Regel Nummer eins: Übersicht schaffen
"Habe ich auch an seine Tabletten gedacht?" Pflegende Angehörige empfinden es oft als Belastung, sich um die Arzneitherapie ihres Schützlings zu kümmern. Das gilt vor allem, wenn viele Mittel verschrieben wurden oder Spritzen zu verabreichen sind, stellt eine US-Studie mit 377 Pflegenden im Seniorenalter fest. Tipp: Die Apotheke hilft, die Übersicht zu bewahren, und zeigt die richtige Anwendung.
29.05.2019, Bildnachweis: istock/tashechka

Mensch und Hund: Oft unzertrennlich
Mann oder Hund? Wenn es um die Lebenserwartung geht, scheint das kaum einen Unterschied zu machen, lässt eine Statistik aus Dänemark vermuten. Alleinlebende mit einem vierbeinigen Gefährten hatten ein um 14 Prozent niedrigeres Sterberisiko als Singles ohne Hund. Bei Paaren zeigte sich dagegen kein lebensverlängernder Effekt durch ein Haustier. Ein Hund, sagen die Autoren, ­puffert Stress ab, fördert Kontakte und hält den Halter auf Trab.
11.05.2019, Bildnachweis: iStockphoto/bit245

Eine erholsame Nacht ist ein wichtiger Gesundheitsfaktor
Zu viel scheint genauso ungesund zu sein wie zu wenig: Senioren, die bis
zu sechs oder aber mindestens neun Stunden am Tag schlafen, waren in einer japanischen Studie häufiger von Gebrechlichkeit betroffen. Die Forscher hatten knapp 10.000 Ältere untersucht. Am niedrigsten war die Rate bei Teilnehmern, die auf ein Schlafpensum zwischen sechs und neun Stunden täglich kamen.
10.05.2019, Bildnachweis: iStock/gpointstudio

Das Aussehen von pürierter Kost kann zu Mangelernährung in Pflegeheimen beitragen
Viele Bewohner von Pflegeheimen sind mangelernährt. Das liegt wohl mit am wenig attraktiven Aussehen der oft wegen Schluckstörungen benötigten pürierten Kost. Forscher der Universität Erlangen und der Hochschule Weihenstephan wollten dem abhelfen: Sie reicherten die Breie mit Nährstoffen an. Dann kreierten sie daraus mit einem 3-D-Drucker Mahlzeiten, die sich am natürlichen Aussehen der Kost orientieren. Bei ersten Versuchen in zwei Altenheimen aßen die Senioren wieder mit mehr Genuss und legten rasch an Gewicht zu.
12.04.2019, Bildnachweis: istock/emir memedovski

Volksleiden: Rund 1,2 Millionen Deutsche haben Alzheimer
Wissen Sie, wovon das Risiko für Alzheimer abhängt? Falls nein, sind Sie nicht allein. Jeder zweite Deutsche fühlt sich über die Krankheit schlecht informiert, so eine repräsentative Umfrage der Alzheimer Forschung Initiative. Dabei kennen sich ältere Menschen besser aus als jüngere. Alzheimer ist nicht die einzige, aber die häufigste Form von Demenz. Nach jetzigem Forschungsstand ist übrigens das Alter der wichtigste Risikofaktor.
22.03.2019, Bildnachweis: istock/Troels Graugaard

Verheiratete ältere Menschen leiden seltener unter Mangelernährung
Ältere Menschen leiden häufig unter Mangelernährung. Doch wer verheiratet ist, den trifft das seltener. Das haben Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg herausgefunden. Der Familienstand spielt demnach eine größere Rolle als Appetitmangel oder eine Depression. Tipp für allein Lebende, die lieber in Gesellschaft essen: Oft bieten Senioren­zentren und Heime einen offenen Mittagstisch an.
21.03.2019, Bildnachweis: istock/Halfpoint

Bildung entfaltet offenbar einen gewissen Schutz vor Demenz
In den Industrienationen Großbritannien, Frankreich, Niederlande und USA wird weniger Demenz diagnostiziert. Menschen, die heute 85 Jahre alt sind, erkranken seltener als ihre Vorgänger-Generation im gleichen Alter. Das folgern Forscher der Universität Leipzig aus Daten von sieben Studien. Gründe seien mehr Bildung, komplexe Anforderungen im Beruf sowie eine bessere Versorgung bei bestimmten Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck. Der Rückgang ist jedoch nicht einheitlich. In Japan etwa steigt die Demenzrate.
05.02.2019, Bildnachweis: iStock/skynesher

Die Pflegekasse übernimmt einen Teil der Kosten für nur einmal verwendbare Hilfsmittel
Einmalhandschuhe, Mundschutz und Desinfektionsmittel: Diese und andere Hilfsmittel erleichtern vielen pflegenden Angehörigen den Alltag, kosten aber Geld. Was manche nicht wissen: Patienten mit einem anerkannten Pflegegrad können sich Hilfsmittel, die aus hygienischen Gründen nur einmal verwendet werden sollten, zumindest teilweise erstatten lassen. Monatlich bis zu 40 Euro zahlt die Pflegekasse dazu. Angehörige richten den Antrag an die Pflegekasse des Betroffenen. Ein Rezept oder eine ärztliche Bescheinigung ist dafür nicht notwendig.
26.01.2019, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

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