Studie: Überwiegend pflanzliche Ernährung trägt dazu bei, einer Demenz vorzubeugen
Eine überwiegend pflanzliche Ernährung trägt dazu bei, das Gehirn fit zu halten und einer Demenz vorzubeugen. Das bestätigt eine europäische Studie mit 842 Teilnehmern, alle mehr als 65 Jahre alt. Blutuntersuchungen auf bestimmte Stoffwechselprodukte sowie Hirnleistungstests über zwölf Jahre hinweg zeigten: Pflanzenstoffe wie Polyphenole – etwa aus Kakao, Kaffee und grünem Tee, Pilzen, Äpfeln, Beeren und Nüssen – schützen vor geistigem Abbau. Süßstoffe und Alkohol dagegen fördern ihn eher. Polyphenole stecken auch in Gemüse, Getreide und Olivenöl.
06.05.2022, Bildnachweis: istock/stevecoleimages

Forschung zeigt: Ausdauersport wirkt positiv bei Parkinsonkrank­heit
Ausdauersport wirkt positiv auf Regionen im Gehirn, die von der Parkinsonkrank­heit betroffen sind. Niederländische For­schende untersuchten 56 Erkrankte. Sie nutzten unter anderem Bilder der Magnet­resonanztomographie, die sie zum Start eines regelmäßigen Trainingsprogramms aufnahmen und sechs Monate später. Bei den 25 Ausdauersportlern wiesen sie Ver­besserungen in der Struktur betroffener Hirnregionen nach, die sie bei der 31­-köpfigen Vergleichsgruppe nicht fest­ stellen konnten. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift Annals of Neurology. Frühere Studien ergaben positive Effekte von Sport auf Parkinsonsymptome.
21.04.2022, Bildnachweis: istock/nd3000

Studie: Mind. zwei Tassen Kaffee am Tag sollen Beginn von Alzheimer hinauszögern
Kaffeetrinker aufgepasst: Mindestens zwei Tassen Kaffee am Tag sollen den Beginn von Alzheimer hinauszögern. Das haben australische Forscherinnen und Forscher in einer Langzeitstudie herausgefunden. Durch einen höheren Kaffeekonsum sammelt sich das Eiweiß Amyloid wohl langsamer im Gehirn an. Dieses Eiweiß ist mitverantwortlich für die Entstehung von Alzheimer. Laut der Wissenschaftlerin Samantha Gardener braucht es zwar noch weitere Studien, die aktuellen Ergebnisse ermutigen aber, zur Kaffeetasse zu greifen. Und das Beste: Ob das Getränk am liebsten mit Milch, koffeinfrei oder schwarz konsumiert wird, spielt dabei keine Rolle. Der Effekt bleibt der gleiche.
19.04.2022, Bildnachweis: istock/skyneseher

Trend: Mehr als jeder Zweite ab 50 nutzt das kostenlose Filmangebot der Öffentlich-Rechtlichen
Den „Tatort“ vom Sonntag lieber am Dienstagnachmittag ansehen? Kein Problem! Der TV-Krimi lässt sich aus der Mediathek abrufen. Einzige Voraussetzung ist ein Fernseher mit Internetanschluss, über den praktisch alle neuen Geräte verfügen. Mehr als jeder Zweite ab 50 nutzt das kostenlose Filmangebot der Öffentlich-Rechtlichen. Auch kostenpflichtige Produkte wie digitale Videotheken (Video-Streaming) oder Wunschmusik (Musik-Streaming) sind bei Älteren im Kommen (Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2021).
07.04.2022, Bildnachweis: istock/E+/Eva Katalin

Großeltern betreuen die Enkelkinder – eine Entlastung für die Eltern
Eine Corona-Infektion ist für ältere Menschen besonders gefährlich. Das hat Oma und Opa aber offenbar nicht davon abgehalten, sich um die Enkel zu kümmern: 34 Prozent der Großeltern in Deutschland betreuten im Pandemie-Winter 2020/21 ihre Enkelkinder – kaum weniger als im Jahr 2017. Gerade in Zeiten geschlossener Kitas und Schulen sei dies „ein gesellschaftlicher Beitrag, der nicht hoch genug geschätzt werden kann“, so das Deutsche Zentrum für Altersfragen, das die Befragung durchgeführt hat. Übrigens: Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung leisteten Großeltern im Jahr 2020 fast zwei Milliarden Betreuungsstunden. Gäbe es dafür den Mindestlohn, so entspräche dies einem Wert von 16 bis 18 Milliarden Euro!
30.03.2022, Bildnachweis: istock/alvarez

Untersuchung zeigt: Arbeit im Haushalt könnte gut für Gedächtnis und Muskeln sein
Arbeit im Haushalt könnte gut für Gedächtnis und Muskeln sein, vor allem bei älteren Menschen. Das zeigt eine Untersuchung aus Singapur, die im Fachmagazin BMJ Open erschienen ist. Die Forschenden haben für Ihre Analyse 489 Menschen zwischen 16 und 90 Jahren unter anderem nach ihrer körperlichen Aktivität sowie Intensität der Hausarbeit befragt. Sie merken aber an, dass die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen und weitere Studien nötig seien. Zumindest hatten vergangene Untersuchungen gezeigt, dass regelmäßige Bewegung gut für Geist und Körper sein kann.
15.03.2022, Bildnachweis: istock/AlexRaths

