Diabetes ist auch in späten Jahren eine ernst zu nehmende Erkrankung
Diabetes ist auch in unseren späten Jahren eine ernst zu nehmende Erkrankung. Wer mit 80 betroffen ist, hat im Schnitt eine fast anderthalb Jahre geringere Lebenserwartung als Senioren ohne Diabetes, zeigt eine australische Langzeitstudie. Auch die Zeit, in der man sich gesundheitlich gut fühlt, verkürzt sich. Fazit der Forscher: Eine sorgfältige Diabetestherapie bleibt wichtig.
21.01.2021, Bildnachweis: istock/Mark Skalny

Eine Studie zeigt: Jüngere und ältere Typ-1-Diabetiker können von einer kontinuierlichen Glukosemessung profitieren
Jüngere und ältere Typ-1-Diabetiker können von einer kontinuierlichen Glukosemessung profitieren. Das ergab die Analyse von zwei Studien, die im amerikanischen Ärzteblatt JAMA veröffentlicht wurde. Bei Typ-1-Diabetikern im Alter zwischen 14 und 24 Jahren verbesserten sich durch kontinuierliche Glukosemessung die Blutzucker-Langzeitwerte. Kontinuierliches Messen bei Patien­ten über 60 Jahre führte dazu, dass sie weniger Minuten pro Tag im Unterzucker waren.
13.01.2021, Bildnachweis: istock/Kosamtu

Studie: Mit Energie angereicherte Argongassoll die Heilung bei Fußwunden stimulieren
Hoffnung für chronische Fußwunden bei Diabetes: Am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen sowie am Klinikum Karlsburg in Mecklenburg-Vorpommern wurden die Wunden von 43 Patienten 14 Tage lang über einen Applikator, ähnlich einem Insulinpen, mit speziellem Gas behandelt. Das mit Energie angereicherte Argongas, sogenanntes Kaltplasma, soll die Heilung stimulieren. Die Wundoberflächen hatten sich nach der Kaltplasmabehandlung verkleinert, im Durchschnitt um knapp 70 Prozent, bei der Standardbehandlung in der Kontrollgruppe um 45 Prozent. Um Sicherheit und Wirksamkeit des Verfahrens zu beurteilen, sind weitere Studien erforderlich.
23.12.2020, Bildnachweis: istock/ Metamorworks

Eine Studie gibt Auskunft über eine frühe Rhythmus-erhaltende Therapie
Patienten, bei denen Vorhofflimmern diagnostiziert wurde, profitieren davon, wenn sie früh eine Rhythmus-erhaltende Therapie bekommen – also ge­­eignete Medikamente oder eine Katheterablation. In der Folge kam es laut einer auf dem Europäischen Kardiologenkongress vorgestellten Studie zu weniger Schlaganfällen, Herzinsuffizienz oder anderen Komplikationen.
21.12.2020, Bildnachweis: iStock/Spukkato

Herz im Takt? Das EKG zeigt es
Vorhofflimmern erhöht nicht nur das Risiko für einen Schlaganfall. Die Rhythmusstörung kann auch die geistige Leistungsfähigkeit schwächen, stellten Hamburger Ärzte fest, die Studien zum Thema durchforstet haben. Die gute Nachricht: Gerinnungshemmer, welche die Patienten meist zum Schutz vor Schlaganfall verordnet bekommen, könnten auch Einbußen im Kopf entgegenwirken.
09.12.2020, Bildnachweis: iStock/Tomm L.

Deutsche Diabetes Gesellschaft gibt einen „Fuß-Pass“ heraus
Das diabetische Fußsyndrom ver­ursacht in Deutschland 40 000 Amputationen pro Jahr. Die Hälfte könnte durch Prävention und Therapien zumindest begrenzt oder verhindert werden. Davon ist die Deutsche Diabetes Gesellschaft überzeugt und gibt einen "Fuß-Pass" heraus: Seine Farben zeigen an, ob ein geringes, mittleres oder hohes Risiko für eine Ampu­tation besteht und in welchen Abständen zur Kontrolle geraten wird. Er informiert auch über das Recht auf Zweitmeinung vor einer OP.
24.11.2020, Bildnachweis: istock/spukkato

Kurz auf die Couch oder ins Bett — das tut dem Herzen gut
Kurz auf die Couch oder ins Bett — das tut dem Herzen gut: In einer griechischen Studie waren die Werte von Bluthochdruckpatienten, die nach dem Mittagessen eine knappe Stunde schliefen, niedriger als die von Teilnehmern mit Bluthochdruck, die wach blieben. Ihr sys­tolischer Blutdruck sank im Durchschnitt um 3 mmHg. Auch wenn der Effekt eher gering erscheine: Schon 2 mmHg weniger senkten das Risiko, etwa einen Herzinfarkt zu erleiden, um bis zu zehn Prozent, sagen die Forscher.
18.11.2020, Bildnachweis: iStock/Yulia Images

Besonders gefährlich: das Fett im Bauchbereich, das die inneren Organe und Blutgefäße umgibt
Das Fett im Bauchbereich, das die inneren Organe und Blutgefäße umgibt, gilt als besonders gefährlich: Es lässt unter anderem das Risiko für Diabetes Typ 2 steigen. Vor allem Menschen, die viel Zucker konsumieren, laufen Gefahr, Bauchfett anzusetzen. Das zeigte eine Langzeitstudie, die die Europä­ische Gesellschaft für Kardio­logie veröffentlichte. Problematisch ist besonders der Zucker in gesüßten Getränken, der sehr schnell ins Blut gelangt.
06.11.2020, Bildnachweis: istock/sockfotocz

Studie zeigt: Musiktherapie kann Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten unterstützen
Musiktherapie kann die Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten unterstützen. Das ergab eine Untersuchung, die im Fachmagazin Topics in Stroke Rehabilitation veröffentlicht wurde. Zwei Jahre lang übten dafür 177 Patienten zweimal wöchentlich mit Keyboards, Trommeln und Rhythmusinstrumenten für die Hand sowie mit virtuellen Instrumenten auf einem Touchscreen. Nicht nur ihre Konzentration und die Stimmungslage verbesserten sich, sondern auch die Armfunktion und der Gang.
23.09.2020, Bildnachweis: iStock/gerenme

Bei jungen Menschen mit Typ-1-Diabetes treten Autoimmunerkrankungen häufiger auf
Vor allem bei jungen Menschen mit Typ-1-Diabetes treten Autoimmunerkrankungen wie Zöliakie häufiger auf als bei Stoffwechselgesunden. Doch gerade bei milderen Symptomen werde diese Glutenunverträglichkeit, bei der es zu Entzündungen im Darm kommt, oft übersehen, so diabetesDE – Deutsche Diabetes Hilfe.
02.09.2020, Bildnachweis: iStock/CasarsaGuru

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG