Das Epstein-Barr-Virus gilt als gefährlicher Erreger
Forscher aus Philadelphia (USA) haben einen Wirkstoff gegen das Epstein-­Barr-Virus gefunden, das für weltweit ein bis zwei Prozent aller Tumore verantwortlich gemacht wird. Rund 90 Prozent aller Menschen sind mit diesem Erreger infiziert. Die Wissenschaftler berichten im Fachmagazin Science Trans­lational Medicine, dass sie eine Substanz entwickelt haben, die ein charakteristisches Oberflächen-Protein der Viren blockiert. Im Laborversuch sei es ihnen gelungen, das ­Tumorwachstum auf diese Weise zu bremsen. An Patienten wurde der Wirkstoff allerdings noch nicht erprobt.
23.09.2019, Bildnachweis: istock/Yuri Arcurs

Positiv gestimmt: Schmerzverarbeitung ist auch Kopfsache
Schmerzen nach einer Operation können durch eine positive Erwartungshaltung vor dem Eingriff reduziert werden. Das gelang Ärzten am Uniklinikum Essen. In ihrer Studie wurden Brustkrebspatien­tinnen von Narkoseärzten auf die lindernde Wirkung einer unterstützenden Akupunktur hingewiesen. Nach dem Eingriff benötigten die Frauen weniger Schmerzmittel. Das Nadeln allein konnte die Intensität der Beschwerden nicht verändern.
14.08.2019, Bildnachweis: iStock/Lilli Day

Studie untermauert den Nutzen der Impfung gegen die zwei häufigsten Auslöser von Gebärmutterhalskrebs
Eine Studie untermauert den Nutzen der Impfung gegen die zwei häufigsten Auslöser von Gebärmutterhalskrebs, die humanen Papillom­viren HPV-16 und HPV-18. Untersucht wurden in den USA mehr als 10 000 Frauen unter 40 Jahren mit Krebsvorstufen. Im Jahr 2008 wurde bei 55 Prozent der Geimpften einer der beiden Viren­typen festgestellt, 2014 waren nur noch 33 Prozent betroffen. Sogar bei nicht geimpften Frauen gab es einen leichten Rückgang – ein Hinweis darauf, dass beide ­Virentypen insgesamt seltener werden. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention veröffentlicht. HP-Viren werden vor allem beim Geschlechtsverkehr übertragen. In Deutschland wurde die Impfung bislang nur Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen, seit Juni 2018 gilt das auch für Jungen.
31.07.2019, Bildnachweis: istock/wavebreakmedia

Regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs können Leben retten
Regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs sind enorm wichtig. Das bestätigt eine US-Studie im Fachblatt Gastroenterology. Von 1750 Darmkrebstoten hatten 67 Prozent keine Checks zur Früherkennung wahrgenommen. Die Forscher gehen davon aus, dass die meisten von ihnen die Erkrankung durch rechtzeitige Therapien überlebt hätten.
18.07.2019, Bildnachweis: iStock/Fotostorm

Ein neuer Impfstoff soll das Immunsystem gegen Krebszellen in Stellung bringen
Humane Papillomviren (HPV) können Krebserkrankungen auslösen, beispielsweise am Gebärmutterhals. Bisher stehen zwar Impfstoffe zur Verfügung, die eine Infektion verhindern. Sie wirken jedoch nicht bei Menschen, die bereits mit dem Virus in Kontakt gekommen sind. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg haben nun einen therapeutischen Impfstoff entwickelt. Er soll die sogenannten zytotoxischen T-Zellen des Im­mun­systems stimulieren, sodass sich diese gegen infizierte Zellen oder Krebszellen wenden und sie abtöten. Erste Laborversuche waren erfolgreich. Klinische Tests mit Patienten stehen allerdings noch aus.
22.06.2019, Bildnachweis: istock/Wavebreakmedia

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