Senioren

(Un)ruhestand: Ältere sollten sich auch hin und wieder Pausen gönnen
Ältere Menschen fühlen sich mehr unter Zeitdruck als die Generation vor ihnen. Verglichen mit den 90ern schätzen sich Senioren heute als gehetzter ein. Das zeigt eine Studie einer New Yorker Universität in Zusammenarbeit mit mehreren Berliner Institutionen. Das könnte mit gesellschaftlichen Veränderungen zu tun haben, vermuten die Forschenden. Bisher konnte die Wissenschaft diese Unruhe vor allem bei Jüngeren zeigen – doch offenbar verspüren sie auch ältere Menschen. Vielleicht wollen Rentner damit Dinge nachholen, die in der Berufstätigkeit untergegangen sind: etwa Reisen, Hobbys oder Ehrenämter. Zu den Gründen muss mehr geforscht werden. Trotzdem: Lassen Sie den Ruhestand nicht zum Freizeitstress werden – und streichen Sie den einen oder anderen Punkt auf der Tagesliste.
08.11.2021, Bildnachweis: istock/kate sept2004

Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr 339 Herzen transplantiert
Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr 339 Herzen transplantiert. Rund 700 Menschen warteten Ende Dezember trotzdem weiter auf ein Spenderherz. Viele von ihnen waren hochbetagt. Ein hohes Alter ist kein Hindernis für eine erfolgreiche Herztransplantation, wie eine aktuelle Studie aus den USA verdeutlicht. Die Daten zeigen, dass die Überlebensraten nach der Transplantation über alle Altersgruppen hinweg ähnlich hoch waren. Zwar hätten ältere Patientinnen und Patienten häufiger das Spenderherz eines älteren Menschen erhalten. Doch nach fünf Jahren waren die Überlebensraten in allen Altersgruppen ähnlich hoch. Lediglich das  Risiko, nach der Transplantation einen Schlaganfall zu erleiden, war unter Älteren leicht erhöht – wenn auch insgesamt selten. Leider mangelt es nach wie vor an Bereitschaft zur Spende.
23.10.2021, Bildnachweis: istock/urbazon

Nicht jeder Haushalt hat ein Smartphone
Mehr als die Hälfte der Menschen über 65 Jahren in der Bundesrepublik nutzt kein Smartphone. Das zeigt eine repräsentative Studie der Initiative "Digital für alle". Je älter die Befragten, desto weniger setzen sie auf Handys. Gerade in der Corona-Krise waren Menschen ohne digitale Geräte oft außen vor, etwa, wenn sie ein Ticket reservieren oder sich im Restaurant registrieren wollten. Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Smartphone zu kaufen, aber sich die Bedienung nicht zutraut – der Verein "Wege aus der Einsamkeit" bietet spezielle Kurse für ältere Menschen an.
12.10.2021, Bildnachweis: istock/MixMedia

Impfschutz komplett? Der Hausarzt weiß Rat
Die Impfungen gegen Tetanus, Keuchhusten und Diphtherie zählen Experten heute zum Standardschutz für Senioren. Offenbar bewahrt der Piks nicht nur vor Infektionen. Als Nebeneffekt senkt die Impfung möglicherweise das Risiko einer Demenz. Darauf deuten Langzeitdaten aus den USA hin. Vermutlich, erklären die Autoren, wappne Impfen den Körper allgemein gegen Entzündungen – und schützt so das Gehirn. Frühere Studien legen nahe, dass auch die Grippe-Impfung gut für den Kopf ist.
25.09.2021, Bildnachweis: iStock/dusanpetkov

