Gut vorbereitet: Schneller wieder fit nach der OP
Ältere kommen nach einem großen Eingriff schneller auf die Beine, wenn sie gezielt auf die OP vorbereitet wurden – etwa mit Ausdauertraining, Rauchverzicht und Entspannungsübungen. So verkürzt sich der Klinikaufenthalt laut einer US-Studie im Schnitt um einen Tag. "Auch Physio­­therapie und eiweißreiche Kost im Vorfeld der OP können helfen", so der Leipziger Chirurg Prof. Arved Weimann.
29.05.2020, Bildnachweis: istock/Neustock images

In der Altersmedizin kümmern sich zunehmend auch Pharmazeuten um die Kranken
Stationsarzt, den kennt man. Aber Sta­tionsapotheker? Vor allem in der Altersmedizin kümmern sich zunehmend auch Pharmazeuten um die Kranken. Das zahlt sich aus: Klinikpatienten sind mit ihrer ­Behandlung zufriedener, wenn ein ­Apotheker Teil des Teams ist, ergab eine ­Studie aus den USA. Das Risiko, in der ersten Zeit nach der Entlassung erneut ins Krankenhaus zu müssen, lag fast 30 Prozent niedriger als bei Patienten, die keine Visite vom Apotheker bekommen hatten.
20.05.2020, Bildnachweis: istock/Johnny Greg

Aufwärts, abwärts: leichter mit einem Lift
Ein Handlauf im Flur, ein Keil an der Türschwelle: Solche Maßnahmen sorgen nicht nur für mehr Mobilität, sondern sind auf Dauer gut für den Kopf, ­­berichten US-Forscher. Sie hatten Langzeit­daten von rund 6000 Älteren ausgewertet, die allein lebten und nicht gut zu Fuß waren. Eine Wohnungsanpassung ging in den Folgejahren mit größerer geistiger Fitness einher.
15.05.2020, Bildnachweis: istock/kchate16

Eine Langzeitstudie zeigt auf, dass das Internet vor Einsamkeit schützen kann
Das Internet kann vor Einsamkeit schützen, bilanziert eine US-Langzeitstudie. Älteren, die ins Netz gehen, gelingt es demnach besser, Kontakte zu Freunden und Familie über die Zeit zu pflegen. Die Wissenschaftler hatten die Daten von rund 1500 Senioren über acht Jahre ausgewertet. Tipp: Aktuelle Handys haben meist große Bildschirme mit mehr als 15 cm Diagonale – dies erleichtert oft die Bedienung.
12.05.2020, Bildnachweis: iStock/Fotosmurf03

Erst Bilder gucken, dann selbst zum Pinsel greifen
Immer mehr Kunstmuseen bieten besondere Programme für Besucher mit Demenz an. Eine gute Idee, sagt der australische Gesundheitswissenschaftler Nathan D’Cunha. In einer Studie beobachtete der ­Experte, dass die Bilderschau bei den Patienten den Stress­hormon-Pegel senkt, depressive Symptome lindert und vermutlich auch das Gedächtnis anregt.
11.05.2020, Bildnachweis: Thinkstock/istock

Weniger Druck: Krankheiten gemeinsam bewältigen
Mein Blutdruck, dein Zucker: Wenn Paare älter werden, bekommen es oft beide Partner irgendwann mit verschiedenen chronischen Krankheiten zu tun. Das kann den Alltag der Be­ziehung erschweren – doch Frauen stecken dies psychisch offenbar besser weg als Männer. Das zeigt eine US-Langzeitstudie mit rund 1100 Paaren. Tipp: Gute Organisation der Therapie entlastet – etwa mit einem Medikationsplan.
21.04.2020, Bildnachweis: istock/jacoblund

Fit am Computer: Das macht den Alltag leichter
Handykurs für Senioren? Oft reicht das nicht, um wirklich vertraut mit der Technik zu werden, weiß Prof. Herbert Kubicek von der Universität Bremen. Er fordert eine gezielte Ansprache in kleinen Gruppen und Anleitung zu Hause. "Nur so können Ältere am Leben digital teilhaben." Seine Bitte: bei der Gemeinde nach Angeboten fragen, "damit diese geschaffen werden".
17.04.2020, Bildnachweis: iStock/filadendron

Auch mit über 60 Jahren sind Spitzenzeiten möglich
Klar, so fix wie der Jamaikaner Usain Bolt, der aktuelle Weltrekordhalter im 100-Meter-Lauf, sind wir selbst bei Topform in unseren reifen Jahren nicht mehr. Aber auch mit über 60 liegen beachtliche Spitzenzeiten drin. Tempo sollte aber kein Maßstab sein – Hauptsache, das Laufen bereitet Freude.
14.04.2020, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

Eine Studie zeigt: Auch Ungeübte können sich im Alter noch Muskel antrainieren
Selbst wer in seinem Leben nie Gewichte gestemmt hat, kann sich auch nach dem 70. Lebensjahr noch Muskeln antrainieren. Ungeübte hatten damit sogar genauso schnell Erfolg wie gleichaltrige Langzeitsportler. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Universität Birmingham (Großbritannien). Das Training der beiden Gruppen zeigte, dass unab­hängig vom Alter in der gleichen Zeit die gleiche Muskelmasse aufgebaut werden konnte.
31.03.2020, Bildnachweis: istock/jamstock

Hält jung: die Verbundenheit mit den Enkeln
Hurra, Familienzuwachs! Ein freudiges Ereignis, auch für werdende Großeltern. Oder? Englische Forscher haben herausgefunden, wie Enkel die Lebenszufriedenheit prägen: Vor allem das Wohlbefinden von Frauen steigt, wenn die Tochter ihr erstes Kind bekommt. "Großmütter engagieren sich oft mehr in den fami­liären Netzwerken", ­erklärt Prof. ­François Höpflinger von der Universität Zürich. Die Geburt des Enkels stärke die Bindung an die Tochter, knüpfe an eigene frühere ­Lebensphasen an und garantiere den Fortbestand der Familie, so Höpflinger. "Dieses Gefühl ist gerade beim ersten Enkel wie ein Jungbrunnen."
16.03.2020, Bildnachweis: istock/ljubaphoto

Demenz-Risiko: Auch erblich Vorbelastete können dafür etwas tun
Ein gesunder Lebensstil senkt das Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Das gilt auch für Menschen, die erblich vorbelastet sind, berichten Forscher der Universität von Exeter (Großbritannien) in der Fachzeitschrift JAMA. Sie teilten knapp 200 000 Menschen im Alter von über 64 Jahren nach ihrem genetischen Profil in fünf Risikogruppen für Demenz ein. Das Ergebnis nach acht Jahren Nachbeobachtung: Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßiger Sport, der Verzicht auf Tabak und ein allenfalls maßvoller Alkoholgenuss hatten bei allen einen günstigen Effekt. Personen mit der größten Erblast verringerten ihr Demenz­risiko so um rund ein Drittel. Es lag dann nur noch knapp über dem allgemeinen Durchschnitt. Im Alltag liefern Demenzerkrankungen von nahen Verwandten Hinweise, dass man erblich vorbelastet sein könnte.
10.03.2020, Bildnachweis: istock/Katarzyna Bialasiewicz Photographee.eu

Wissenschaftler finden heraus: Wer im Alter regelmäßig Qigong, Yoga oder Tai-Chi macht, schläft besser
Zum Qi-Fluss finden, die Sonne grüßen oder den Schatten boxen: Wer im Alter regelmäßig Qigong, Yoga oder Tai-Chi macht, schläft besser, sagen chinesische Wissenschaftler. Die Forscher aus Asien haben überprüft, wie sich meditative Übungen auf chronische Schlafstörungen im Alter auswirken. Ergebnis: Gegen Schlafstress hilft Qigong am besten, gefolgt von Yoga und Tai-Chi. "Die Übungen helfen, zu entspannen, Sorgen loszulassen und ruhiger zu schlafen", betont der Essener Schlafmediziner Dr. Helmut Frohnhofen. Welche Methode indviduell am wirksamsten für eine gute Nachtruhe sorgt, solle jeder für sich selbst ausprobieren.
05.03.2020, Bildnachweis: iStock/Fat Camera

Immer mehr Menschen leben auch in späteren Jahren in einer Parrterschaft
Schöne Nachricht: Immer mehr Menschen haben auch in ihren späten Jahren das Glück, in einer Partnerschaft zu leben. In der Generation 85 plus gilt das heute immerhin für knapp jeden Dritten, bei den jüngeren Senioren bis 84 sind es 66 Prozent. Hinter der Entwicklung steckt unter anderem die steigende Lebenserwartung, die beiden Geschlechtern zugutekommt.
27.02.2020, Bildnachweis: istock/gilaxia

