Studie zu plötzlichem Herztod
Und wenn plötzlich mein Herz stehen bleibt? Diese Sorge braucht Sie beim Liebesspiel nicht umzutreiben. Zwar ist Sex eine anstrengende und schweißtreibende Aktivität. Nicht jeder ist körperlich topfit. Doch jetzt gibt es vorsichtige Entwarnung. Britische Forschende haben in einer Studie über 6000 Fälle von plötzlichem Herztod untersucht und festgestellt, dass sexuelle Aktivität für das Herz relativ sicher ist. Nur einer von 500 Herztoten ist im zeitlichen Zusammenhang mit Sex verstorben. Laut Studienleiter Dr. Gherardo Finocchiaro dürfen vor allem Menschen unter 50 Jahren beruhigt sein. Das Risiko, an einem Herzstillstand beim Geschlechtsverkehr zu sterben, sei für diese Altersklasse gering. Erfreulich: Das gilt anscheinend auch für Menschen, die bereits herzkrank sind. Also: Kopf aus, Gefühle an! Es ist Zeit für ein sorgenfreies Schäferstündchen.
17.05.2022, Bildnachweis: istock/Antonio Guillem

Forschung: Neu entwickelte Pumpe prüft Gewebewiderstand gegen Insulininfusion
Wer eine Insulinpumpe trägt, muss in der Regel alle zwei bis drei Tage den Katheter wechseln: den dünnen Schlauch mit der Kanüle am Ende, über die das Insulin aus der Pumpe in den Körper gelangt. Österreichische Forscher testen nun eine neu entwickelte Pumpe, die den Gewebewiderstand gegen die Insulininfusion und andere Veränderungen im Gewebe prüft. Anhand der Messergebnisse kann die Pumpe feststellen, wie gut oder schlecht das Insulin vom Körper aufgenommen wird, und dem Nutzer melden, wann er den Katheter austauschen muss. So soll der Katheter bis zu sieben Tage liegen bleiben können. Das wäre eine große Erleichterung im Alltag, vor allem für Kinder mit Diabetes.
16.05.2022, Bildnachweis: Istock/MarkSkalny

Weltweit steigen die Zahlen der an Diabetes Erkrankten
Nicht nur in Deutschland erkranken immer mehr Menschen an Diabetes – vor allem an Typ 2, der oft mit Übergewicht einhergeht. Weltweit steigen die Zahlen. Derzeit sind 537 Millionen Erdenbürger zwischen 20 und 79 Jahren betroffen, bis 2045 sollen es der International Diabetes Federation zufolge schon 784 Millionen sein: rund 46 Prozent mehr. Die schnellste Ausbreitung wird für den Nahen Osten und Nordafrika erwartet.
04.05.2022, Bildnachweis: istock/smartboy10

Studie zeigt: Betroffene können den Ausbruch der Krankheit verhindern
Wenig Bewegung, zu viele Pfunde und schlechte Ernährung: Ein ungesunder Lebensstil wirkt sich langfristig negativ auf die Blutzuckerwerte aus. Das kann auf Dauer zu Diabetes Typ 2 führen. Mindestens acht Millionen Menschen in Deutschland leiden bereits daran. Der Hausarzt kann frühzeitig im Blut erkennen, ob es eine Tendenz zur Zuckerkrankheit gibt. Der Blutzucker ist leicht erhöht, aber noch nicht im krankhaften Bereich. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung haben nun eine ermunternde Nachricht: Betroffene können den Ausbruch der Krankheit verhindern, wie sie in einer Studie gezeigt haben. Der Weg: mehr Bewegung und gesunde Ernährung. Wer seinen Lebensstil verändert, kann die Blutzuckerwerte wieder in den Normalbereich bringen. Dabei gilt: Viel hilft viel. Die Sporttherapie sollte zusammen mit Ärztin oder Arzt an das Risiko der Betroffenen Person angepasst werden. Mehr Training erzielt bessere Ergebnisse.
18.04.2022, Bildnachweis: Shutterstock / Ulza

