Forscher empfehlen bei ungewollt kinderlosen Männern eine Untersuchung auf Prädiabetes
Unfruchtbarkeit bei Männern kann ein Hinweis auf einen beginnenden Typ-2-Diabetes sein. In einer italienischen Studie hatten Männer mit einem Diabetes-Vorstadium unter anderem eine schlechtere Spermienqualität als Stoffwechselgesunde. Das Problem: Vorstufen des Diabetes bleiben sehr häufig unerkannt, weil Betroffene keine Beschwerden haben. Die Forscher empfehlen daher: Bei ungewollt kinderlosen Männern sollten Ärzte auch an einen solchen Prädiabetes denken. 
17.04.2019, Bildnachweis: iStock/krblokhin

Forscher zeigen Möglichkeit, einem Blutdruckabfall kurz nach dem Aufstehen entgegenzuwirken
Besonders ältere Menschen können unter Blutdruckschwankungen leiden, bei denen der Druck kurz nach dem Aufstehen plötzlich sehr stark abfällt. Das kann unter anderem das Sturzrisiko erhöhen. Wer sich nach dem Liegen erst mal an den Bettrand setzt, gibt dem Kreislauf Zeit, sich anzupassen. Im Fachblatt Neurology berichten Forscher der Universität Newcastle (Großbritannien), dass auch ein knapper halber Liter Wasser, fünf Minuten vor dem Aufstehen getrunken, einem Blutdruckabfall vorbeugen könne. Bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer ließ sich so der Abfall minimieren. Kompressionsstrümpfe oder die Beine zu überkreuzen zeigten sich in der Untersuchung etwas weniger wirksam.
 13.04.2019, Bildnachweis: istock/Eva Katalin

Fast alle Getreidearten enthalten das Klebereiweiß Gluten
Viele Menschen verzichten auf Gluten, weil sie das Klebereiweiß im Getreide für diverse Leiden verantwortlich machen wie etwa Typ-2-Diabetes. Mit dieser Erkrankung habe Gluten aber nichts zu tun, ergaben drei große Studien, die Forscher aus den USA und China in der Fachzeitschrift Diabetologia zusammenfassen. Allerdings enthält glutenhaltiges Getreide auch sogenannte Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI). Laborversuchen zufolge könnten diese zur Diabetes-Entstehung beitragen, so Stoffwechsel-Experte Professor Detlef Schuppan von der Universität Mainz im Fachmagazin Hepatology. Ob ein Gluten- und damit ATI-Verzicht ratsam ist, können jedoch nur weitere Studien mit Menschen klären.
26.02.2019, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

Forscher haben einen Selbstschutzmechanismus des Körpers entdeckt, der Blutgerinnsel auflösen kann
Der Körper verfügt über einen Mechanismus, der Blutgerinnsel auflösen kann, ehe sie ein Gefäß verschließen. Das haben Forscher aus Tübingen, Lübeck und Würzburg entdeckt und im Fachmagazin Nature Communications publiziert. Die Kraft des vorbeifließenden Bluts bewirkt, dass mehr von der Substanz cGMP freigesetzt wird. Sie verhindert das Anhaften weiterer Blutplättchen. Das könne den Forschern zufolge auch erklären, warum Menschen, die genetisch bedingt weniger cGMP bilden, häufiger einen Herzinfarkt erleiden.
25.02.2019, Bildnachweis: iStock/szefei

Forscher finden heraus: Das Wetter könnte möglicherweise das Herzinfarktrisiko beeinflussen
Es könnte auch am Wetter liegen: An kalten Tagen mit niedrigem Luftdruck, starkem Wind und wenig Sonne ist das Herzinfarktrisiko am höchsten. Das berichten schwedische Forscher im Fachblatt JAMA Cardiology. Sie hatten 274.000 Fälle aus dem schwedischen Herzinfarktregister ausgewertet.
23.02.2019, Bildnachweis: iStock/TARIK KIZILKAYA

