Wer sich im hohen Alter seine Zuversicht bewahrt, hat bessere Chancen, auch die 90 zu schaffen
85 – na und? Wer sich im hohen Alter seine Zuversicht bewahrt, hat bessere Chancen, auch die 90 zu schaffen. Das errechneten israelische Forscher anhand der Langzeitdaten von rund 1600 Senioren. Nach früheren Studien kann eine positive Haltung auch helfen, im Alter gesund zu bleiben. Optimismus kann man ein Stück weit lernen – etwa indem man jeden Tag gute Momente aufschreibt.
15.07.2021, Bildnachweis: istock/urbazon

Studie zeigt: Umgang mit Kindern tut älteren Menschen in vielerlei Hinsicht gut
Laut, manchmal anstrengend, aber stets ein Grund zur Freude. Viele von uns haben Kinder schmerzlich vermisst, als in den vergangenen Monaten die Kontakte beschnitten wurden. Kein Wunder: Der Umgang mit Kindern tut älteren Menschen in vielerlei Hinsicht gut. So liefert jetzt eine Studie der Wiener Soziologin Dr. Valeria Bordone Hinweise, dass sich Senioren jünger fühlen, wenn sie sich um den Nachwuchs kümmern. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Enkel oder andere Kinder handelt – etwa aus der Nachbarschaft. Bordone: "Die Forschung weiß auch, dass der Kontakt zu Kindern die geistige Fitness fördert."
05.07.2021, Bildnachweis: istock/Alvarez

Studie zeigt: Männer sind zufriedener als Frauen in der Rente
Wie verändert sich die Lebensqualität mit der Rente? Dieser Frage sind US-Forscher nachgegangen und haben herausgefunden: Männer sind zufriedener als Frauen. Zwar genießen beide Geschlechter die neue Freizeit und das Familienleben, doch Frauen sorgen sich eher um ihre Finanzen als Männer. Und das drückt die Lebensqualität im Ganzen. Auch in Deutschland ist Altersarmut gerade für Frauen ein großes Problem: Ihre Rente fällt im Schnitt 46 Prozent niedriger aus als die der Männer.
12.06.2021, Bildnachweis: iStock/Savushkin

Künstlerisch aktiv zu werden verbessert die Leistungsfähigkeit des Gehirns
Leichte Einbußen der Denk­leistung kommen bei älteren Menschen häufiger vor. Damit ist auch das Risiko verbunden, an einer Demenz zu erkranken. Dieses ist bei Menschen mit Diabetes ohnehin erhöht. Nun zeigte eine Studie chinesischer Forscher, dass sich mit einer sogenannten kreativen Expressionstherapie sehr gut vorbeugen lässt: Künstlerisch aktiv zu werden — etwa zu ­tanzen, zu malen oder Geschichten zu erzählen — verbesserte die Leistungsfähigkeit des Gehirns noch deutlicher als das übliche Gedächtnistraining mit Übungsaufgaben.
31.05.2021, Bildnachweis: Thinkstock/istock

Zahl der Kurzzeitpflegeplätze in Heimen 2019 geringer als 2011
Während deutsche Pflegeheime seit 2011 fast 100 000 Plätze zusätzlich eingerichtet haben, ging die ohnehin geringe Zahl an Kurzzeitpflegeplätzen auf unter 10 000 zurück. Das macht es noch schwerer für pflegende Angehörige, die einen Pflegebedürftigen vorübergehend im Heim unterbringen möchten. Die Zahlen spiegeln jedoch nur die offiziell ausgewiesenen Betten. Mitunter bieten Heime auch normale Plätze übergangsweise für Kurzzeitpflege an. 
Zahl der Kurzzeitpflegeplätze in Heimen
2011: 10794
2019: 9462
Quelle: Statistische Bundesamt/Pflegestatistik
05.05.2021, Bildnachweis: istock/Hispanolistic

Gelassen dem Virus trotzen: In den Jahren liegt die Kraft
Vorteil Alter: Vielfach scheinen Senioren psychisch besser durch die Corona-Zeit zu kommen als jüngere Generationen. Das lässt eine Reihe von Studien zu den ersten Monaten der Krise erkennen, die jetzt herauskam. So fanden Forscher heraus, dass ältere Menschen weniger unter Ängsten litten als jüngere. Auch setzt die Pandemie Senioren offenbar nicht so unter Stress – möglicherweise aufgrund ihrer Lebenserfahrung. Bemerkenswert: Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt ging mit einem besseren Wohlbefinden einher. Die Studien untersuchten ältere Personen, die selbstständig zu Hause leben.
03.05.2021, Bildnachweis: iStock/Anita Bonita

Report zeigt: Verbesserte Arbeitsbedingungen könnten zu einem geringeren Mangel an Pflegepersonal führen
Der Mangel an Pflegepersonal könnte deutlich geringer ausfallen, wenn sich die Arbeitsbedingungen verbessern würden. Der Barmer-Pflegereport 2020 rechnet vor, dass sich im Idealfall bis zu 26 000 Menschen zusätzlich für den Pflegeberuf entscheiden würden. Voraussetzung dafür seien neben einer angemessenen Vergütung familienfreundliche und planbare Arbeitszeiten. "Die Pflegeberufe müssen dringend deutlich arbeitnehmerfreundlicher werden", fordert Professor Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.
27.04.2021, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

Sicher auf den Beinen dank Training
Bloß nicht hinfallen! Schließlich ist das Risiko, sich zu verletzen, besonders im Alter hoch. Regelmäßige Bewegung, vor allem Kraft- und Koordinationsübungen, ist ein probates Mittel gegen Sturzgefahr – und das gilt vermutlich auch für Menschen mit Demenz, wie französische Forscher in einer Analyse von Studien feststellen. Am stärksten ist die Wirkung des Trainings demnach bei Patienten, die auch körperlich schlecht beieinander sind. Der Hausarzt weiß, welche Übungen sich eignen.
20.04.2021, Bildnachweis: istock/jacoblund

Forscher bestätigen: Ältere Autofahrer profitieren von einem Fahrtraining
Ältere Autofahrer profitieren von einem Fahrtraining, bestätigen japanische Forscher. Selbst ein Jahr danach bescheinigten Fahrlehrer den Teilnehmern bessere Qualitäten am Steuer als einer Vergleichsgruppe ohne Training. Der Auffrischungskurs bestand aus einem Mix aus Theorie und Praxis. Ähnliche Programme gibt es auch in Deutschland, unter anderem bei der Verkehrswacht oder bei Automobilclubs. Allerdings ist das Angebot in der Corona-Krise eingeschränkt.
14.04.2021, Bildnachweis: iStock/Global Stock/Daniel Laflor

Auch wenn man erst mit 70 oder 80 mit regelmäßiger Bewegung startet, hat man viel davon
Gute Nachricht für Spätzünder: Auch wer erst mit 70 oder 80 mit regelmäßiger Bewegung startet, hat viel davon. So sinkt das Risiko für geistigen Abbau, und selbst Senioren, die bereits unter Gedächtniseinbußen leiden, können offenbar einer Verschlimmerung vorbeugen. Auch die Lebenserwartung steigt: 70-Jährige, die körperlich aktiv sind, gewinnen im Vergleich zu Bewegungsmuffeln im Schnitt vier Jahre dazu. Das zeigt eine Analyse von 14 Langzeitstudien mit rund 52 000 Senioren. Das Forscherteam empfiehlt pro Woche mindestens zweieinhalb Stunden moderate Bewegung – so, dass man leicht ins Schwitzen kommt.
08.03.2021, Bildnachweis: istock/jamstock

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