Wirkstoff Liraglutid kann für Menschen mit Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen von Vorteil sein, so die KBV
Der Wirkstoff Liraglutid kann für Menschen mit Typ-2-­Diabetes und Herz-Kreislauf-­Erkrankungen von Vorteil sein, so die ­Kassenärztliche Bundesvereinigung. Ärzte können den Blutzuckersenker, der gespritzt wird und unter anderem beim Abnehmen hilft, manchen Diabetikern deshalb künftig im ­Rahmen eines Disease-Management-Programms verschreiben.
12.10.2019, Bildnachweis: istock / vgajic

Forscher berichten: Je später ein Diabetes Typ 2 auftritt, umso günstiger ist das für die Lebenserwartung
Je später ein Diabetes Typ 2 auftritt, umso günstiger ist das für die Lebenserwartung: Das berichten Forscher der Universität Glasgow in Schottland. Erkrankt ein Mensch etwa erst mit über 80 Jahren an Diabetes, hat er dieselbe Lebens­erwartung wie ein Gleichaltriger ohne Diabetes.
13.09.2019, Bildnachweis: iStock/bowdenimages

Forscher finden heraus: E-Zigaretten behindern die Wundheilung
Für viele Menschen mit Diabetes ohnehin ein Problem: schlechte Wundheilung. Nun fanden Forscher unter anderem der Boston University School of Medicine heraus: Auch die vermeintlich weniger schädlichen E-Zigaretten behindern die Wundheilung. Schuld sei unter anderem die gefäßverengende Wirkung des Nikotins. Die Ärzte raten allen Patienten, wenigstens vor und nach einem operativen Eingriff aufs Rauchen zu verzichten.
31.08.2019, Bildnachweis: Thinkstock/iStock

Bei Verdacht auf Herzinfarkt sofort 112 rufen
Wenn bei ihrem Partner der Verdacht auf einen Herzinfarkt besteht, reagieren Frauen meist schnell. Bei eigenen Herzproblemen sind sie viel zögerlicher und kümmern sich erst mal lieber um die Familie oder den Haushalt, statt den Notarzt zu rufen. Das ist das Fazit polnischer Forscher auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie. Vor allem jüngere Frauen erhielten deshalb seltener eine zügige Behandlung nach einem Infarkt als Männer.
30.08.2019, Bildnachweis: iStock/fstop123

Eine kleine Auszeit am Tag tut dem Körper gut
Dass ein niedriger Salzkonsum und der Verzicht auf Alkohol den Blutdruck senken, gilt schon länger als erwiesen. Eine Studie im Fachmagazin des American College of Cardiology legt nahe, dass auch ein Mittagsschlaf ähnliche Effekte erzielen kann. Wissenschaftler in Griechenland untersuchten rund 200 Studienteilnehmer, die im Durchschnitt 62 Jahre alt waren und einen oberen (systolischen) Blutdruck von 130 mm/Hg hatten. Hielten sie eine Stunde Mittagsschlaf, sank dieser Wert um 3 mm/Hg. Die Forscher gehen davon aus, dass der Nutzen einer Siesta bei erhöhtem Blutdruck noch größer ausfällt. Bereits ein um 2 mm/Hg reduzierter systolischer Wert wirke sich günstig aus, weil er das Risiko für Herz-Kreis­lauf­­-Erkrankungen wie beispielsweise einen Infarkt um zehn Prozent verringern könne.
20.08.2019, Bildnachweis: iStock/AndreyPopov

Auswertung unterschiedlicher Studien zeigt: Entfernung per Laser mit höherem Rückfallrisiko
Werden Krampfadern per Laser entfernt, ist das Rückfallrisiko viermal höher als nach einem chirurgischen Eingriff (Stripping). Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung unterschiedlicher Studien der Ruhr-Universität Bochum. Möglicher Grund für die deutlich höhere Rückfallquote: Bei einer Lasertherapie bleibe immer ein Stumpf der behandelten Vene bestehen, um einen Sicherheitsabstand zur tiefen Beinvene zu wahren.
16.08.2019, Bildnachweis: istock/Redsmiler

