Innere Medizin

„Prädiabetes“: Blutzuckerwerte höher als normal, aber für Diagnose Typ-2-Diabetes noch nicht hoch genug
Von "Prädiabetes" sprechen Experten, wenn die Blutzuckerwerte zwar höher als normal, aber für die Diagnose Typ-2-Diabetes noch nicht hoch genug sind. Auch in diesem Vorstadium steigt bereits das Risiko für Herz- und Gefäßprobleme. Das bestätigt eine US-Studie mit fast 26 000 Teilnehmern. Menschen mit Prädiabetes erlitten im Zeitraum von 14 Jahren fast doppelt so oft einen Herzinfarkt oder Schlaganfall wie Menschen mit normalen Zuckerwerten. Weil erhöhte Werte schon frühzeitig die Gefäße schädigen können, sind regelmäßige Kontrollen und rasches Gegensteuern besonders wichtig.
10.11.2021, Bildnachweis: istock/pcruciatti

Starkes Übergewicht und Bluthochdruck: häu­figste Begleiterkrankungen von Diabetes
Starkes Übergewicht und Bluthochdruck sind die häu­figsten Begleiterkrankungen von Diabetes. Das belegt eine Studie des Robert Koch­ Instituts und des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland. Sie wer­teten ärztliche Abrechnungsdaten aller gesetzlich Kranken­versicherten im Jahr 2019 aus und verglichen dabei, wel­che Krankheiten bei Frauen und Männern mit Diabetes (Typ 1 und Typ 2) mit dem Zucker einhergehen. Während beide Geschlechter etwa gleich oft von Bluthochdruck und Fett­leibigkeit betroffen sind, leiden mehr Männer an Erkrankun­gen der Herzkranzgefäße, mehr Frauen an einer Depression.
06.11.2021, Bildnachweis: iStock/Mediaphotos

Blähungen für Reizdarmpatient:innen ständige Qual
Blähungen sind für Reizdarmpatient:innen eine ständige Qual. Nun gibt es Hoffnung auf eine wirksame Therapie: Die überarbeitete S3-Leitlinie empfiehlt Betroffenen eine sogenannte Low-FODMAP-Diät. FODMAP bezeichnet eine Gruppe bestimmter Zucker- und Alkoholverbindungen, die in vielen Nahrungsmitteln enthalten sind. Bei der Verstoffwechselung durch die Darmbakterien entstehen Gase, die den Darm blähen. Lässt man entsprechende Nahrungsmittel weg oder reduziert diese stark, sollen sich die Beschwerden deutlich bessern.
30.10.2021, Bildnachweis: iStock/dragana991

Aktuelle Studie: Kaffee am Morgen macht nicht nur wach, sondern kann auch die Leber schützen
Duftender Kaffee am Morgen macht nicht nur wach, er kann auch die Leber schützen. Drei bis vier Tassen am Tag könnten das Risiko für Lebererkrankungen wie Zirrhose, Fettleber oder Leberkrebs um bis zu 20 Prozent verringern, so eine aktuelle Studie mit fast 500 000 Teilnehmenden. Auch entkoffeinierter Kaffee zeigte diese Effekte. Welche Inhaltsstoffe dies bewirken, ist bisher nicht klar.
15.10.2021, Bildnachweis: Thinkstock/istock

Umfrage: Viele Bundesbürger fühlen sich nicht ausreichend über Diabetes informiert
Viele Bundesbürger fühlen sich nicht ausreichend über Diabetes informiert. Darauf weist eine repräsentative Umfrage unter 2000 Personen, meist Menschen ohne Diabetes, im Auftrag des Diabetes Ratgeber hin. Kenntnisse über die Ursachen und Folgen der Krankheit fehlen ebenso wie genaueres Wissen zu den unter-schiedlichen Diabetes-Typen. Jeder fünfte Teilnehmer glaubt zudem, dass sich Diabetes heilen lässt. Aufklärung ist gefragt: 82 Prozent wünschen sich mehr Informationen über Diabetes und dessen Vorbeugung.
06.10.2021, Bildnachweis: istock/Georgijevic, W&B/Szczesny

