Kohl essen

Wer regelmäßig Kreuzblütler wie Brokkoli oder Rosenkohl isst, kann damit möglicherweise sein Risiko senken, an Dickdarmkrebs zu erkranken
So das Ergebnis einer Übersichtsarbeit aus China, die im Fachblatt BCM Gastroenterology publiziert wurde. Die Forschenden verglichen 17 Studien, vor allem aus Asien und Nordamerika, mit insgesamt 639 539 Teilnehmenden. Danach erkrankten in der Gruppe mit dem höchsten Kreuzblütler-Verzehr 17 Prozent weniger Menschen an Dickdarmkrebs als in der Gruppe mit dem niedrigsten Verzehr. Sorten wie China-, Weiß- und Rotkohl, aber auch Kohlrabi, Radieschen und Kresse enthalten nützliche sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Ballaststoffe, Glucosinolate oder Senfölglykoside, die entzündungshemmend wirken. Bereits ab 20 Gramm des Gemüses pro Tag könnte ein Effekt einsetzen, so die Fachleute. Das entspricht etwa einem Röschen Brokkoli oder einem Stück Rosenkohl. Ab 60 Gramm pro Tag erhöhte sich der Effekt nicht mehr wesentlich.
Datum der Veröffentlichung: 12.12.2025
Autor: Wort & Bild Verlag
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Therapie von kleinzelligem Lungenkrebs

Neues Medikament macht Menschen mit kleinzelligem Lungenkrebs Hoffnung
Ein neues Medikament macht Menschen mit kleinzelligem Lungenkrebs Hoffnung, bei denen die Chemotherapie nicht den gewünschten Effekt gezeigt hat: Im Vergleich zu einer erneuten Chemotherapie verlängert es die Überlebenszeit deutlich. Eine internationale Studie im Fachmedium The New England Journal of Medicine untersuchte den Effekt des Wirkstoffs Tarlatamab. Ergebnis: Die Überlebensdauer der Menschen mit kleinzelligem Lungenkrebs, die mit diesem Medikament behandelt wurden, stieg im Vergleich zur Behandlung mit Chemotherapie um etwa fünf Monate an. Zuvor hatten die Patientinnen und Patienten allesamt eine Chemotherapie mit Platin durchlaufen, auf die der Tumor nicht reagiert hatte. Die Steigerung ist beachtlich, denn kleinzelliger Lungenkrebs ist eine besonders aggressive Krebsart. Für die Phase nach der ersten Chemotherapie oder Immuntherapie besteht seit Langem Medikamentenbedarf. In den USA ist der Wirkstoff Tarlatamab bereits zugelassen, in der EU steht das noch aus.
Datum der Veröffentlichung: 27.10.2025
Autor: Wort & Bild Verlag
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