Fast 50 Prozent mehr Botendienste als im Jahr zuvor
Fast 50 Prozent mehr Botendienste als im Jahr zuvor leisteten die öffentlichen Apotheken im Pandemiejahr 2020 – mehr als 200 000 pro Tag. Neun von zehn Apotheken lieferten mindestens einmal pro Tag Medikamente aus und übertrafen damit die Versandapotheken in doppelter Hinsicht: Zum einen wird innerhalb von Stunden und nicht von Tagen geliefert. Zum anderen erfolgt die Lieferung durch kompetentes Personal, oder pharmazeutische Fachleute sind per Tablet und Videochat zugeschaltet.
19.11.2021, Bildnachweis: istock/E+/Alexander Ford

Das hat keine Versandapotheke im Angebot: individuelle Herstellung einer Arznei
Das hat keine Versandapotheke im Angebot: die individuelle Herstellung einer Arznei für nur eine Kundin oder einen Kunden. 12,7 Millionen solcher Individualrezepturen haben öffentliche Apotheken in Deutschland im Jahr 2020 hergestellt. Das ist etwas weniger als im Jahr zuvor, zugenommen hat aber der Anteil der Rezepturen mit hohem Arbeitsaufwand: etwa Lösungen zur Injektion oder Zubereitungen von Zytostatika, also speziellen Krebsmedikamenten.
27.10.2021, Bildnachweis: iStock/Alvarez

83 verschiedene Wirkstoffe stehen auf der „Priscus-Liste“
83 verschiedene Wirkstoffe stehen auf der "Priscus-Liste". Dort werden Arzneien aufgeführt, die für Menschen ab 65 Jahren ungeeignet oder gefährlich sein können, etwa weil sie nicht gut vertragen werden oder in Kombination mit anderen Medikamenten ungünstige Wirkungen haben können. Problematische Arzneien werden dadurch offenbar tatsächlich seltener verschrieben: Erhielten im Jahr 2009 noch 25 Prozent der Älteren mindestens eine Verordnung eines darauf gelisteten Wirkstoffs, waren es 2019 nur noch 16 Prozent. Tipp: Viele Apotheken vor Ort bieten Medikationsanalysen an. Diese sind für Patientinnen und Patienten sinnvoll, die unter-schiedliche Medikamente einnehmen.
08.10.2021, Bildnachweis: istock/E+/Alexander Ford

Fortbildung ist für Apothekerinnen und Apotheker enorm wichtig
Fortbildung ist für Apothekerinnen und Apotheker enorm wichtig, schließlich ändert sich das medizinische Wissen ständig. Auch im Pandemiejahr 2020 blieben Pharmazeutinnen und Pharmazeuten am Ball, wie eine aktuelle Auswertung der Bundesapothekervereinigung ABDA zeigt. Weil Präsenzveranstaltungen nicht gut möglich waren, erhöhte sich das Onlineangebot um 140 Prozent. Die Zahl der Teilnehmenden verdoppelte sich im vergangenen Jahr. In der Summe führte das dazu, dass die Fortbildungsaktivitäten auf dem hohen Niveau der Vorjahre gehalten wurden.
29.09.2021, Bildnachweis: istock/ Metamorworks

Voriges Jahr: bundesweit erstes Modellprojekt zur Grippeschutzimpfung in der Apotheke
Im vergangenen Jahr hat der Apothekerverband Nordrhein (AVNR) das bundesweit erste Modellprojekt zur Grippeschutzimpfung in der Apotheke gestartet. Damit seien vor allem Menschen erfolgreich erreicht worden, die selten zum Arzt gehen und sich sonst eher nicht hätten impfen  lassen, so der AVNR. Nun wird das Projekt ausgeweitet: Neben Apotheken aus den Regionen Düsseldorf und Umgebung, Essen, Bonn-Rhein-Sieg und Duisburg/rechte Niederrhein nehmen nun auch solche aus Aachen, dem Bergischen Land, Köln und vom linken Niederrhein teil – außerdem aus Baden-Württemberg, Niedersachsen, aus dem Saarland, aus Bayern, aus  Rheinland-Pfalz und aus Schleswig-Holstein. Fragen Sie gezielt danach.
28.09.2021, Bildnachweis: iStock/fstopp123

