Arzneimittelpreise auch im vergangenen Jahr gesunken
Die jüngsten Zahlen der Apothekenvereinigung ABDA zeigen, dass die Arzneimittelpreise auch im vergangenen Jahr gesunken sind. Der Preis liegt nur noch bei 82 Prozent des Vergleichsjahrs 2004. Im gleichen Zeitraum sind die Preise für andere Güter und Dienstleistungen um 24 Prozent gestiegen.
18.05.2022, Bildnachweis: istock/MladenZivkovic

Studien: Frei verkäufliche Präparate mit mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren sollen Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen
Frei verkäufliche Präparate mit mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, häufig als „Fischöl-Kapseln“ bezeichnet, sollen etwa Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen und das Gehirn leistungsfähig halten. Wissenschaftlich belegt sind solche Versprechen jedoch nicht. Eine Auswertung mehrerer Studien, veröffentlicht in der Zeitschrift Circulation, weist jetzt sogar darauf hin, dass diese Mittel das Risiko für Vorhofimmern erhöhen können. Und zwar, wenn man mehr als ein Gramm pro Tag davon einnimmt. Bei Diabetes ist die Gefahr, an einer Herzrhythmusstörung wie Vorhofimmern zu erkranken, ohnehin erhöht. Menschen mit Diabetes sollten daher mit ihrem Arzt sprechen, bevor sie auf eigene Faust zu Fischöl-Kapseln greifen.
14.05.2022, Bildnachweis: iStockphoto/FotoMaximum

Wirkstoff Diclofenac kann der Umwelt schaden
Diclofenac wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend und ist deshalb häufiger Bestandteil von Schmerzgelen. Allerdings kann der Wirkstoff der Umwelt schaden. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker empfiehlt daher, das Gel möglichst sparsam aufzutragen und die Hände vor dem Waschen erst mit einem Tuch abzuwischen, welches dann im Restmüll entsorgt wird. Das verhindert, dass große Mengen des Wirkstoffs ins Abwasser gelangen.
11.05.2022, Bildnachweis: iStockphoto/triocean

Die Apotheke vor Ort ist ein attraktiver Arbeitsplatz für Menschen mit ganz unterschiedlichem Schul­abschluss
Fast 90 Prozent der Apothekenleiter und ­-leiterinnen haben nicht vor, in den nächsten zwei bis drei Jahren Arbeits­kräfte zu entlassen. Und das, obwohl der Gewinn bei Apotheken seit Jahren leicht rückläufig ist. Grund: der hohe Qualitätsanspruch bei Service und Beratung, der viel Personal erfordert. Durch die Pandemie ist der Arbeits­aufwand, vor allem in der Bürokratie, noch größer geworden. Insbesondere in ländlichen Gegenden herrscht heute schon Personalmangel.
26.04.2022, Bildnachweis: istock/SteveDebenport

Auch für rezeptfreie Arzneimittel gibt es nichts Schnelleres als die Apotheke vor Ort
Fast 99 Prozent der verordneten Arzneimittel beziehen die gesetzlich Krankenversicherten über die Apotheke vor Ort. Diese deutliche Favorisierung hat ihre Gründe: individuelle Beratung, der Check auf Wechselwirkungen auch zwischen rezeptpflichtigen und rezeptfreien Medikamenten und die Tatsache, dass praktisch jede Patientin und jeder Patient die benötigten Arzneien noch am selben Tag in Händen hält.
14.04.2022, Bildnachweis: iStockphoto/alvarez

Nur die Apotheke vor Ort erfasst vollständig und übersichtlich alle Medikamente, die Sie einnehmen
88 Prozent der Patientinnen und Patienten, die drei oder mehr Arzneimittel verordnet bekommen, haben eine Stammapotheke, sagt eine aktuelle Umfrage der Apothekervereinigung ABDA. Eine kluge Entscheidung: Denn wenn die Profis in der Apotheke den Überblick behalten, sinkt das Risiko von Doppelverordnungen oder Wechselwirkungen. Die Apotheke als Kontrollinstanz ist auch deshalb wichtig, weil mehr als die Hälfte der Befragten mehr als einen Arzt aufsucht.
23.03.2022, Bildnachweis: istock/E+/Cecilie Arcurs

