Viele Medikamente wirken sich auf die Fahrtüchtigkeit aus
Viele Tabletten beeinflussen die Fahrtüchtigkeit. Das gilt auch für einige, die rezeptfrei erhältlich sind, etwa bestimmte Erkältungssäfte, Mittel gegen Allergien oder Schlafmittel. Auch manche Schmerzmittel können müde machen. Darauf weist der Landesapothekerverband Baden-Württemberg hin. Tipp: Bitte lesen Sie im Beipackzettel nach, ob das Medikament die Reaktionsfähigkeit einschränken kann,  oder fragen Sie Ihren Apotheker.
04.06.2019, Bildnachweis: istock/Juanmonino

Bei richtiger Anwendung kann sich die Creme gleichmäßig verteilen
Das Problem: Vaginalcreme richtig anwenden Die Lösung: Vaginalcremes und -gele werden mithilfe eines Applikators in die Scheide gebracht. Seine Form erinnert an eine Injektionsspritze. Der Applikator wird mit der Creme gefüllt, eingeführt und durch Druck auf den Kolben entleert. Wichtig ist, dass Sie ihn langsam herausziehen, während Sie auf den Kolben drücken. Nur so kann sich die Creme gleichmäßig verteilen.
15.05.2019, Bildnachweis: iStock/simarik

Die optimale Wirkung wird durch eine kleine Maßnahme bei der Einnahme erzielt
Das Problem: Das Herzspray wirkt nicht optimal. Die Lösung: Patienten mit Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße wird gegen akute Beschwerden oft ein Mundspray mit dem gefäßerweiternden Wirkstoff Glyceroltrinitrat verordnet. Dieser gelangt über die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf und so zum Herzen. Damit das optimal gelingt, sollten Patienten nach dem Sprühstoß unter die Zunge kurz die Luft anhalten. Der Wirkstoff kann so ausreichend lange im Mund verbleiben.
23.04.2019, Bildnachweis: iStock/Sasin Paraksa

Tees aus der Apotheke entsprechen hohen Qualitätsstandards
Tees gegen Schnupfen, Bauchweh, Nervosität: Ob sie gut wirken, hängt von der Qualität der Pflanzen ab. Und davon, wie der Tee zubereitet wird, sagt Dr. Hans-Peter Hubmann, erster Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbands. So entfalten Kräutertees die beste Wirkung, wenn sie fünf bis zehn Minuten ziehen. Grüner oder schwarzer Tee wirkt nach kurzer Ziehdauer anregender als nach längerer. Tipp: Fragen Sie Ihren Apotheker, wie Sie Tee zubereiten sollen. Übrigens schreibt das Arzneibuch hohe Qualitätsstandards für Tee aus der Apotheke vor.
19.04.2019, Bildnachweis: istock/skyneseher

Eine Tablette enthält nur Milligramm-Mengen an Milchzucker
Manche Menschen bekommen von Milchzucker (Laktose) Blähungen und Durchfall. Dazu sind aber in fast allen Fällen Gramm-Mengen an Laktose nötig. Die geringen Dosen in einer Tablette werden in der Regel auch bei Intoleranz vertragen. Verursachen selbst winzige Mengen Laktose Beschwerden, kann man die Umstellung auf ein wirkstoffgleiches Präparat oder die Herstellung von Kapseln erwägen.
05.04.2019, Bildnachweis: istock/Jupiterimages

Eine Studie zeigt: Apotheker können Senioren vor riskanten Medikamenten schützen
Apotheker können Senioren vor Medikamenten schützen, die für ältere Menschen als riskant gelten. Das ergab eine Studie der Universität Montreal in Quebec (Kanada). Dort gaben Apotheker Senioren ein Informationsblatt mit, wenn diese ein Rezept für ein entsprechendes Arzneimittel einlösten. Zudem teilten sie den behandelnden Ärzten ihre Bedenken mit. 43 Prozent der Patienten erhielten eine risikoärmere Medikation. Bei der herkömmlich beratenen Vergleichsgruppe waren es nur 12 Prozent.
04.04.2019, Bildnachweis: iStock/alvarez

Das Wissen über Nahrungsergänzungsmittel ist nicht weit verbreitet
Nahrungsergänzungsmittel sind weit verbreitet, das Wissen darüber ist es nicht. Eine Umfrage des Marktforschungs­instituts YouGov zeigt: Drei von fünf Deutschen haben solche Produkte, die etwa Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten, schon zu sich genommen – meistens zur allgemeinen Stärkung der Gesundheit oder zur Verbesserung der Fitness. Doch 42 Prozent der Befragten waren sich unsicher über die Wirkweise. Beratung zu Nahrungsergänzungsmitteln bieten die Apotheken. 
12.03.2019, Bildnachweis: istock/FSTOPLIGHT

Creme drei bis vier Wochen mehrmals täglich anwenden, auch wenn der Juckreiz abgeklungen ist
Das Problem: Die Beschwerden sind weg, trotzdem soll ich die Fußpilz-Creme weiter benutzen. Die Lösung: Solche Cremes hemmen in erster Linie die Vermehrung der Fußpilz- Erreger. Sie müssen im Regelfall über mehrere Wochen mehrmals täglich angewendet werden – auch wenn Beschwerden wie Juckreiz bereits abgeklungen sind. Denn so lange braucht die Haut ungefähr, um sich zu erneuern und die vom Pilz befallenen Zellen abzustoßen.
07.03.2019, Bildnachweis: istock/gzaleckas

