Auch Meditation kann Nebenwirkungen haben, berichten Forscher
Angstgefühle, Sorgen, verzerrte Gedanken oder ein verändertes Selbstgefühl – auch Meditation kann Nebenwirkungen haben: Jeder Vierte, der regelmäßig meditiert, habe dabei schon unangenehme Erfahrungen gemacht, berichten britische Psychologen im Fachmagazin PLOS ONE nach einer Online-Befragung mit 1230 Teilnehmern.
11.10.2019, Bildnachweis: istock/Petrunjela

Akupunktur erleichtert offenbar den Wechsel
Plötzlich ist die Haut ganz rot, Schweiß bricht aus – Hitzewallungen machen vielen Frauen in den Wechseljahren zu schaffen. Wie Wissenschaftler der Uni Kopenhagen (Dänemark) im ­British Medical Journal schreiben, könnten feine Nadelstiche helfen. Sie hatten Frauen mit mittelschweren und heftigen Beschwerden fünf Wochen lang einmal wöchentlich mit standardisierter Akupunktur behandelt. 80 Prozent von ihnen gaben danach an, weniger unter Hitzewallungen zu leiden. Die erste Besserung trat nach drei Wochen ein.
02.08.2019, Bildnachweis: istock/t.light

Im Hier und Jetzt: Den Moment bewusst erleben
Die Technik entspannt und kann auch Frauen in den Wechseljahren helfen: Achtsamkeits­training. Laut einer Untersuchung an der Mayo-Klinik in Minnesota (USA) helfen die Übungen besonders Frauen, die in der Zeit der hormonellen Umstellung sehr gestresst sind. Es geht darum, dem Moment mehr Aufmerksamkeit zu schenken und bewusst im Hier und Jetzt zu leben. Frauen, denen das gut gelingt, fühlten sich weniger gereizt, depressiv oder ängstlich. Der Effekt war umso stärker, je größer der wahrgenommene Stress war. Auf Hitze­wallungen oder starkes Schwitzen hatte die Methode keinen Einfluss. An der Studie nahmen rund 1700 Frauen zwischen 40 und 65 Jahren teil.
19.06.2019, Bildnachweis: iStock/Neustockimages

Die Blätter von Rosmarin enthalten ätherische Öle
Äußerlich angewendet regt sein ätherisches Öl die Durchblutung an, als Gewürz beugt Rosmarin Blähungen und Völlegefühl vor. Doch die mediterrane Heilpflanze soll noch mehr können: Wer regelmäßig Rosmarin zu sich nimmt, schneidet in Gedächtnistests besser ab, ist weniger ängstlich und schläft besser. Das berichten iranische Forscher im Fachblatt Complementary Therapies in Clinical Practice. Für ihre Studie hatten 68 gesunde Studenten einen Monat lang täglich ein Gramm Rosmarin oder Placebo eingenommen und davor sowie danach standardisierte Fragebogen zu Depressions- und Angstsymptomen sowie der Schlafqualität ausgefüllt. In allen Bereichen schnitt die Rosmaringruppe besser ab. Ob das Heilkraut aber auch Patienten mit Angsterkrankungen oder Gedächtnisstörungen helfen kann, wurde bislang nicht untersucht.
25.05.2019, Bildnachweis: iStock/yulkapopkova