Chronisch entzündete Darmerkrankungen: auch Nebeneffekte einschränkend
Chronisch entzündete Darmerkrankungen belasten die Betroffenen meist ein leben lang. Nicht nur die Probleme, die die Erkrankung selbst mit sich bringt, sondern auch ihre Nebeneffekte sind einschränkend. Denn oft leiden die Patientinnen und Patienten an Depressionen, Angstzustände oder Fatigue - krankhafter Erschöpfung. Neueste Forschung zeigt nun: Regelmäßiges Praktizieren von Yoga kann einige der Beschwerden lindern. Insbesondere die Lebensqualität und Angstzustände bessern sich durch die Übungen deutlich. Ob Yoga auch günstige Effekte auf Depressionen und Fatigue hat, bleibt indes ungeklärt. Dazu fehlt es noch an aussagekräftigen Studien, so das Fazit der Analyse. Veröffentlicht wurde sie in der Fachzeitschrift Complementary Therapie in Clinical Practice.
12.05.2022, Bildnachweis: istock/E+/Freshsplash

Langfristig empfundenen Stress durch Meditieren verringern
Mit Meditationsformen, die Fähigkeiten wie Achtsamkeit, Dankbarkeit und Mitgefühl fördern, verringert sich auch langfristig empfundener Stress. Das haben Untersuchungen von zwei Max-Planck-Einrichtungen in Leipzig und Berlin erstmals objektiv belegt. Dazu wurde die Menge des Stresshormons Cortisol in den Haaren von 330 Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern gemessen. Je länger und öfter Cortisol im Blut zirkuliert, desto mehr davon sammelt sich im Haar an. Bei den regelmäßig Meditierenden sank der Cortisolgehalt nach sechs Monaten im Schnitt um ein Viertel. Auch frühere Studien hatten schon den Nutzendes Meditierens nahegelegt, allerdings basierten sie auf – fehleranfälligen – Befragungen.
29.01.2022, Bildnachweis: istock/mediaphotos

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG