Eine feste, lange Umarmung fühlt sich gut für uns an
Die Körperwärme der anderen Person hat dabei auch einen positiven Einfluss auf unsere körperliche Selbstwahrnehmung. Wie ein Forschungsteam der Queen Mary University in London zeigen konnte, verbessern Temperaturreize das Körpergefühl und helfen dabei, den eigenen Körper stärker wahrzunehmen. Wärmesignale vermitteln von klein auf ein Schutzgefühl, sagt Studienautorin Dr. Laura Crucianelli. Das Empfinden einer warmen Umarmung helfe, sich selbst deutlicher zu spüren, so die Forscherin. Und es diene als Erinnerung an die Verbundenheit zu unseren Mitmenschen. Probleme bei der Körperwahrnehmung spielen etwa eine Rolle bei psychischen Erkrankungen wie Essstörungen, Depressionen oder Traumata. Die Erkenntnisse zur Körperwärme könnten Impulse für Therapien setzen. Die Forschung wurde in Trends in Cognitive Sciences veröffentlicht.
Datum der Veröffentlichung: 26.03.2026
Autor: Wort & Bild Verlag
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Menschen, die zu ihrem Lebenspartner oder ihrer Lebenspartnerin eine besonders wertschätzende emotionale Bindung haben, sind wohl seltener übergewichtig und ernähren sich gesünder
Hinweise darauf liefert die Studie eines kalifor­nischen Forschungsteams, die in Gut Microbes veröffentlicht wurde. 94 Personen aus den USA wurden in Hinblick auf Ernährung, Body-Mass-­Index und Qualität der Partnerschaft befragt. Hirn-Scans wurden durchgeführt, um zu sehen, wie das Gehirn auf Bilder oder Signale von Essen reagiert. Wer sich in seinen Beziehungen unterstützt fühlte, war im Durchschnitt dünner und zeigte weniger ungesundes Essverhalten. Ob das „Kuschelhormon“ Oxytocin mitverantwortlich ist, da es gesunde Stoffwechselprozesse im Darm fördern kann, müssen weitere Studien zeigen. 
Datum der Veröffentlichung: 13.03.2026
Autor: Wort & Bild Verlag
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Studie: Selbstbefriedigung kann manchen Frauen gegen typische Wech­seljahresbeschwerden helfen
Selbstbefriedigung kann manchen Frauen gegen typische Wech­seljahresbeschwerden wie Stim­mungsschwankungen helfen. Zu diesem Schluss kommt eine neue US-Studie, die von ­einem Vibratoren-Hersteller beauftragt und im Magazin Menopause veröffentlicht wurde. 1178 Frauen zwischen 40 und 65 Jahren wurden nach ihren Strategien gegen Wech­seljahresbeschwerden befragt, etwa auch Bewegung, Ernährung oder Entspannung, und wie wirksam diese aus ihrer Sicht seien. Rund ein Fünftel der Frauen berichtete, dass Selbstbefriedigung ihnen geholfen habe. Bei 76 Prozent der Frauen zeigte sich dadurch jedoch kein positiver Effekt auf die Symptome. In der Gesamtbetrachtung verschiedener Strategien schnitt Selbstbefriedigung ähnlich gut ab wie Sex mit dem Partner. 
Datum der Veröffentlichung: 24.02.2026
Autor: Wort & Bild Verlag
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Binge‑Eating‑Disorder ist eine Essstörung, bei der Betroffene an unkontrollierten Essanfällen leiden
Digitale Selbsthilfe kann bei Menschen mit der Essstörung Binge-Eating ähnlich hilfreich sein wie eine kognitive Verhaltenstherapie per Videocall. Die Binge‑Eating‑Disorder ist eine Essstörung, bei der Betroffene an unkontrollierten Essanfällen leiden. Eine niederländische Studie betrachtete Therapiealternativen. Die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzte eine strukturierte Online-Selbsthilfe. Die Wirksamkeit war bei ihnen ähnlich hoch wie bei der Gruppe mit Verhaltenstherapie. So könnte Hilfe niedrigschwelliger erreichbar werden. 
Datum der Veröffentlichung: 07.02.2026
Autor: Wort & Bild Verlag
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