Eine Studie zeigt: Starke Blutzuckerschwankungen könnten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen
Starke Blutzuckerschwankungen könnten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes das Risiko für Herzkrankheiten und ein früheres Versterben erhöhen. Das ergab eine US-amerikanische Studie. Die Forscher ­raten, die Therapie so anzupassen, dass weniger starke Schwankungen und insbesondere Unterzuckerungen auftreten.
12.07.2021, Bildnachweis: istock/kate sept2004

Insulin — und wo läuft bei Diabetes etwas schief?
Insulin — und wo läuft bei Diabetes etwas schief? Der Antwort sind Wissenschaftler vom Helmholtz Zentrum München, der TU München und dem Deutschen Zen­trum für Diabetesforschung einen Schritt näher gekommen. Sie entdeckten einen bisher unbekannten Insulinrezeptor (ein Eiweißstoff auf der Zellmembran, der dem Insulin hilft, seine Wirkung zu entfalten) und nannten ihn "Inceptor". Blockiert man ihn, hilft das den Betazellen, ihren Job besser zu machen. Sie sind für die Kontrolle des Blutzuckers verantwortlich. Damit bestehe die Chance, ein neues Medikament gegen Diabetes zu entwickeln, so die Forscher.
19.06.2021, Bildnachweis: istock/Yuri Arcurs

Studie zeigt: Je höher der Alkoholkonsum, desto stärker steigt das Risiko für Blut­hochdruck
Was macht Alkohol mit unserem Blutdruck? Das fragen sich Wissenschaftler schon seit 100 Jahren, mit unterschiedlichen Erkenntnissen. US-Forscher schauten jetzt bei mehr als 10 200 Teilnehmern einer Studie (alle mit Typ-2-Diabetes) genauer hin. Das Ergebnis ist ein Spielverderber für alle, die gern mal ein Gläschen trinken: Je höher der Alkoholkonsum, desto stärker steigt das Risiko für Blut­hochdruck.
Mäßiger Konsum
(8 bis 14 Getränke pro Woche):
Das Risiko für Bluthochdruck steigt auf das 1,8-Fache

 

Starker Konsum
(mehr als 15 Getränke pro Woche): Das Risiko steigt auf das
3-Fache
Quelle: Journal of the American Heart Association, 2020
08.06.2021, Bildnachweis: iStock/ericsphotography

Eine wichtige Nebenwirkung bei Insulin: Unterzuckerungen
Kein Medikament ohne Neben­wirkungen — Insulin macht dabei keine Ausnahme. Eine wichtige Nebenwirkung sind Unterzuckerungen. Ein Chemiker aus Dänemark wollte sich damit nicht abfinden. Er veränderte die Struktur des Insulinmoleküls so, dass es bei niedrigem Blut­zuckerspiegel nicht wirkt. Das veränderte Hormon entfaltet seine zuckersenkende Wirkung erst bei steigenden Blutzuckerwerten. Erste Tierversuche verliefen erfolgreich.
22.05.2021, Bildnachweis: istock/Evgeniy Anikeev

Einfach und schmerzlos: Ultraschall der Bauchaorta
Bei Männern ab 65 Jahre bezahlen die Kassen die Ultraschall­untersuchung der Bauchaorta. Früh erkannt kann eine Aussackung der Schlagader gut behandelt werden. Experten fordern, den Vorsorgecheck auf Frauen auszuweiten. Wenn sie rauchen, sei ihr Risiko, dass ein solches Aneurysma ein­reißt, nämlich sogar höher als bei gleichaltrigen Männern.
20.05.2021, Bildnachweis: istock/inside Creative House

Studie zeigt: Blutzucker selbst zu kontrollieren kann für Menschen mit Typ-2-Diabetes hilfreich sein
Den Blutzucker selbst zu kontrollieren kann für Menschen mit Typ-2-Diabetes hilfreich sein, auch wenn sie nicht mit Insulin behandelt werden, ergab eine britische Studie. Alle Teilnehmer hatten zu Beginn einen Blutzucker-Langzeitwert (HbA1c) zwischen 7,5 und 13 Prozent. Eine Gruppe nahm ­regelmäßige Blutzucker-Selbstmessungen vor, eine andere Gruppe wurde zusätzlich telefonisch beraten. Die Teilnehmer einer weiteren Gruppe nahmen keine Selbstmessungen vor, sie wurden so behandelt wie bisher. Nach einem Jahr hatte sich der HbA1c bei Teilnehmern mit Blutzucker-Selbstmessungen deutlich verbessert.
Um 0,3 Prozent­punkte sank der HbA1c ohne Selbstmessungen
Um 1,1 Prozentpunkte sank der HbA1c bei regel­mäßigen Selbstmessungen
Um 1,2 Prozentpunkte sank der HbA1c bei Selbstmessungen + Beratung
Quelle: BMC Endocrine Disorders 2019
07.05.2021, Bildnachweis: istock/Mark Skalny

