Scheinbar höheres Risiko für Gebrechlichkeit bei Zunahme vieler einfacher Kohlenhydrate
Wer viele einfache Kohlenhydrate – etwa Zucker – zu sich nimmt, scheint ein höheres Risiko für Gebrechlichkeit zu haben: ist zum Beispiel eher erschöpft oder schlechter zu Fuß unterwegs. Darauf deuten die Ergebnisse einer französischen Studie hin, in der etwa 1200 ältere Menschen 17 Jahre lang untersucht wurden. Die Teilnehmenden, die viele einfache Kohlenhydrate verzehrten, wurden im Verlauf häufiger gebrechlich als diejenigen, die wenige zu sich nahmen. Bei Männern zeigte sich dieser Zusammenhang noch stärker als bei Frauen.
12.01.2022, Bildnachweis: istock/Yelena Yemchuck

Heimbewohner müssen immer tiefer in die eigene Tasche greifen
Heimbewohner müssen immer tiefer in die eigene Tasche greifen: Von 2018 bis 2021 stieg der Eigenanteil an den Heimkosten um gut 15 Prozent. Zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede. In Nordrhein-Westfalen liegt der Eigenanteil mit im Schnitt knapp 2500 Euro pro Monat am höchsten, in Sachsen mit rund 1540 Euro am niedrigsten.
11.01.2022, Bildnachweis: istock/Hispanolistic

Wichtig für die Intimität: eine vertraute Beziehung
Leichte kognitive Einschränkungen oder eine früh einsetzende Demenz beeinträchtigen die sexuelle Aktivität älterer Paare kaum. Das stellten US-Forschende in einer Studie mit knapp 1000 Paaren fest. Dabei spielte es keine Rolle, ob der Mann, die Frau oder beide Partner betroffen waren. Die Wissenschaftler vermuten, dass vor allem eine enge und vertraute Beziehung von Bedeutung ist, damit die Partner weiterhin miteinander intim sind. Solche Beziehungen gelte es zu fördern, um diesen wichtigen Aspekt des Wohlbefindens aufrechtzuerhalten.
29.12.2021, Bildnachweis: istock/Goodboy Picture Company

In vielen Familien spielen die Großeltern wichtige Rolle bei der Kinderbetreuung
"Heute holt dich Oma ab": In vielen Familien spielen die Großeltern eine wichtige Rolle bei der Kinderbetreuung – insbesondere im Westen Deutschlands. Das zeigen Zwischenergeb­nisse einer Studie, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung derzeit macht. Demnach ver­bringen in westlichen Bundesländern fast 20 Pro­zent der Kinder unter drei Jahren am Vormittag re­gelmäßig Zeit mit ihren Großeltern, im Osten Deutschlands sind es weniger als fünf Prozent. Für den Nachmittag ist die Tendenz ähnlich; im Wes­ten übernehmen die Großeltern hier neben den Eltern sogar den Hauptteil der Betreuung. Die über elf Jahre gesammelten Daten von mehr als 30 000 Kindern zwischen 0 und 10 Jahren zeigen außerdem: In Familien, in denen die Großeltern mitanpacken, sind Mütter zufriedener mit der Situ­ation der Kinderbetreuung und ihrer eigenen Frei­ zeit. Bei den Vätern hingegen fielen diese Effekte nicht so hoch aus.
04.12.2021, Bildnachweis: istock/Alvarez

Digital, ideal? Nicht immer tut virtueller Kontakt Älteren auch gut
Kaffeeklatsch via Zoom, Nachrichten per WhatsApp: In der Corona­-Pandemie hat virtueller Kontakt oft echte Begegnungen ersetzt. Half das Älteren durch die Krise? Zwei Langzeitstudien aus den USA und Großbritannien lassen Zweifel aufkommen. Demnach fühlten sich Ältere einsamer, die mehr virtuellen Kontakt hatten. Zum Teil ging es ihnen sogar schlechter als Menschen, die überhaupt keinen Kontakt hatten. Die Forscher vermuten, dass der Umgang mit der fremden Technik Senioren unter Stress gesetzt haben könnte. Immerhin: Wer sowohl echte als auch digitale Kontakte hatte, kam am besten durch die Krise.
03.12.2021, Bildnachweis: istock/RGStudio

Wahrscheinlichkeit, den 100. Geburtstag zu erleben, für Frauen wesentlich höher
War Methusalem eine Frau? Nimmt man die mo­derne Statistik als Maßstab, spricht einiges dafür. Die Wahrscheinlichkeit, den 100. Geburtstag zu erleben, ist für Frauen um ein Vielfaches höher als für Männer. 2020 waren von den ab 100-Jäh­rigen in Deutschland nur knapp 20 Prozent männlich. Die Gründe sind noch nicht ganz ge­klärt. Neben den Genen spielt vielleicht auch eine Rolle, dass Frauen sich häufig besser um ihre Gesundheit kümmern.
01.12.2021, Bildnachweis: istock/Creative Family

