Fieber messen: Die rektale Methode gilt als die zuverlässigste
Eine erhöhte Körpertemperatur zeigt in vielen Fällen eine Infektion an. Doch bei älteren Menschen fehlt dieses Symptom häufig, weil die Thermoregulation nicht mehr so gut funktioniert. Das berichtete Dr. Antje Kwetkat vom Universitätsklinikum Jena auf dem Internistenkongress in Wiesbaden. Die US-amerikanische Gesellschaft für Geriatrie definiert deshalb bereits Werte von über 37,8 Grad (rektal) bei älteren Menschen als Fieber.
16.10.2019, Bildnachweis: istock/Wavebreakmedia

Forscher finden heraus, dass bei älteren Menschen der Wortschatz leidet, wenn Sie viel fernsehen
Wenn ältere Menschen mehr als drei­einhalb Stunden am Tag fernsehen, könnte ihr Wortschatz leiden. Dies vermutet eine Studie in Scientific Reports mit Daten von fast 3600 Teilnehmern. Zu Beginn der Untersuchung war keiner von ihnen dement. Doch sechs Jahre später war bei den Langzeitsehern das Wortgedächtnis beeinträchtigt. Bei der Auswertung waren die Studienteilnehmer im Schnitt 67 Jahre alt.
18.09.2019, Bildnachweis: istock/pxel66

Im Aufwind: Bis 55 steigt der Optimismus
Wer die 50 überschritten hat, dürfte schon so manchen Nackenschlag erlebt haben. Dennoch werden viele Menschen bis zur Mitte ihres sechsten Jahrzehnts zunehmend optimistischer, wie amerikanische Forscher in einer Langzeitstudie mit 1200 Teilnehmern herausfanden. Rückschläge hatten auf diese Entwicklung offenbar kaum einen Einfluss – ganz im Gegensatz zu freudigen Ereignissen, berichten die Psychologen im Fachblatt Social Psychological and Personality Science. Das heißt allerdings nicht, dass die Jahre auch Schwarzseher frohgemut werden lassen. Denn Optimismus ist nicht nur eine Frage des Alters, sondern vor allem der Persönlichkeit, so die Forscher.
14.09.2019, Bildnachweis: istock/CourtneyK

Eine Analyse zeigt: Sex im Alter scheint das Wohlbefinden zu steigern
Sex im Alter scheint das Wohlbefinden zu steigern, ergab eine Analyse britischer Forscher. Sie werteten dafür die Umfragedaten von fast 7000 älteren Erwachsenen aus. Jene, die angaben, in den vergangenen zwölf Monaten in irgendeiner Form sexuell aktiv gewesen zu sein, hatten demnach mehr Lebensfreude als Inaktive. Die Ergebnisse deuten laut Forschern darauf hin, dass Geschlechtsverkehr bei Männern für erhöhtes Wohlbefinden sorgt. Bei Frauen hingegen spielt häufigeres Küssen und Kuscheln eine größere Rolle, schrieben die Forscher im Fachmagazin Sexual Medicine.
26.08.2019, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

Zusammen aktiv: Hilft, geistig flexibel zu bleiben
Rege soziale Kontakte tun offenbar auch dem Gehirn gut. So ist bei äl­teren Menschen, die viel Austausch mit anderen pflegen, die graue Substanz in bestimmten Hirnregionen besser erhalten als bei zurückgezogen lebenden. Das fanden Forscher aus Jülich heraus. Sie hatten dafür die Kernspinaufnahmen der Gehirne und Daten zur Lebensführung von mehr als 500 Personen analysiert. Die Studienteilnehmer waren zwischen 55 und 85 Jahre alt. Demnach wirkt auch Sport positiv auf das Denk­organ, während sich hoher Alkoholkonsum negativ bemerkbar macht. Rauchen schadet ebenfalls: Die Wissenschaftler vermuten, dass so eine starke Hirnaktivität im Ruhezustand gefördert wird und dadurch weniger Reserve-Kapazitäten zur Verfügung stehen. Die Studie wurde im Fachmaga­­zin Nature Communications veröffentlicht.
24.08.2019, Bildnachweis: istock/Jacob Wackerhausen

