Pflanzen: Glücksbringer drinnen und draußen
Ob drinnen oder draußen: Kontakt zur Natur trägt zur Lebensqualität von Heimbewohnern bei, berichtet ein US-amerikanisches Forscherteam, das Studien zum Thema durchforstet hat. So kann schon ein Aquarium das Wohl­­befinden verbessern. Tatkräftiges Gärtnern hilft möglicherweise sogar gegen Symptome der Demenz.
04.01.2020, Bildnachweis: istock/Margarita Khaidulina

Zurück in den Alltag: Ergotherapie hilft
Erkrankte Ältere, die in die Klinik ­müssen, kommen schneller wieder auf die Beine, wenn sie in einer akut­geriatrischen Einrichtung behandelt werden. Schweizer Wissenschaftler ­verglichen die Daten von 274 Patienten ab 70 Jahren, die entweder in eine altersmedi­zinische oder eine internistische Abteilung aufgenommen wurden. Gibt es eine geriatrische Klinik in meiner Nähe, eignet sie sich für mein Krankheitsbild? Fragen Sie Ihren Arzt!
01.01.2020, Bildnachweis: iStock / Katarzyna Bialasiewicz

 

Augencheck: ab 65 am besten jährlich
Viel frisches Obst und Gemüse, Verzicht aufs Rauchen und täglich eine Stunde spazieren gehen: So lautet die Formel für den Schutz vor altersabhängiger Makula-­Degeneration. Auch wer ­bereits von dem Augenleiden betroffen ist, kann so den Verlauf der Krankheit bremsen, lehrt ein europäisches Forschungsprojekt mit Daten von rund 60 000 Patienten.
30.12.2019, Bildnachweis: iStockphoto

Forscher stellen fest: Ehrenamt wappnet vor Stress
Was für ein Tag! Der Verkäufer im Laden unfreundlich, der Nachbar mal wieder auf Zank aus. Um gelassen zu bleiben, hilft ein freiwilliges Engagement, sagen US-Altersforscher. In einer Studie mit 1320 Senioren beobachteten sie, dass ein Ehrenamt gegen Stress im Alltag wappnet – möglicherweise eine Erklärung dafür, warum Ältere, die sich für das Gemeinwohl einsetzen, auf Dauer gesünder sind.
16.12.2019, Bildnachweis: iStock/asisieeit

Die Fähigkeit, einfache Rechenaufgaben zu lösen als Hinweisgeber für Hirnerkrankungen
Forscher der Duke-Universität in Durham (USA) wollten herausfinden, ob die mangelnde Fähigkeit, einfache Rechenaufgaben zu lösen, einen Hinweis auf Hirnerkrankungen geben kann. Für die Studie sollten 243 Erwachsene zwischen 55 und 90 Jahren beispielsweise Wechselgeld nachzählen. Zudem wurden Aufnahmen ihres Gehirns gemacht. Testpersonen, die sich bei der Berechnung des Wechselgelds besonders schwertaten, zeigten häufiger erste Anzeichen einer Demenz-Erkrankung. Wie die Autoren im Journal of Prevention of Alzheimer’s Disease schreiben, können solche Aufgaben die Aussagekraft von Tests zur Demenz-Früherkennung verbessern.
12.12.2019, Bildnachweis: iStock/Savushkin

Los geht's! Busfahrer leben aktiver
Wer sich mehr bewegen möchte, sollte das Auto stehen lassen und den Bus nehmen. Das legt eine Studie von deutschen Altersforschern nahe: Täglich bis zu 16 Minuten mehr waren die über 64-jährigen Studienteilnehmer zu Fuß unterwegs, wenn sie mit Bus und Bahn fuhren. Selbst reine Fußgänger bewegten sich weniger als die Busfahrer: Sie kamen nur auf fünf zusätzliche Minuten Bewegung pro Tag.
30.11.2019, Bildnachweis: istock/GoodLifeStudio

