Arzneimittelverpackungen können fortan einfacher geöffnet werden
Seit den 80er-Jahren mussten bestimmte Wirkstoffe kindersicher verpackt sein. Das reduzierte nicht unbedingt die Zahl von Vergiftungsfällen durch Arzneimittel. Wohl aber bereitete es vielen Älteren Probleme dabei, Arzneimittel zu entnehmen. Die Pflicht zur Kindersicherung entfällt. Stattdessen muss nun der Hinweis, Arzneimittel außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren, größer und deutlicher aufgedruckt werden.
20.07.2021, Bildnachweis: istock/MJ_Prototype

Preise für Arzneimittel sinken zwischen 2004 und 2019 um 16 Prozent
Während die Preise für Konsumgüter zwischen 2004 und 2019 um 24 Prozent tiegen, sanken die Preise für Arzneimittel im gleichen Zeitraum um 16 Prozent. Einer der Gründe sind Festbeträge, die von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden. Hersteller senken die Preise von wirkstoffgleichen Präparaten, wenn sie über dem Festbetrag liegen.
07.07.2021, Bildnachweis: iStock/MJ Prototype

Fast 161 000 Menschen sind aktuell in deutschen Apotheken beschäftigt
Fast 161 000 Menschen sind aktuell in deutschen Apotheken beschäftigt – zu 89 Prozent sind sie weiblich. Gleichzeitig ist die Anzahl der Apotheken seit 2017 von 19 748 auf rund 18 753 gesunken. Die Beratung zur Gesundheit ist zeit- und personalaufwendig.
Deshalb reagieren Apotheken auf sinkende Umsätze nicht wie andere Branchen mit Personalabbau.
Das Personal in Apotheken vor Ort bietet eine Bandbreite an Leistungen an, wie es eine Versandapotheke nicht kann: etwa Botendienste am selben Tag.
29.06.2021, Bildnachweis: iStock/x-reflexnaja

Apothekenwirtschaftsdaten zeigen: Apothekenvergütung ist kein Kostentreiber
Apothekenvergütung ist kein Kostentreiber: Dass die Apothekenleistungen keineswegs für den Kostenanstieg im Gesundheitswesen verantwortlich sind, zeigen die aktuellen Apothekenwirtschaftsdaten: So bekommen die Apotheken heute für die Abgabe einer auf Rezept verordneten Arzneimittelpackungetwa 15 Prozent mehr als im Jahr 2004. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum stiegen die Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen um rund 74 Prozent.
26.06.2021, Bildnachweis: istock/Christian Horz

Umfrage zeigt: Angesichts Covid-19 fühlen sich die Menschen beim Einkauf in der Apotheke am sichersten
Angesichts der Bedrohung durch Covid-19 fühlen sich die Menschen beim Einkauf in der Apotheke am sichersten. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar. Demnach ist die Apotheke vor Ort für die Befragten auch jenes Geschäft, das am dringendsten während eines Lockdowns geöffnet bleiben sollte.
Viele Apotheken bieten einen Vorbestellservice. Damit geht die Abholung schneller, und das benötigte Medikament ist sicher vorrätig.
01.05.2021, Bildnachweis: istock/Solstock

Eine Umfrage zeigt: Gute Bewertungen für die Apotheke vor Ort
Neun von zehn Apothekenkunden (87 Prozent) bewerten ihre Apotheke vor Ort mit "sehr gut" oder "gut". Das ergab eine Umfrage im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Als Grund für ihre Apothekenbesuche nannten 82 Prozent der Befragten das Einlösen eines Rezepts und 68 Prozent den Kauf eines Medikaments. Sechs Prozent fragten gezielt nach Informationen zu Corona.
24.04.2021, Bildnachweis: iStock/x-reflexnaja

Beratung und persönlicher Kontakt für Apotheken­­mitarbeiterinnen und -mitarbeiter größte Quelle für Motivation und Freude an der Arbeit
Beratung und der persönliche Kontakt zu Patienten sind für Apotheken­­mitarbeiterinnen und -mitarbeiter die größte Quelle für Motivation und Freude an der Arbeit. Das geht aus dem Apothekenklima-Index 2020 der Apothekervereinigung ABDA hervor. Dazu wurden 500 Apothekeninhaberinnen und -inhaber in ganz Deutschland befragt. Knapp 80 Prozentvon ihnen machten diese Angabe. Trauen Sie sich zu fragen, wenn bei Ihren Medikamenten etwas unklar ist. Die Umfrage zeigt: Sie machen damit jemandem eine Freude.
21.04.2021, Bildnachweis: istock/Solstock

