Aktuelle Studie: Kaffee am Morgen macht nicht nur wach, sondern kann auch die Leber schützen
Duftender Kaffee am Morgen macht nicht nur wach, er kann auch die Leber schützen. Drei bis vier Tassen am Tag könnten das Risiko für Lebererkrankungen wie Zirrhose, Fettleber oder Leberkrebs um bis zu 20 Prozent verringern, so eine aktuelle Studie mit fast 500 000 Teilnehmenden. Auch entkoffeinierter Kaffee zeigte diese Effekte. Welche Inhaltsstoffe dies bewirken, ist bisher nicht klar.
15.10.2021, Bildnachweis: Thinkstock/istock

Umfrage: Viele Bundesbürger fühlen sich nicht ausreichend über Diabetes informiert
Viele Bundesbürger fühlen sich nicht ausreichend über Diabetes informiert. Darauf weist eine repräsentative Umfrage unter 2000 Personen, meist Menschen ohne Diabetes, im Auftrag des Diabetes Ratgeber hin. Kenntnisse über die Ursachen und Folgen der Krankheit fehlen ebenso wie genaueres Wissen zu den unter-schiedlichen Diabetes-Typen. Jeder fünfte Teilnehmer glaubt zudem, dass sich Diabetes heilen lässt. Aufklärung ist gefragt: 82 Prozent wünschen sich mehr Informationen über Diabetes und dessen Vorbeugung.
06.10.2021, Bildnachweis: istock/Georgijevic, W&B/Szczesny

Kontinuierliche Zuckermessung kann bei Typ-2-Diabetes helfen, den Langzeitblutzucker zu verbessern
Kontinuierliche Zuckermessung kann bei Typ-2-Diabetes helfen, den Langzeitblutzucker zu verbessern, schreibt die Fachzeitschrift JAMA. Und zwar auch bei Betroffenen, die eine feste Dosis Insulin erhalten. Denn wer seine Werte im Blick hat, ernährt sich auch gesünder und bewegt sich mehr. Wermutstropfen: Bisher erstatten Kassen das System nur bei Menschen mit Diabetes, die ihre Insulindosis selbständig anpassen, wenn sie ihre Therapieziele anders nicht erreichen.
30.09.2021, Bildnachweis: istock/Kosamtu

Eine Studie bestätigt: Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Vorhofflimmern
Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Vorhofflimmern. Das bestätigt eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Schon ein kleines Glas Wein (0,125 Liter) oder Bier (0,3 Liter) am Tag kann das Herz auch eines gesunden Menschen aus dem Takt bringen. Vorhofflimmern fördert die Bildung von Blutgerinnseln im Herzen, die ins Gehirn gelangen und einen Schlaganfall verursachen können. Menschen mit Diabetes haben bereits ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern und Schlaganfall.
14.09.2021, Bildnachweis: istock/Roman Stavila

Wirkstoff, der diabetes­bedingte Fußwunden besser heilen lassen soll, wird erprobt
Ein Wirkstoff, der diabetes­bedingte Fußwunden besser heilen lassen soll, wird ab September an einem Krankenhaus in Klagenfurt (Österreich) erprobt. Das Präparat haben Wissenschaftler der Medizinischen Universität Wien aus weißen Blutkörperchen entwickelt. Es wird auf die Wunde aufgetragen und soll dafür sorgen, dass sich neue Zellen und Gefäße bilden. Dadurch schließen sich offene Wunden und heilen ab. Drei Monate lang geht es um die Sicherheit des Wirkstoffs. Weitere Studien müssen folgen.
28.08.2021, Bildnachweis: istock/spukkato

Forschung zeigt: Ernährungswissen bringt Vorteile für Menschen mit Diabetes Typ 2
Ernährungswissen bringt Vorteile für Menschen mit Diabetes Typ 2. Forscher der spanischen Universität Granada werteten 28 internationale Studien aus. Das Ergebnis: Typ-2-Diabetiker, die einen zusätzlichen Ernährungskurs absolvierten, konnten ihren Blutzucker-Langzeitwert (HbA1c) im Vergleich zu denen, die nur an der üblichen Diabetesschulung teilnahmen, deutlich senken. Die Forscher plädieren dafür, Extra-Ernährungskurse in die Diabetestherapie aufzunehmen.
20.08.2021, Bildnachweis: istock/SDI Productions

