Aktiv bleiben: Sanfte Bewegungen tun dem Rücken gut
Damit akute Rückenschmerzen nicht chronisch werden, sollten sich behandelnde Ärzte an geltende medizinische Leitlinien halten. Darauf weisen Wissenschaftler der Universität Pittsburgh (USA) im Fachblatt Jama Network Open hin. Sie hatten die Fälle von 5233 Patienten analysiert. Sechs Monate nach der ersten Behandlung hatte jeder dritte von ihnen noch immer Kreuzweh. Das Risiko, dass das Leiden dauerhaft wird, steige zum einen mit persönlichen Risikofaktoren wie Übergewicht, bestehenden körperlichen Behinderungen oder psychischen Beschwerden, so die Studie. Zum anderen erhöhe es sich, wenn die Patienten mit Maßnahmen behandelt wurden, die nicht den Therapieempfehlungen entsprechen: etwa wenn schon früh opioidhaltige Schmerzmittel oder eine umfassende Bildgebung verordnet oder die Patienten sofort an einen Spezialisten überwiesen wurden, den es nicht benötigt. Besser sei, körperlich aktiv zu bleiben, etwa im Rahmen einer Bewegungstherapie.
23.07.2021, Bildnachweis: istock/Peopleimages

Eine Auswertung zeigt: Dem Rücken vieler Menschen scheint die Corona-Pandemie genützt zu haben
Dem Rücken vieler Menschen scheint die Corona-Pandemie genützt zu haben, wenn man Zahlen der Techniker Krankenkasse (TK) glaubt: Als während der ersten Infektionswelle viele planbare Operationen verschoben worden waren, habe dies dazu geführt, dass auch viele unnötige Rücken-OPs abgesagt worden seien, so die Kasse. In neun von zehn Fällen würden spezialisierte Schmerzzentren in Gutachten von einem Eingriff zugunsten einer konservativen Therapie abraten.
13.04.2021, Bildnachweis: istock/Tommaso79

Patienten, bei denen ein künstliches Kniegelenk geplant ist, haben künftig Anspruch auf eine ärztliche Zweitmeinung
Patienten, bei denen ein künstliches Kniegelenk geplant ist, haben künftig Anspruch auf eine ärztliche Zweitmeinung. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen. Davon Gebrauch machen können unter anderem Patienten, denen empfohlen wird, das Kniegelenk ganz oder teilweise durch eine Prothese aus Metall und Kunststoff zu ersetzen. Unabhängige Fachärzte sollen prüfen, ob die Operation notwendig ist, und die Patienten zu möglichen Behandlungsalternativen beraten.
18.03.2021, Bildnachweis: iStockphoto/jgroup

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