Ändert sich der Blutfluss in der Leber, reagieren Zellen in den Gefäßen
Die Leber ist das einzige Organ, das sich regenerieren kann, auch wenn ein Teil entfernt wurde. Forscher beschreiben jetzt im Magazin Nature, warum. Ist die Leber verkleinert, fließt mehr Blut durch die Gefäße, sie weiten sich. Darauf reagieren Zellen in den Gefäßen. Sie setzen Botenstoffe frei, die das Wachstum auslösen. Sobald die Leber normale Größe erreicht hat, lässt das Signal nach, und das Wachstum wird eingestellt.
01.02.2019, Bildnachweis: iStockphoto/Eraxion

Ein gesunder Lebensstil sowie warme Wohnungen im Winter können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken
Niedrige Temperaturen können den Druck in den Blutgefäßen steigen lassen. Das ergab eine Studie aus England mit Daten von mehr als 4600 Erwachsenen im Journal of Hypertension. Mit jedem Grad Celsius weniger lagen der systolische und der diastolische Wert um knapp 0,5 mmHg höher. Bei Menschen, die nur wenig Sport treiben, war der Effekt besonders deutlich. Die Wissenschaftler schlagen neben einem gesunden Lebensstil vor, Wohnungen im Winter warm zu halten. Das könne helfen, steigenden Blutdruck zu bremsen und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Abgesehen von warmen Räumen, sollte man sich aber vor allem bewegen, damit der Blutdruck normal bleibt.
31.12.2018, Bildnachweis: istock/Phil Keen

Eine Veränderung des Lebensstils wirkt bei Menschen mit Typ-2-Diabetes dem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegen
Menschen mit Typ-2-Diabetes haben oft ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und dadurch auch für einen frühzeitigen Tod. Aber eine Veränderung des Lebensstils zahlt sich aus, wie Forscher im Fachblatt New England Journal of Medicine berichten. Wenn die Patienten ihren Blutzucker, Blutdruck und ihr LDL-Cholesterin in den Normalbereich senken, nicht rauchen und eine diabetesbedingte Nierenschädigung verhindern, ist das Sterberisiko nicht erhöht.
28.12.2018, Bildnachweis: istock/LightFieldStudio

Erektionsstörungen können ein Hinweis sein, dass Herz und Gefäße in Gefahr sind
Probleme mit der Potenz sind häufig eine Folge von Durchblutungsstörungen und können ein erstes Zeichen für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung sein. Dieser Zusammenhang wurde jetzt durch eine amerikanische Studie bestätigt. Männer mit Erektionsstörungen sollten daher die Risikofaktoren für das Herz-Kreislauf-System wie erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte sowie Bluthochdruck im Auge behalten und mit dem Arzt besprechen, welche Behandlung sinnvoll ist.
11.12.2018, Bildnachweis: iStock / Sasin Paraksa

Frauen, die viel arbeiten, erkranken häufiger an Diabetes
Frauen, die mindestens 45 Stunden pro Woche arbeiten, haben ein erhöhtes Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Das stellten Forscher der Universität Toronto in Kanada fest. Bei Männern zeigte sich dieser Trend nicht. Verwunderlich ist der negative Effekt von Vielarbeit nicht: Schließlich bleibt bei einem erhöhten Arbeitspensum nur wenig Zeit für Bewegung, Entspannung und gesunde Ernährung.
10.12.2018, Bildnachweis: iStock/Demid

Saunabaden stärkt nicht nur das Herz-Kreislauf-System. Auch vor einem Schlaganfall kann das Schwitzen schützen
Gute Nachricht für Freunde des Schwitzbads: Wer vier- bis siebenmal pro Woche sauniert, kann sein Schlaganfall­risiko deutlich senken. So das Ergebnis ­einer Studie, veröffentlicht im Fach­blatt Neurology. Auch wer "nur" zwei- bis dreimal pro Woche in der Sauna schwitzt, erzielt noch einen gewissen Schutzeffekt. Wichtig: Menschen mit ­erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko sollten vorher unbedingt mit ihrem Arzt sprechen.
01.12.2018, Bildnachweis: istock/nd3000

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