Gesundheit

Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse: Immer weniger Frauen nehmen Hormonpräparate gegen Beschwerden in den Wechseljahren ein
Immer weniger Frauen nehmen Hormonpräparate gegen Beschwerden in den Wechseljahren ein. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. So hat im vergangenen Jahr nur etwa jede 16. erwerbstätige Frau zwischen 45 und 65 Jahren ein Hormonpräparat von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt verordnet bekommen (sechs Prozent). Vor 20 Jahren noch nahm mehr als jede dritte Frau in der Altersgruppe solche Präparate ein. Der Rückgang ist vermutlich auf wissenschaftliche Studien zurückzuführen: Sie belegten, dass bestimmte Hormonpräparate etwa das Risiko für Brustkrebs oder Herzinfarkt erhöhen.
15.11.2021, Bildnachweis: istock/SKDAWUT14

Eine Metaanalyse zeigt: Ausreichend Schlaf kann Erkältungen vorbeugen
Wer mindestens sieben Stunden pro Nacht schläft, beugt dadurch Erkältungen vor. Das ergab eine Metaanalyse der britischen Universität Oxford. Die Forscherinnen und Forscher fanden heraus, dass Infektionen der oberen Atemwege öfter auftraten, wenn der Nachtschlaf kurz ausfiel. Eine ausreichende Schlafdauer bewege sich zwischen sieben und neun Stunden pro Nacht. Welchen Einfluss die Schlafqualität auf mögliche Infekte der oberen Atemwege hat, ist indes noch nicht klar.
02.11.2021, Bildnachweis: istock/Hohenhaus

Seit Juli 2021: ärztliche Zweitmeinung per Videosprechstunden
Ist die Operation wirklich nötig? Bevor die Gebärmutter entfernt, eine Knie-Endoprothese eingesetzt oder bei Diabetes ein Fuß amputiert wird, haben Betroffene das Recht, eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen. Die Krankenkassen erstatten die Kosten hierfür. Bisher musste für diese Zweitmeinung ein Termin in der Praxis vereinbart werden. Seit Juli 2021 können hierfür genauso Videosprechstunden in Anspruch genommen werden. Auch für Mandeloperationen und Arthroskopien an der Schulter ist dies möglich.
19.10.2021, Bildnachweis: istock/Fat Camera

Erkältungen werden meist durch Viren ausgelöst
Erkältungen werden meist durch Viren – nicht durch Bakterien – ausgelöst und verschwinden nach ein paar Tagen wieder. Gegen die Symptome  eines viralen Infekts helfen Antibiotika nicht. Bevor diese eingenommen werden, kann es sich lohnen, abzuwarten und sie verzögert zu  verschreiben – auf Englisch "Delayed Prescribing". Auch die neue Halsschmerz-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin empfiehlt diese zögerliche Haltung. Patientinnen und Patienten erhalten vom Arzt ein Antibiotika-Rezept, falls sie damit einverstanden sind, es nur einzulösen, wenn sich die Symptome verschlechtern oder sie nach einem bestimmten Zeitraum nicht verschwunden sind. Als Kassenrezept ist die Verordnung vier Wochen lang gültig. Laut einer Analyse im British Medical Journal hat das verzögerte Verschreiben keine Nachteile. Symptome hielten nur minimal länger an, als wenn sofort Antibiotika eingenommen würden.
09.09.2021, Bildnachweis: iStock/izusek

Eine Auswertung zeigt: Aufklärung von und Einfluss durch frisch Operierte bei Schmerztherapie mit positivem Effekt auf die Wirkung
Wenn Ärztinnen und Ärzte frisch operierte Patientinnen und Patienten über deren Schmerztherapie aufklären und diese darauf Einfluss nehmen können, wirken Schmerzmittel am besten. Der Bedarf an stärkeren oder höher dosierten Medikamenten mit möglicherweise mehr Nebenwirkungen  sinke  dadurch. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von 80 000 Datensätzen eines Schmerzregisters an der Universitätsklinik Jena. "Wir können nur alle Kolleginnen und Kollegen dazu ermuntern, die Patienten so weit wie möglich in die Schmerztherapie einzubinden", sagt Dr. Marcus Komann, Hauptautor der Studie.
27.08.2021, Bildnachweis: istock/SARINYAPINNGAM

In 2020 deutlich mehr Impfungen in Deutschland
Im Jahr 2020 haben sich deutlich mehr Menschen in Deutschland impfen lassen. Das geht aus Daten der gesetzlichen Krankenkassen hervor. So sind deren Ausgaben für Impfstoffe auf 1,7 Milliarden Euro gestiegen – ein Zuwachs um 15 Prozent. Die Versicherten hatten sich vor allem gegen Grippe, Pneumokokken und Gürtelrose impfen lassen. Diese drei Impfungen empfiehlt die Ständige Impfkommission für Risikogruppen wie Senioren und chronisch Kranke.
26.07.2021, Bildnachweis: iStock/MarianVejcik

Fehlzeiten-Report 2020: Wer findet, dass sein Chef ihn fair behandelt, wird seltener krank
Wer findet, dass sein Chef ihn fair behandelt, wird seltener krank. Zu diesem Schluss kommt der "Fehlzeiten-Report 2020" des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) mit rund 2500 Teilnehmern. Demnach nehmen Führungskräfte mit ihrem Verhalten unmittelbar Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeiter. Neben Wut und Ärger kann Unzufriedenheit längerfristig auch Kopfoder Rückenschmerzen und Erschöpfung hervorrufen.
06.07.2021, Bildnachweis: istock/ciricvelibor

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