Eine Auswertung zeigt, dass man nie zu alt ist für Cholesterinsenker
Menschen über 75 Jahre profitieren davon, wenn sie ihren LDL-Cholesterinspiegel mit Statinen oder anderen Medikamenten senken – mindestens genauso wie Jüngere. Das zeigt eine Auswertung im Fachmagazin The Lancet an rund 21 500 Menschen über 75. Je weiter der Wert des LDL-Cholesterins zurückgehe, umso stärker verringere sich das Risiko für Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Bislang war die Datenlage für eine solche Empfehlung zu dünn gewesen.
07.04.2021, Bildnachweis: istock/Fahroni

Sprachliche Vielfalt ist ein Vorteil für Apothekenkunden, für die Deutsch nicht Muttersprache ist
1060 ausländische Apothekerinnen und Apotheker absolvierten 2019 die Fachsprachenprüfung. Sie ist Voraussetzung dafür, in einer deutschen Apotheke arbeiten zu dürfen. Dass die Prüfung nicht einfach ist, zeigen die Durchfallquoten: Nur knapp jeder dritte Bewerber besteht den Test auf Anhieb. Diese Vielfalt ist ein Vorteil für Apothekenkunden, für die Deutsch nicht Muttersprache ist. In vielen Apotheken arbeiten Apotheker und PTAs, die in einer anderen Sprache beraten können.
Info: Viele Apotheken bilden auch Flüchtlinge aus. Bei Azubis verbessern sich die Sprach­kenntnisse manchmal erst im Laufe der Ausbildung.
27.03.2021, Bildnachweis: istock/SteveDebenport

Ganz besonders im vergangenen Jahr sind Apotheken zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden
Ganz besonders im vergangenen Jahr sind Apotheken zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden. Das zeigt der Gesundheitsmonitor des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller. Demnach hat während der Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr 2020 mindestens jeder Zweite eine Apotheke aufgesucht, um Medikamente zu besorgen oder sich beraten zu lassen. Die Kunden hatten den Eindruck, dass man sich dort für ihre Anliegen ausreichend Zeit genommen hat.
22.03.2021, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

Eine Studie zeigt: Patienten mit chronischer Herzschwäche nehmen ihre Medikamente gewissenhafter ein, wenn sie durch eine Apotheke vor Ort betreut werden
Patienten mit chronischer Herzschwäche nehmen ihre Medikamente gewissenhafter ein, haben in der Folge weniger Komplikationen und müssen seltener ins Krankenhaus, wenn sie durch eine Apotheke vor Ort betreut werden. Für eine Studie mit diesem Ergebnis hat Professor Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker, einen Preis der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie erhalten. Komplikationen bei Herzschwäche sind die häufigste Ursache für Einweisungen ins Krankenhaus.
Lassen Sie alle Medikamente in einem Medikationsplan erfassen, auch pflanzliche Präparate, Nahrungsergänzungsmittel und rezeptfreie Arzneimittel.
17.03.2021, Bildnachweis: iStock/alvarez

43 Prozent weniger Antibiotika als im Vorjahr wurden im Frühjahr 2020 verschrieben – bezogen auf die Behandlung leichter Atemwegsinfekte
So wenige Antibiotika wie seit 20 Jahren nicht mehr wurden im Frühjahr 2020 zur Behandlung leichter Atemwegserkrankungen verschrieben. Das hat eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) ergeben. Analysiert wurden die Daten von mehr als fünf Millionen TK-Versicherten. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der verordneten Antibiotika-Tagesdosen im April und Mai 2020 um 43 Prozent zurück. "Ein Teil des starken Rückgangs könnte daher kommen, dass in dieser Zeit weniger Menschen mit leichten Beschwerden zum Arzt gegangen sind", sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. Auch die Schutzmaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie hätten dazu beigetragen, dass sich andere Infektionskrankheiten weniger verbreiten konnten. Baas begrüßt diese Entwicklung, weil sie drohender Antibiotikaresistenz entgegenwirken könne.
16.03.2021, Bildnachweis: istock /laflor

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