Studie zeigt: Kein höheres Demenzrisiko bei Migräne
"Trotz der Tatsache, dass Migränepatienten in seltenen Fällen Veränderungen im Hirngewebe ­aufweisen, haben die Betroffenen kein höheres Risiko, eine Demenz zu entwickeln", sagt Professor Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Das ergab jetzt eine Studie im Fachblatt Headache mit 12 495 Teilnehmern im Alter von 51 bis 70 Jahren – darunter 1397 Migränepatienten.
10.10.2020, Bildnachweis: Thinkstock/istock

Späte Freiheit: Mehr Zeit zu haben empfinden viele als Renten-Plus
"Pappa ante portas": In Loriots Filmkomödie geht der Neurentner Heinrich Lohse seiner Frau auf die Nerven. Doch in der ­Realität sieht es wohl besser aus, lässt eine Studie der Geronto­login Elisa Weber von der Universität Zürich vermuten: Wenn in einer Partnerschaft einer in Rente geht, gewinnen beide an Lebenszufriedenheit – unabhängig davon, ob der andere noch ar­beitet. Weber wertete Langzeitdaten von rund 2100 Paaren aus Deutschland aus.
07.10.2020, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

Für Patienten mit Demenz kann die Entlassung aus der Klinik schwierig sein
Endlich heim! Doch für Patienten mit Demenz kann die Entlassung aus der Klinik schwierig sein. "Anders als jemand, der geistig fit ist, können demenzkranke Menschen oft nicht für zuhause planen", sagt Fanny Schumacher-Schönert. Die Forscherin vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen erprobt den Einsatz von geschulten Pflegekräften, die die Patienten in den Alltag begleiten. "Es zeichnet sich ab, dass das Risiko eines erneuten Klinikaufenthalts sinkt."
06.10.2020, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

Training für Körper und Geist - und für jedes Alter
In die Gänge kommen zahlt sich dreifach aus. Man bleibt nicht nur fit für den Alltag, sondern ist auch psychisch besser aufgelegt und fühlt sich sozial mehr eingebunden als Bewegungsmuffel. Das belegen Zahlen aus einer europäischen Studie mit rund 1700 Senioren um die 80. Wer erst vor Kurzem aktiv wurde, profitiert davon genauso wie Menschen, die schon länger bewegt leben. Auch aus anderen Untersuchungen wissen Forscher, dass Alltagsfitness und seelisches Befinden in den späten Jahren oft zusammenhängen. Übrigens: Als Bewegung gelten in der Medizin bereits Spaziergänge – am besten mehrmals pro Woche.
29.09.2020, Bildnachweis: istock/Global Stock

Experiment zeigt: Langes Liegen könnte nicht nur das Risiko für Gefäße, sondern auch fürs Herz erhöhen
Sommergrippe, Magen-Darm-­Infekt: Wenn man nicht mehr der Jüngste ist, kann einen so etwas stark mitnehmen. Doch bitte nicht so lange das Bett hüten: Senioren bauen viel schneller Muskeln ab als junge Erwachsene. Einem Experiment von US-­Forschern zufolge könnte langes Liegen nicht nur das Risiko für die Gefäße, sondern auch für das Herz erhöhen. "Setzen Sie sich immer mal wieder auf die Bettkante, gehen Sie ein paar Schritte", rät der Geriater Prof. Hans Jürgen Heppner aus Schwelm.
05.09.2020, Bildnachweis: istock/Peopleimages

 

So fern und doch so nah: dank Internet
Für echte Begegnungen gibt es keinen Ersatz. Doch Kontakte über soziale Me­dien wie Facebook oder Twitter können dazu beitragen, dass man sich im Alter gut ein­gebunden fühlt und seltener depressiv ist, folgern Forscher aus Taiwan aus einer Studie mit 156 Senioren. Wem solche sozialen Netzwerke zu anonym oder zu kommerziell sind: Auch andere Möglichkeiten von Smartphone und Tablet wie etwa Video-Anrufe können Einsamkeit lindern, so eine Studienanalyse von 2016.
27.08.2020, Bildnachweis: istock/Monkeybusinessimages