Studie zeigt: Regel­mäßige Grippe-Impfung könnte möglicherweise bei älteren Menschen einer Demenz vorbeugen
Ältere Menschen, die sich regel­mäßig gegen Grippe impfen lassen, können möglicherweise einer Demenz vorbeugen. Darauf deutet eine aktuelle US-Studie hin, an der 120 000 ehemalige Militärangehörige im Alter von durchschnittlich 75 Jahren teilnahmen. Wer innerhalb von 80 Monaten mehr als sechs Impfungen erhielt — also mindestens eine Spritze jährlich —, verringerte sein Risiko, an Demenz zu erkranken, um zwölf Prozent. Ob die Impfung tatsächlich der Grund dafür ist, müssen weitere Studien belegen. Die Forscher nehmen an, dass die Impfungen bestimmte Immunzellen im Gehirn dazu anregen, vermehrt Eiweiße abzubauen, die sich sonst ablagern und das Auftreten von Demenzerkrankungen fördern. Menschen mit Diabetes wird die Grippeimpfung besonders empfohlen, weil ihr Immunsystem durch die Krankheit beeinträchtigt ist.
12.03.2022, Bildnachweis: istock/E+/bluecinema

Ein Herz und eine Seele: Viele ältere Paare sind eng verbunden
Woran erkennt man eine glückliche Beziehung? Die Berliner Psychologin Sophie Potter hat eine Antwort gefunden: daran, dass man selbst auch keinen guten Tag hat, wenn dem Partner der Schädel brummt oder das Knie zwickt. In Daten aus zwei Studien mit zusammen 238 älteren Paaren, die im Schnitt seit fast 50 Jahren zusammen waren, fand die Forscherin heraus: Je zufriedener die Partner mit ihrer Beziehung sind, desto mehr hängen offenbar die täglichen Schwankungen des eigenen Wohlbefindens auch von der Gesundheit des Partners ab. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass die Gefühlslage im Alter viel mit einem guten Draht zu nahen Menschen zu tun hat.
21.02.2022, Bildnachweis: istock/gilaxia

Immer mehr arbeiten weiter
Immer mehr Rentnerinnen und Rentner in Deutschland arbeiten weiter. 2019 waren hierzulande knapp acht Prozent der Frauen und Männer ab 65 auch im Rentenalter erwerbstätig. Ihr Anteil habe sich damit in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, berichtet das Institut der deutschen Wirtschaft. Ein Grund für diese Entwicklung ist das zunehmende Renteneintrittsalter. Auch die formale Bildung spielt eine Rolle: Wer einen höheren Bildungsabschluss hat, bleibt häufig länger im Beruf als Geringqualifizierte. Nicht zuletzt treiben finanzielle Gründe manchen Renter und manche Rentnerin an, aber auch der Kontakt zu anderen Menschen.
03.02.2022, Bildnachweis: istock/E+/Morsa Images

Scheinbar höheres Risiko für Gebrechlichkeit bei Zunahme vieler einfacher Kohlenhydrate
Wer viele einfache Kohlenhydrate – etwa Zucker – zu sich nimmt, scheint ein höheres Risiko für Gebrechlichkeit zu haben: ist zum Beispiel eher erschöpft oder schlechter zu Fuß unterwegs. Darauf deuten die Ergebnisse einer französischen Studie hin, in der etwa 1200 ältere Menschen 17 Jahre lang untersucht wurden. Die Teilnehmenden, die viele einfache Kohlenhydrate verzehrten, wurden im Verlauf häufiger gebrechlich als diejenigen, die wenige zu sich nahmen. Bei Männern zeigte sich dieser Zusammenhang noch stärker als bei Frauen.
12.01.2022, Bildnachweis: istock/Yelena Yemchuck

Heimbewohner müssen immer tiefer in die eigene Tasche greifen
Heimbewohner müssen immer tiefer in die eigene Tasche greifen: Von 2018 bis 2021 stieg der Eigenanteil an den Heimkosten um gut 15 Prozent. Zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede. In Nordrhein-Westfalen liegt der Eigenanteil mit im Schnitt knapp 2500 Euro pro Monat am höchsten, in Sachsen mit rund 1540 Euro am niedrigsten.
11.01.2022, Bildnachweis: istock/Hispanolistic

Wichtig für die Intimität: eine vertraute Beziehung
Leichte kognitive Einschränkungen oder eine früh einsetzende Demenz beeinträchtigen die sexuelle Aktivität älterer Paare kaum. Das stellten US-Forschende in einer Studie mit knapp 1000 Paaren fest. Dabei spielte es keine Rolle, ob der Mann, die Frau oder beide Partner betroffen waren. Die Wissenschaftler vermuten, dass vor allem eine enge und vertraute Beziehung von Bedeutung ist, damit die Partner weiterhin miteinander intim sind. Solche Beziehungen gelte es zu fördern, um diesen wichtigen Aspekt des Wohlbefindens aufrechtzuerhalten.
29.12.2021, Bildnachweis: istock/Goodboy Picture Company

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