(Un)ruhestand: Ältere sollten sich auch hin und wieder Pausen gönnen
Ältere Menschen fühlen sich mehr unter Zeitdruck als die Generation vor ihnen. Verglichen mit den 90ern schätzen sich Senioren heute als gehetzter ein. Das zeigt eine Studie einer New Yorker Universität in Zusammenarbeit mit mehreren Berliner Institutionen. Das könnte mit gesellschaftlichen Veränderungen zu tun haben, vermuten die Forschenden. Bisher konnte die Wissenschaft diese Unruhe vor allem bei Jüngeren zeigen – doch offenbar verspüren sie auch ältere Menschen. Vielleicht wollen Rentner damit Dinge nachholen, die in der Berufstätigkeit untergegangen sind: etwa Reisen, Hobbys oder Ehrenämter. Zu den Gründen muss mehr geforscht werden. Trotzdem: Lassen Sie den Ruhestand nicht zum Freizeitstress werden – und streichen Sie den einen oder anderen Punkt auf der Tagesliste.
08.11.2021, Bildnachweis: istock/kate sept2004

Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr 339 Herzen transplantiert
Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr 339 Herzen transplantiert. Rund 700 Menschen warteten Ende Dezember trotzdem weiter auf ein Spenderherz. Viele von ihnen waren hochbetagt. Ein hohes Alter ist kein Hindernis für eine erfolgreiche Herztransplantation, wie eine aktuelle Studie aus den USA verdeutlicht. Die Daten zeigen, dass die Überlebensraten nach der Transplantation über alle Altersgruppen hinweg ähnlich hoch waren. Zwar hätten ältere Patientinnen und Patienten häufiger das Spenderherz eines älteren Menschen erhalten. Doch nach fünf Jahren waren die Überlebensraten in allen Altersgruppen ähnlich hoch. Lediglich das  Risiko, nach der Transplantation einen Schlaganfall zu erleiden, war unter Älteren leicht erhöht – wenn auch insgesamt selten. Leider mangelt es nach wie vor an Bereitschaft zur Spende.
23.10.2021, Bildnachweis: istock/urbazon

Nicht jeder Haushalt hat ein Smartphone
Mehr als die Hälfte der Menschen über 65 Jahren in der Bundesrepublik nutzt kein Smartphone. Das zeigt eine repräsentative Studie der Initiative "Digital für alle". Je älter die Befragten, desto weniger setzen sie auf Handys. Gerade in der Corona-Krise waren Menschen ohne digitale Geräte oft außen vor, etwa, wenn sie ein Ticket reservieren oder sich im Restaurant registrieren wollten. Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Smartphone zu kaufen, aber sich die Bedienung nicht zutraut – der Verein "Wege aus der Einsamkeit" bietet spezielle Kurse für ältere Menschen an.
12.10.2021, Bildnachweis: istock/MixMedia

Impfschutz komplett? Der Hausarzt weiß Rat
Die Impfungen gegen Tetanus, Keuchhusten und Diphtherie zählen Experten heute zum Standardschutz für Senioren. Offenbar bewahrt der Piks nicht nur vor Infektionen. Als Nebeneffekt senkt die Impfung möglicherweise das Risiko einer Demenz. Darauf deuten Langzeitdaten aus den USA hin. Vermutlich, erklären die Autoren, wappne Impfen den Körper allgemein gegen Entzündungen – und schützt so das Gehirn. Frühere Studien legen nahe, dass auch die Grippe-Impfung gut für den Kopf ist.
25.09.2021, Bildnachweis: iStock/dusanpetkov

Studie zeigt: Vorbeugende Hausbesuche senken bei älteren Menschen die Sterblichkeit
Vorbeugende Hausbesuche senken bei älteren Menschen die Sterblichkeit sowie die Anzahl der Krankenhaus- und Heimaufenthalte. Zu diesem Ergebnis kommen Gesundheitsökonomen der Universität Duisburg-Essen. Modell für ihre Studie standen skandinavische Länder wie Dänemark oder Norwegen. Dort stattet das Gesundheitspersonal schon seit Längerem Seniorinnen und Senioren regelmäßig präventive Hausbesuche ab. Das führt dazu, dass diese  länger zu Hause wohnen und selbstständig bleiben können. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt nun die deutsche Studie: Vorbeugende Hausbesuche reduzieren Aufenthalte im Altenheim. Stattdessen nehmen Ältere öfter häusliche Pflegeangebote wahr. Bisher finden präventive Hausbesuche in Deutschland eher selten statt, obwohl eine Förderung im aktuellen Koalitionsvertrag vereinbart ist. Ob die Studienergebnisse und die Bundespolitik daran  in Zukunft etwas ändern werden, bleibt abzuwarten
18.09.2021, Bildnachweis: iStock/FG Trade

Nicht barrierefrei? Wer sein Haus liebt, sieht oft über solche Schwächen hinweg
Wer jemanden liebt, schaut über seine Fehler hinweg. Das trifft offenbar auch auf das eigene Zuhause zu, zeigen kürzlich ausgewertete Daten des Deutschen Alterssurveys von 2017. Älteren Menschen gefiel ihre Wohnumgebung im Durchschnitt gut, auch wenn sie oft Schwierigkeiten im Bad, beim Treppensteigen oder Einkaufen hatten. Je mehr einem das Haus oder die Wohnung am Herzen liegt, desto weniger scheinen objektive Schwächen wie mangelnde Barrierefreiheit ins Gewicht zu fallen. Auch wer engen Kontakt zu den Nachbarn hat, bewertet seine Wohnsituation besser.
21.08.2021, Bildnachweis: istock/ Jevtic

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