Krebs & Therapie

Kosten für die sogenannte Brachytherapie werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen
Die Kosten für die sogenannte Brachytherapie, eine Strahlenbehandlung gegen Prostatakrebs, werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Diese Therapieform kommt vor allem bei lokal begrenzten Prostatakarzinomen mit niedrigem Risiko zum Einsatz, ohne das Organ entfernen zu müssen. Eine Strahlenquelle wird direkt oder sehr nah am zu behandelnden Tumor angesetzt, um diesen von innen zu bestrahlen und bösartige Tumorzellen zu zerstören. Anfallende Sachkosten wie Implantationsnadeln müssen allerdings gesondert abgerechnet werden.
20.11.2021, Bildnachweis: iStock/ND1939

Junge Krebspatientinnen und -patienten können sich über eine App zu ihrer Krankheit austauschen
Junge Krebspatientinnen und -patienten können sich untereinander über eine neue App zu ihrer Krankheit austauschen. Die mobile Anwendung heißt "Junges Krebsportal", Anbieter ist die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Patientinnen und Patienten, die an Krebs erkrankt waren, sind oder einen Rückfall erlitten haben, können per Online-Chat oder Telefon Kontakt zu Expertinnen und Experten, zu Beratungspersonal oder anderen Betroffenen aufnehmen. Mehr als 1400 Nutzerinnen und Nutzer sind bereits registriert.
26.10.2021, Bildnachweis: istock/Andrea Obzerova

Seit Juli 2021 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Kryokonservierung bei jungen krebskranken Menschen
Wenn junge Menschen eine Krebsdiagnose erhalten, sind die Heilungschancen gut. 80 Prozent von ihnen werden wieder gesund. Doch eine häufige Begleiterscheinung der Therapie ist Unfruchtbarkeit. Viele Betroffene lassen daher vor der Krebstherapie Eizellen oder Sperma einfrieren – bislang auf eigene Kosten. Seit Juli 2021 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die sogenannte Kryokonservierung bei jungen Menschen mit Krebs
22.10.2021, Bildnachweis: istock/Jezperklauzen

Vorsicht bei Cola, Limo, Energydrinks
Vorsicht bei Cola, Limo, Energydrinks: Erwachsene Frauen, die zwei oder mehr gezuckerte Getränke täglich zu sich nehmen, haben ein doppelt so hohes Risiko, noch vor dem 50. Lebensjahr an Dickdarmkrebs zu erkranken, wie Frauen, die weniger als einen Softdrink am Tag konsumieren. Das ergab eine Auswertung der US-amerikanischen Nurses Health Study II, an der seit 1989 mehr als 100 000 Krankenschwestern teilnehmen. Eine der Ursachen vermuten die Forscher im raschen Anstieg des Blutzucker- und Insulinspiegels durch Süßgetränke, was wiederum Übergewicht und Typ-2-Diabetes begünstigen kann. Beides erhöht das Darmkrebsrisiko. Wegen des starken Blutzuckeranstiegs sollten Menschen mit Diabetes solche zuckerreichen Getränke außer bei einer Unterzuckerung ohnehin meiden.
11.10.2021, Bildnachweis: istock/Charlie Edward

Bei der Entfernung von Tumoren profitieren Patientinnen von minimalinvasiven Methoden
Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs profitieren bei der Entfernung von Tumoren von minimalinvasiven Methoden. Bei gleich guten  Operationsergebnissen belasten kleine Schnitte in der Bauchdecke weniger als ein offener chirurgischer Eingriff: Es treten weniger Komplikationen auf, Patientinnen verlieren weniger Blut und benötigen weniger Transfusionen. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate ist im Vergleich zu Eingriffen mit größeren Schnitten nicht vermindert, so Forscher des Inselspitals Bern. Sie hatten die Behandlungsmethoden bei Patientinnen in fortgeschrittenem  Krebsstadium verglichen, bei denen auch Eierstöcke, Eileiter und Lymphknoten entfernt wurden.
07.09.2021, Bildnachweis: istock/Neustock images

Studie legt nahe: Wer längere Zeit im Freien arbeitet, könnte das Brustkrebsrisiko senken
Wer über längere Zeit vor allem im Freien arbeitet, könnte das eigene Brustkrebsrisiko senken – zumin­dest gilt das für Frauen über 50. Das legt eine dänische Studie nahe, veröffentlicht in Occupational and Environmental Medicine. Dazu wurden 38 000 Brustkrebspatientinnen mit einer gleich großen Gruppe krebsfreier Frauen verglichen. Vermutet wird ein Schutzeffekt durch Vitamin D, dessen Produk­tion im Körper vor allem durch Sonnenlicht steigt. Diesem möglichen Zusammenhang müsse aber in weiteren Untersuchungen nachgegangen werden.
25.08.2021, Bildnachweis: iStock/nobilior

Aktuelle Studie: Wer zur Vorsorge-Darmspiegelung geht, kann Risiko für Dickdarmkrebs verringern
Wer zur Vorsorge-Darmspiegelung geht, kann sein Risiko für Dickdarmkrebs um 60 Prozent verringern — so eine aktuelle Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums. Bei den 9000 Teilnehmern war das Risiko, innerhalb von zehn Jahren nach der Untersuchung an Darmkrebs zu sterben, sogar um 75 Prozent niedriger als bei Menschen, die auf die Spiegelung verzichteten. Für Typ-2-Diabetiker ist das besonders wichtig zu wissen, weil sie ein erhöhtes Darmkrebsrisiko haben.
24.08.2021, Bildnachweis: iStock/Fotostorm

Studie: Darmspiegelung beugt Darmkrebs vor
Wer Darmspiegelungen wahrnimmt, erkrankt zu 60 Prozent seltener an Darmkrebs als Menschen, die dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen. Das zeigt eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Das Risiko, an Darmkrebs zu sterben, sinke sogar um 70 Prozent. Die Wissenschaftler hatten die Daten von mehr als 9000 Menschen ausgewertet, beobachtet über 17 Jahre. Frauen haben ab 55 Jahren Anspruch auf zwei Darmspiegelungen mit Mindestabstand von zehn Jahren, Männer ab 50 Jahren.
22.07.2021, Bildnachweis: istock / Nerthus

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG