Bei der Entsorgung von Medikamenten am besten Rücksprache mit der Apotheke vor Ort halten
Schlechte Milch kann man in die Spüle kippen, um sie zu entsorgen. Bei abgelaufenen flüssigen Medikamenten wie Säften, Tropfen und Tinkturen schadet das der Umwelt. Darauf macht der Bundesverband der Pharmazeutischen Indus­trie aufmerksam. Über Spüle oder Toilette gelangen Arzneistoffe ins Abwasser und in die Umwelt. Reste von Medikamenten daher nach Rücksprache mit der Apotheke zurückbringen oder über den Hausmüll entsorgen.
15.08.2019, Bildnachweis: iStock/Juanmonino

An die Empfehlung der Gebrauchsinformation halten
Das Problem: Abweichende Dosierungsangaben
Wird Ihr gewohntes Tropfenpräparat aufgrund von Rabattverträgen gegen ein Mittel eines anderen Herstellers getauscht, können in der Gebrauchsinformation andere Dosierungsangaben stehen.
Die Lösung: Halten Sie sich an die Empfehlung. Nur dann ist sichergestellt, dass die neue Tropfenzahl dieselbe Wirkstoffmenge liefert wie Ihr bisher gewohntes Mittel.
05.08.2019, Bildnachweis: iStockphoto/Alex Smith

Morgens schlapp: Vielleicht liegt es an Arzneimitteln
Manche Medikamente können Schlafstörungen begünstigen. Darauf macht die Apothekerkam­mer Niedersachsen aufmerksam. Häufig bereiten antriebssteigernde Antidepressiva, Appetithemmer oder fehldosierte Hormonpräparate Probleme. Bei Diabetes-Patienten können blutzuckersenkende Medikamente mitunter zu nächtlichen Unterzuckerungen führen, die den Schlaf beeinträchtigen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie betroffen sein könnten, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.
27.07.2019, Bildnachweis: iStock/kupico

Kompetente Beratung zu diesem Thema bekommen Sie in Ihrer Apotheke vor Ort
Wer pflanzliche Arzneimittel kaufen möchte, tut das am besten in der Apotheke. Dort unterliegen sie umfangreichen Sicherheitsmechanismen und müssen strenge Qualitätsanforderungen vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt erfüllen, so das Komitee Forschung Naturmedizin.
09.07.2019, Bildnachweis: iStockphoto/SednevaAnna

Ihre Apotheke informiert sie im konkreten Fall, ob eine Vordosierung möglich ist
Das Problem: Kann man Säfte vordosieren? Die Lösung: Zur besseren Versorgung Pflegebedürftiger können Säfte in Dosierspritzen morgens aufgezogen und von der Pflegeperson für den Tag bereitgelegt werden. Das geht aber nicht mit allen Wirkstoffen. Manche zer­setzen sich beim Kontakt mit Licht und Sauerstoff. Erkundigen Sie sich in der Apotheke, ob das Abfüllen in mehrere Dosierspritzen im konkreten Fall möglich ist.
12.07.2019, Bildnachweis: iStock/BrianAJackson

Kleine Luftblasen in der Tropfvorrichtung können dazu führen, dass Tropfflaschen nicht tropfen
Das Problem: Die Tropfflasche tropft nicht. Die Lösung: Manchmal streiken Tropfflaschen, weil sich in der Tropfvorrichtung kleine Luftblasen verfangen haben.Um diese zu beseitigen, können Sie zunächst leicht mit dem Finger gegen die Flasche tippen. Reicht das nicht aus, empfiehlt es sich, sie mehrmals vorsichtig auf einen harten Untergrund zu klopfen.
28.06.2019, Bildnachweis: iStock/Ellica_S

Die Reihenfolge der Einnahme hat Einfluss auf den Eintritt der Wirkung
Das Problem: Tabletten oder Saft zuerst einnehmen? Die Lösung: Gegen einen schmerzhaften bakteriellen Infekt hat Ihnen der Arzt Schmerztabletten und einen Antibiotikum-Saft verordnet. Nehmen Sie zuerst die Tablette mit einem Glas Wasser ein, nach etwa zehn Minuten dann den Saft. Anders­herum würde der Saft die Tablette im Magen festhalten, sodass die schmerzlindernde Wirkung ver­zögert eintritt.
18.06.2019, Bildnachweis: iStock/DanielaJovanovskaHristovska