Aktuelle Übersicht zeigt: Frauen erkranken anders als Männer — auch bei Diabetes
Frauen erkranken anders als Männer — auch bei Diabetes. Das zeigt eine aktuelle Übersicht zur Frauengesundheit der Bundeszent­rale für gesundheitliche ­Aufklärung. Ein wichtiger Faktor für das Diabetesrisiko ist Übergewicht. Männer setzen Fett eher am Bauch an, Frauen an Hüften und Oberschenkeln. Im Schnitt wird ein ­Diabetes Typ 2 bei Männern zwei Jahre früher erkannt. Wichtiger Rat: Männer und Frauen sollten regelmäßig zum Hausarzt gehen und sich untersuchen lassen.
17.04.2021, Bildnachweis: iStock/kalasek

Es ist ein Notfall, bei dem jede Minute zählt
Patienten mit einem Schlaganfall werden daher schnellstmöglich in Spezialstationen versorgt, sogenannten Stroke-Units. Ob Patienten dabei in eine regionale, nahe gelegene, kleinere Stroke-Unit oder in eine spezialisierte, ­große, überregionale Abteilung gebracht werden, spielt für den Behandlungserfolg keine Rolle, so eine spanische Studie. Das System dort ist dem deutschen vergleichbar.
12.04.2021, Bildnachweis: istock/Silvia Jansen

Chronische Wunden von Menschen mit Diabetes könnten künftig mit einem Gel aus Eigenblut behandelt werden
Chronische Wunden von Menschen mit Diabetes könnten künftig mit einem Gel aus Eigenblut behandelt werden. Dies zeigt eine Auswertung von 15 ­­Studien mit mehr als 800 Diabetes­patienten. Das Gel wird aus den Blutplättchen (Thrombozyten) der Patienten gewonnen. Diese sind im Körper für die Blutgerinnung und den Wundverschluss verantwortlich. Das natürliche Gel konnte den Heilungsverlauf von chronischen Hautgeschwüren verbessern und Infektionen verhindern. Weitere Studien müssen nun folgen.
09.04.2021, Bildnachweis: iStock/undefined

Zwei Studien zeigen: Alkohol kann das Herz aus dem Takt bringen
Alkohol kann das Herz aus dem Takt bringen: Je mehr man trinkt, desto größer ist das Risiko für Vorhofflimmern, zeigen Studien. Jetzt liefern Forscher ein weiteres Argument, mit Alkohol vorsichtig zu sein: Demnach könnte starker Konsum die Gefahr erhöhen, dass Patienten mit Vorhofflimmern einen Schlaganfall erleiden. Schlaganfall ist ohnehin die am meisten gefürchtete Folge der Rhythmusstörung.
02.04.2021, Bildnachweis: istock/Roman Stavila

Eine Studie zeigt: Kleine Veränderungen des Lebensstils können das Diabetesrisiko erheblich senken
Bereits kleine Veränderungen des Lebensstils können das Diabetesrisiko erheblich senken. Das zeigt die "Norfolk Diabetes Prevention Study", die weltweit größte Forschungsstudie zum Thema in den letzten 30 Jahren. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bereits zwei bis drei Kilogramm Körpergewicht abzunehmen und sich mehr zu bewegen das Risiko um bis zu 47 Prozent verringern kann, in den folgenden zwei Jahren an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Bei einer von elf Personen konnte durch die Maßnahmen verhindert werden, dass die Stoffwechselstörung ausbrach. An der Studie nahmen über acht Jahre mehr als 1000 Menschen teil, bei denen eine Vorstufe von Diabetes Typ 2 festgestellt worden war. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt JAMA Internal Medicine veröffentlicht.
25.03.2021, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

Eine Studie zeigt: Gesunder Schlaf kann offenbar das Risiko für eine Herzschwäche senken
Gesunder Schlaf kann offenbar das Risiko für eine Herzschwäche senken. Das legt eine Studie der American Heart Association nahe. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Circulation veröffentlicht. Über einen Zeitraum von vier Jahren hatten die Wissenschaftler rund 409 000 Erwachsene im Alter zwischen 37 und 73 Jahren untersucht. Jene Teilnehmer, die früh aufstanden, zwischen sieben und acht Stunden schliefen, keine regelmäßigen Einschlaf- oder Durchschlafprobleme hatten, nicht schnarchten und tagsüber keine starke Schläfrigkeit verspürten, hatten ein um 42 Prozent geringeres Risiko, an Herzschwäche zu erkranken, als jene Probanden, die nicht auf positive Schlafgewohnheiten achteten und deren Schlafqualität insgesamt schlechter war.
24.03.2021, Bildnachweis: iStock/gpointstudio

Verstopfte Blutgefäße zählen zu den häufigsten Ursachen für einen Schlaganfall
Patienten, die im Schlaf einen Schlaganfall erleiden und die Symptome erst nach dem Aufwachen bemerken, profitieren ebenso von einer medikamentösen Auflösung des Gerinnsels wie Patienten, bei denen der genaue Zeitpunkt des Infarkts bekannt ist. Das zeigt eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, veröffentlicht im Fachmagazin The Lancet. Demnach sei der Zeitpunkt der sogenannten Thrombolyse, wann also mithilfe von Arzneien das verstopfte Blutgefäß im Gehirn wieder geöffnet wird, zweitrangig.
23.03.2021, Bildnachweis: iStockphoto/nebari

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