Forschung

Mit der Zeit verträgt man eine Reihe von Medikamenten schlechter
Eine Reihe von Medikamenten verträgt man mit den Jahren schlechter – etwa, weil sie benommen machen und so die Sturzgefahr erhöhen. 2010 haben Forscher daher Ärzten eine Liste an die Hand gegeben, die solche Arzneimittel aufführt. Viele Schlaf- und Beruhigungsmittel sind dabei, manche Schmerzmedikamente, aber auch bestimmte Präparate für Herz und Kreislauf. Das zeigt offenbar Wirkung: Im Jahr 2009 verschrieben Ärzte noch fast jedem vierten Kassenpatienten Medikamente von der Liste, 2019 nur noch knapp 16 Prozent.
17.11.2021, Bildnachweis: istock/Mladen Zivkovic

Forscher entwickeln Verfahren zur Erkennung von Fehlbelastungen
Fußprobleme bei Diabetes beginnen häufig mit Fehlbelastungen. Ein Forscherteam der britischen Staffordshire University hat ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich solche Anzeichen frühzeitig feststellen lassen: dünne Einlegesohlen aus dem 3-D-Drucker. Nach einem Tag im Schuh verformt sich die spezielle Struktur der Sohlen dort, wo der Druck besonders hoch ist, und zeigt so gefährdete Stellen an — ganz ohne elektronische Sensoren und deshalb einfach und preiswert. Bevor die Sohlen weltweit eingesetzt werden können, wollen ihre Erfinder sie für besseren Tragekomfort noch dünner machen und recycelbares Material verwenden.
16.11.2021, Bildnachweis: istock/spukkato

Forschung zeigt: Zuckerspiegel kann man auch im Schweiß feststellen
Den Zuckerspiegel kann man auch im Schweiß feststellen: Forscher der University of California San Diego haben einen Sensor entwickelt, der eine Minute lang mit der Fingerspitze berührt wird. Den in den winzigen Schweißmengen am Finger enthaltenen Zucker misst ein kleines Gerät. Mithilfe des gleichzeitig "blutig" gemessenen Werts lässt sich über eine Formel aus dem Zuckerspiegel im Schweiß der Blutzuckerwert ermitteln. Jetzt muss sich die Methode in Studien bewähren.
16.10.2021, Bildnachweis: istock/gorodenkoff

Forschung zeigt: Auch Berührungen durch menschenähnliche Roboter können positive Effekte haben
Dass Körperkontakt Stress reduzieren und das Immunsystem stärken kann, ist nicht neu. Dass dies auch für Berührungen durch menschenähnliche Roboter zu gelten scheint, ist neu. Forschende der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen setzten Roboter darauf an, dass sie während eines Gesprächs beiläufig die Hand von Versuchspersonen berührten. Diese fühlten sich nach dem Gespräch messbar besser als die Teilnehmenden einer Vergleichsgruppe ohne physischen Kontakt. Außerdem waren die Probandinnen und Probanden dann auch eher dazu bereit, sich auf Ratschläge des Roboters hinsichtlich Studienberatung einzulassen. Zukünftig könnten humanoide Roboter vielleicht sogar als Motivationstrainer eingesetzt werden, so die Studie.
23.09.2021, Bildnachweis: iStock/Andrey Popov

Forscher finden heraus: Placebos wirken auch, wenn Patienten vor der Einnahme wissen, dass kein Wirkstoff enthalten ist
Placebos wirken auch dann, wenn die Patienten vor der Einnahme darüber informiert werden, dass die Pillen keinen Wirkstoff enthalten. Das haben Forscher des Universitätsklinikums Freiburg herausgefunden. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlicht. Sie hatten 13 Studien mit insgesamt 834 Teilnehmern verglichen. Die Diagnosen reichten von Rückenschmerzen über Depression bis hin zu Heuschnupfen und Hitzewallungen. Die Patienten wussten vor der Einnahme, dass es sich um ein Scheinmedikament handelt. Außerdem wurden sie über die Wirkweise von Placebos informiert. Deren bewusste Einnahme könne eine gezielte Täuschung der Patienten in Zukunft unnötig machen, so die Forscher.
19.07.2021, Bildnachweis: istock/skynesher

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