Die korrekte Zubereitung des Tees sorgt nicht nur für einen angenehmen Geschmack
Teeaufgüsse sollten immer frisch zubereitet getrunken werden. Zusätzlich ist es wichtig, dass Sie die Teekräuter mit kochendem Wasser übergießen. Die Heilkräuter werden sehr schonend getrocknet. Es ist deshalb denkbar, dass im Teegemisch Mikroorganismen enthalten sind, die Sie durch die korrekte Zubereitung abtöten müssen.
19.02.2019, Bildnachweis: istock/betyarlaca

Zu hoher Blutdruck sollte medikamentös gesenkt werden
Seit Juli 2018 wurden viele Blutdrucksenker mit dem Wirkstoff Valsartan aus dem Handel genommen. Das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) hatte Verunreinigungen mit dem Stoff NDMA nach­gewiesen, der Krebs erregen kann. 37 Sartanpräparate waren in der Stichproben-Analyse des ZL sauber. Derzeit prüft auch die Europäische Arzneimittelbehörde die Wirkstoffe Cande­sartan, Irbesartan, Losartan und Olmesartan auf Verunreinigungen.
18.02.2019, Bildnachweis: iStock/leezsnow

Die richtige Menge hängt vom Verwendungszweck ab
Soll die Salbe gleich einziehen oder ein Film sichtbar stehen bleiben? Die Lösung: Die richtige Menge hängt vom Verwendungszweck ab. Kortikoidhaltige Salben werden sehr dünn aufgetragen. Wirkstofffreie Präparate, die die Haut aufweichen oder über Nacht einziehen sollen, bringt man messerrückendick auf.
07.02.2019, Bildnachweis: iStock/metinkiyak

Erkältungen werden fast immer durch Viren hervorgerufen
Die Entwicklung ist erfreulich: Ärzte verschreiben bei Erkältungen deutlich weniger Antibiotika, meldet die Techniker Krankenkasse. Während 2010 noch 38 Prozent der wegen eines Atemwegsinfekts krankgeschriebenen Versicherten Antibiotika bekamen, waren es 2017 nur noch 24 Prozent. Bei Menschen, die lediglich ein bis drei Tage krankgeschrieben waren, sank der Anteil von 30 auf 18 Prozent. Gegen Erkältungen sind die Mittel in der Regel wirkungslos: Fast immer werden die Infekte durch Viren hervorgerufen, Antibiotika wirken aber nur gegen Bakterien. Da diese Arzneimittel weltweit zu häufig eingesetzt werden, helfen sie gegen etliche Bakterienarten schon nicht mehr.
04.02.2019, Bildnachweis: iStock/MJ Prototype

So vermeiden Sie, dass Nasenspray in den Rachen läuft
Wenn ein Nasenspray nicht richtig angewendet wird, läuft die Lösung in den Rachenraum. Der bittere Geschmack ist unangenehm. Die Lösung: Setzen Sie das Nasenspray in einem Winkel von etwa 45 Grad an. Falls Sie ein Quetschfläschchen verwenden, üben Sie nur leichten Druck aus.
29.01.2019, Bildnachweis: istock/TommL

Für Migräne-Geplagte gibt es nun eine weitere Behandlungsmöglichkeit
Seit November steht in Deutschland ein neuer Wirkstoff zur Vorbeugung von Migräne-Attacken zur Verfügung. Es handelt sich um den Antikörper Erenumab, den sich die Patienten alle vier Wochen in den Bauch oder Oberschenkel spritzen. Er kann Personen mit monatlich mindestens vier Migräne-Tagen verschrieben werden, wenn Medikamente zur Akutbehandlung nicht ausreichend wirken. Die Verordnung erfolgt durch Mediziner, die mit der Diagnose und Therapie von Migräne Erfahrung haben. Der behandelnde Arzt soll die Effekte von Erenumab regelmäßig kontrollieren.
25.01.2019, Bildnachweis: Thinkstock/istock

Dänemark: Eine Reform soll die Versorgung mit Arzneimitteln fördern
In Dänemark können sich Patienten rezeptpflichtige Medikamente ab nächstem Sommer in bestimmten Apotheken verordnen lassen. Diese kommunizieren auf elektronischem Weg mit Ärzten und Kliniken über den jeweils aktuellen Stand der Medikation. Die Reform soll zu einer besseren Versorgung mit Arzneimitteln beitragen.
22.01.2019, Bildnachweis: iStock/Kenishirotie

Die Einnahme von Tabletten im Liegen bringt ein Problem mit sich
Werden Tabletten im Liegen geschluckt, bleiben sie eventuell in der Speiseröhre stecken. Die Lösung: Damit das nicht passiert, muss der Patient bei der Einnahme aufrecht sitzen. In manchen Fällen soll die aufrechte Position für mindestens 30 Minuten beibehalten werden.
18.01.2019, Bildnachweis: istock /laflor

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