Auch wenn Sie Ihr Präparat gut kennen: Nutzen Sie das Beratungsangebot
Zäpfchen, Asthmasprays oder Insulinpens: Beratung in der Apotheke vor Ort stellt sicher, dass Patienten ihre Arznei richtig anwenden. Fast jede dritte Packung, die in der Apotheke abgegeben wird, hat Erklärungsbedarf. Dass Apotheken beraten, ist wichtig, weil Anwendungsfehler im schlimmsten Fall der Gesundheit schaden. Auch wenn Sie Ihr Präparat gut kennen: Nutzen Sie das Beratungsangebot. Studien zeigen, dass sich bei der Dauerbehandlung oft Fehler einschleichen.
12.01.2021, Bildnachweis: iStock/Alvarez

Hoch im Kurs: persönliche Beratung in der Apotheke vor Ort
Die persönliche Beratung in der Apotheke steht nach wie vor hoch im Kurs. Das geht aus dem "Stada Health Report 2020" hervor. Insgesamt 24 000 Menschen aus zwölf europäischen Ländern wurden zu ihrem Kaufverhalten befragt. Die Studie ergab, dass nur sieben Prozent der Befragten während der Pandemie angefangen haben, ihre Medikamente online zu bestellen.
04.01.2021, Bildnachweis: istock/kadmy

Preise für ­Arznei­mittel sinken um 16 Prozent zwischen 2004 und 2019
Während die Preise für Konsumgüter zwischen 2004 und 2019 um 24 Prozent stiegen, sanken die Preise für ­Arznei­mittel im gleichen Zeitraum um 16 Prozent. Einer der Gründe sind ­Festbeträge, die von der ­gesetzlichen Krankenversicherung ­erstattet werden. Weil teure Medikamente für Patienten Aufzahlungen bedeuten können, senken Hersteller wirkstoffgleicher ­­Präparate, sogenannter Generika, ihre Preise, wenn sie über dem Fest­betrag liegen. Sehr preisgünstige Generika gibt es für Versicherte einiger Krankenkassen ohne Zuzahlung. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung danach!
30.12.2020, Bildnachweis: istock/tashechka

Zwischen Mai und Ende Juli 2020 lieferten deutsche Apotheken 7,8 Millionen Mal Medikamente per Botendienst
Zwischen Mai und Ende Juli 2020 lieferten deutsche Apotheken 7,8 Millionen Mal Medikamente per Botendienst zum Kunden nach Hause. Das zeigt eine ­­Auswertung des Marktforschungsunternehmens IQVIA. Um Apothekenpersonal und -kunden vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, durften Apotheken diese Dienstleistung zeitweise abrechnen. 52 Prozent der Lieferungen entfielen auf Menschen über 70 Jahre. Fast 80 Prozent der Botengänge gingen zurück auf Rezepte von Hausärzten.
28.12.2020, Bildnachweis: istock/Solstock

Aktuelle Apothekenwirtschaftsdaten zeigen: Apothekenvergütung ist kein Kostentreiber
Dass die Apothekenleistungen keineswegs für den Kostenanstieg im Gesundheitswesen verantwortlich sind, zeigen die aktuellen Apothekenwirtschaftsdaten: So bekommen die Apotheken heute für die Abgabe einer auf Rezept verordneten Arzneimittelpackung etwa 15 Prozent mehr als im Jahr 2004. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum stiegen die Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen um rund 74 Prozent.
15.12.2020, Bildnachweis: iStock/alvarez

25 Jahre Forschungsarbeit haben nun einen erfolgreichen Abschluss gefunden
25 Jahre Forschungsarbeit haben nun einen erfolgreichen Abschluss gefunden. In der EU kommt ein Wirkstoff zur Behandlung von chronischer Hepatitis D auf den Markt. Das Virus bedroht vor allem Menschen mit chronischer Hepatitis B. Rund 25 Millionen Personen weltweit sind von Hepatitis D betroffen. Bisher gab es für sie kein zugelassenes Medikament. Einzige Überlebenschance für viele Patienten war eine Lebertransplantation.
02.12.2020, Bildnachweis: istock/skynesher

Erst mal in die Apotheke: Pharmazeuten sind oft die ­ers­­ten Ansprechpartner bei Erkrankungen
Erst mal in die Apotheke: Pharmazeuten sind oft die ­ers­­ten Ansprechpartner bei Erkrankungen — besonders wenn es um chronische Leiden wie Diabetes geht. Forscher aus den USA wollten wissen, wie sich die Beratung durch Apotheker auf den Krankheitsverlauf von Patien­ten auswirkt, und durchforsteten dafür Überblicks­studien. Resultat: Wenn Apotheker in die Betreuung eingebunden sind, hatten die Patien­ten etwa bessere Blutzucker- und Blutfettwerte, mussten seltener ins Krankenhaus und nahmen ihre Tabletten regelmäßiger ein.
20.11.2020, Bildnachweis: istock/SteveDebenport