Viele Medikamente wirken sich auf die Fahrtüchtigkeit aus
Viele Tabletten beeinflussen die Fahrtüchtigkeit. Das gilt auch für einige, die rezeptfrei erhältlich sind, etwa bestimmte Erkältungssäfte, Mittel gegen Allergien oder Schlafmittel. Auch manche Schmerzmittel können müde machen. Darauf weist der Landesapothekerverband Baden-Württemberg hin. Tipp: Bitte lesen Sie im Beipackzettel nach, ob das Medikament die Reaktionsfähigkeit einschränken kann,  oder fragen Sie Ihren Apotheker.
04.06.2019, Bildnachweis: istock/Juanmonino

Bei richtiger Anwendung kann sich die Creme gleichmäßig verteilen
Das Problem: Vaginalcreme richtig anwenden Die Lösung: Vaginalcremes und -gele werden mithilfe eines Applikators in die Scheide gebracht. Seine Form erinnert an eine Injektionsspritze. Der Applikator wird mit der Creme gefüllt, eingeführt und durch Druck auf den Kolben entleert. Wichtig ist, dass Sie ihn langsam herausziehen, während Sie auf den Kolben drücken. Nur so kann sich die Creme gleichmäßig verteilen.
15.05.2019, Bildnachweis: iStock/simarik

Die optimale Wirkung wird durch eine kleine Maßnahme bei der Einnahme erzielt
Das Problem: Das Herzspray wirkt nicht optimal. Die Lösung: Patienten mit Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße wird gegen akute Beschwerden oft ein Mundspray mit dem gefäßerweiternden Wirkstoff Glyceroltrinitrat verordnet. Dieser gelangt über die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf und so zum Herzen. Damit das optimal gelingt, sollten Patienten nach dem Sprühstoß unter die Zunge kurz die Luft anhalten. Der Wirkstoff kann so ausreichend lange im Mund verbleiben.
23.04.2019, Bildnachweis: iStock/Sasin Paraksa

Tees aus der Apotheke entsprechen hohen Qualitätsstandards
Tees gegen Schnupfen, Bauchweh, Nervosität: Ob sie gut wirken, hängt von der Qualität der Pflanzen ab. Und davon, wie der Tee zubereitet wird, sagt Dr. Hans-Peter Hubmann, erster Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbands. So entfalten Kräutertees die beste Wirkung, wenn sie fünf bis zehn Minuten ziehen. Grüner oder schwarzer Tee wirkt nach kurzer Ziehdauer anregender als nach längerer. Tipp: Fragen Sie Ihren Apotheker, wie Sie Tee zubereiten sollen. Übrigens schreibt das Arzneibuch hohe Qualitätsstandards für Tee aus der Apotheke vor.
19.04.2019, Bildnachweis: istock/skyneseher

Eine Tablette enthält nur Milligramm-Mengen an Milchzucker
Manche Menschen bekommen von Milchzucker (Laktose) Blähungen und Durchfall. Dazu sind aber in fast allen Fällen Gramm-Mengen an Laktose nötig. Die geringen Dosen in einer Tablette werden in der Regel auch bei Intoleranz vertragen. Verursachen selbst winzige Mengen Laktose Beschwerden, kann man die Umstellung auf ein wirkstoffgleiches Präparat oder die Herstellung von Kapseln erwägen.
05.04.2019, Bildnachweis: istock/Jupiterimages

Eine Studie zeigt: Apotheker können Senioren vor riskanten Medikamenten schützen
Apotheker können Senioren vor Medikamenten schützen, die für ältere Menschen als riskant gelten. Das ergab eine Studie der Universität Montreal in Quebec (Kanada). Dort gaben Apotheker Senioren ein Informationsblatt mit, wenn diese ein Rezept für ein entsprechendes Arzneimittel einlösten. Zudem teilten sie den behandelnden Ärzten ihre Bedenken mit. 43 Prozent der Patienten erhielten eine risikoärmere Medikation. Bei der herkömmlich beratenen Vergleichsgruppe waren es nur 12 Prozent.
04.04.2019, Bildnachweis: iStock/alvarez

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