Bewegter leben: In der Gruppe fällt es leichter
Endlich Rente! Darüber freuen sich viele. Aber auch endlich Zeit für Sport? Mit diesem Gedanken tun sich Senioren eher schwer. Finnische Forscher hatten 478 angehende Rentner mit Schrittzählern ausgestattet. Obgleich die meisten einen Bürojob hatten, waren sie nach dem Berufsausstieg nicht häufiger auf den Beinen. Frauen verbrachten in der Rente sogar täglich eine halbe Stunde mehr im Sitzen oder Liegen – die Schlafenszeit nicht mitgerechnet. Tipp, um in die Gänge zu kommen: Oft hilft es, Aktivitäten fest im Tagesablauf einzuplanen.
24.10.2019, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

"Wie alt bin ich?" Vielen sieht man die Jahre nicht an
Model mit 70, Marathon mit 80. Heutige Senioren sind oft gesünder als frühere Generationen – und sehen meist auch fitter aus. Das verändert unser Bild vom Alter, fanden dänische Forscher heraus. Im Abstand von zehn Jahren sollten Testpersonen das Alter von Senioren auf Fotos schätzen. Beim ersten Durchlauf attestierten die Teilnehmer den Gesichtern im Durchschnitt 76,5 Jahre. Die Tester der zweiten Runde zehn Jahre später trauten denselben Köpfen bereits ein Alter von knapp 79 zu.
19.10.2019, Bildnachweis: istock/People Images

Fieber messen: Die rektale Methode gilt als die zuverlässigste
Eine erhöhte Körpertemperatur zeigt in vielen Fällen eine Infektion an. Doch bei älteren Menschen fehlt dieses Symptom häufig, weil die Thermoregulation nicht mehr so gut funktioniert. Das berichtete Dr. Antje Kwetkat vom Universitätsklinikum Jena auf dem Internistenkongress in Wiesbaden. Die US-amerikanische Gesellschaft für Geriatrie definiert deshalb bereits Werte von über 37,8 Grad (rektal) bei älteren Menschen als Fieber.
16.10.2019, Bildnachweis: istock/Wavebreakmedia

Forscher finden heraus, dass bei älteren Menschen der Wortschatz leidet, wenn Sie viel fernsehen
Wenn ältere Menschen mehr als drei­einhalb Stunden am Tag fernsehen, könnte ihr Wortschatz leiden. Dies vermutet eine Studie in Scientific Reports mit Daten von fast 3600 Teilnehmern. Zu Beginn der Untersuchung war keiner von ihnen dement. Doch sechs Jahre später war bei den Langzeitsehern das Wortgedächtnis beeinträchtigt. Bei der Auswertung waren die Studienteilnehmer im Schnitt 67 Jahre alt.
18.09.2019, Bildnachweis: istock/pxel66

Im Aufwind: Bis 55 steigt der Optimismus
Wer die 50 überschritten hat, dürfte schon so manchen Nackenschlag erlebt haben. Dennoch werden viele Menschen bis zur Mitte ihres sechsten Jahrzehnts zunehmend optimistischer, wie amerikanische Forscher in einer Langzeitstudie mit 1200 Teilnehmern herausfanden. Rückschläge hatten auf diese Entwicklung offenbar kaum einen Einfluss – ganz im Gegensatz zu freudigen Ereignissen, berichten die Psychologen im Fachblatt Social Psychological and Personality Science. Das heißt allerdings nicht, dass die Jahre auch Schwarzseher frohgemut werden lassen. Denn Optimismus ist nicht nur eine Frage des Alters, sondern vor allem der Persönlichkeit, so die Forscher.
14.09.2019, Bildnachweis: istock/CourtneyK

Mundhygiene: Bürsten gegen Bakterien
Ein entzündetes Zahnbett (Parodontitis) kann zahlreiche Erkrankungen fördern. Dass auch Demenz dazugehört, legt jetzt eine Studie im Journal of the American Geriatrics Society nahe. Demnach haben über 50-jährige Patienten mit chronischer Parodontitis ein etwas ­höheres Risiko, an einer Demenz zu erkranken, als ­Menschen ohne diese Entzündung. In früheren Untersuchungen wurden bereits bestimmte Bakterien als mögliche Auslöser identifiziert.
21.08.2019, Bildnachweis: istock/cokacoka

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