Apotheke

Spezialisierte Apotheken können einen belastenden Klinikaufenthalt ersparen
6,6 Millionen Packungen Arznei­mittel zur Verhinderung einer Organ­­abstoßung oder zur Krebstherapie gaben ­öffentliche Apotheken 2018 an ihre Kunden ab. Diese Präparate werden in den Apotheken-­Laboren sehr aufwendig hergestellt. Das erspart ­vielen Patienten einen belastenden Krankenhausaufenthalt.
12.10.2020, Bildnachweis: iStock/MJ Prototype

Forschung zeigt: Werden Patienten engmaschig in der Apotheke beraten, kann es den Verlauf von chronischen Erkrankungen günstig beeinflussen
Ob COPD, Herzschwäche oder Diabetes: Werden Patienten engmaschig in der Apotheke beraten, kann dies den Verlauf von chronischen Erkrankungen günstig beeinflussen, stellen US-Forscher in einer Studienübersicht fest. So wiesen Herzkranke einen niedrigeren Blutdruck auf, Patienten mit Diabetes hatten bessere Langzeitwerte.
03.10.2020, Bildnachweis: istock/kadmy

In der Corona-Zeit ist der Botendienst der Apotheken noch wichtiger geworden
In der Stadt ist fast jeder dritte Apotheken-Botengang länger als zehn Kilometer – auf dem Land gilt das sogar für rund 80 Prozent der Einsätze. In der Corona-Zeit ist der Service noch wichtiger geworden: Zwischen Januar und März 2020 stieg die Zahl der Botengänge um rund 50 Prozent, teilt der Apothekendachverband ABDA mit.
02.10.2020, Bildnachweis: iStock/Alvarez

Die Einnahme von Medikamenten ohne medizinische Notwendigkeit erhöht langfristig das Risiko von Komplikationen
Einer von sechs Deutschen nimmt Medikamente ohne medizinische Notwendigkeit, etwa Antidepressiva, um die Stimmung zu verbessern oder leistungsfähiger zu sein. Das ergab eine Umfrage der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Für ein Viertel der Bevölkerung käme es zumindest infrage, Arzneimittel für mehr Leistung oder bessere Stimmung zweckzuentfremden. Abgesehen davon, dass das Gefühlsdoping mit Arzneien nicht gut funktioniert, steigt langfristig das Risiko für Komplikationen, etwa für Stürze.
19.09.2020, Bildnachweis: istock/kadmy

Durch rezeptfreie Medikamente, die der Patient selbst bezahlt, werden die Krankenkassen entlastet
… spart die Allgemeinheit pro Jahr, weil sich Menschen bei leichten Gesundheits­problemen mit rezeptfreien Medikamenten selbst helfen. Das reduziert nicht nur Krankheitstage und Folgekosten, wie die Bundesvereinigung der Apothekerverbände ABDA berechnete. Werden beispielsweise Säureblocker gegen ­Sodbrennen oder Migränemittel von Patienten selbst bezahlt, entlastet das auch die Krankenkassen.
08.09.2020, Bildnachweis: istock/SteveDebenport

Notdienst eine Serviceleistung, um die Arzneiversorgung rund um die Uhr sicherzustellen
20 000 Patienten haben im Jahr 2019 durchschnittlich pro Nacht den Apotheken-Notdienst in Anspruch genommen. Bei 1300 geöffneten Apotheken sind das 15 Patienten pro Apotheke und Nacht. Damit ist der Notdienst kein Zusatzeinkommen für die Apotheken, sondern eine Serviceleistung, die hilft, die Arzneiversorgung rund um die Uhr sicherzustellen. Tipp: Wenn der ärztliche Notdienst ein Rezept zur Nachtzeit ausstellt, muss der Vermerk "noctu" angekreuzt sein, damit die Krankenkasse die Notdienstgebühr übernimmt.
01.09.2020, Bildnachweis: iStock/alvarez

Nasenspray zur Behandlung von schwe­ren Unterzuckerungen nun auch in Deutsch­land erhältlich
Ein Nasenspray zur Behandlung von schwe­ren Unterzuckerungen ist nun auch in Deutsch­land erhältlich. Das verschreibungspflichtige Spray enthält pulverförmiges Glukagon. Angehörige können es auch ohne Schulung anwenden, wenn sich der ­Betroffene nicht selbst helfen kann oder bewusstlos ist. Schwere Unterzuckerungen können bei Dia­betikern auftreten, die Insulin spritzen oder Sul­fonyl­harnstoff-Tabletten einnehmen.
05.08.2020, Bildnachweis: istock/TommL

Menschen mit Venenproblemen haben bei hohen Temperaturen stärker mit Beschwerden zu kämpfen
Kribbeln, Krämpfe, dicke und schwere Beine – Menschen mit Venenproblemen haben bei hohen Temperaturen stärker mit Beschwerden zu kämpfen. "Lieber liegen oder laufen als schlecht sitzen oder stehen", empfiehlt die Apothekerkammer Niedersachsen.  Mit der "3-L-statt-3-S-Regel" lässt sich verhindern, dass das Blut in den Beinen versackt. Je öfter sich die Betrof­fenen Bewegung verschaffen, desto öfter können die Beinmuskeln Druck auf die Gefäße ausüben. Das unterstützt den Rücktransport des venösen Blutes zum Herzen. Auch wechselwarme Beinduschen regen den venösen Kreislauf an. Um Stauungen zu vermeiden, sollten Sie beim Sitzen nicht die Beine über­einanderschlagen sowie möglichst oft aufstehen und umhergehen.
27.07.2020, Bildnachweis: iStock/szefei

Neue Medikamente werden sorgfältig auf Nebenwirkungen überwacht
Mehr als 30 neue Medikamente hat die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA ab dem Jahr 2020 zugelassen. Rund ein Viertel der neuen Präparate wirkt gegen Krebserkrankungen. Zum Teil handelt es sich dabei um seltene Formen, gegen die bislang noch kein Mittel zur Verfügung stand. Des Weiteren gibt es Fortschritte bei Gerinnungsstörungen.
24.06.2020, Bildnachweis: iStock/MJ Prototype

Bessere Erfolgschancen bei der Raucherentwöhnung mit Nikotinersatzpräparaten
Wer bei der Raucherentwöhnung Nikotinersatzpräparate nutzt, hat bessere Erfolgschancen. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat zehn apothekenpflichtige Produkte unter die Lupe genommen. Ergebnis: Sie enthalten weder Weichmacher noch Schwermetalle oder andere problematische Substanzen. Die Tester vergaben zehnmal die Note "Sehr gut".
09.06.2020, Bildnachweis: iStock/Rapid Eye

Geringfügiger Anstieg im Vergleich zum Vorjahr bei Arzneimitteln unter Rabattvertrag, die ganz oder zum Teil von der Zuzahlung befreit sind
Etwa 21 Prozent der Arzneimittel unter Rabattvertrag sind derzeit ganz oder zum Teil von der Zuzahlung befreit. Das ist ein geringfügiger Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Krankenkassen können Arzneimittel ganz oder zum Teil von der Zuzahlung befreien, wenn ein Rabattvertrag besteht oder wenn der Preis des Arzneimittels mehr als 30 Prozent unter dem Festbetrag liegt. Der Deutsche Apothekerverband ­kritisiert, dass von dieser Möglichkeit zur Entlastung der Patienten nicht mehr Gebrauch gemacht wird.
01.06.2020, Bildnachweis: istock/FSTOPLIGHT

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