Telemedizinische Betreuung für Menschen mit einer fortgeschrittenen Herzschwäche
500000 Menschen leiden in Deutschland an einer fortgeschrittenen Herzschwäche. Sie sollen auch telemedizinisch betreut werden. Täglich erfassen Patientinnen und Patienten dafür Vitalwerte wie Herzschlag, Blutdruck oder Sauerstoffsättigung. Diese Werte werden automatisch an ein Telemedizinzentrum geschickt. Ist ein Wert nicht normal oder fehlt einer, können Ärztinnen und Ärzte sofort reagieren. In Studien hat das geholfen, Leben zu retten. Zudem hatten fernüberwachte Patientinnen und Patienten 30 Prozent weniger ungeplante Klinikaufenthalte. Die digitale Methode soll die Arbeit von Kardiologinnen und Kardiologen vor Ort ergänzen.
10.08.2021, Bildnachweis: istock/metamorworks

Eine Studie zeigt: Starke Blutzuckerschwankungen könnten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen
Starke Blutzuckerschwankungen könnten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes das Risiko für Herzkrankheiten und ein früheres Versterben erhöhen. Das ergab eine US-amerikanische Studie. Die Forscher ­raten, die Therapie so anzupassen, dass weniger starke Schwankungen und insbesondere Unterzuckerungen auftreten.
12.07.2021, Bildnachweis: istock/kate sept2004

Insulin — und wo läuft bei Diabetes etwas schief?
Insulin — und wo läuft bei Diabetes etwas schief? Der Antwort sind Wissenschaftler vom Helmholtz Zentrum München, der TU München und dem Deutschen Zen­trum für Diabetesforschung einen Schritt näher gekommen. Sie entdeckten einen bisher unbekannten Insulinrezeptor (ein Eiweißstoff auf der Zellmembran, der dem Insulin hilft, seine Wirkung zu entfalten) und nannten ihn "Inceptor". Blockiert man ihn, hilft das den Betazellen, ihren Job besser zu machen. Sie sind für die Kontrolle des Blutzuckers verantwortlich. Damit bestehe die Chance, ein neues Medikament gegen Diabetes zu entwickeln, so die Forscher.
19.06.2021, Bildnachweis: istock/Yuri Arcurs

Studie zeigt: Je höher der Alkoholkonsum, desto stärker steigt das Risiko für Blut­hochdruck
Was macht Alkohol mit unserem Blutdruck? Das fragen sich Wissenschaftler schon seit 100 Jahren, mit unterschiedlichen Erkenntnissen. US-Forscher schauten jetzt bei mehr als 10 200 Teilnehmern einer Studie (alle mit Typ-2-Diabetes) genauer hin. Das Ergebnis ist ein Spielverderber für alle, die gern mal ein Gläschen trinken: Je höher der Alkoholkonsum, desto stärker steigt das Risiko für Blut­hochdruck.
Mäßiger Konsum
(8 bis 14 Getränke pro Woche):
Das Risiko für Bluthochdruck steigt auf das 1,8-Fache

 

Starker Konsum
(mehr als 15 Getränke pro Woche): Das Risiko steigt auf das
3-Fache
Quelle: Journal of the American Heart Association, 2020
08.06.2021, Bildnachweis: iStock/ericsphotography

Eine wichtige Nebenwirkung bei Insulin: Unterzuckerungen
Kein Medikament ohne Neben­wirkungen — Insulin macht dabei keine Ausnahme. Eine wichtige Nebenwirkung sind Unterzuckerungen. Ein Chemiker aus Dänemark wollte sich damit nicht abfinden. Er veränderte die Struktur des Insulinmoleküls so, dass es bei niedrigem Blut­zuckerspiegel nicht wirkt. Das veränderte Hormon entfaltet seine zuckersenkende Wirkung erst bei steigenden Blutzuckerwerten. Erste Tierversuche verliefen erfolgreich.
22.05.2021, Bildnachweis: istock/Evgeniy Anikeev

Einfach und schmerzlos: Ultraschall der Bauchaorta
Bei Männern ab 65 Jahre bezahlen die Kassen die Ultraschall­untersuchung der Bauchaorta. Früh erkannt kann eine Aussackung der Schlagader gut behandelt werden. Experten fordern, den Vorsorgecheck auf Frauen auszuweiten. Wenn sie rauchen, sei ihr Risiko, dass ein solches Aneurysma ein­reißt, nämlich sogar höher als bei gleichaltrigen Männern.
20.05.2021, Bildnachweis: istock/inside Creative House

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