Die nichtalkoholische Fettleber kommt bei Diabetikern oft vor
Sie ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen und kommt bei Diabetikern oft vor: die nichtalkoholische Fettleber. Abnehmen und gesunde Ernährung helfen, bisher aber kein Medikament. Nun macht eine sogenannte Phase-3-Studie Hoffnung, bei der ein Wirkstoff an mehreren Tausend Patienten getestet wird. Obeticholsäure führte zu besseren Leberwerten, aber auch zu schweren Nebenwirkungen bei mehr als jedem Zehnten, möglicherweise wegen zu hoher Dosierung. Weitere Studien sind nötig.
07.05.2020, Bildnachweis: iStockphoto/SnowWhiteImages

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller berichtet: Mehr Menschen mit rheuma­toider Arthritis dank Arzneimittel­therapien erwerbs­tätig
65 Prozent aller Menschen im erwerbs­fähigen Alter mit rheuma­toider Arthritis sind dank moderner Arzneimittel­therapien heute erwerbs­tätig. Im Jahr 1997 lag die Rate noch bei 42 Prozent. Vor allem gentechnisch hergestellte Wirkstoffe lindern effektiv rheumatische Schmerzen, unterdrücken zerstörerische Entzündungen und tragen dazu bei, dass nur noch halb so viele Patienten aufgrund dieser Erkrankung stationär behandelt werden müssen. Das berichtet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa), der die sozialen Auswirkungen der modernen Rheumatherapie im Rahmen einer umfassenden Analyse untersucht hat.
22.04.2020, Bildnachweis: iStock/sankalpmaya

Blutzucker messen ohne Pikser soll bald möglich sein
Zucker messen ohne ­Pikser, Blut und Teststreifen? Ein ­Berliner Start-up will das möglich machen. ­Werner Mäntele, Mitbegründer und Professor für Biophysik in Frankfurt, hat das Konzept entwickelt: Man legt einen Finger auf einen Sensor, dann schickt ein Laser Licht auf die Haut. Das Licht erwärmt die Zuckermoleküle. Und aus der Temperaturerhöhung kann das Gerät den Blutzuckerwert errechnen. Bis Ende 2020 soll das Gerät auf den Markt kommen und etwa so groß wie ein Smartphone sein. Bezahlen müssen es die Patienten selbst.
18.04.2020, Bildnachweis: W&B/Simon Katzer

Eine Studie zeigt: Alter der Herzinfarktpatienten nach hinten verschoben
Das Alter der Patienten, die erstmals einen Herzinfarkt erleiden, hat sich in den vergangenen 17 Jahren im Schnitt um acht Jahre nach hinten verschoben. Das zeigt eine Studie der Gesellschaft für Kardio­logie-, Herz- und Kreislaufforschung. Die Ursache ist nach Ansicht der Wissenschaftler, dass Risikofaktoren wie Bluthochdruck und hohe Blutfettwerte zunehmend ­erfolgreich behandelt werden.
06.04.2020, Bildnachweis: iStock/Tomm L.

Möglicherweise gibt es bald eine Alternative zur Notfallspritze für Diabetiker
Für Diabetiker, die zu schweren Unterzuckerungen neigen, könnte es bald eine Alternative zur Notfallspritze geben. In Amerika hat die Gesundheitsbehörde FDA einem Glukagon-Nasenspray die Zulassung erteilt. Es ist leichter zu hand­haben als die Glukagon-Spritze. Ob und wann das Nasenspray in Deutschland zugelassen wird, ist offen.
08.02.2020, Bildnachweis: istock/TommL

Forscher haben verschiedene Methoden der Blutdruckmessung untersucht
US-Forscher untersuchten verschiedene Methoden der Blutdruckmessung, berichtet das Fachmagazin JAMA. Das Ergebnis: Ambulante Blutdruckmessungen über 24 Stunden sagten am ehesten voraus, ob ein Mensch wegen Blut­hochdrucks ein erhöhtes Risiko etwa für einen Herzinfarkt hat. Die Langzeit-Blutdruckmessungen über 24 Stunden veranlasst zum Beispiel der Hausarzt. Selbstmessungen zu Hause sind aber ebenfalls wichtig, damit der Arzt zum Beispiel die Dosis der Blutdruckmedikamente gut einstellen kann.
29.01.2020, Bildnachweis: iStock/leezsnow

Besser leben mit Diabetes: Eine Reha kann dabei helfen
Typ-2-Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die grundsätzlich einen Reha-Bedarf begründen kann. Darüber informiert die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG). Erster Ansprechpartner in Sachen Reha-Antrag sei in der Regel der behandelnde Arzt, der ein Gutachten erstellt und den Antrag an den zuständigen Kostenträger weiterleiten kann. Auf ihrer Online-Seite bietet die DDG einen Überblick über Kliniken mit Diabetes-Schwerpunkt. Eine Reha soll Diabetikern helfen, ihre ­Erkrankung besser zu managen und ihre Lebensqualität zu verbessern.
21.01.2020, Bildnachweis: istock/KatarzynaBialasiewicz

Einlegesohlen könnten Zahl der Fußamputationen bei einem diabetischen Fußsyndrom reduzieren
Tausenden Menschen jährlich muss ein Fuß amputiert werden, weil sich ein diabetisches Fußsyndrom entwickelt hat. Einlegesohlen für Schuhe, entwickelt an der Universität Magde­burg, könnten dies künftig verhindern. Das Prinzip: Sensoren messen die Temperatur der Füße und senden die Werte an die Ärzte der Uniklinik. "Fieber an den Füßen entsteht bereits fünf Wochen bevor sich ein Geschwür bildet", erklärt Professor Dr. Peter Mertens, der die Sohlen in einer Studie testet. Genug Zeit, um bei Problemen schnell zu reagieren. Wann es die Sohlen für alle Betroffenen gibt, steht noch nicht fest.
17.01.2020, Bildnachweis: istock/Toa55

Eine Studie zeigt den Nutzen einer regelmäßigen Selbstmessung
Nicht gut eingestellte Patienten mit Typ-2-Diabetes profitieren von einer regelmäßigen Selbstmessung des Blutzuckers. Und zwar auch dann, wenn sie kein Insulin spritzen. Das ergab eine Studie von Ärzten der britischen Universität Swansea. Die Forscher zeigten, dass Menschen, die regelmäßig selbst ihren Blutzucker kontrollieren, sehr viel häufiger normale Blutzucker-Langzeitwerte (HbA1c-Werte) erreichten als solche, die nicht regelhaft maßen.
07.01.2020, Bildnachweis: istock / vgajic

Schnee schaufeln: Gefahr fürs Herz
Typisch Winter: Das Thermometer unter null. Minusgrade, vor allem in Verbindung mit Anstrengung, erhöhen das Risiko für einen Herzinfarkt, zeigt eine schwedische Bevölkerungsstudie. "Herzkranke sollten sich bei Kälte nicht anstrengen", warnt Kardiologe Dr. Heribert Brück aus Erkelenz. "Bei niedrigen Temperaturen können sich die Herzkranzgefäße verengen." Wer rausgeht, sollte zuvor seine Medikamente genommen haben.
06.01.2020, Bildnachweis: iStockphoto/Zest Marina

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