Studie zeigt: Vorbeugende Hausbesuche senken bei älteren Menschen die Sterblichkeit
Vorbeugende Hausbesuche senken bei älteren Menschen die Sterblichkeit sowie die Anzahl der Krankenhaus- und Heimaufenthalte. Zu diesem Ergebnis kommen Gesundheitsökonomen der Universität Duisburg-Essen. Modell für ihre Studie standen skandinavische Länder wie Dänemark oder Norwegen. Dort stattet das Gesundheitspersonal schon seit Längerem Seniorinnen und Senioren regelmäßig präventive Hausbesuche ab. Das führt dazu, dass diese  länger zu Hause wohnen und selbstständig bleiben können. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt nun die deutsche Studie: Vorbeugende Hausbesuche reduzieren Aufenthalte im Altenheim. Stattdessen nehmen Ältere öfter häusliche Pflegeangebote wahr. Bisher finden präventive Hausbesuche in Deutschland eher selten statt, obwohl eine Förderung im aktuellen Koalitionsvertrag vereinbart ist. Ob die Studienergebnisse und die Bundespolitik daran  in Zukunft etwas ändern werden, bleibt abzuwarten
18.09.2021, Bildnachweis: iStock/FG Trade

Nicht barrierefrei? Wer sein Haus liebt, sieht oft über solche Schwächen hinweg
Wer jemanden liebt, schaut über seine Fehler hinweg. Das trifft offenbar auch auf das eigene Zuhause zu, zeigen kürzlich ausgewertete Daten des Deutschen Alterssurveys von 2017. Älteren Menschen gefiel ihre Wohnumgebung im Durchschnitt gut, auch wenn sie oft Schwierigkeiten im Bad, beim Treppensteigen oder Einkaufen hatten. Je mehr einem das Haus oder die Wohnung am Herzen liegt, desto weniger scheinen objektive Schwächen wie mangelnde Barrierefreiheit ins Gewicht zu fallen. Auch wer engen Kontakt zu den Nachbarn hat, bewertet seine Wohnsituation besser.
21.08.2021, Bildnachweis: istock/ Jevtic

Badespaß: Kopfschutz inklusive!
Körperliche Aktivität ist gut für die geistige Fitness – das wissen Forscher schon lange. Jetzt erlaubt eine Studie mit 465 älteren Menschen einen genaueren Blick auf den Zusammenhang: So senkt Bewegung offenbar einen Blutwert, der den Abbau von Gehirnzellen anzeigt. Schon leichte Aktivität, zum Beispiel ein flotter Spaziergang, wirkt sich nach Angaben der Forscher günstig aus – auch bei Menschen mit einem hohen Spiegel eines Eiweißstoffs, der für Alzheimer typisch ist.
13.08.2021, Bildnachweis: iStock/ranplett

Wer sich im hohen Alter seine Zuversicht bewahrt, hat bessere Chancen, auch die 90 zu schaffen
85 – na und? Wer sich im hohen Alter seine Zuversicht bewahrt, hat bessere Chancen, auch die 90 zu schaffen. Das errechneten israelische Forscher anhand der Langzeitdaten von rund 1600 Senioren. Nach früheren Studien kann eine positive Haltung auch helfen, im Alter gesund zu bleiben. Optimismus kann man ein Stück weit lernen – etwa indem man jeden Tag gute Momente aufschreibt.
15.07.2021, Bildnachweis: istock/urbazon

Studie zeigt: Umgang mit Kindern tut älteren Menschen in vielerlei Hinsicht gut
Laut, manchmal anstrengend, aber stets ein Grund zur Freude. Viele von uns haben Kinder schmerzlich vermisst, als in den vergangenen Monaten die Kontakte beschnitten wurden. Kein Wunder: Der Umgang mit Kindern tut älteren Menschen in vielerlei Hinsicht gut. So liefert jetzt eine Studie der Wiener Soziologin Dr. Valeria Bordone Hinweise, dass sich Senioren jünger fühlen, wenn sie sich um den Nachwuchs kümmern. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Enkel oder andere Kinder handelt – etwa aus der Nachbarschaft. Bordone: "Die Forschung weiß auch, dass der Kontakt zu Kindern die geistige Fitness fördert."
05.07.2021, Bildnachweis: istock/Alvarez

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