Studie: Bestimmte Medikamente erhöhen das Risiko, an Typ-­2­-Diabetes zu erkran­ken
Sie kommen zum Beispiel bei der Reflux-Krankheit zum Einsatz, also dem ständigen Rückfluss von Magen­säure in die Speiseröhre: Betroffene bekommen dann vom Arzt oft einen sogenannten Protonenpumpenhem­mer verschrieben. Die Tabletten mit Wirkstoffen wie Pantoprazol oder Omeprazol blockieren die Magensäurebildung. Laut einer Studie der Universitätskliniken Düsseldorf und Kiel erhöhen diese Medikamente das Risiko, an Typ-­2­-Diabetes zu erkran­ken — wenn man sie länger als zwei Jahre einnimmt. Warum das so ist und ob ein direkter Zusammenhang besteht, wissen die Forscher nicht. Sie empfehlen Menschen, die die Säureblocker langfristig einnehmen müssen, regelmäßig ihren Blutzucker kontrollieren zu lassen.
11.04.2022, Bildnachweis: iStockphoto/Dedraw Studio

Rechtzeitig vorbeugen: Bewegung und Entspannung tun dem Herzen gut
Wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, bevor sie 45 Jahre alt sind, kann ihr Herz darunter leiden. Das ergab eine Studie der University of New Orleans (USA). Ein vorzeitiger Beginn der Wech­seljahre erhöhte das Risiko für verengte Herzkranzgefäße, Schlaganfall oder Herzschwäche um jeweils etwa elf Pro­zent. Bei Frauen mit Typ-­-2­Diabetes tra­ten diese Erkrankungen noch deutlich häufiger auf. Frauen in den Wechseljah­ren, die Diabetes haben, sollten Herz und Gefäße regelmäßig untersuchen lassen.
08.04.2022, Bildnachweis: istock/E+/ti-ja

Deutsche Diabetes Gesellschaft rät von vom Arzt verschriebenen, aber nach selbst gemachtem Abdruck dann online bestellten Schuheinlagen ab
Vom Arzt verschriebene Schuheinlagen online bestellen und nach selbst gemachtem Ab­druck ohne persönlichen Kontakt anfertigen lassen? Einige deut­sche Krankenkassen hatten ihren Mitgliedern diese Möglichkeit bis vor Kurzem angeboten. Die Deutsche Diabetes Ge­sellschaft rät insbesonde­re Menschen mit einem „diabetischen Fuß“ dringend davon ab. Druckstellen spüren sie aufgrund von Ner­venschäden oft nicht, die Wundheilung kann infolge von Durchblu­tungsstörungen ver­schlechtert sein. Daher sollten Einlagen für diese Hochrisikogruppe immer von Fachleuten vor Ort hergestellt und angepasst sowie vom Arzt überprüft werden.
06.04.2022, Bildnachweis: Getty Images/iStockphoto/Mananya Kaewthawee

Unerkannter Diabetes in Deutschland
2,9 Prozent der Männer zwischen 18 und 79 Jahren in Deutschland leben mit einem unerkannten Diabetes. Bei Frauen beträgt der Anteil nur 1,2 Prozent. Quelle: Robert Koch-Institut, Diabetes Surveillance 2019
19.03.2022, Bildnachweis: istock/urbancow

Forscher stellen fest: Gefährliches Vorhofflimmern bemerken Menschen mit Diabetes seltener als Nichtbetroffene
Gefährliches Vorhofflimmern bemerken Menschen mit Diabetes seltener als Nichtbetroffene, haben Berner Forscher festgestellt. Vorsorgemaßnahmen wie Gerinnungshemmung können deshalb nicht rechtzeitig eingeleitet werden. Das Risiko für Folgeschäden wie Schlaganfall steigt. Regelmäßiges Pulsmessen hilft dabei, stummes Vorhofflimmern zu erkennen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er kann Sie, wenn Sie Vorhoffflimmern vermuten, untersuchen.
17.03.2022, Bildnachweis: iStockphoto/Cecilie Arcurs

