Viele Hüftprothesen halten jahrzehntelang
25 Jahre nach ihrem Einbau funktionieren die meisten künstlichen Gelenke noch immer. Bei Hüftprothesen sind es 58 Prozent, bei Knie­prothesen sogar 78 Prozent. Die Ergeb­nisse wurden in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht. In Deutsch­land erhalten jährlich mehr als 400 000 Menschen ein Ersatz­­gelenk­.
03.08.2019, Bildnachweis: istock/33karen33

Lange Knochen wie der im Oberschenkel enthalten Hunderte feinster Blutgefäße
Eine deutsche Forschergruppe hat bei Mäusen bisher unbekannte, feinste Blutgefäße entdeckt. Sie verbinden die äußere Knochenhaut mit dem innen liegenden Knochenmark, so die Wissenschaftler im Fachblatt Nature Metabolism. Ersten Untersuchungen zufolge gibt es dieses Netzwerk auch bei Menschen. Die Forscher untersuchen nun seine mögliche Rolle bei Krankheiten.
29.06.2019, Bildnachweis: iStock/magicmine

Sportärzte aus Finnland sprechen sich für kürzere Tragedauer einer Orthese aus
Drei statt sechs Wochen in Gips oder Orthese können nach einem Bruch des oberen Sprunggelenks ausreichen, sagen Sportärzte der Universität Oulu (Finnland). Sie begleiteten knapp 250 Patienten mit unkomplizierten Knochen­brüchen am Sprunggelenk. Im Fachblatt British Medical Journal berichten sie, die kürzere Tragedauer sei kom­for­tabler für die Patienten und könne das Throm­boserisiko senken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber!
26.06.2019, Bildnachweis: iStock/RalfGeithe

Runter mit dem Gewicht: Dann schmerzen die Knie oft weniger
Am besten schon vor der OP abnehmen: Übergewichtige Patienten mit einem künstlichen Kniegelenk haben ein höheres Risiko als Normalgewichtige, nach dem Eingriff Wundheilungsstörungen und Infektionen zu entwickeln. Außerdem müssen sie öfter erneut operiert werden. Je höher das Gewicht, umso höher sei das Risiko, so die Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik. In Deutschland werden jährlich rund 169.000 Kniegelenke eingesetzt.
16.04.2019, Bildnachweis: istock/skynesher

Eine Analyse legt nahe, dass sich der Umgang mit mobilen Geräten auf die Gelenke des Daumens auswirken kann
Das ständige Hantieren mit Smartphone und anderen mobilen Geräten scheint sich auf die Gelenke der Hand auszuwirken, vor allem auf die des Daumens. Das legt eine Analyse der Krankenkasse IKK Südwest an Versicherten im Alter von 16 bis 65 Jahren nahe. Insgesamt wurde eine Arthrose der Hand 2017 mit 1166 Fällen doppelt so häufig diagnostiziert wie vier Jahre zuvor. Junge Menschen waren vergleichsweise selten betroffen, doch bei den 21- bis 30-Jährigen hatten sich die Fälle von krankhaftem Handgelenkverschleiß im erfassten Zeitraum verfünffacht – für die Autoren ein Hinweis, dass sich das Arthrose- Problem in Zukunft noch verschlimmern dürfte.
03.04.2019, Bildnachweis: istock/filadendron

Forscher stellen fest: Osteoporose findet bei Männern oft wenig Berücksichtigung
Von wegen starkes Geschlecht! Wenn Männer über 50 sich einen Knochen gebrochen haben, ist ihr Risiko für den nächsten Bruch um fast 70 Prozent höher als bei Patientinnen derselben Alters­klasse. Das berechneten kanadische Wissenschaftler anhand einer Langzeitstudie mit rund 75.000 Senioren. Die Forscher bedauern, dass Osteoporose bei Männern oft wenig Berücksichtigung findet. Der Rat für mehr Knochenschutz gilt für beide Geschlechter: mehr Bewegung – und dabei vor allem Kraft und Balance trainieren! Das senkt das Sturzrisiko und verbessert die Knochendichten.
28.03.2019, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

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