Wer selbst kocht und Frisches der Saison bevorzugt, ernährt sich fast automatisch gesund
Zu viel Pfunde erhöhen das Risiko für zahl­reiche Erkrankungen – aber zu wenig auf den Rippen ist auf Dauer auch nicht gesund, zeigt eine Langzeitstudie aus Schweden. Ab 65 ist demnach Untergewicht der größte Risikofaktor für Gebrechlichkeit. Sich die Freude am Essen im Alter zu erhalten bedeutet daher nicht nur Lebensqualität, sondern auch Vorsorge. Wer selbst kocht und Frisches der Saison bevorzugt, ernährt sich fast automatisch gesund.
26.08.2020, Bildnachweis: iStock/marucyan

Mit zunehmendem ­Alter kommt es zu einer Verschiebung: Wichtiger wird, was wir noch können
Wie stecken Sie sich Ihre Ziele? In jungen ­Jahren wollen wir etwas erreichen, was wir noch nicht haben. Mit zunehmendem ­Alter kommt es zu einer Verschiebung: Wichtiger wird, was wir noch können – es geht darum, den Zustand zu erhalten. Wer laut einer Studie so denkt, kommt besser mit dem Alter klar als ­jemand, der trauert, weil vieles nicht mehr so gut funktioniert.
21.08.2020, Bildnachweis: iStock/Anita Bonita

Hörverlust ist nicht nur ein Problem für den ­­Betroffenen
"Was hast du gesagt?" Hörverlust ist nicht nur ein Problem für den ­­Betroffenen, sondern kann auch die Beziehung belasten. Nach den Daten einer US-Langzeitstudie steigt bei Männern das Risiko für eine Depression, wenn die Partnerin schwer­hörig ist. In umgekehrter Richtung fanden die Forscher keine Wirkung auf das psychische Befinden. Tipp: Leistungsfähige Hörhilfen gibt es inzwischen auch ohne Aufpreis.
13.08.2020, Bildnachweis: Thinkstock/iStock

Mit Erfolg wirbt Deutschland international um Pflegepersonal
Deutschland wirbt international um Pflegepersonal. Offenbar mit Erfolg: 2018 wurden fast doppelt so viele aus­ländische Berufsabschlüsse in der Pflege anerkannt wie 2016. Die meisten ­Pflegekräfte ­kamen aus Bosnien-Herzegowina und Serbien. Das Fachkräfte-Einwan­derungsgesetz, das am 1. März 2020 in Kraft trat, soll den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt weiter erleichtern.
30.07.2020, Bildnachweis: iStockphoto/Lighthaunter

Sind ältere Menschen tagsüber ungewöhnlich schläfrig, kann das ein Zeichen für gesundheitliche Störungen sein
Wenn ältere Menschen tagsüber ungewöhnlich schläfrig sind, kann dies ein Zeichen für Schlafapnoe sein oder für andere gesundheitliche Störungen, so die American Academy of Neurology. In einer Studie hatten ständig müde Zeitgenossen ein mehr als doppelt so hohes Risiko, Diabetes oder Bluthochdruck zu entwickeln, wie wache Gleichaltrige. Bei solchen Zeichen solle man daher zum Arzt gehen.
22.07.2020, Bildnachweis: iStock/gpointstudio

Zeit der Zärtlichkeit: Sexualität kennt kein Alter
Erfüllte Sexualität hält die Liebe frisch und fördert das Wohlbefinden ­älterer Menschen – das hat auch die Psycho­logie bestätigt. Trotzdem schlafen ­viele Paare jenseits der 60 kaum noch miteinander. Woran das liegt, haben Forscher in einer Studie mit Senioren aus vier europäischen Ländern untersucht. Männer gaben als Hauptgrund für sexuellen Verzicht gesundheitliche Probleme an – für Frauen spielten fehlende Nähe und Unzufriedenheit mit der Beziehung eine große Rolle. Tipp: Die Sexualberater von "pro familia" sind auch für Fragen von Älteren offen.
20.07.2020, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

