Senioren

In guten wie in schlechten Zeiten: Paare stärken sich auch gesundheitlich
„Hast du deine Herztabletten schon genommen?“ Solche Fragen von der Partnerin oder dem Partner können helfen, eine Krankheit zu meistern – und das Leben verlängern. Zu diesem Schluss kommt Dr. Fabian Kerwagen vom Universitätsklinikum Würzburg. Für eine Studie hat er mehr als 1000 Personen befragt, die zwischen den Jahren 2004 und 2007 aufgrund einer Herzschwäche ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Rund 60 Prozent davon waren verheiratet. Die Unverheirateten berichteten häufiger von sozialen Problemen und fühlten sich weniger selbstwirksam. Während der nächsten zehn Jahre beobachtete das Forscherteam die Menschen weiter. Dabei zeigte sich: Unverheiratete hatten im Vergleich zu Verheirateten ein um etwa 60 Prozent höheres Risiko zu versterben.
Datum der Veröffentlichung: 18.11.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
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Studie: Zweiter Booster kann bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen den Immunschutz gegen Omikron-Varianten des Coronavirus verbessern
Ein zweiter Booster kann bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen den Immunschutz gegen die Omikron-Varianten des Coronavirus verbessern. Von einer Studie dazu berichtet das British Medical Journal. Im Vergleich zu Studienteilnehmenden, die nur drei Dosen eines mRNA-Impfstoffes erhalten hatten, verbesserte sich bei den viermal Geimpften der Schutz vor Ansteckung im Allgemeinen (19 %), vor symptomatischen Verläufen (31 %) und vor allem vor schweren Verläufen (40 %). Noch deutlicher zeigte sich die Wirksamkeit der vierten Impfung im Vergleich mit ungeimpften Bewohnerinnen und Bewohnern. Wie lange der zusätzliche Schutz besteht, ist noch unklar.
Datum der Veröffentlichung: 01.11.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
Bildnachweis: istockphoto/Toshe_O

Forschung: Womöglich geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken durch Muskeltraining
Wer seine Muskeln trainiert, hat womöglich ein geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken. Zu diesem Schluss kam ein Team von Forscherinnen und Forschern der University of California in San Francisco. Dafür wurde mit einem Messapparat die Handkraft der Studienteilnehmenden ermittelt. Wer eine geringe Handkraft aufbringen konnte, legte auch eine schlechtere Gedächtnisleistung an den Tag. Ebenso schnitten diese Testpersonen weniger gut im logischen Denken ab. Doch dabei blieb es nicht. Rund zwölf Jahre später traten unter den Teilnehmenden mit geringerer Handkraft außerdem Demenz-Erkrankungen häufiger auf als bei den anderen. Außer Acht gelassen wurde an diesem Punkt die Möglichkeit, dass die Teilnehmenden der Studie im Laufe der Jahre Kraftsport betrieben und so Muskelkraft aufgebaut haben könnten, die sie zu Beginn der Studie nicht hatten. Wer zu Beginn der Studie als Person mit hoher oder geringer Muskelkraft eingestuft worden war, wurde auch Jahre später als solche betrachtet. Die amerikanischen Forscherinnen und Forscher sehen dennoch einen Mehrwert in ihren Ergebnissen. Sie empfehlen die Stärkung der Muskelkraft als vielversprechendes Mittel, um die kognitive Gesundheit aufrechtzuerhalten. Das träfe besonders auf Menschen im mittleren Alter zu.
Datum der Veröffentlichung: 26.10.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
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Studie zeigt: Erklärungen helfen
„Der Test ist positiv.“ Das klingt erst mal gut, kann aber eine schlechte Nachricht sein. Ärztinnen und Ärzte verwenden häufig Wörter und Abkürzungen, mit denen Patientinnen und Patienten nichts anfangen können. Sie machen sich womöglich umsonst Sorgen. Erklärungen helfen, legt eine Studie aus den USA mit rund 60 älteren Teilnehmenden nahe. Diejenigen, denen Abkürzungen erklärt wurden, verstanden einen medizinischen Text deutlich besser.
Datum der Veröffentlichung: 17.10.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
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Studie: Grippeimpfung könnte Alzheimer-Risiko senken
Die Grippeimpfung könnte das Alzheimer-Risiko senken, zeigt eine US-Studie. Während einer vierjährigen Beobachtungszeit entwickelten fünf Prozent der geimpften Teilnehmerinnen und Teilnehmer Alzheimer. In der Gruppe der Ungeimpften waren es mehr als acht Prozent. Frühere Studien hatten schon einen Zusammenhang zwischen Grippeimpfung und Alzheimer gezeigt. Wie sich der Schutz erklären lässt, ist bisher unbekannt.
Datum der Veröffentlichung: 12.10.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
Bildnachweis: istock/E+/bluecinema

Lange ein Rätsel: Wer anderen hilft, bleibt geistig länger fit und senkt sein Demenzrisiko
Wer anderen hilft, bleibt geistig länger fit und senkt sein Demenzrisiko. Woran das genau liegt, war Forschenden lange ein Rätsel. Ein Team aus Japan ist der Sache nun etwas näher gekommen. Es befragte rund 8700 Seniorinnen und Senioren und untersuchte deren Gehirne. Dabei stellte es fest: Bestimmte Hirnbereiche, beispielsweise der Hippocampus, der für das Gedächtnis zuständig ist, waren bei Personen, die sich sozial engagierten, größer. Laut den Forschenden deutet das darauf hin, dass Helfen der Hirnalterung entgegenwirkt.
Datum der Veröffentlichung: 10.10.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
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Forschung: Alzheimer nicht übertragbar
In den vergangenen Jahren wurde oft diskutiert, ob Alzheimer übertragbar ist. Das haben Forschende aus Lübeck jetzt widerlegt. Sie hatten in einem Tierversuch herausgefunden, dass das krank machende Alzheimer-Eiweiß nicht ansteckend ist. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift EMBOreports veröffentlicht. Für Pflegepersonal besteht demnach keine erhöhte Gefahr, ebenfalls an Alzheimer zu erkranken.
Datum der Veröffentlichung: 05.10.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
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