Je aufrechter die Haltung von Frauen wäh­rend der Wehen ist, desto selbstbestimmter empfinden sie die Geburt
Das hat eine Studie der Universitätsmedizin Halle mit 3815 Teil­nehmerinnen ergeben. An der Erhebung mit dem Titel „Be up: Geburt aktiv“ nahmen von 2018 bis 2021 insgesamt 22 Kliniken teil. „Be up“ heißt soviel wie „Sei aufrecht“. Diese Geburtsposition förderten die Kliniken etwa mit einem speziell eingerichteten Gebärraum: Hier standen den Frauen eine Bodenmatratze, Schaumstoffwürfel und ein Gebärhocker zur Verfügung. Ergebnis: Unabhängig davon, ob die Frauen den speziellen oder einen her­kömmlichen Gebärraum nutzten, empfanden sie die Geburt umso selbstbestimmter, je auf­ rechter ihre Position war. Und: 89 Prozent der Frauen bekamen ihr Baby ohne Kaiserschnitt. Sonst sind es 70 Prozent.
Datum der Veröffentlichung: 04.11.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
Bildnachweis: iStockphoto/Srisakorn

Neu: Antrag auf Kindergeld online ausfüllen und beantragen
Hurra, das Baby ist da! Und jetzt: jede Menge Papierkram? Zumindest den Antrag auf Kindergeld können Eltern online ausfüllen und beantragen. Und zwar mit dem ELSTER-Zertifikat. Über den digitalen Service der Bundesagentur für Arbeit kann der Antrag somit vollständig digital gestellt werden. Das ELSTER-Zertifikat ersetzt hier – wie auch bei der Steuererklärung – die Unterschrift, somit ist kein Ausdruck mehr erforderlich. Alternativ können Familien das Kindergeld auch ohne ELSTER-Zertifikat weiterhin online beantragen. In diesem Fall müssen sie den Antrag ausdrucken, unterschreiben und bei der zuständigen Familienkasse einrei­chen. Mit dem ELSTER-Zertifikat können vertrau­liche Daten sicher und verschlüsselt über­tragen werden – einfach online bei der ­Finanzverwaltung anfordern.
Datum der Veröffentlichung: 07.10.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
Bildnachweis: istockphoto/Drazen_

Entspannt im Mutterschutz? Leider Fehlanzeige
Viele Unternehmen in Deutschland halten die Regelungen zum Mutterschutz nicht ein, wie eine Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zeigt. Dabei wurden zwischen August und Oktober 2021 1193 Frauen befragt. Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Schwangeren gaben an, mehr als die erlaubten 8,5 Stunden gearbeitet zu haben. Ebenso viele Frauen hatten keinen Ruheraum zur Verfügung, jede dritte konnte sich in Pausen nicht ausruhen. 28 Prozent berichteten außerdem von beruflichen Nach­teilen durch die Schwangerschaft, anstehende Karriereschritte hätten sich verzögert oder seien blockiert worden. Hintergrund der Untersuchung ist ein von der Bundesregierung geplanter Überprüfungsbericht des 2018 reformierten Mutterschutzgestzes.
Datum der Veröffentlichung: 04.10.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
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