Stimmt es, dass man Antibiotika aufbrauchen muss – auch, wenn man sich besser fühlt?

Ja, in der Regel stimmt das
Antibiotika sollten grundsätzlich so lange wie ärztlich verordnet eingenommen werden – auch, wenn man sich bereits besser fühlt. Ein zu frühes Absetzen kann dazu führen, dass die Behandlung nicht ausreichend anschlägt. Es kann etwa passieren, dass ein nicht ganz abgeheilter Infekt dadurch noch mal aufflammt und die Beschwerden zurückkommen. Außerdem kann es sein, dass die Bakterien lernen, sich gegen den Wirkstoff zu wehren. Dann hilft das Mittel beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr so gut. Manchmal sind in einer Antibiotika-Packung mehr Tabletten oder Kapseln enthalten, als man tatsächlich einnehmen soll. Dann ist es wichtig, sich nicht an die Packungsgröße, sondern an die ärztlich verordnete Therapiedauer zu halten. Bei Fragen dazu können Sie sich auch an Ihre Apotheke wenden. Wir nehmen uns Zeit, um sicherzugehen, dass jede Patientin und jeder Patient weiß, wie lange das Antibiotikum anzuwenden ist.
Datum der Veröffentlichung: 25.03.2026
Autor: Wort & Bild Verlag
Credits: istock/MladenZivkovic
Omega-3-Kapseln: Die Dosis macht’s!

Omega-3 gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und gelten als „gute Fette“
Sie können das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle senken und gelten als entzündungshemmend und gefäßstärkend. Neuere Studien weisen darauf hin, dass sie möglicherweise auch Demenzerkrankungen vorbeugen und den Alterungsprozess verlangsamen können. Über eine ausgewogene Ernährung mit regelmäßigem Konsum von fettreichem Fisch können wir uns eigentlich gut mit Omega-3 versorgen. Wer allerdings selten Fisch isst oder sich rein pflanzlich ernährt, erreicht oft nicht die notwendigen Mengen. Als Nahrungsergänzungsmittel sind Omega-3-Kapseln deshalb beliebt. In sehr hohen Dosen können die Mittel allerdings schaden. Ab fünf Gramm pro Tag kann Übelkeit auftreten und die Blutgerinnung beeinflusst werden. Menschen, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen oder an Erkrankungen des Immunsystems leiden, sollten daher medizinischen Rat einholen, bevor sie Omega-3-Präparate nehmen.
Datum der Veröffentlichung: 18.03.2026
Autor: Wort & Bild Verlag
Credits: iStockphoto/FotoMaximum
Bis heute ein Schreckgespenst: Tuberkulose

Eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten: Tuberkulose
Was wie ein Schreckgespenst der Vergangenheit klingt, ist bis heute eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten: Tuberkulose. Wie sie beinahe besiegt werden konnte – und warum sie heute wieder auf dem Vormarsch ist, erzählt Andrea Sawatzki in dieser Podcast-Folge aus der Reihe „Siege der Medizin“ von gesundheit-hören, dem Audio-Angebot der Apotheken Umschau, Kurzlink: a-u.de/!1438963
Datum der Veröffentlichung: 12.03.2026
Autor: Wort & Bild Verlag
Credits: istock/MarijaRadovic
Typ-1-Diabetes: Immunmittel könnte Beginn hinauszögern

Bei Typ-1-Diabetes greift das Immunsystem Betazellen an, die Insulin produzieren
Womöglich könnten also Medikamente, die das Immunsystem dämpfen, zu Beginn der Krankheit helfen. Eine europaweite Studie testete ein Medikament, das sonst bei Organtransplantationen eingesetzt wird, bei Personen mit beginnendem Typ-1-Diabetes. Das Mittel wirkte: Es ließ die Insulinproduktion langsamer absinken – konnte aber den Verlust der Betazellen nur verzögern, nicht komplett stoppen.
Datum der Veröffentlichung: 09.03.2026
Autor: Wort & Bild Verlag
Credits: iStockphoto/gpointstudio
Stimmt es, dass man Tabletten mit Kerbe immer teilen darf?

Eine Kerbe bedeutet nicht automatisch, dass sich eine Tablette in zwei gleich dosierte Hälften halbieren lässt
Nein, das stimmt nicht immer. Eine Kerbe bedeutet nicht automatisch, dass sich eine Tablette in zwei gleich dosierte Hälften halbieren lässt. Viele Tabletten mit Kerbe dürfen zwar zerbrochen werden, allerdings meist nur, um das Schlucken zu erleichtern – zum Beispiel bei Mundtrockenheit oder Schluckbeschwerden. Einige Präparate dürfen zwar geteilt werden, um eine halbe Dosis zu erhalten. Das ist in der Regel aber nur eine Notlösung, wenn etwa die niedrigere Dosis so nicht auf dem Markt erhältlich ist. Es gibt zudem auch Tabletten mit einer sogenannten Schmuckkerbe. Sie sehen zwar teilbar aus, dürfen aber keinesfalls gebrochen werden – etwa weil sie einen speziellen Überzug besitzen, der intakt bleiben muss. Das kommt im Apotheken-Alltag jedoch nur selten vor. Wenn diese Tabletten geteilt werden, kann die Wirkung darunter leiden. Da man Tabletten äußerlich nicht immer ansieht, ob sie tatsächlich in zwei gleich dosierte Hälften teilbar sind, lassen Sie sich am besten in der Apotheke beraten.
Datum der Veröffentlichung: 28.02.2026
Autor: Wort & Bild Verlag
Credits: iStockphoto/victorpr
Stimmt es, dass pflanzliche Arzneien immer bedenkenlos eingenommen werden können?

Pflanzliche Mittel müssen genau wie andere Medikamente verstanden werden
Nein, das stimmt so nicht. Pflanzliche Mittel müssen genau wie andere Medikamente verstanden werden. Eine individuelle Beratung in der Apotheke ist wichtig, damit das Präparat zu den Beschwerden passt. Man muss auf mögliche Allergien achten und die Dosis dem Alter anpassen. Einige pflanzliche Arzneimittel können bei falscher Anwendung oder zu hoher Dosis mehr schaden als nützen, etwa Sennesblätter: Sie regen den Darm an, können bei zu langer Anwendung aber zu Darmträgheit führen, sodass man ohne das Mittel keinen normalen Stuhlgang mehr hat. Andere können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. So ist Johanniskraut zum Beispiel in der Lage, die Wirkung von bestimmten Blutgerinnungshemmern abzuschwächen, weil es deren Abbau im Körper beschleunigt. Vor der Einnahme eines pflanzlichen Arzneimittels also unbedingt in der Apotheke beraten lassen.
Datum der Veröffentlichung: 10.02.2026
Autor: Wort & Bild Verlag
Credits: iStockphoto/5PH
© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG