Studie: Darmspiegelung beugt Darmkrebs vor
Wer Darmspiegelungen wahrnimmt, erkrankt zu 60 Prozent seltener an Darmkrebs als Menschen, die dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen. Das zeigt eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Das Risiko, an Darmkrebs zu sterben, sinke sogar um 70 Prozent. Die Wissenschaftler hatten die Daten von mehr als 9000 Menschen ausgewertet, beobachtet über 17 Jahre. Frauen haben ab 55 Jahren Anspruch auf zwei Darmspiegelungen mit Mindestabstand von zehn Jahren, Männer ab 50 Jahren.
22.07.2021, Bildnachweis: istock / Nerthus

Studie zeigt: Antibabypille kann vor Eierstock- und Gebärmutterkrebs schützen
Die Antibabypille kann vor Eierstock- und Gebärmutterkrebs schützen. Das belegt eine Studie mit mehr als 250 000 Teilnehmerinnen. Forscher der schwedischen Universität Uppsala analysierten, wie häufig verschiedene Krebserkrankungen bei Frauen auftreten, wenn diese die Pille eingenommen hatten. Als Vergleichsgruppe dienten Frauen, die das Verhütungsmittel noch nie verwendet hatten. Im Vergleich zu ihnen war das Krebsrisiko auch 15 Jahre nach Absetzen der Pille noch um die Hälfte reduziert. Bis zu 35 Jahre lang könne diese Wirkung anhalten, so die Studienautoren im Fachmagazin Cancer Research. Je länger die Pille eingenommen worden war, umso höher die schützende Wirkung. Eierstock- und Gebärmutterkrebs gehören zu den häufigsten Krebsarten bei Frauen.
30.04.2021, Bildnachweis: iStockphoto/srugina

Eine Studie zeigt: Auch eine einmalige Bestrahlung kann bei Brustkrebs wirksam sein
Eine brusterhaltende Brustkrebstherapie, bei der im Frühstadium der Erkrankung im Anschluss an die chirurgische Entfernung eines Tumors nur eine einzige gezielte Strahlenbehandlung durchgeführt wird (intraoperative Strahlentherapie), hat sich als genauso wirksam erwiesen wie eine tägliche Bestrahlung der Brust über mehrere Wochen hinweg. Das hat die "TARGIT-A"-Studie ergeben, die 2300 Patientinnen im Durchschnitt knapp neun Jahre lang begleitet hat. Die Ergebnisse wurden im British Medical Journal veröffentlicht.
30.03.2021, Bildnachweis: iStock/nobilior

Statt röntgen: CT mit geringer Strahlenbelastung
Ein Screening mittels niedrig dosierter Computertomografie für (ehemals) starke Raucher hilft, Lungenkrebs früh zu erkennen. Etwa fünf von 1000 Personen innerhalb von zehn Jahren könnte die Methode – aktuell keine Kassen­leistung – davor bewahren, an Lungenkrebs zu sterben. Wissenschaftler des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hatten hierfür acht Studien mit mehr als 90 000 Teilnehmern ausgewertet.
26.03.2021, Bildnachweis: istock/northlightimages

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG