istock/Rasulovs

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG