Studie zeigt: Senioren brauchen Hilfe, um Gesundheitstipps zu beherzigen
Bewegen, schön und gut. Aber wie? ­Damit Gesundheitstipps beherzigt werden, brauchen Senioren Hilfe, zeigt eine ­australische Studie. Ältere mit Gedächtnisproblemen bekamen Ratschläge zur Vorbeugung von Demenz, etwa körper­liche Aktivität. Aber nur Teilnehmer, die auch ein Training vom Physiotherapeuten ­erhielten, kamen in die Gänge – und verbesserten ihre geistige Fitness.
19.01.2021, Bildnachweis: istock/Katarzyna Bialasiewicz

Studie deutet auf fittere Ältere hin
Sind heutige Senioren fitter als ­frühere Generationen von Älteren? Eine ­­finnische Studie deutet darauf hin. So hatten zwischen 1938 und 1943 ­geborene Teilnehmer ein flotteres ­­Gehtempo und konnten kräftiger zupacken als Personen der ­Jahr­gänge 1910 bis 1914, die vor 28 ­Jahren ­untersucht worden waren.
18.01.2021, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

Eine Studie zeigt: Die sexuelle Zufriedenheit nimmt im Alter nicht ab
Die sexuelle Zufriedenheit nimmt im Alter nicht ab – das hat die Studie "Gesundheit und Sexualität in Deutschland" (GeSiD) ergeben. Allerdings wirken sich körperliche und psychische Belastungen oft negativ auf das Sexualleben aus. Bei den Befragten, die ihren Gesundheitszustand als mittelmäßig bis schlecht beschrieben, war deshalb auch die sexuelle Zufriedenheit deutlich reduziert – im Gegensatz zu den Befragten mit gutem Gesundheitszustand. Die Autoren der Studie schlagen deshalb vor, dass Ärzte besser für das Thema sensibilisiert werden und ihre Patienten künftig routinemäßig auf das Thema Sex ansprechen sollten. So können negative Veränderungen im Sexualleben ein Anzeichen für gesundheitliche Beschwerden sein.
15.01.2021, Bildnachweis: istock/Goodboy Picture Company

Wer nicht glaubt, was im Ausweis steht, hat es gut
Wie bitte – schon 75? Wer nicht glaubt, was im Ausweis steht, hat es gut. Je jünger sich Senioren fühlen, desto geringer ist offenbar ihr Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall in den Folgejahren. Das berechneten Forscher anhand der Langzeitdaten von rund 10 700 ab 50-Jährigen aus den USA. Im subjektiven Alter spiegeln sich oft Risikofaktoren für Gefäßleiden. So gehen Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes mit einem höheren gefühlten Alter einher. Wer sich als älter empfindet, als er ist, sollte das ruhig beim Arzt ansprechen.
14.01.2021, Bildnachweis: istock/kate sept2004

Forscher verraten, was Senioren durch die Corona-Pandemie hilft
Hobbys pflegen, raus in die ­Natur gehen, per Video-Chat mit Familie und Freunden Kontakt halten: Solche Dinge helfen älteren Menschen, die Corona-Pandemie psychisch gut zu überstehen, sagen US-Forscher. Sie befragten 825 Senioren zu deren Erfahrungen in den vergangenen Monaten. Als belastend erlebten die Teilnehmer dagegen die soziale Isolation und die Sorge um andere Menschen im privaten Umfeld.
09.01.2021, Bildnachweis: istock/RGStudio

Forscher berichten: Positiv dem Älterwerden gegenüberstehen zahlt sich aus
Was werden uns die späten Jahre bringen? Wer dem ­Älterwerden positiv gegenübersteht, hat auf lange Sicht nicht nur bessere Karten für die eigene Gesundheit, ­sondern fördert damit offenbar auch das körperliche und psychische Wohlergehen des Partners. Das berechneten US-amerikanische Forscher anhand der Daten einer Langzeitstudie mit Menschen ab 50.
19.11.2020, Bildnachweis: istock/CourtneyK

Eine Studie vergleicht die Lebenserwartung 2001 und 2018
Wir werden immer älter – eine gute Entwicklung, möchte man meinen. Doch ist die gewonnene Lebenszeit eine sorglose Zeit? Das untersuchte jetzt eine finnische Studie. Sie verglich die Lebenserwartung 2001 und 2018. Das Ergebnis: 90-jährige Frauen dürfen heute auf mehr Jahre ohne Alltagseinschränkungen hoffen. Frei von Krankheit sind die zusätzlichen Jahre aber weder für Frauen noch für Männer: Demenz und Herz-Kreislauf-Leiden können sie plagen.
16.11.2020, Bildnachweis: istock/urbazon

Bewegung kann dem Angehörigen guttun und die Pflege erleichtern
Sie kümmern sich um einen Menschen mit Demenz? Bewegung kann Ihrem Angehörigen guttun – und die Pflege erleichtern. Das sagt Dr. Tim Fleiner von der Deutschen Sporthochschule Köln. In einer Studie an der LVR-Klinik Köln beobachtete der Bewegungsforscher, dass die Pflegebelastung sinkt, wenn Demenzkranke Kraft- und Ausdauertraining erhalten. Tipp: Fragen Sie bei der Alz­heimer-Gesellschaft oder bei Sportvereinen nach Angeboten!
14.11.2020, Bildnachweis: istock/KatarzynaBialasiewicz

