Forscher untersuchen Feinstaubbelastung in Wohnräumen
Feinstaub belastet Atemwege und Herz-Kreislauf-System. Wie viel sich davon in Innenräumen befindet, untersuchte das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung. Ergebnis: Es hängt von den Aktivitäten der Bewohner ab. Beim Kochen, Backen, Toasten und beim Abbrennen von Kerzen werden deutliche Mengen freigesetzt. Die höchsten Feinstaubkonzentrationen wurden demnach zu den Essenzeiten gemessen – besonders im Winter, wenn weniger gelüftet wurde. Untersuchungsobjekte waren 40 Nichtraucher-Wohnungen in Leipzig und Berlin über einen Zeitraum von drei Jahren.
22.10.2020, Bildnachweis: iStock/Andrey Popov

Eine Studie zeigt, wie wichtig es ist, im Grünen zu sein
Eine grüne Oase hinterm Haus, ein blumengeschmückter Balkon oder ein Gärtchen im Hof, das man mit den Nachbarn teilt: ­Natur vor der Nase geht mit besserem Wohlbefinden und mehr körperlicher Aktivität einher. Das fanden Forscher der britischen Univer­sität Exeter und der Königlichen Gartenbaugesellschaft heraus, die knapp 8000 Studienteilnehmer befragt hatten. Dabei ist es offenbar egal, ob man fleißig Unkraut jätet oder faul im Liegestuhl sitzt – Hauptsache, man ist im Grünen. Frühere Studien hatten bereits darauf hingedeutet, dass auch der Aufenthalt in Parks die Gesundheit fördert.
04.09.2020, Bildnachweis: iStockphoto/lite2046

American Heart Association dazu, den Klimawandel künftig als Risikofaktor bei Herz-Kreislauf-Krankheiten zu berücksichtigen
Über die Hitze und den Klimawandel ­ächzen? Zu Recht! Klettert die Durchschnitts­temperatur auf über 40 Grad Celsius, steigt das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um das Zwei- bis ­Dreifache. Zwar sind so extreme Temperaturen hierzulande noch selten. Doch rät die American Heart Association (Amerikanische Herz-Gesellschaft) dazu, den Klimawandel künftig als Risikofaktor bei Herz-Kreislauf-Krankheiten zu berücksichtigen. Besonders betroffen seien Menschen in den heißen Regionen der Erde.
12.08.2020, Bildnachweis: iStock/Amriphoto

Forscher berichten: Aufenthalt im Grünen hilft, den Spiegel der Stresshormone im ­Körper zu senken
Sonnenstrahlen, die den Wald in leuchtendes Licht tauchen, Füße, die in Blättern versinken: Schon 20 Minuten im Grünen helfen, den Spiegel der Stresshormone im ­Körper deutlich zu senken. Das berichten Wissenschaftler in der Zeitschrift Frontiers in ­Psychology. Die Forscher maßen bei Studienteilnehmern vor und nach Aufenthalten im Freien die Stresshormone im Speichel. Am stärksten war deren Absinken in den ersten 20 Minuten. Danach ging der Spiegel zwar noch weiter zurück, aber langsamer.
06.07.2020, Bildnachweis: iStock/EJ-J

In der Landwirtschaft wird deutlich weniger Glyphosat eingesetzt, so eine Erhebung
In Deutschland wird in der Landwirtschaft deutlich weniger Glyphosat eingesetzt. 2018 wurden 3450 Tonnen des Unkrautvernichtungsmittels verkauft, das sind 26,5 Prozent weniger als im Jahr davor. Insgesamt ging die Menge der Pflanzenschutzmittel nach Daten des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) um 9 Prozent zurück. Dazu habe laut BVL nicht nur das trockene Wetter 2018 beigetragen. Die Absatzzahlen zeigen seit 15 Jahren einen Abwärtstrend.
08.06.2020, Bildnachweis: istock/stevecoleimages

Eine Studie zeigt: Soziales Umfeld spielt eine große Rolle beim Kinderwunsch
Das hat die Natur ja geschickt eingefädelt: Kinderkriegen ist ziemlich ansteckend, wie Forscher aus Deutschland und den Niederlanden nun herausgefunden haben. Die im Fachblatt Demography veröffent­lichte Studie ergab, dass das soziale Umfeld eine maßgebliche Rolle spielt, wenn es um den Kinderwunsch geht. Die Studie ­basiert auf Registerdaten aus den Niederlanden, die Angaben über ­Geschwister und Arbeitgeber enthalten. "Die Daten zeigen, dass es wahrscheinlicher ist, ein Kind zu bekommen, wenn Geschwister, Kolleginnen und Kollegen eines bekommen", sagt die Studienleiterin Prof. Dr. Henriette Engelhardt-­Wölfler von der Universität Bamberg. Frauen ließen sich übrigens leichter mit dem Kinder­wunsch infizieren als Männer.
04.06.2020, Bildnachweis: istock/Group4 Studio

Befreit atmen: Es lohnt sich, die Luft rein zu halten
Wenn die Luft weniger mit Schadstoffen belastet ist, gehen die medizinischen Notfälle drastisch zurück. Das zeigt eine Studie des Forums der Internatio­nalen Atemwegsverbände. So sank nach Einführung des Rauchverbots in Irland die Zahl der Todesfälle durch Herzinfarkt, Schlaganfall und schwere Lungenerkrankungen sofort deutlich. Nach der vorübergehenden Schließung eines Stahlwerks in Utah (USA) verringerte sich im Umfeld die Zahl der Klinikeinweisungen wegen Atemwegs- und Lungenbeschwerden um die Hälfte. Die Luft sauber zu halten lohnt sich auch finanziell: Die Krank­heitskosten, die vermieden werden, übersteigen die Kosten für die Luft­reinhaltung um ein Vielfaches.
30.05.2020, Bildnachweis: istock/Biletskiy Evgeniy

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