Die Beratung in der Apotheke vor Ort verhindert, dass mögliche Nebenwirkungen eines rezeptfreien Mittels Patienten schaden
29 000 Patienten pro Tag verlangen in deutschen Apotheken ein Mittel, das für sie nicht geeignet ist, hat eine Befragung der Bundesapotheker­­vereinigung ABDA ergeben. Ungeeignet heißt: Es passt nicht zu ärztlich  verordneten Medikamenten, oder das Mittel wirkt sich auf andere Grund­erkrankungen ungünstig aus. Die pharmazeutische Beratung in der Apotheke vor Ort verhindert, dass mögliche Nebenwirkungen eines rezeptfreien Mittels Patienten schaden.
22.05.2020, Bildnachweis: iStock/Alvarez

CRP-Schnelltest: Ärzte haben im Rahmen eines Modellprojekts deutlich weniger Antibiotika verordnet
Ärzte haben im Rahmen eines Modellprojekts deutlich weniger Antibiotika verordnet, wenn sie bei ihren Patienten einen Schnelltest auf das Eiweiß CRP durchführten. Bei bakteriellen Entzündungen – nur diese werden mit Antibiotika behandelt – steigt der CRP-Spiegel im Blut stärker an als bei viralen Infektionen, bei denen Antibiotika unwirksam sind. Regulär wird der Test bisher nur von vereinzelten Kassen erstattet.
08.05.2020, Bildnachweis: istock/Jupiterimages

Ein Vergleich zeigt: Nur in Österreich und Georgien müssen ­Apotheken so groß sein wie bei uns
So groß muss in Deutschland eine ­Apotheke sein. In Innenstadtlagen ­­bedeutet das oft großen finanziellen Aufwand. In einem aktuellen Vergleich der gesetzlichen Anforderungen für den Apotheken­betrieb der OECD zeigen sich innerhalb Europas große Unterschiede. Die Mindestgröße beträgt in Montenegro beispielsweise lediglich 50 m2. Nur in Österreich und Georgien müssen ­Apotheken so groß sein wie bei uns. Die Fläche nutzen Apotheken für einen guten Kundenservice. Es gibt die Möglichkeit zur Beratung in einem separaten Raum, und auch am Verkaufstisch ­halten andere Kunden Abstand.
02.05.2020, Bildnachweis: istock/SteveDebenport

Immer an Ihrer Seite: Die Apotheke vor Ort
Apotheker tragen wesentlich dazu bei, Krankheiten zu verhindern. Das verdeutlicht eine Studie der University of Birmingham in Großbritannien. Dort arbeiten Apotheker zum Teil in Arztpraxen. Sie überprüfen etwa, welche Medikamente die Patienten bekommen und ob sie diese regelmäßig einnehmen. Mit Erfolg: Bei den betreuten Studienteilnehmern sanken Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterinwerte — und damit ihr Risiko für weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch hierzulande profitieren Sie als Patient von pharmazeutischem Wissen. Am meisten in einer Stammapotheke: Dort hat der Apotheker alle Ihre Medikamente im Blick.
15.04.2020, Bildnachweis: iStock/alvarez

Forscher finden heraus: Polypille kann Versorgung verbessern
Wer ärmer ist, ist oft auch kränker. Menschen aus sozial schwächeren Schichten haben im Schnitt deutlich häufiger ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch fällt es vielen schwer, regelmäßig mehrere Medikamente einzunehmen. Eine Polypille kann die Versorgung verbessern, wie US-amerikanische Forscher im Fachblatt NEJM berichten. Das untersuchte Präparat enthielt drei Blutdruck- und einen Cholesterinsenker.
10.04.2020, Bildnachweis: istock/Samuel Micut

Seit seiner Markteinführung war der HIV-Selbsttest bereits stark gefragt
Im ersten Jahr seiner Markteinführung war der HIV-Selbsttest bereits stark gefragt. Seitdem er frei in Apotheken, Drogerien und im Internet erhältlich ist, haben 30 000 Menschen zu Hause den Gesundheits-Check auf das sexuell übertragbare Aids-Virus gemacht. Quelle: Deutsche Aidshilfe
02.04.2020, Bildnachweis: istock/alexskopje

Ein Medikationsplan erleichtert nicht nur die Therapie
Rund 15 Millionen Menschen in Deutschland nehmen dauerhaft drei oder mehr Medikamente ein, die ihnen der Arzt verordnet hat.  Diese Patienten haben Anspruch auf einen Medikationsplan,  der alle Arzneimittel und die Hinweise zur Einnahme ­erfasst. Das erleichtert nicht nur die Therapie, sondern es lässt sich auch leichter prüfen, ob sich alle Präparate mit­einander ­vertragen. Tipp: Auch Nahrungsergänzungsmittel können Arzneien in ihrer Wirkung beeinflussen. Lassen Sie daher alle Mittel im Plan listen, die Sie regelmäßig einnehmen!
25.03.2020, Bildnachweis: iStock/DanielaJovanovskaHristovska

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland verzeichnet einen Rückgang von verordneten Antibiotika
21 Prozent weniger Antibiotika verordneten niedergelassene Ärzte ihren Patienten im Jahr 2018 – verglichen mit dem Jahr 2010. Bei ­Kindern bis 14 Jahren war der Rückgang noch deutlicher, bei Neugeborenen und Säuglingen betrug er sogar 49 Prozent, berichtet das Zentralinstitut für die kassenärztliche ­Versorgung in Deutschland.
13.03.2020, Bildnachweis: istock /laflor