Deutsche Diabetes Gesellschaft zu Behandlungskosten von Diabetes
21 Milliarden Euro im Jahr kostet die Behandlung der rund acht Millionen Menschen mit Diabetes einschließlich Folgekrankheiten in Deutschland. Dazu kommen indirekte Kosten, zum Beispiel für Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung. Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft.
01.03.2022, Bildnachweis: istock/Christian Horz

Auf einen guten Blutzucker-Langzeitwert (HbA1c) achten
Wer vor allem in den ersten Jahren nach der Diagnose Typ-2-Diabetes auf einen guten Blutzucker-Langzeitwert (HbA1c) achtet, ist im Vorteil: Er kann sein Risiko, innerhalb der nächsten zehn Jahre einen Herzinfarkt zu erleiden oder zu sterben, deutlich verringern. Das haben dänische und britische Forscher festgestellt. Sie werteten die Krankengeschichten von 3800 Teilnehmern einer großen britischen Diabetes-Studie aus. Wurde der Stoffwechsel dagegen erst zehn Jahre nach der Diagnose strenger kontrolliert, sanken Sterbe- und Infarktrisiko weniger stark.
28.02.2022, Bildnachweis: istock/vgajic

Rein in die Turnschuhe: Sport hilft beim Abnehmen
Einmal Diabetes, immer Diabetes? Das muss nicht sein! Schottische Forscher haben Daten von mehr als 160 000 Typ-2-Diabetikern ausgewertet und entdeckt: Bei fast jedem zwanzigsten haben sich die Blutzuckerwerte im Laufe der Zeit wieder normalisiert. Besonders häufig war dies bei über 75-Jährigen der Fall und bei übergewichtigen Menschen, die stark abgenommen hatten. Diese große Analyse zeige eindrücklich, dass Menschen, die ihren Lebensstil ändern, ihre Blutzuckerwerte auf ein gesundes Maß senken können, kommentiert Diabetologe Dr. Andrej Zeyfang von der medius Klinik Ostfildern-Ruit. Und die gute Nachricht: „Das ist auch bei älteren Menschen möglich!“
23.02.2022, Bildnachweis: istock/E+/South Agency

Studie zeigt: Eine Portion Vollkorn am Tag könnte Risiko für Diabetes Typ 2 deutlich verringern
Bereits eine Portion Vollkorn pro Tag könnte das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, deutlich verringern. Doch viele Menschen essen zu selten Vollkornprodukte, um davon zu profitieren. Dabei nimmt Typ-2-Diabetes weltweit zu. Forschende aus Finnland haben sich diesem Thema in einer Studie angenommen, die in der Fachzeitschrift Nutrients veröffentlicht wurde. Sie wollten in ihrer Arbeit abschätzen, wie hoch die eingesparten Kosten wären, wenn der Konsum von Vollkornprodukten stiege und das Vorkommen von Diabetes in Finnland sänke. Das Ergebnis: Je nach Menge der Vollkornprodukte, die täglich auf den Speiseplan kommen, könnten in Finnland in den nächsten zehn Jahren zwischen 300 Mio. und knapp einer Mrd. Euro an Behandlungskosten eingespart werden.
28.01.2022, Bildnachweis: iStockphoto/aldomurillo

Erhöhtes Diabetesrisiko? Mit viel Bewegung lässt es sich senken
Wenn es um die Einschätzung des eigenen Diabetesrisikos geht, liegen offenbar viele Menschen falsch. Das ist das Ergebnis einer Telefonumfrage des Deutschen Diabetes-Zentrums in Düsseldorf. Gerade diejenigen, die ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes haben, halten die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken, für sehr gering. Unter den 14 Prozent der Teilnehmer, die in die Hochrisikogruppe eingestuft wurden, rechneten nur 2,6 Prozent mit der Möglichkeit einer Diabetes-Diagnose. Wer seine Blutwerte regelmäßig beim Arzt kontrollieren lässt, ist auf der sicheren Seite.
07.01.2022, Bildnachweis: iStock/evgenyatamanenko.

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