Kontinuierliche Zuckermessung kann bei Typ-2-Diabetes helfen, den Langzeitblutzucker zu verbessern
Kontinuierliche Zuckermessung kann bei Typ-2-Diabetes helfen, den Langzeitblutzucker zu verbessern, schreibt die Fachzeitschrift JAMA. Und zwar auch bei Betroffenen, die eine feste Dosis Insulin erhalten. Denn wer seine Werte im Blick hat, ernährt sich auch gesünder und bewegt sich mehr. Wermutstropfen: Bisher erstatten Kassen das System nur bei Menschen mit Diabetes, die ihre Insulindosis selbständig anpassen, wenn sie ihre Therapieziele anders nicht erreichen.
30.09.2021, Bildnachweis: istock/Kosamtu

Eine Studie bestätigt: Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Vorhofflimmern
Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Vorhofflimmern. Das bestätigt eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Schon ein kleines Glas Wein (0,125 Liter) oder Bier (0,3 Liter) am Tag kann das Herz auch eines gesunden Menschen aus dem Takt bringen. Vorhofflimmern fördert die Bildung von Blutgerinnseln im Herzen, die ins Gehirn gelangen und einen Schlaganfall verursachen können. Menschen mit Diabetes haben bereits ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern und Schlaganfall.
14.09.2021, Bildnachweis: istock/Roman Stavila

Wirkstoff, der diabetes­bedingte Fußwunden besser heilen lassen soll, wird erprobt
Ein Wirkstoff, der diabetes­bedingte Fußwunden besser heilen lassen soll, wird ab September an einem Krankenhaus in Klagenfurt (Österreich) erprobt. Das Präparat haben Wissenschaftler der Medizinischen Universität Wien aus weißen Blutkörperchen entwickelt. Es wird auf die Wunde aufgetragen und soll dafür sorgen, dass sich neue Zellen und Gefäße bilden. Dadurch schließen sich offene Wunden und heilen ab. Drei Monate lang geht es um die Sicherheit des Wirkstoffs. Weitere Studien müssen folgen.
28.08.2021, Bildnachweis: istock/spukkato

Forschung zeigt: Ernährungswissen bringt Vorteile für Menschen mit Diabetes Typ 2
Ernährungswissen bringt Vorteile für Menschen mit Diabetes Typ 2. Forscher der spanischen Universität Granada werteten 28 internationale Studien aus. Das Ergebnis: Typ-2-Diabetiker, die einen zusätzlichen Ernährungskurs absolvierten, konnten ihren Blutzucker-Langzeitwert (HbA1c) im Vergleich zu denen, die nur an der üblichen Diabetesschulung teilnahmen, deutlich senken. Die Forscher plädieren dafür, Extra-Ernährungskurse in die Diabetestherapie aufzunehmen.
20.08.2021, Bildnachweis: istock/SDI Productions

Telemedizinische Betreuung für Menschen mit einer fortgeschrittenen Herzschwäche
500000 Menschen leiden in Deutschland an einer fortgeschrittenen Herzschwäche. Sie sollen auch telemedizinisch betreut werden. Täglich erfassen Patientinnen und Patienten dafür Vitalwerte wie Herzschlag, Blutdruck oder Sauerstoffsättigung. Diese Werte werden automatisch an ein Telemedizinzentrum geschickt. Ist ein Wert nicht normal oder fehlt einer, können Ärztinnen und Ärzte sofort reagieren. In Studien hat das geholfen, Leben zu retten. Zudem hatten fernüberwachte Patientinnen und Patienten 30 Prozent weniger ungeplante Klinikaufenthalte. Die digitale Methode soll die Arbeit von Kardiologinnen und Kardiologen vor Ort ergänzen.
10.08.2021, Bildnachweis: istock/metamorworks

Eine Studie zeigt: Starke Blutzuckerschwankungen könnten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen
Starke Blutzuckerschwankungen könnten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes das Risiko für Herzkrankheiten und ein früheres Versterben erhöhen. Das ergab eine US-amerikanische Studie. Die Forscher ­raten, die Therapie so anzupassen, dass weniger starke Schwankungen und insbesondere Unterzuckerungen auftreten.
12.07.2021, Bildnachweis: istock/kate sept2004

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