Möglicherweise gibt es bald eine Alternative zur Notfallspritze für Diabetiker
Für Diabetiker, die zu schweren Unterzuckerungen neigen, könnte es bald eine Alternative zur Notfallspritze geben. In Amerika hat die Gesundheitsbehörde FDA einem Glukagon-Nasenspray die Zulassung erteilt. Es ist leichter zu hand­haben als die Glukagon-Spritze. Ob und wann das Nasenspray in Deutschland zugelassen wird, ist offen.
08.02.2020, Bildnachweis: istock/TommL

Forscher haben verschiedene Methoden der Blutdruckmessung untersucht
US-Forscher untersuchten verschiedene Methoden der Blutdruckmessung, berichtet das Fachmagazin JAMA. Das Ergebnis: Ambulante Blutdruckmessungen über 24 Stunden sagten am ehesten voraus, ob ein Mensch wegen Blut­hochdrucks ein erhöhtes Risiko etwa für einen Herzinfarkt hat. Die Langzeit-Blutdruckmessungen über 24 Stunden veranlasst zum Beispiel der Hausarzt. Selbstmessungen zu Hause sind aber ebenfalls wichtig, damit der Arzt zum Beispiel die Dosis der Blutdruckmedikamente gut einstellen kann.
29.01.2020, Bildnachweis: iStock/leezsnow

Besser leben mit Diabetes: Eine Reha kann dabei helfen
Typ-2-Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die grundsätzlich einen Reha-Bedarf begründen kann. Darüber informiert die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG). Erster Ansprechpartner in Sachen Reha-Antrag sei in der Regel der behandelnde Arzt, der ein Gutachten erstellt und den Antrag an den zuständigen Kostenträger weiterleiten kann. Auf ihrer Online-Seite bietet die DDG einen Überblick über Kliniken mit Diabetes-Schwerpunkt. Eine Reha soll Diabetikern helfen, ihre ­Erkrankung besser zu managen und ihre Lebensqualität zu verbessern.
21.01.2020, Bildnachweis: istock/KatarzynaBialasiewicz

Einlegesohlen könnten Zahl der Fußamputationen bei einem diabetischen Fußsyndrom reduzieren
Tausenden Menschen jährlich muss ein Fuß amputiert werden, weil sich ein diabetisches Fußsyndrom entwickelt hat. Einlegesohlen für Schuhe, entwickelt an der Universität Magde­burg, könnten dies künftig verhindern. Das Prinzip: Sensoren messen die Temperatur der Füße und senden die Werte an die Ärzte der Uniklinik. "Fieber an den Füßen entsteht bereits fünf Wochen bevor sich ein Geschwür bildet", erklärt Professor Dr. Peter Mertens, der die Sohlen in einer Studie testet. Genug Zeit, um bei Problemen schnell zu reagieren. Wann es die Sohlen für alle Betroffenen gibt, steht noch nicht fest.
17.01.2020, Bildnachweis: istock/Toa55

Eine Studie zeigt den Nutzen einer regelmäßigen Selbstmessung
Nicht gut eingestellte Patienten mit Typ-2-Diabetes profitieren von einer regelmäßigen Selbstmessung des Blutzuckers. Und zwar auch dann, wenn sie kein Insulin spritzen. Das ergab eine Studie von Ärzten der britischen Universität Swansea. Die Forscher zeigten, dass Menschen, die regelmäßig selbst ihren Blutzucker kontrollieren, sehr viel häufiger normale Blutzucker-Langzeitwerte (HbA1c-Werte) erreichten als solche, die nicht regelhaft maßen.
07.01.2020, Bildnachweis: istock / vgajic

Schnee schaufeln: Gefahr fürs Herz
Typisch Winter: Das Thermometer unter null. Minusgrade, vor allem in Verbindung mit Anstrengung, erhöhen das Risiko für einen Herzinfarkt, zeigt eine schwedische Bevölkerungsstudie. "Herzkranke sollten sich bei Kälte nicht anstrengen", warnt Kardiologe Dr. Heribert Brück aus Erkelenz. "Bei niedrigen Temperaturen können sich die Herzkranzgefäße verengen." Wer rausgeht, sollte zuvor seine Medikamente genommen haben.
06.01.2020, Bildnachweis: iStockphoto/Zest Marina

Studie zeigt: Zahl derer, bei denen Blutdrucksenker nicht anschlagen, ist geringer als angenommen
Die Zahl der Menschen, bei denen Blutdrucksenker nicht anschlagen, ist nied­riger als angenommen, so eine Studie der Universität Ottawa (Kanada) mit vermeintlich therapieresistenten Teilnehmern. Nahmen diese ihre Medikamente unter Aufsicht, erreichten deutlich mehr von ihnen die Zielwerte. Die Studienärzte schließen daraus, dass viele Patienten die Tabletten oft einfach nicht nehmen.
24.12.2019, Bildnachweis: iStock/calina

Forscher hoffen, mit Erkenntnis aus neuer Studie die Früherkennung von Krankheitsschüben sowie die Therapien verbessern zu können
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind weltweit verbreitet. Als mögliche Ursache wurden auch immer wieder Veränderungen im Mikrobiom des Darms diskutiert. Jetzt konnten US-Forscher erstmals die Veränderungen und ihre Folgen bei Betroffenen genau­er aufzeigen. Sie beobachteten ein Jahr lang 132 Studienteilnehmer, die Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder keine Erkrankung hat­ten, und analysierten 3000 Stuhl-, Gewebe- und Blutproben. Die Wissenschaftler berichten im Fachmagazin Nature, dass bei Krankheitsschüben jene Keime der Darm­­­flora reduziert waren, denen eher entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Dadurch verstärkte sich die Entzündung vermutlich weiter. Die Forscher hoffen, mithilfe der Erkenntnis die Früherkennung von Krankheitsschüben sowie die Therapien zu verbessern.
30.10.2019, Bildnachweis: istock / Nerthus

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