Orthopädie

Frauen mit Hüftarthrose: Sex oft mit Schmerzen verbunden
Für Frauen, die an einer Hüftarthrose leiden, ist Sex oft mit Schmerzen verbunden. Mit einer künstlichen Hüfte ändert sich dies zum Positiven. Das zeigt eine Studie, für die kolumbianische Forscherinnen und Forscher Arthrosepatientinnen vor und nach dem Einsetzen einer künstlichen Hüfte befragt haben. Das Ergebnis: Eine künstliche Hüfte verbesserte nicht nur die sexuelle Zufriedenheit der Betroffenen von zuvor 29 Prozent auf erstaunlich hohe 93 Prozent. Die befragten Patientinnen gaben an, dass sie auch psychisch davon profitiert hätten. Dank neuer Hüfte seien Ängste vor Schmerzen und Verletzungen zurückgegangen. Außerdem fühlten sich die Frauen wieder attraktiver.
29.10.2021, Bildnachweis: istock/33karen33

Langzeitstudie: Zwickt das Kreuz, bringt die Überweisung zum Radiologen wenig
Zwickt das Kreuz, bringt die Überweisung zum Radiologen den Leidgeplagten wenig. Das ergab eine Langzeitstudie über 15 Jahre hinweg an über 1000 Frauen in London. Demnach gibt es keinerlei Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Schmerzen und der krankhaften Veränderungen an der Wirbelsäule, diagnostiziert durch bildgebende Verfahren. Die Ergebnisse sind in der  Fachzeitschrift JAMA Open Network veröffentlicht. Sie bestätigen hierzulande geltende ärztliche Leitlinien, die bei einfachen Kreuzschmerzen Untersuchungen wie Computertomographie oder magnetische Resonanztomographie nicht empfehlen.
05.10.2021, Bildnachweis: iStock/Koldunov

Aktiv bleiben: Sanfte Bewegungen tun dem Rücken gut
Damit akute Rückenschmerzen nicht chronisch werden, sollten sich behandelnde Ärzte an geltende medizinische Leitlinien halten. Darauf weisen Wissenschaftler der Universität Pittsburgh (USA) im Fachblatt Jama Network Open hin. Sie hatten die Fälle von 5233 Patienten analysiert. Sechs Monate nach der ersten Behandlung hatte jeder dritte von ihnen noch immer Kreuzweh. Das Risiko, dass das Leiden dauerhaft wird, steige zum einen mit persönlichen Risikofaktoren wie Übergewicht, bestehenden körperlichen Behinderungen oder psychischen Beschwerden, so die Studie. Zum anderen erhöhe es sich, wenn die Patienten mit Maßnahmen behandelt wurden, die nicht den Therapieempfehlungen entsprechen: etwa wenn schon früh opioidhaltige Schmerzmittel oder eine umfassende Bildgebung verordnet oder die Patienten sofort an einen Spezialisten überwiesen wurden, den es nicht benötigt. Besser sei, körperlich aktiv zu bleiben, etwa im Rahmen einer Bewegungstherapie.
23.07.2021, Bildnachweis: istock/Peopleimages

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