Achillesferse: Überladene Tumorzellen
Krebszellen haben oft mehr Chromosomen als gesunde Zellen. Das ist schon länger bekannt. Jetzt ­untersuchten US-Forscher solche überladenen Zellen genauer und konnten dabei eine Schwach­stelle identifizieren: einen Signalweg, der ihr Wachstum beeinflusst. Wie die Wissenschaftler im Fach­­magazin Nature schreiben, könnten dieser und ähnliche ­Signalwege neue Therapien ermöglichen.
16.01.2020, Bildnachweis: istock/selvanegra

Krebs früh erkennen: Untersuchung im Computertomografen
Frauen mit hohem Risiko für Lungenkrebs profitieren von regelmäßigen Screenings, berichtet das Deutsche Krebsforschungszen­trum. Von 4000 Frauen und Männern, die jahrzehntelang geraucht hatten, wurde die Hälfte vier Jahre lang einmal jährlich im Computer­tomografen mit geringer Strahlen­dosis untersucht. Bei den Frauen konnte so das Risiko eines vorzeitigen Todes um 69 Prozent gesenkt werden. Vermuteter Grund: Frauen leiden öfter an einer Krebsart, die sich früh nachweisen lässt.
04.12.2019, Bildnachweis: istock/northlightimages

Sport hat viele positive Effekte, auch auf das Darmkrebsrisiko
Aktuell erkranken in Europa dreimal so viele junge Erwachsene im Alter von 20 bis 29 Jahren an Darmkrebs wie noch im Jahr 1990. Das berichtet die Fachzeitschrift Gut. Die Autoren vermuten, dass veränderte Gewohnheiten den Anstieg verursacht haben. Wer etwa viel Alkohol trinkt, Tabak raucht, sich ungünstig ernährt, sich nicht genug bewegt oder zu viel wiegt, erhöht bekanntermaßen sein Erkrankungsrisiko. Vor allem die Zahl junger Menschen mit Übergewicht hat stark zugenommen. Insgesamt ist die Zahl der Patienten, die bei der Darmkrebsdiagnose jünger sind als 50 Jahre, jedoch vergleichsweise gering. Derzeit liegt sie bei 2,3 Fällen pro 100 000 Einwohner.
14.11.2019, Bildnachweis: iStock/Graham Oliver

Bei einer keimzellschädigenden Krebstherapie ist oftmals der Kinderwunsch in Gefahr
Die Behandlung einer Krebserkrankung kann viele Folgen haben. So führt eine Bestrahlung im Unterleibsbereich oft zu Unfruchtbarkeit, und manche Chemo­the­rapie schädigt Ei- oder Samenzellen so stark, dass eine Schwangerschaft unmöglich ist. Damit der Kinderwunsch später trotzdem rea­lisiert werden kann, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für das Einfrieren von Keimzellgewebe, Ei- und Samenzellen. Das gilt für Frauen bis 39 und Männer bis 49 Jahre, die eine keimzellschädigende Krebstherapie beginnen.
02.11.2019, Bildnachweis: istock/Jezperklauzen

Das Epstein-Barr-Virus gilt als gefährlicher Erreger
Forscher aus Philadelphia (USA) haben einen Wirkstoff gegen das Epstein-­Barr-Virus gefunden, das für weltweit ein bis zwei Prozent aller Tumore verantwortlich gemacht wird. Rund 90 Prozent aller Menschen sind mit diesem Erreger infiziert. Die Wissenschaftler berichten im Fachmagazin Science Trans­lational Medicine, dass sie eine Substanz entwickelt haben, die ein charakteristisches Oberflächen-Protein der Viren blockiert. Im Laborversuch sei es ihnen gelungen, das ­Tumorwachstum auf diese Weise zu bremsen. An Patienten wurde der Wirkstoff allerdings noch nicht erprobt.
23.09.2019, Bildnachweis: istock/Yuri Arcurs

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