Seit 2015 erhält man die „Pille danach“ auch ohne Rezept in der Apotheke
Seit 2015 kann man die "Pille danach" auch ohne Rezept in der Apotheke bekommen. Damals wurden etwa 662 000 Packungen abgegeben. 2019 waren es rund 877 000, davon 57 000 ärztlich verordnet. Eine Online-Umfrage der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker ergab, dass 30 Prozent der Notfall-Verhütungsmittel im Nacht- und Notdienst ­abgegeben werden. Im Zweifelsfall verweisen die Apotheker die Frauen zusätzlich an einen Gynäkologen.
31.10.2020, Bildnachweis: iStockphoto/srugina

Nutzen Sie die Sicherheit der Apotheke vor Ort!
6,2 Millionen Arzneimittelpackungen werden jeden Tag in deutschen Apo­theken gescannt, um mithilfe des ­securPharm-Sicherheitscodes die Echtheit zu garantieren und praktisch ­auszuschließen, dass Patienten Arzneimittel-Fälschungen erhalten. Der Scan ist zwar sekundenschnell erledigt, aber manchmal schwächelt die Datenleitung, mit der das Apothekenpersonal den ­Abgleich vornimmt. Daher kann es zu Verzögerungen kommen, die etwas ­Geduld erfordern. Doch diese Überprüfung dient Ihrer Sicherheit.
Wer im Internet verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept bezieht, erhält häufig gefälschte Ware. Nutzen Sie die Sicherheit der Apotheke vor Ort!
27.10.2020, Bildnachweis: istock/SKDAWUT14

Spezialisierte Apotheken können einen belastenden Klinikaufenthalt ersparen
6,6 Millionen Packungen Arznei­mittel zur Verhinderung einer Organ­­abstoßung oder zur Krebstherapie gaben ­öffentliche Apotheken 2018 an ihre Kunden ab. Diese Präparate werden in den Apotheken-­Laboren sehr aufwendig hergestellt. Das erspart ­vielen Patienten einen belastenden Krankenhausaufenthalt.
12.10.2020, Bildnachweis: iStock/MJ Prototype

Forschung zeigt: Werden Patienten engmaschig in der Apotheke beraten, kann es den Verlauf von chronischen Erkrankungen günstig beeinflussen
Ob COPD, Herzschwäche oder Diabetes: Werden Patienten engmaschig in der Apotheke beraten, kann dies den Verlauf von chronischen Erkrankungen günstig beeinflussen, stellen US-Forscher in einer Studienübersicht fest. So wiesen Herzkranke einen niedrigeren Blutdruck auf, Patienten mit Diabetes hatten bessere Langzeitwerte.
03.10.2020, Bildnachweis: istock/kadmy

In der Corona-Zeit ist der Botendienst der Apotheken noch wichtiger geworden
In der Stadt ist fast jeder dritte Apotheken-Botengang länger als zehn Kilometer – auf dem Land gilt das sogar für rund 80 Prozent der Einsätze. In der Corona-Zeit ist der Service noch wichtiger geworden: Zwischen Januar und März 2020 stieg die Zahl der Botengänge um rund 50 Prozent, teilt der Apothekendachverband ABDA mit.
02.10.2020, Bildnachweis: iStock/Alvarez

Die Einnahme von Medikamenten ohne medizinische Notwendigkeit erhöht langfristig das Risiko von Komplikationen
Einer von sechs Deutschen nimmt Medikamente ohne medizinische Notwendigkeit, etwa Antidepressiva, um die Stimmung zu verbessern oder leistungsfähiger zu sein. Das ergab eine Umfrage der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Für ein Viertel der Bevölkerung käme es zumindest infrage, Arzneimittel für mehr Leistung oder bessere Stimmung zweckzuentfremden. Abgesehen davon, dass das Gefühlsdoping mit Arzneien nicht gut funktioniert, steigt langfristig das Risiko für Komplikationen, etwa für Stürze.
19.09.2020, Bildnachweis: istock/kadmy

Durch rezeptfreie Medikamente, die der Patient selbst bezahlt, werden die Krankenkassen entlastet
… spart die Allgemeinheit pro Jahr, weil sich Menschen bei leichten Gesundheits­problemen mit rezeptfreien Medikamenten selbst helfen. Das reduziert nicht nur Krankheitstage und Folgekosten, wie die Bundesvereinigung der Apothekerverbände ABDA berechnete. Werden beispielsweise Säureblocker gegen ­Sodbrennen oder Migränemittel von Patienten selbst bezahlt, entlastet das auch die Krankenkassen.
08.09.2020, Bildnachweis: istock/SteveDebenport

Notdienst eine Serviceleistung, um die Arzneiversorgung rund um die Uhr sicherzustellen
20 000 Patienten haben im Jahr 2019 durchschnittlich pro Nacht den Apotheken-Notdienst in Anspruch genommen. Bei 1300 geöffneten Apotheken sind das 15 Patienten pro Apotheke und Nacht. Damit ist der Notdienst kein Zusatzeinkommen für die Apotheken, sondern eine Serviceleistung, die hilft, die Arzneiversorgung rund um die Uhr sicherzustellen. Tipp: Wenn der ärztliche Notdienst ein Rezept zur Nachtzeit ausstellt, muss der Vermerk "noctu" angekreuzt sein, damit die Krankenkasse die Notdienstgebühr übernimmt.
01.09.2020, Bildnachweis: iStock/alvarez

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG