Kinder/Jugendliche

Eine Studie zeigt: Wahrscheinlichkeit für Kinder, an Long Covid zu erkranken, eher gering im Vergleich zu Erwachsenen
Im Vergleich zu Erwachsenen ist die Wahrscheinlichkeit für Kinder, an Long Covid zu erkranken, eher gering. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des King’s College in London. Lediglich 1,8 Prozent der an Covid-19 erkrankten Kinder hatten sich nach acht Wochen noch nicht  komplett  erholt. Kommt es doch zu Spätfolgen, sind dies vor allem Kopfschmerzen und Erschöpfung oder Riechstörungen. Neurologische Störungen wie Konzentrationsschwierigkeiten traten bei Kindern gar nicht auf. Die Zahlen könnten sich mit Mutationen des Coronavirus aber ändern, so die Studie.
23.11.2021, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

Erste Grundregel: Bei Rot stehen, bei Grün gehen
Bei Rot stehen, bei Grün gehen. Die Grundregel ist eine der ersten. Doch damit die Jüngsten verinnerlichen, wie sie sich auf Wegen und Straßen richtig verhalten, braucht es Zeit und viel Gelegenheit zu üben. "Sobald ein Kind laufen kann, sollte man es deshalb mitnehmen in den Straßenverkehr", sagt Kinderarzt Prof. Berthold Koletzko aus München. Der Vorsitzende der Stiftung Kindergesundheit rät Eltern, ihr Kind insbesondere auf Gefahren in  Wohnungsnähe aufmerksam zu machen. Denn die meisten Kinder, die als Fußgänger verunglücken, würden in einer Entfernung von weniger als 200 Metern zur Wohnungstür in den Unfall verwickelt. Am besten das Kind an die Hand nehmen, ihm Vorbild sein und ihm immer wieder das richtige Verhalten im Verkehr erklären.
04.11.2021, Bildnachweis: istock/Group4 Studio

Geschichten vorgelesen zu bekommen, kann Kindern auf der Intensivstation helfen, für eine Zeit ihre Sorgen und Schmerzen zu vergessen
Mit Bobo Siebenschläfer Geburtstag feiern oder mit Pippi Langstrumpf ins Taka-Tuka-Land reisen: Geschichten, die Kinder auf der Intensivstation vorgelesen bekommen, können ihnen helfen, zumindest für eine Zeit ihre Sorgen und Schmerzen zu vergessen. Eine kleine, in Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte US-Studie mit 41 Kindern zwischen zwei und sieben Jahren zeigte, dass Vorlesen messbare gesundheitliche Wirkungen hatte. Im Speichel der Patientinnen und Patienten wurde nach der Lese-Stunde weniger Cortisol (das sogenannte Stresshormon) und ein Anstieg an Oxytocin (das sogenannte Kuschelhormon) festgestellt. Kinder in der Kontrollgruppe wurden mit Rätseln und Aufgaben von ihren Beschwerden abgelenkt. Auch ihnen ging es danach besser – die messbaren Effekte fielen bei der Vorlesegruppe aber deutlich höher aus.
21.10.2021, Bildnachweis: iStock/monkeybusinessimages

Studie zeigt: Bakterien halten sich hartnäckig im Kindermund
Erwachsene, die unter Parodontitis leiden, übertragen die auslösenden Bakterien auf ihre Kinder. Und diese Bakterien halten sich hartnäckig im Kindermund — trotz Zähneputzen. Das belegt eine brasilianische Studie, in der Eltern und Kinder zehn Jahre lang betreut und untersucht wurden. Die Forscher raten Schwangeren und Eltern, eine Parodontitis rasch behandeln zu lassen. Eine wichtige Empfehlung auch für Menschen mit Diabetes: Sie haben ein erhöhtes Parodontitis-Risiko.
13.09.2021, Bildnachweis: istock/Chris Hepburn

Forschung zeigt: Lautäußerungen im ersten halben Jahr sehr schnell vielfältig
Es ist nicht immer das gleiche Geschrei oder Gebrabbel, das Babys in den ersten Monaten von sich geben. Vielmehr werden die Lautäußerungen im ersten halben Jahr schnell sehr vielfältig, wie Wissenschaftler:innen vom Universitätsklinikum Würzburg mit einer im Fachblatt Scientific Reports veröffentlichten Studie zeigen. Mit Kolleginnen und Kollegen aus den USA und Neuseeland untersuchten sie die Komplexität von rund 67 500 Lauten. Darunter waren sowohl Weinlaute als auch Gurr- und Brabbellaute, die Babys machen, wenn sie sich wohlfühlen. Die Wissenschaftler:innen sehen darin die Grundlage für die Vielfalt an Betonungen der späteren Sprache. Die neuen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, dass mögliche Störungen bei der Sprachentwicklung früher erkannt werden können.
08.09.2021, Bildnachweis: istock / kaisersosa67

Eine Studie zeigt: Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes in Großbritannien in den drei Monaten nach dem ersten Lockdown im März 2020 mit besseren Blutzuckerwerten
Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes in Großbritannien hatten in den drei Monaten nach dem ersten Lockdown im März 2020 bessere Blutzuckerwerte als in den drei Monaten davor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Kinderklinik Sheffield. Kindern und Eltern fiel es offenbar leichter, den Diabetes zu Hause zu managen als in der Schule und im sonstigen sozialen Umfeld. Für die Forscher ein Anlass, darauf hinzuweisen, dass Kinder mit Typ 1 im Alltag außer Haus besondere  Unterstützung brauchen, etwa von Lehrern und anderen Personen, die sie betreuen — und dass diese Unterstützung verstärkt werden sollte. Auch in Deutschland läuft die Betreuung von Kindern mit Diabetes in Schulen und Kindergärten nicht immer rund.
01.09.2021, Bildnachweis: istock / vgajic

Eine Studie zeigt: Kinder entwickeln auf lange Sicht besseres Sozialverhalten, wenn sich in ihrem Umfeld viele Grünanlagen befinden
Kinder entwickeln auf lange Sicht ein besseres Sozialverhalten, wenn sie in ihrem Umfeld viele Grünanlagen wie Parks oder Spielplätze  haben. Das legen die Ergebnisse einer australischen Langzeitstudie nahe, in der fast 5000 Kinder über einen Zeitraum von zehn Jahren regelmäßig befragt wurden. Die Autorinnen und Autoren der Arbeit, die in der Fachzeitschrift Journal of Environmental Psychology erschienen ist, plädieren daher für mehr öffentliches Grün, vor allem in schwierigen Vierteln.
31.08.2021, Bildnachweis: iStock/FamVeld

Studie zeigt: Kinder sind im Jahr 2020 im Durchschnitt um 0,3 Dioptrien kurzsichtiger geworden
Viereckig sind die Augen der Kinder im Jahr 2020 zwar nicht geworden, dafür aber im Durchschnitt um 0,3 Dioptrien kurzsichtiger. Das ergab zumindest eine chinesische Studie, die die Sehstärke von sechs- bis achtjährigen Schulkindern untersuchte. Die Ergebnisse wurden online im Fachblatt JAMA Ophthalmology veröffentlicht. Grund könnte das coronabedingte Homeschooling vor dem Bildschirm und weniger Zeit im Freien sein, vermutet das Forschungsteam. Deshalb: raus zum Spielen mit den Kindern – mindestens zwei Stunden am Tag. Das rät die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft allen Eltern jüngerer Kinder, deren Augäpfel noch wachsen. Denn beim Toben auf dem Spielplatz müssen andere Augenmuskeln arbeiten, als wenn Kinder auf einen Bildschirm schauen – ein wichtiger Ausgleich bei der Entwicklung der Sehstärke. Auch für Kleinkinder sind die unterschiedlichen Reize daher wichtig.
14.08.2021, Bildnachweis: istock/marcopasqualini

Weniger Piksen, bessere Werte: Kinder gewöhnen sich oft schnell an die Pumpe
Ein besserer Blutzucker-Langzeitwert (HbA1c), seltener starke Unter­­zuckerungen: Bei einer Studie der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie und der Deutschen Dia­betes Gesellschaft zeigte sich, dass Kinder mit Typ-1-Diabetes profitieren, wenn sie frühzeitig eine Insulinpumpe erhalten. Die Forscher werteten ­Daten von 311 Diabeteszentren verschiedener Länder aus. In Deutschland gibt es mehr als 30 000 Kinder und Jugendliche unter 18 mit Typ 1.
24.07.2021, Bildnachweis: istock/Mark Skalny

Studie zeigt: Aktueller Grenzwert für Luftverschmutzung durch Stickstoffdioxid zu hoch
Der aktuelle Grenzwert für die Luftverschmutzung durch Stickstoffdioxid (NO₂) ist zu hoch. Darauf deutet eine Studie von Forscher:innen des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz hin. Gemeinsam mit Forschenden der London School of Hygiene and Tropical Medi­cine und der Charité – Universitätsmedizin Berlin ermittelten sie weltweit die NO₂-Konzentra­tion in der Außenluft in einer Auflösung von einem Kilometer – und ver­gli­chen sie mit der Zahl neuer Asthmafälle bei Kindern und Jugend­lichen. Das Ergebnis: 90 Prozent der 3,5 Millionen durch NO₂ ausge­lösten Asthma-Neuerkrankungen erfolgte in Ge­­bie­ten, in denen der Stickstoffdioxid-Grenz­wert der Weltgesundheitsorganisation von 40 Mi­kro­gramm pro Kubikmeter Luft ein­gehalten wird. Das Forschungsteam zieht da­raus den Schluss, dass strengere Grenz­werte nötig seien.
10.07.2021, Bildnachweis: istock/miljko

Die Blutvergiftung kommt hierzulande noch recht häufig vor
Die Sepsis – umgangssprachlich Blutvergiftung – kommt hierzulande noch recht häufig vor. Darauf macht die Sepsis-Stiftung anlässlich einer im Fachblatt Critical Care Medicine veröffent­lichten Studie aufmerksam. Analysiert wurden Krankenhaus­daten von Kindern und Jugendlichen zwischen null und 19 Jahren. Dabei zeigte sich: We­niger als ein Prozent der in der Studie untersuchten und in eine Klinik ein­gelieferten Kinder entwickelten eine Sepsis. Aber 11,5 Prozent der innerklinischen Todesfälle von Kindern waren mit einer Sepsis assoziiert, so Auto­rin Dr. Carolin Fleischmann-Struzek. Daher sei Achtsamkeit nötig. Die Sepsis-Stiftung rät Eltern, auf diese Symptome zu achten: hohes Fieber (bei Säuglingen auch Untertempera­tur), fleckige Haut, kalte Gliedmaßen, schwere Atmung, sehr schneller Herzschlag, Trägheit, Wesensveränderung, schwere Weckbarkeit. Dann sofort den Notarzt rufen.
03.07.2021, Bildnachweis: istock/Milos Dimic

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