Innere Medizin

4266 Diabetologinnen und Diabetologen in Deutschland
4266 Diabetologinnen und Diabetologen gibt es in Deutschland. Die meisten arbeiten in den rund 1100 dialektologischen Schwerpunktpraxen und 300 stationären Einrichtungen, die für die Behandlung von Typ-1- und Typ-2-Diabetes zertifiziert sind. Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft
Datum der Veröffentlichung: 18.06.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
Bildnachweis: istock/dolgachov

Typ-2-Diabetes vorbeugen durch gut eingestellten Blutdruck
Ist der Blutdruck gut eingestellt, kann das Typ-2-Diabetes vorbeugen. Eine Therapie mit medikamentösen Blutdrucksenkern reduziert das Risiko um 11 Prozent, im Verlauf von 4,5 Jahren an Typ-2-Diabetes zu erkranken. So lautet das Ergebnis einer Analyse von 22 Studien. Diese Wirkung zeigten ACE-Hemmer und AT1-Blocker, weitverbreitete Arzneimittel gegen Bluthochdruck. Die Deutsche Hochdruckliga spricht sich sehr dafür aus, bei Menschen mit Bluthochdruck und erhöhtem Diabetesrisiko, zum Beispiel aufgrund von Übergewicht, eine dieser Substanzklassen einzusetzen. Betroffene sollten aber immer auch durch einen gesunden Lebensstil an guten Blutdruckwerten arbeiten.
Datum der Veröffentlichung: 08.06.2022
Bildnachweis: iStockphoto/PIKSEL

Studie: Hinweis darauf, besser vor einer schweren Erkrankung geschützt zu sein
Je besser ein Diabetes eingestellt ist, desto besser die Immunantwort auf die Covid-19-Impfung. Zwar kein Beweis, besser vor einer schweren Erkrankung geschützt zu sein, aber die Ergebnisse einer italienischen Studie weisen in diese Richtung. 478 Erwachsene bis 60 Jahre nahmen daran teil, 201 mit Typ-2-Diabetes. 109 Personen waren gut eingestellt mit einem Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) von durchschnittlich 6,5 Prozent, 92 schlecht eingestellt (im Schnitt 8,1 Prozent). Je höher der Wert, desto schlechter die Immunantwort drei Wochen nach der zweiten Impfung. Ließ sich der Blutzucker 52 Tage danach unter Kontrolle bringen, verbesserte sie sich noch.
30.05.2022
Bildnachweis: istock/wavebreakmedia

Studie zu plötzlichem Herztod
Und wenn plötzlich mein Herz stehen bleibt? Diese Sorge braucht Sie beim Liebesspiel nicht umzutreiben. Zwar ist Sex eine anstrengende und schweißtreibende Aktivität. Nicht jeder ist körperlich topfit. Doch jetzt gibt es vorsichtige Entwarnung. Britische Forschende haben in einer Studie über 6000 Fälle von plötzlichem Herztod untersucht und festgestellt, dass sexuelle Aktivität für das Herz relativ sicher ist. Nur einer von 500 Herztoten ist im zeitlichen Zusammenhang mit Sex verstorben. Laut Studienleiter Dr. Gherardo Finocchiaro dürfen vor allem Menschen unter 50 Jahren beruhigt sein. Das Risiko, an einem Herzstillstand beim Geschlechtsverkehr zu sterben, sei für diese Altersklasse gering. Erfreulich: Das gilt anscheinend auch für Menschen, die bereits herzkrank sind. Also: Kopf aus, Gefühle an! Es ist Zeit für ein sorgenfreies Schäferstündchen.
17.05.2022, Bildnachweis: istock/Antonio Guillem

Forschung: Neu entwickelte Pumpe prüft Gewebewiderstand gegen Insulininfusion
Wer eine Insulinpumpe trägt, muss in der Regel alle zwei bis drei Tage den Katheter wechseln: den dünnen Schlauch mit der Kanüle am Ende, über die das Insulin aus der Pumpe in den Körper gelangt. Österreichische Forscher testen nun eine neu entwickelte Pumpe, die den Gewebewiderstand gegen die Insulininfusion und andere Veränderungen im Gewebe prüft. Anhand der Messergebnisse kann die Pumpe feststellen, wie gut oder schlecht das Insulin vom Körper aufgenommen wird, und dem Nutzer melden, wann er den Katheter austauschen muss. So soll der Katheter bis zu sieben Tage liegen bleiben können. Das wäre eine große Erleichterung im Alltag, vor allem für Kinder mit Diabetes.
16.05.2022, Bildnachweis: Istock/MarkSkalny

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