Vollautomatische Blutdruckmessung soll realistische Werte liefern
Aufgeregte Patienten, bisweilen unkorrekt durchgeführte Messungen – wird der Blutdruck in der Arztpraxis ermittelt, sind die Werte mitunter verfälscht. In Kanada hat man dafür eine Lösung gefunden. In vielen Praxen sitzt der Patient allein in einem Raum, und eine Maschine misst seinen Blutdruck vollautomatisch. Die Werte seien dann ähnlich verlässlich wie eine Selbstmessung zu Hause, ergab eine Studien­analyse im Fach­magazin JAMA Internal Medicine.
10.08.2019, Bildnachweis: istock/Andrej Popov

Mini-Generator: Das piezoelektrische Element erzeugt Strom, wenn es verformt wird
Herzschrittmacher müssen alle fünf bis zehn Jahre ersetzt werden, wenn ihre Batterie leer ist. Einen Weg, dies zu um­gehen, fanden Forscher in China: Sie treiben das Gerät mit der Bewegungsenergie des Herzens an. Dafür nutzen sie ein piezoelektrisches Element: Es verformt sich bei jedem Herzschlag und erzeugt so Strom. Im Fach­magazin ACS Nano berichten sie, dass es im Tierversuch gelungen sei, eine Batterie überflüssig zu machen.
09.08.2019, Bildnachweis: istock/Jan Otto

Guter Weg: Die Versorgung bei Herzkrankheiten verbesserte sich
Deutlich weniger Menschen sterben an Herzschwäche. Im Vergleich zum Vorjahr kam es 2016 zu 15 Prozent weniger Todesfällen wegen Herzinsuffizienz. Bei koronaren Herzkrankheiten ging die Sterblichkeit um 4,6 Prozent zurück. Diesen Positivtrend zeigt der Herzbericht 2018, der von der Deutschen Herzstiftung herausgegeben wird. Dennoch bleiben Herz-Kreislauf- Erkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland – vor Krebs. Experten fordern deshalb noch größeren Einsatz im Kampf gegen Herzkrankheiten. Unter den Reha-Herzpatienten seien etwa viele Raucher, Diabetiker oder Übergewichtige. Für sie müsste es bessere Präven­­tionsmaßnahmen geben. Und auch im Notfall, nach plötzlichem Herzversagen, könnten viele Menschen gerettet werden, wenn die Anwesenden sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen würden.
15.07.2019, Bildnachweis: istock/muratseylt

Forscher erklären: Saunieren hält die Gefäße elastisch und senkt den Blutdruck
Klar, dass so eine Nachricht aus Finnland stammt: Menschen, die häufig – bis zu täglich – saunieren, haben ein geringeres Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben als gelegentliche Saunagänger. Das ergab eine Langzeitstudie mit Daten von rund 1.700 älteren Teilnehmern. Saunieren hält die Gefäße elastisch und senkt den Blutdruck, erklären die Forscher. Wer unter Herz-Kreislauf-Krankheiten leidet, sollte vor dem Schwitzbad erst den Arzt fragen.
21.05.2019, Bildnachweis: iStock/miljko

Erhöhtes Risiko, an einer Demenz zu erkranken, bei Menschen mit Typ 1 oder Typ 2
Blutzuckersenkende Medikamente wirken sich möglicherweise auch auf das Gehirn von Alzheimer-Patienten mit Typ-2-Diabetes positiv aus: Das sagen Forscher des Mount-Sinai-Hospitals, New York. Dass gute Blutzuckerwerte das Gehirn vor Demenz schützen, vermuten Experten schon lange. Ein Grund mehr, Diabetes-Medikamente regel­mäßig zu nehmen. Denn Menschen mit Typ 1 oder Typ 2 haben ohne­hin ein erhöhtes Risiko, an einer Demenz zu erkranken.
17.05.2019, Bildnachweis: Thinkstock/iStock

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