Psychologie

Neue App für Menschen mit Platzangst oder Panikstörungen
Menschen, die Platzangst oder Panikstörungen haben, können ihr Leiden mit Unterstützung ihres Smartphones angehen: "Mindable" heißt eine neue App, die das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als digitale Gesundheitsanwendung zugelassen hat. Damit übernehmen gesetzliche Krankenkassen auf Rezept die Kosten. Die Anwendung setzt auf Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie.
20.09.2021, Bildnachweis: istock/Light Field Studios

Eine Analyse zeigt: Beim Rauchstopp profitiert auch die Psyche
Wer mit dem Rauchen aufhört, tut nicht nur seinem Körper einen Gefallen. Auch die Psyche profitiert. Eine Analyse in der Cochrane Library zeigt, dass Raucher, die mindestens sechs Wochen lang ihr Laster sein ließen, weniger mit depressiver Stimmung, Ängsten und Stress zu kämpfen hatten als zuvor. Die Wissenschaftler hatten die Ergebnisse von 102 Beobachtungsstudien mit insgesamt fast 170 000 Teilnehmern ausgewertet. Viele Raucher würden denken, Tabakkonsum reduziere Stress. Deshalb hätten viele Angst, ein Rauchstopp verschlechtere psychische Probleme eher, so die Wissenschaftler. Diese Sorge sei unbegründet. Positive Gefühle würden im Gegenteil durch den Rauchstopp gestärkt und das Wohlbefinden gesteigert.
02.08.2021, Bildnachweis: istock/Tanjala Gica

Möglicher Schutz vor Depressionen: Wenn Väter sich viel ihrem neugeborenen Kind widmen
Wenn Väter sich viel ihrem neugeborenen Kind widmen, kann sie das vor Depressionen schützen, berichten Wissenschaftler:innen im Fach­blatt Frontiers of Psychiatry. Im Schnitt erkranken auch rund acht bis zehn Prozent der Väter an der sogenannten postnatalen Depression. Für die Studie wurden 881 Väter einen, sechs und zwölf Monate nach der Geburt ihres Kindes interviewt. Das Ergebnis: Je mehr Zeit die Männer im ersten Lebens­monat des Babys mit ihm verbracht hatten, umso geringer zeigten sie ein Jahr später depressive Symptome – selbst dann, wenn sie nicht (mehr) mit der Mutter zu­sammenlebten. Das Forschungsteam vermutet, dass die gemeinsame Zeit mit dem Kind die Bindung stärke, was wiederum bestimmte neuronale und hormonelle Prozesse in Gang setze, die vor einer Depression schützen könnten.
14.07.2021, Bildnachweis: iStock/monkeybusinessimages

Effektiv in der Behandlung von Phobien: Konfrontation mit der Angst auslösenden Situation
Kaum etwas hilft in der Behandlung von Phobien so effektiv wie die Konfrontation mit der Angst auslösenden Situation. Und sei sie nur virtuell, wie eine aktuelle Studie zur Therapie von Höhenangst nahelegt. Wissenschaftler der Universität Basel haben eine Virtual-Reality-App entwickelt, mit der Betroffene zu Hause ganz behutsam trainieren können. Über eine spezielle Brille tauchen sie in das dreidimensionale Szenario auf einer Plattform ein, die allmählich in die Höhe fährt. Bereits nach vier Stunden Üben hatten die Probanden deutlich weniger Probleme, einen ganz realen Aussichtsturm zu besteigen, als jene Teilnehmer ohne virtuelles Training, so die Studienautoren im Fachmagazin Nature. Bei bis zu fünf Prozent der Bevölkerung ist eine Höhenangst derart stark ausgeprägt, dass sie darunter leiden. Die App soll demnächst kostenlos verfügbar sein, benötigt aber eine Virtual-Reality-Brille. Auch gegen andere Phobien werden virtuelle Realitäten bereits eingesetzt.
28.06.2021, Bildnachweis: iStock/D-Keine

Eine zufriedene Beziehung: gut über Sex reden können
Um eine zufriedene Beziehung zu führen, kommt es nicht darauf an, besonders häufig Sex zu haben, sondern besonders gut darüber reden zu können. Das fanden Forscher der Universtiät Leuven (Belgien) in einer Befragung von 126 heterosexuellen Paaren im Durchschnittsalter von 23 Jahren heraus. Diese gaben an, dass häufiger Sex zwar für ihre sexuelle Zufriedenheit von Bedeutung sei. Für die Zufriedenheit in der Beziehung war dagegen wichtiger, dass die Partner offen über ihre sexuellen Wünsche sprechen konnten.
17.06.2021, Bildnachweis: iStock/franckreporter

Studie zeigt: Straßenbäume in städtischen Wohngebieten könnten das Risiko für Depressionen reduzieren
Straßenbäume in städtischen Wohngebieten könnten das Risiko für Depressionen reduzieren. Das zumindest geht aus einer Studie hervor, die in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht wurde. Die Forscher haben dazu Daten von rund 10 000 Einwohnern der Stadt Leipzig ausgewertet. Ergebnis: Bäume in unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus gehen häufig mit einer geringeren Anzahl von Antidepressiva-Verschreibungen einher.
27.05.2021, Bildnachweis: iStockphoto/Olga Sweet

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