Mundhygiene: Bürsten gegen Bakterien
Ein entzündetes Zahnbett (Parodontitis) kann zahlreiche Erkrankungen fördern. Dass auch Demenz dazugehört, legt jetzt eine Studie im Journal of the American Geriatrics Society nahe. Demnach haben über 50-jährige Patienten mit chronischer Parodontitis ein etwas ­höheres Risiko, an einer Demenz zu erkranken, als ­Menschen ohne diese Entzündung. In früheren Untersuchungen wurden bereits bestimmte Bakterien als mögliche Auslöser identifiziert.
21.08.2019, Bildnachweis: istock/cokacoka

Wer im Alter aktiv ist, hat weniger Probleme mit dem Gleichgewicht
Etwa jeder dritte Mensch über 65 Jahre stürzt mindestens einmal im Jahr. Die Folgen sind oft Knochen­brüche oder lange Klinikaufenthalte. Sehr schwere Stürze können auch tödlich enden. Nach einer Meta-Analyse des Cochrane Netzwerks sind Senioren, die sich regelmäßig bewegen, weniger gefährdet. Besonders hilfreich seien Trainingsprogramme, die das Gleichgewicht gezielt schulen und mehrere Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen. Gut eignen sich auch Übungen aus der chinesischen Bewegungslehre Tai-Chi.
11.07.2019, Bildnachweis: iStock/Fat Camera

Handy mit Internetfunktion bei Generation 70 plus immer beliebter
Ins weltweite Netz gehen können, egal wo man sich gerade aufhält: Knapp jeder Vierte aus der Generation 70 plus nutzt inzwischen ein Handy mit Internetfunktion. In der Altersklasse 60 bis 69 liegt der Anteil bereits bei 55 Prozent. In den vergangenen Jahren ist die Technik deutlich günstiger geworden: Gute Smartphones gibt es für weniger als 200 Euro, monatliche Tarife für unter zehn Euro.
So viele ab 70-Jährige nutzen mobiles Internet (in Prozent):
2015: 13,9
2018: 24,3
Quelle: D21 Digital-Index 2018/2019
10.07.2019, Bildnachweis: iStock/Fotosmurf03

Japanische Forscher finden heraus: Tanzen scheinbar eine gute Altersvorsorge
Anmut, Gleichgewicht, Beweglichkeit, Rhythmusgefühl: Tanzen fordert Körper und Geist. Damit scheint es eine perfekte Altersvorsorge zu sein, stellen japanische Forscher nach einer Studie mit gut 1000 älteren Frauen fest: Mehr als jede andere körperliche Aktivität trug Tanzen dazu bei, dass die Seniorinnen auf lange Sicht selbstständig blieben.
05.07.2019, Bildnachweis: iStock/Jacoblund

Regel Nummer eins: Übersicht schaffen
"Habe ich auch an seine Tabletten gedacht?" Pflegende Angehörige empfinden es oft als Belastung, sich um die Arzneitherapie ihres Schützlings zu kümmern. Das gilt vor allem, wenn viele Mittel verschrieben wurden oder Spritzen zu verabreichen sind, stellt eine US-Studie mit 377 Pflegenden im Seniorenalter fest. Tipp: Die Apotheke hilft, die Übersicht zu bewahren, und zeigt die richtige Anwendung.
29.05.2019, Bildnachweis: istock/tashechka

Mensch und Hund: Oft unzertrennlich
Mann oder Hund? Wenn es um die Lebenserwartung geht, scheint das kaum einen Unterschied zu machen, lässt eine Statistik aus Dänemark vermuten. Alleinlebende mit einem vierbeinigen Gefährten hatten ein um 14 Prozent niedrigeres Sterberisiko als Singles ohne Hund. Bei Paaren zeigte sich dagegen kein lebensverlängernder Effekt durch ein Haustier. Ein Hund, sagen die Autoren, ­puffert Stress ab, fördert Kontakte und hält den Halter auf Trab.
11.05.2019, Bildnachweis: iStockphoto/bit245

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