So wirkt’s: mit Beratung in der Apotheke
Die Anwendung eines Inhalationspräparats will gelernt sein – gut, wenn man sich daran gewöhnt hat! Doch weil die gesetzlichen Kassen Rabatte mit wechselnden Herstellern verhandeln, kann es sein, dass die Patienten auf einmal ein anderes Mittel erhalten. In solchen Fällen kann die Apotheke unter Umständen „pharmazeutische Bedenken“ anmelden – und dem Kunden sein gewohntes Präparat mitgeben. Das passiert immer häufiger: Von 2016 bis 2020 stieg die Zahl solcher Fälle um rund 46 Prozent, so Zahlen des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts. Auch wenn der Präparatewechsel andere Arzneien betrifft, können Apotheken oft helfen.
16.03.2022, Bildnachweis: istock/E+/Freemixer

Leichte Verbesserung der Stimmung bei Apotheken laut Umfrage
Apothekenschließungen, stagnierende Umsätze bei größerem Personal- und Verwaltungsaufwand: Viele Apothekerinnen und Apotheker blickten in den vergangenen Jahren mit Sorgen in die Zukunft. Nach der jüngsten Umfrage der Standesvereinigung ABDA hat sich die Stimmung leicht verbessert. Auch steigt die Bereitschaft wieder, in die Apotheke vor Ort zu investieren und Personal einzustellen. Für die Gemeinden ist das ebenfalls eine gute Nachricht: Apotheken führen insgesamt pro Jahr etwa 400 Millionen Gewerbesteuer ab.
14.03.2022, Bildnachweis: istock/E+/Cecilie Arcurs

Zahl der in deutschen Apotheken abgegebenen Antibiotika-Packungen rückläufig
Resistente Bakterien sind ein Problem. Viele Antibiotika verlieren ihre Wirksamkeit. Ein Grund: zu häufiger und falscher Einsatz von Antibiotika bei Virusinfekten, wogegen diese nicht wirksam sind. Das scheint sich zu ändern. Seit 2013 ist die Zahl der in Apotheken abgegebenen Antibiotika um fast die Hälfte zurückgegangen, berichtet die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Teils liege das am Hygieneschutz in der Coronapandemie – Menschen sind besser vor Infekten geschützt. Aber auch die Ärzte verordneten nicht mehr so schnell Antibiotika, so Dr. Ursula Sellerberg von der ABDA.
25.02.2022, Bildnachweis: istock/ MJ_Prototype

Bei vielen Arzneimittel ist intensivere Beratung zur richtigen Anwendung nötig
Tabletten schluckt man mit einem großen Glas Wasser, das wissen die meisten Apothekenkundinnen und -kunden. Bei mehr als einem Viertel der Arzneimittel, die 2020 in der Apotheke abgegeben wurden, ist aber intensivere Beratung zur richtigen Anwendung nötig, etwa bei Dosieraerosolen zur Inhalation oder bei Spritzen zur Selbstinjektion. Im Jahr 2020 gaben deutsche Apotheken bei 181 Mio. Arzneimitteln detaillierte Informationen. Nur im persönlichen Gespräch lässt sich sicherstellen, dass diese Beratung auch verstanden wird.
14.02.2022, Bildnachweis: iStockphoto/MJ_Prototype

Ausgezeichnete Qualität der Gesundheitsversorgung bundesweit durch Apotheken vor Ort
Die Qualität der Gesundheitsversorgung durch Apotheken vor Ort wird bundesweit von 83 Prozent aller Erwachsenen mit „gut“, „sehr gut“ oder sogar „ausgezeichnet“ bewertet, so eine repräsentative Umfrage des Marktforschers YouGov unter mehr als 2000 Erwachsenen. Die Leistungen der Apotheken vor Ort bewerteten 11 Prozent mit „ausgezeichnet“, 34 Prozent mit „sehr gut“ und 38 Prozent mit „gut“. In der Pandemie haben die Apotheken vor Ort gut funktioniert und sich als Vorbild für die Patientenversorgung erwiesen.
21.01.2022, Bildnachweis: iStockphoto/x-reflexnaja

 

 

Alltägliche Beratung in der Apotheke vor Ort erhöht Arzneimittelsicherheit
Rezept einlösen, Medikament mit nach Hause nehmen und einnehmen. In 98 Prozent der Fälle würde das zu Problemen führen, ergab eine Beobachtungsstudie der Universität Bonn. Schon die alltägliche Beratung in der Apotheke vor Ort erhöht die Arzneimittelsicherheit damit deutlich. Auch wenn nicht jede Patientin und jeder Patient ein Rezept einlöst, kann man doch davon ausgehen, dass täglich Millionen kleiner und großer Arzneiprobleme in den Apotheken vor Ort gelöst werden.
18.01.2022, Bildnachweis: istock/E+/Cecilie Arcurs

 

 

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