Gesetzliche Krankenkassen: Knapp fünf Milliarden Euro im Jahr 2020 durch Rabattverträge eingespart
Knapp fünf Milliarden Euro haben die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2020 durch Rabattverträge eingespart, etwa genauso viel wie 2019. So lautet die Bilanz des Deutschen Apothekerverbandes auf Basis der Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums. Bei Rabattverträgen erhalten alle Versicherten Arzneimittel mit einem bestimmten Wirkstoff nur von einem Hersteller. Die Umsetzung dieser Vorschrift ist mit viel Aufwand verbunden und wäre ohne das logistische Know-how von Apotheken und Großhändlern nicht umsetzbar.
26.08.2021, Bildnachweis: istock/Christian Horz

Forschung zeigt: Menschen mit chronischen Erkrankungen haben besonders oft Kontakt zu Apothekerinnen und Apothekern
Menschen mit chronischen Erkrankungen haben besonders oft Kontakt zu Apothekerinnen und Apothekern. Von deren Beratung würden sie messbar profitieren, wie eine Übersichtsarbeit zeigt. US-Forscherinnen und -Forscher haben dazu Studien aus aller Welt ausgewertet. Diese zeigen unter anderem, dass Beratung in der Apotheke vor Ort bei Diabetespatientinnen und -patienten den Langzeitblutzuckerwert verbessert oder dass Menschen mit Herzschwäche seltener in die Klinik müssen. Nicht  zuletzt stieg die Motivation, eine empfohlene Therapie auch durchzuziehen
23.08.2021, Bildnachweis: iStock/x-reflexnaja

Corona-Pandemie: viele Neuregelungen für das Apothekenwesen europaweit
30 Neuregelungen für das Apothekenwesen gab es europaweit , um die Herausforderungen der Krise zu bewältigen: Apothekerinnen und Apotheker halfen, Verdachtsfälle zu registrieren, boten Lieferservices an, um das Infektionsrisiko zu verringern, berieten Patientinnen und Patienten verstärkt am Telefon oder per Video-Telefonat. Dies zeigt eine Erhebung des Institute for Evidence-Based Health an der Universität Lissabon.
07.08.2021, Bildnachweis: iStock/Taechit-Taechamanodom

Arzneimittelverpackungen können fortan einfacher geöffnet werden
Seit den 80er-Jahren mussten bestimmte Wirkstoffe kindersicher verpackt sein. Das reduzierte nicht unbedingt die Zahl von Vergiftungsfällen durch Arzneimittel. Wohl aber bereitete es vielen Älteren Probleme dabei, Arzneimittel zu entnehmen. Die Pflicht zur Kindersicherung entfällt. Stattdessen muss nun der Hinweis, Arzneimittel außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren, größer und deutlicher aufgedruckt werden.
20.07.2021, Bildnachweis: istock/MJ_Prototype

Preise für Arzneimittel sinken zwischen 2004 und 2019 um 16 Prozent
Während die Preise für Konsumgüter zwischen 2004 und 2019 um 24 Prozent tiegen, sanken die Preise für Arzneimittel im gleichen Zeitraum um 16 Prozent. Einer der Gründe sind Festbeträge, die von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden. Hersteller senken die Preise von wirkstoffgleichen Präparaten, wenn sie über dem Festbetrag liegen.
07.07.2021, Bildnachweis: iStock/MJ Prototype

Fast 161 000 Menschen sind aktuell in deutschen Apotheken beschäftigt
Fast 161 000 Menschen sind aktuell in deutschen Apotheken beschäftigt – zu 89 Prozent sind sie weiblich. Gleichzeitig ist die Anzahl der Apotheken seit 2017 von 19 748 auf rund 18 753 gesunken. Die Beratung zur Gesundheit ist zeit- und personalaufwendig.
Deshalb reagieren Apotheken auf sinkende Umsätze nicht wie andere Branchen mit Personalabbau.
Das Personal in Apotheken vor Ort bietet eine Bandbreite an Leistungen an, wie es eine Versandapotheke nicht kann: etwa Botendienste am selben Tag.
29.06.2021, Bildnachweis: iStock/x-reflexnaja

Apothekenwirtschaftsdaten zeigen: Apothekenvergütung ist kein Kostentreiber
Apothekenvergütung ist kein Kostentreiber: Dass die Apothekenleistungen keineswegs für den Kostenanstieg im Gesundheitswesen verantwortlich sind, zeigen die aktuellen Apothekenwirtschaftsdaten: So bekommen die Apotheken heute für die Abgabe einer auf Rezept verordneten Arzneimittelpackungetwa 15 Prozent mehr als im Jahr 2004. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum stiegen die Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen um rund 74 Prozent.
26.06.2021, Bildnachweis: istock/Christian Horz

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