Studie zeigt: Regelmäßig körperlich aktive Demenzpatienten profitieren nicht nur selbst davon
Sind Demenzpatienten regelmäßig körperlich aktiv, profitieren nicht nur sie selbst davon. Auch die von Pflegekräften empfundene Belastung sinkt merklich, fand eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln heraus. Patienten trainierten dabei Kraft und Ausdauer mehrmals über den Tag verteilt in kleinen Gruppen, jeweils etwa 20 Minuten lang. Das brachte zudem mehr Struktur in ihren Alltag. Bei gleicher Medi­ka­tion verringerten sich bei ihnen neuropsychia­trische Symptome wie krankhafte Unruhe und labile Stimmungslagen.
30.10.2020, Bildnachweis: istock/jamstock

Studie zeigt: Kein höheres Demenzrisiko bei Migräne
"Trotz der Tatsache, dass Migränepatienten in seltenen Fällen Veränderungen im Hirngewebe ­aufweisen, haben die Betroffenen kein höheres Risiko, eine Demenz zu entwickeln", sagt Professor Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Das ergab jetzt eine Studie im Fachblatt Headache mit 12 495 Teilnehmern im Alter von 51 bis 70 Jahren – darunter 1397 Migränepatienten.
10.10.2020, Bildnachweis: Thinkstock/istock

Späte Freiheit: Mehr Zeit zu haben empfinden viele als Renten-Plus
"Pappa ante portas": In Loriots Filmkomödie geht der Neurentner Heinrich Lohse seiner Frau auf die Nerven. Doch in der ­Realität sieht es wohl besser aus, lässt eine Studie der Geronto­login Elisa Weber von der Universität Zürich vermuten: Wenn in einer Partnerschaft einer in Rente geht, gewinnen beide an Lebenszufriedenheit – unabhängig davon, ob der andere noch ar­beitet. Weber wertete Langzeitdaten von rund 2100 Paaren aus Deutschland aus.
07.10.2020, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

Für Patienten mit Demenz kann die Entlassung aus der Klinik schwierig sein
Endlich heim! Doch für Patienten mit Demenz kann die Entlassung aus der Klinik schwierig sein. "Anders als jemand, der geistig fit ist, können demenzkranke Menschen oft nicht für zuhause planen", sagt Fanny Schumacher-Schönert. Die Forscherin vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen erprobt den Einsatz von geschulten Pflegekräften, die die Patienten in den Alltag begleiten. "Es zeichnet sich ab, dass das Risiko eines erneuten Klinikaufenthalts sinkt."
06.10.2020, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

Training für Körper und Geist - und für jedes Alter
In die Gänge kommen zahlt sich dreifach aus. Man bleibt nicht nur fit für den Alltag, sondern ist auch psychisch besser aufgelegt und fühlt sich sozial mehr eingebunden als Bewegungsmuffel. Das belegen Zahlen aus einer europäischen Studie mit rund 1700 Senioren um die 80. Wer erst vor Kurzem aktiv wurde, profitiert davon genauso wie Menschen, die schon länger bewegt leben. Auch aus anderen Untersuchungen wissen Forscher, dass Alltagsfitness und seelisches Befinden in den späten Jahren oft zusammenhängen. Übrigens: Als Bewegung gelten in der Medizin bereits Spaziergänge – am besten mehrmals pro Woche.
29.09.2020, Bildnachweis: istock/Global Stock

Experiment zeigt: Langes Liegen könnte nicht nur das Risiko für Gefäße, sondern auch fürs Herz erhöhen
Sommergrippe, Magen-Darm-­Infekt: Wenn man nicht mehr der Jüngste ist, kann einen so etwas stark mitnehmen. Doch bitte nicht so lange das Bett hüten: Senioren bauen viel schneller Muskeln ab als junge Erwachsene. Einem Experiment von US-­Forschern zufolge könnte langes Liegen nicht nur das Risiko für die Gefäße, sondern auch für das Herz erhöhen. "Setzen Sie sich immer mal wieder auf die Bettkante, gehen Sie ein paar Schritte", rät der Geriater Prof. Hans Jürgen Heppner aus Schwelm.
05.09.2020, Bildnachweis: istock/Peopleimages

 

So fern und doch so nah: dank Internet
Für echte Begegnungen gibt es keinen Ersatz. Doch Kontakte über soziale Me­dien wie Facebook oder Twitter können dazu beitragen, dass man sich im Alter gut ein­gebunden fühlt und seltener depressiv ist, folgern Forscher aus Taiwan aus einer Studie mit 156 Senioren. Wem solche sozialen Netzwerke zu anonym oder zu kommerziell sind: Auch andere Möglichkeiten von Smartphone und Tablet wie etwa Video-Anrufe können Einsamkeit lindern, so eine Studienanalyse von 2016.
27.08.2020, Bildnachweis: istock/Monkeybusinessimages

Wer selbst kocht und Frisches der Saison bevorzugt, ernährt sich fast automatisch gesund
Zu viel Pfunde erhöhen das Risiko für zahl­reiche Erkrankungen – aber zu wenig auf den Rippen ist auf Dauer auch nicht gesund, zeigt eine Langzeitstudie aus Schweden. Ab 65 ist demnach Untergewicht der größte Risikofaktor für Gebrechlichkeit. Sich die Freude am Essen im Alter zu erhalten bedeutet daher nicht nur Lebensqualität, sondern auch Vorsorge. Wer selbst kocht und Frisches der Saison bevorzugt, ernährt sich fast automatisch gesund.
26.08.2020, Bildnachweis: iStock/marucyan

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