Eine Studie legt nahe: Wer über 60 ist und an Bluthochdruck leidet, sollte sich jährlich gegen Grippe impfen lassen
Kleiner Pikser, großer Schutz: Wer 60 oder älter ist, sollte sich jährlich gegen Grippe impfen lassen. Für Menschen mit Blut­hochdruck gilt dieser Rat besonders, legt eine dänische Studie nahe. Forscher ­haben herausgefunden, dass Impfen das Risiko, vorzeitig zu sterben, deutlich senkt.
26.02.2020, Bildnachweis: istock/fstop123

Forscher finden heraus: Erwachsene Kinder bereichern das soziale Leben der Eltern
Irgendwann bekommt man alles wieder zurück. Dass man schlaflose Nächte auf sich genommen und sich gesorgt hat, wenn das Kind krank war; die Zeit, die man eingebracht hat, und die Geldsorgen, die man vielleicht hatte. Denn mit Nachwuchs ist man am Ende glücklicher, zufriedener und hat weniger depressive Symptome als diejenigen ohne Kinder. Das haben Forscher der Universität Heidelberg anhand von Daten von 55 000 Europäern ermittelt. Laut der im Journal Plos One veröffentlichten Studie erklären sich die  Wissenschaftler das damit, dass später die erwachsenen Kinder das soziale Leben ihrer Eltern bereichern und ihnen das Gefühl von Sicherheit geben können.
11.02.2020, Bildnachweis: iStock/shapecharge

Im Lebenslauf steigt die Ehrenamtquote an
Freiwillige vor! Mit dem Alter wächst offenbar die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu ­engagieren. Bei Männern steigt der Anteil der Freiwilligen bis Mitte 70 auf fast 25 Prozent, beobachteten deutsche Forscher in einer seit 1996 laufenden Studie. Bei Frauen liegen die Zahlen etwas niedriger.
28.01.2020, Bildnachweis: istock/Alvarez

Eine Studie zeigt: Tiere können Leid lindern
Plötzlich allein: Wer seinen Partner verliert, sei es durch Tod oder Trennung, macht eine schwere Zeit durch. Ein Haustier kann helfen, den Schmerz zu überwinden, lassen Daten aus einer US-Altersstudie vermuten. Zwar berichteten alle Teilnehmer, die ihren Lebensgefährten verloren hatten, über mehr depressive Stimmungen und Einsamkeit. Doch für diejenigen, die ihr Leben mit einer Katze oder einem Hund teilten, waren die traurigen Gefühle erträglicher. Woran genau das liegt, können die Wissenschaftler nicht sagen. Frühere Untersuchungen hatten bereits belegt, dass ein Haustier Stress abpuffern und die Seele in der Balance halten kann.
27.01.2020, Bildnachweis: iStockphoto/bit245

Pflanzen: Glücksbringer drinnen und draußen
Ob drinnen oder draußen: Kontakt zur Natur trägt zur Lebensqualität von Heimbewohnern bei, berichtet ein US-amerikanisches Forscherteam, das Studien zum Thema durchforstet hat. So kann schon ein Aquarium das Wohl­­befinden verbessern. Tatkräftiges Gärtnern hilft möglicherweise sogar gegen Symptome der Demenz.
04.01.2020, Bildnachweis: istock/Margarita Khaidulina

Zurück in den Alltag: Ergotherapie hilft
Erkrankte Ältere, die in die Klinik ­müssen, kommen schneller wieder auf die Beine, wenn sie in einer akut­geriatrischen Einrichtung behandelt werden. Schweizer Wissenschaftler ­verglichen die Daten von 274 Patienten ab 70 Jahren, die entweder in eine altersmedi­zinische oder eine internistische Abteilung aufgenommen wurden. Gibt es eine geriatrische Klinik in meiner Nähe, eignet sie sich für mein Krankheitsbild? Fragen Sie Ihren Arzt!
01.01.2020, Bildnachweis: iStock / Katarzyna Bialasiewicz

 

Augencheck: ab 65 am besten jährlich
Viel frisches Obst und Gemüse, Verzicht aufs Rauchen und täglich eine Stunde spazieren gehen: So lautet die Formel für den Schutz vor altersabhängiger Makula-­Degeneration. Auch wer ­bereits von dem Augenleiden betroffen ist, kann so den Verlauf der Krankheit bremsen, lehrt ein europäisches Forschungsprojekt mit Daten von rund 60 000 Patienten.
30.12.2019, Bildnachweis: iStockphoto

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