In Bewegung bleiben: Ein Rollator kann helfen
Wer beim Gehen schnell aus der Puste kommt, weil er chronisch lungenkrank ist, sollte es mit ­einem ­Rollator probieren. Das legt eine Studie mit 17 COPD-Patienten nahe. Mit Gehhilfe schafften die Teilnehmer pro Tag im Schnitt 707 Schritte mehr. Körperliche Aktivität bremst das Fortschreiten des Leidens, wirkt dem Kraftverlust ­entgegen und ist – neben ­Medikamenten – ein wichtiger Therapiebaustein.
17.07.2020, Bildnachweis: istock/ElsvanderGun

Freunde treffen wichtig für einen guten Tag, lässt eine Studie vermuten
Wie sieht das Rezept für einen guten Tag aus? Freunde treffen gehört dazu, lässt eine Studie aus den USA vermuten. Die Wissenschaftler begleiteten 313 Senioren durch den Alltag und fragten per Smartphone-App regelmäßig nach dem Befinden. ­Begegnungen mit Freunden empfanden die Teilnehmer meist als freudvoller und ­weniger anstrengend als das Zusammensein mit Verwandten. Die Forscher erklären das auch damit, dass es in der Familie ­häufig um praktische Dinge geht – den Haushalt etwa. Auch frühere Studien loben die Freundschaft als Schlüssel zum Glück im Alter. Wenn es darum geht, Sinnfragen zu klären oder Rückendeckung in schwieriger Lage zu erhalten, ist der Beitrag von Freunden oft wertvoller als der von Angehörigen. Und im Unterschied zur Familie gilt: Freunde kann man sich aussuchen.
15.07.2020, Bildnachweis: istock/Jacob Wackerhausen

Optimistische Menschen leben gesünder
Optimistische Menschen leben gesünder und haben einen positiven Einfluss auf ihren Partner. Zu diesem Schluss kommen Psychologen der Michigan State University (USA) im Journal of Personality. Sie hatten rund 4500 ältere Paare bis zu acht Jahre lang beobachtet und stellten fest: Wer mit einem Optimisten verheiratet ist, hat ein geringeres Risiko für Demenzerkrankungen. Die Ursache sei vermutlich ein gesünderer Lebensstil mit mehr Bewegung und weniger Übergewicht. Beides schütze vor einem Rückgang der geistigen Leistungsfähigkeit.
27.06.2020, Bildnachweis: istock/CourtneyK

Alt und gesund? Das geht!
Seit 1990 hat sich die Zahl der über 85-Jährigen in Deutschland mehr als verdoppelt. Parallel dazu haben sich offenbar die Aussichten verbessert, das hohe ­Alter bei guter Gesundheit zu erleben. Darauf deutet eine Studie aus Dänemark hin, in der 95-Jährige einem Check-up unterzogen wurden. Gegenüber ­Gleichaltrigen, die zehn Jahre zuvor untersucht worden waren, lagen die ­neuen Super-Oldies bei der geistigen und körperlichen Fitness vorn – und ­kamen auch im Alltag besser klar.
13.06.2020, Bildnachweis: iStock/Anita Bonita

Gut vorbereitet: Schneller wieder fit nach der OP
Ältere kommen nach einem großen Eingriff schneller auf die Beine, wenn sie gezielt auf die OP vorbereitet wurden – etwa mit Ausdauertraining, Rauchverzicht und Entspannungsübungen. So verkürzt sich der Klinikaufenthalt laut einer US-Studie im Schnitt um einen Tag. "Auch Physio­­therapie und eiweißreiche Kost im Vorfeld der OP können helfen", so der Leipziger Chirurg Prof. Arved Weimann.
29.05.2020, Bildnachweis: istock/Neustock images

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