Es empfiehlt sich, in Ihrer Stammapotheke alle Arzneimittel erfassen lassen, die eingenommen werden
Egal ob Nebenwirkungen oder Qualitätsmängel – wann immer Arzneimittel-Hersteller feststellen, dass es mit ihren Produkten ein Problem gibt, verschicken sie in Absprache mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin­produkte einen Rote-Hand-Brief an Ärzte und Apotheker, sodass diese ihre Patienten informieren können. Die Arznei­sicherheit ­endet aber nicht mit der Abgabe der Packung. Die Apotheke vor Ort hilft, dass auch Patienten informiert werden können, die das Arzneimittel vor Wochen erhalten haben. Am besten funktioniert das Sicherheitssystem, wenn Sie in Ihrer Stammapotheke alle Arzneimittel erfassen lassen, die Sie einnehmen.
11.03.2020, Bildnachweis: iStock/MJ Prototype

Nebenwirkungen? Ihr Apotheker weiß Rat
Haben Sie auch schon einmal gezögert, ein Rezept abzu­geben? Laut Studien werden bis zu 28 Prozent der Ver­ordnungen nicht eingelöst. Was Patienten abhält, haben spanische Forscher untersucht. So seien Patienten oft nicht vom Nutzen des Mittels überzeugt oder ­verstünden dessen Wirkung nicht – Themen, die sich im Gespräch mit Arzt und Apotheker klären lassen. Scheuen Sie sich nicht, nachzuhaken!
02.03.2020, Bildnachweis: istock/kadmy

Im Jahr 2018 meldeten Apotheker mehr als 6500 Verdachtsfälle
Jede öffentliche Apotheke kontrolliert an jedem Werktag mindestens ein industriell hergestelltes Arzneimittel. Pro Jahr überprüfen die rund 19 000 Apotheken in Deutschland also mehr als fünf Millionen Proben auf mögliche Qualitätsmängel seitens der Hersteller und dokumentieren dies. Besteht ein begründeter Verdacht, informiert der Apotheker die dafür zuständige Behörde und die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker. Im Jahr 2018 wurden mehr als 6500 Verdachtsfälle gemeldet.
14.02.2020, Bildnachweis: iStock/Alvarez

Schlechter Mix: Grapefruit und Medikamente
Bei der Einnahme von Medikamenten sollte man mit dem Verzehr von Grapefruits und Pomelos vorsichtig sein. Die in den Früchten enthaltenen Flavonoide können die Wirkung und Nebenwirkung einiger Arzneien verstärken. Dazu gehören bestimmte Cholesterinsenker, einige Herzmedikamente, Blutdrucksenker, Gerinnungshemmer sowie Schlaf- und Beruhigungsmittel. Ihr Apotheker kann Sie dazu beraten.
24.01.2020, Bildnachweis: istock/Yasonya

Aescin aus der Rosskastanie hat eine gefäßabdichtende Wirkung
Extrakte der Rosskastanie, Blätter der Weinrebe oder Präparate aus dem ­­japanischen Schnurbaum: Bei Venenproblemen können pflanzliche Mittel eine gute Unterstützung sein. Eine Arbeitsgruppe vom Institut für pharmazeutische Chemie der Universität Frankfurt hat für das Verbrauchermagazin Ökotest die Wirksamkeit von 17 Tabletten, Kapseln und Dragees aus Apotheken und Drogerien getestet. Das Ergebnis: Elf Präparate erhielten die Note "sehr gut" oder "gut", darunter alle, die man exklusiv in der Apotheke erhält. Sechs Arzneien wurden mit "mangelhaft" oder "ungenügend" bewertet, häufig, weil keine oder keine ausreichenden Nachweise für die Wirksamkeit vorliegen, begründen die Wissenschaftler.
20.01.2020, Bildnachweis: iStockphoto/ValentynVolkov

Die richtige Aufbewahrung von Arzneisäften kann Einfluss auf deren Beschaffenheit haben
Das Problem: Der Saft ist ­zähflüssig. Die Lösung: Viele Saftpräparate müssen kühl gelagert werden – aber nicht alle. Wird ein Saft, der nicht in den Kühlschrank muss, dort aufbewahrt, kann sich die Beschaffenheit ändern: Er wird zähflüssig und lässt sich nicht mehr genau dosieren. Stellen Sie daher nur Arzneimittel in den Kühlschrank, deren Gebrauchs­information das vorschreibt – oder wenn Ihnen in der Apotheke dazu geraten wurde.
18.01.2020, Bildnachweis: iStock/BrianAJackson

Eine Umfrage zeigt: Kompetente Beratung in den Apotheken vor Ort
Die meisten Eltern sind sehr zufrieden mit ihrer Apotheke vor Ort – sowohl auf dem Land als auch in der Stadt. Das ergab eine Forsa-Umfrage unter 1000 Eltern im Auftrag der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Demnach benoteten 49 Prozent der Menschen mit Kindern ihre Apotheke mit "sehr gut", weitere 42 Prozent mit "gut". Im Durchschnitt ergibt sich damit die Schulnote 1,6.
13.01.2020, Bildnachweis: istock/SteveDebenport

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