Einlegesohlen könnten Zahl der Fußamputationen bei einem diabetischen Fußsyndrom reduzieren
Tausenden Menschen jährlich muss ein Fuß amputiert werden, weil sich ein diabetisches Fußsyndrom entwickelt hat. Einlegesohlen für Schuhe, entwickelt an der Universität Magde­burg, könnten dies künftig verhindern. Das Prinzip: Sensoren messen die Temperatur der Füße und senden die Werte an die Ärzte der Uniklinik. "Fieber an den Füßen entsteht bereits fünf Wochen bevor sich ein Geschwür bildet", erklärt Professor Dr. Peter Mertens, der die Sohlen in einer Studie testet. Genug Zeit, um bei Problemen schnell zu reagieren. Wann es die Sohlen für alle Betroffenen gibt, steht noch nicht fest.
17.01.2020, Bildnachweis: istock/Toa55

Eine Studie zeigt den Nutzen einer regelmäßigen Selbstmessung
Nicht gut eingestellte Patienten mit Typ-2-Diabetes profitieren von einer regelmäßigen Selbstmessung des Blutzuckers. Und zwar auch dann, wenn sie kein Insulin spritzen. Das ergab eine Studie von Ärzten der britischen Universität Swansea. Die Forscher zeigten, dass Menschen, die regelmäßig selbst ihren Blutzucker kontrollieren, sehr viel häufiger normale Blutzucker-Langzeitwerte (HbA1c-Werte) erreichten als solche, die nicht regelhaft maßen.
07.01.2020, Bildnachweis: istock / vgajic

Schnee schaufeln: Gefahr fürs Herz
Typisch Winter: Das Thermometer unter null. Minusgrade, vor allem in Verbindung mit Anstrengung, erhöhen das Risiko für einen Herzinfarkt, zeigt eine schwedische Bevölkerungsstudie. "Herzkranke sollten sich bei Kälte nicht anstrengen", warnt Kardiologe Dr. Heribert Brück aus Erkelenz. "Bei niedrigen Temperaturen können sich die Herzkranzgefäße verengen." Wer rausgeht, sollte zuvor seine Medikamente genommen haben.
06.01.2020, Bildnachweis: iStockphoto/Zest Marina

Studie zeigt: Zahl derer, bei denen Blutdrucksenker nicht anschlagen, ist geringer als angenommen
Die Zahl der Menschen, bei denen Blutdrucksenker nicht anschlagen, ist nied­riger als angenommen, so eine Studie der Universität Ottawa (Kanada) mit vermeintlich therapieresistenten Teilnehmern. Nahmen diese ihre Medikamente unter Aufsicht, erreichten deutlich mehr von ihnen die Zielwerte. Die Studienärzte schließen daraus, dass viele Patienten die Tabletten oft einfach nicht nehmen.
24.12.2019, Bildnachweis: iStock/calina

Forscher hoffen, mit Erkenntnis aus neuer Studie die Früherkennung von Krankheitsschüben sowie die Therapien verbessern zu können
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind weltweit verbreitet. Als mögliche Ursache wurden auch immer wieder Veränderungen im Mikrobiom des Darms diskutiert. Jetzt konnten US-Forscher erstmals die Veränderungen und ihre Folgen bei Betroffenen genau­er aufzeigen. Sie beobachteten ein Jahr lang 132 Studienteilnehmer, die Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder keine Erkrankung hat­ten, und analysierten 3000 Stuhl-, Gewebe- und Blutproben. Die Wissenschaftler berichten im Fachmagazin Nature, dass bei Krankheitsschüben jene Keime der Darm­­­flora reduziert waren, denen eher entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Dadurch verstärkte sich die Entzündung vermutlich weiter. Die Forscher hoffen, mithilfe der Erkenntnis die Früherkennung von Krankheitsschüben sowie die Therapien zu verbessern.
30.10.2019, Bildnachweis: istock / Nerthus

Wirkstoff Liraglutid kann für Menschen mit Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen von Vorteil sein, so die KBV
Der Wirkstoff Liraglutid kann für Menschen mit Typ-2-­Diabetes und Herz-Kreislauf-­Erkrankungen von Vorteil sein, so die ­Kassenärztliche Bundesvereinigung. Ärzte können den Blutzuckersenker, der gespritzt wird und unter anderem beim Abnehmen hilft, manchen Diabetikern deshalb künftig im ­Rahmen eines Disease-Management-Programms verschreiben.
12.10.2019, Bildnachweis: istock / vgajic

Forscher berichten: Je später ein Diabetes Typ 2 auftritt, umso günstiger ist das für die Lebenserwartung
Je später ein Diabetes Typ 2 auftritt, umso günstiger ist das für die Lebenserwartung: Das berichten Forscher der Universität Glasgow in Schottland. Erkrankt ein Mensch etwa erst mit über 80 Jahren an Diabetes, hat er dieselbe Lebens­erwartung wie ein Gleichaltriger ohne Diabetes.
13.09.2019, Bildnachweis: iStock/bowdenimages

Forscher finden heraus: E-Zigaretten behindern die Wundheilung
Für viele Menschen mit Diabetes ohnehin ein Problem: schlechte Wundheilung. Nun fanden Forscher unter anderem der Boston University School of Medicine heraus: Auch die vermeintlich weniger schädlichen E-Zigaretten behindern die Wundheilung. Schuld sei unter anderem die gefäßverengende Wirkung des Nikotins. Die Ärzte raten allen Patienten, wenigstens vor und nach einem operativen Eingriff aufs Rauchen zu verzichten.
31.08.2019, Bildnachweis: Thinkstock/iStock

Eine kleine Auszeit am Tag tut dem Körper gut
Dass ein niedriger Salzkonsum und der Verzicht auf Alkohol den Blutdruck senken, gilt schon länger als erwiesen. Eine Studie im Fachmagazin des American College of Cardiology legt nahe, dass auch ein Mittagsschlaf ähnliche Effekte erzielen kann. Wissenschaftler in Griechenland untersuchten rund 200 Studienteilnehmer, die im Durchschnitt 62 Jahre alt waren und einen oberen (systolischen) Blutdruck von 130 mm/Hg hatten. Hielten sie eine Stunde Mittagsschlaf, sank dieser Wert um 3 mm/Hg. Die Forscher gehen davon aus, dass der Nutzen einer Siesta bei erhöhtem Blutdruck noch größer ausfällt. Bereits ein um 2 mm/Hg reduzierter systolischer Wert wirke sich günstig aus, weil er das Risiko für Herz-Kreis­lauf­­-Erkrankungen wie beispielsweise einen Infarkt um zehn Prozent verringern könne.
20.08.2019, Bildnachweis: iStock/AndreyPopov

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG