Eine Studie gibt Aufschluss über das Mammografie-Screening
Frauen, die an einem Mammografie-Screening teilnehmen, haben ein um 41 Prozent geringeres Risiko, in den folgenden zehn Jahren an Brustkrebs zu sterben, als Frauen, die nicht bei einem solchen Früherkennungsprogramm mitmachen. Das stellt eine Studie im Fachblatt Cancer fest, die Daten von rund 550 000  schwedischen Frauen analysierte. Zudem entwickelten Frauen, die an einem Mammografie-Screening teilnehmen, seltener fortgeschrittene Tumore.
20.10.2020, Bildnachweis: iStock/nobilior

Ein Test auf nicht sichtbare Blutspuren im Stuhl gehört zur Früherkennung von Darmkrebs
Ein Test auf nicht sichtbare Blutspuren im Stuhl gehört zur Früherkennung von Darmkrebs. Ab 50 Jahren haben gesetzlich Versicherte einen Anspruch darauf, doch nur ungefähr zehn Prozent nutzen ihn. Wird der Einladung zur Früherkennung aber gleich der Stuhltest oder eine Bestellmöglichkeit dafür beigelegt, erhöht sich die Nutzerzahl auf fast 30 Prozent. Ein Erinnerungsschreiben steigert die Teilnahme zusätzlich, ergab eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums mit über 17 000 Versicherten. Gut 60 Prozent der Menschen mit auffälligem Befund gingen dann zur Darmspiegelung: Bei 40 Prozent wurden Krebs­vorstufen, bei 20 Prozent fortgeschrittene Veränderungen entdeckt – und gleich entfernt.
14.10.2020, Bildnachweis: istock / Nerthus

Mammographie-Screening reduziert das Risiko, an Brustkrebs zu sterben
Frauen, die an einem Mammografie-Screening teilnehmen, haben in den folgenden zehn Jahren ein um 41 Prozent geringeres Risiko, an Brustkrebs zu sterben, als Frauen, die nicht bei einem solchen Früherkennungsprogramm mitmachen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Fachblatt Cancer, die Daten von rund 550 000 Schwedinnen analysierte. Die Forscher verglichen die Anzahl der Sterbefälle – mit und ohne Screening – im selben Zeitraum. Die unterschiedliche Sterberate kann demnach nicht der Behandlung zugeschrieben werden, die sich möglicherweise im Lauf der Zeit verbesserte, sondern dem Nutzen des Screenings.
18.09.2020, Bildnachweis: iStock/gbh007

Eine Studie zeigt: Gesunder Lebensstil und vorsorgliche Darmspiegelungen senken die Gefahr, Darmkrebs zu bekommen
Ein gesunder Lebensstil und vorsorgliche Darmspiegelungen senken die Gefahr, Darmkrebs zu bekommen, erheblich – selbst bei genetisch erhöhtem Risiko. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums mit Daten von 7500 Menschen. Demnach erkranken innerhalb von 30 Jahren von 100 Männern mit mittlerem Risiko und einem durchschnittlich gesunden Lebensstil, wenn sie keine Darmspiegelung machen, sieben bis acht. Leben sie gesünder und machen eine Koloskopie, erkranken im gleichen Zeitraum nur zwei.
03.09.2020, Bildnachweis: iStock/Fotostorm

Selbstlernende Computerprogramme helfen bei der Analyse menschlicher Zellen
Um Patienten nach einer Krebsdiagnose optimal behandeln zu können, muss der Tumor durch mikroskopische und klinische Untersuchungen möglichst exakt bestimmt werden. Künstliche Intelligenz kann helfen, die Diagnose zu präzisieren. Das berichten Bioinformatiker des Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York (USA) im Fach­magazin JAMA Oncology. Ein Computerprogramm, das krebstypische Veränderungen im Erbgut von Zellen erkennt, lag in einer großen Studie in drei von vier Fällen richtig. Das ermöglicht es, zum Beispiel bei Tumoren unbekannter Herkunft das Ursprungsgewebe zu identifizieren oder neue Tumore von Rückfällen (Rezidiven) oder Tochter­geschwulsten (Metastasen) zu unterscheiden. Der Patient kann dann zielgerichtet behandelt werden.
29.07.2020, Bildnachweis: istock/Neustock images

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