Humane Papillomaviren können Gebärmutterhalskrebs auslösen
Die HPV-Impfung, die das Risiko für Gebärmutterhalskrebs senken soll, hat sich als äußerst wirksam erwiesen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei Frauen, die rechtzeitig geimpft wurden, rund 90 Prozent weniger Tumore dieser Art auftreten. Die Ergebnisse wurden im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler über einen Zeitraum von elf Jahren die Gesundheitsregister von schwedischen Mädchen und Frauen im Alter von zehn bis 30 Jahren ausgewertet.
22.01.2021, Bildnachweis: istock/wavebreakmedia

Erkenntnisse einer Studie als Grundlage für neue unterstützende Krebstherapien
Beim Sport sondern die Muskeln hor­monähnliche Botenstoffe (Myokine) ab, die das Wachstum von Krebszellen hemmen. Forscher des Universitätklinikums Erlangen konnten nun zeigen, dass man diesen Mechanismus auch bei schwer erkrankten Krebs­patienten in Gang setzen kann. Die Wissenschaftler stimulierten dazu zwölf Wochen lang die Muskeln von Patienten mit fortgeschrittener Prostata- oder Darmkrebserkrankung durch sanfte elektrische Reize. Mit dieser schonenden aber effektiven Trainingsmethode gelang es tatsächlich, bei den Studienteilnehmern Myokine freizusetzen. Diese Erkenntnis soll dazu beitragen, neue unterstützende Krebstherapien zu entwickeln.
07.01.2021, Bildnachweis: iStock/Bettina Ritter

Sich während einer Darmkrebstherapie fit zu halten, erhöht die Lebensqualität
Sich während einer Darmkrebstherapie fit zu halten erhöht die Lebensqualität von Patienten, ergab eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums. Die mehr als 1700 Teilnehmer gaben an, wie aktiv sie körperlich vor der Diagnose sowie fünf Jahre danach waren – und wie wohl sie sich körperlich, geistig und emotional fühlten. Das Ergebnis: Wer aktiv blieb, fühlte sich in allen Kategorien besser, war etwa weniger erschöpft und antriebslos als inaktive Patienten. Der Effekt zeigte sich auch bei Betroffenen, die sich erst nach der Diagnose mehr bewegten. Es sei daher nie zu spät, körperlich aktiv zu werden, betonen die Forscher.
13.11.2020, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

Eine Studie gibt Aufschluss über das Mammografie-Screening
Frauen, die an einem Mammografie-Screening teilnehmen, haben ein um 41 Prozent geringeres Risiko, in den folgenden zehn Jahren an Brustkrebs zu sterben, als Frauen, die nicht bei einem solchen Früherkennungsprogramm mitmachen. Das stellt eine Studie im Fachblatt Cancer fest, die Daten von rund 550 000  schwedischen Frauen analysierte. Zudem entwickelten Frauen, die an einem Mammografie-Screening teilnehmen, seltener fortgeschrittene Tumore.
20.10.2020, Bildnachweis: iStock/nobilior

Ein Test auf nicht sichtbare Blutspuren im Stuhl gehört zur Früherkennung von Darmkrebs
Ein Test auf nicht sichtbare Blutspuren im Stuhl gehört zur Früherkennung von Darmkrebs. Ab 50 Jahren haben gesetzlich Versicherte einen Anspruch darauf, doch nur ungefähr zehn Prozent nutzen ihn. Wird der Einladung zur Früherkennung aber gleich der Stuhltest oder eine Bestellmöglichkeit dafür beigelegt, erhöht sich die Nutzerzahl auf fast 30 Prozent. Ein Erinnerungsschreiben steigert die Teilnahme zusätzlich, ergab eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums mit über 17 000 Versicherten. Gut 60 Prozent der Menschen mit auffälligem Befund gingen dann zur Darmspiegelung: Bei 40 Prozent wurden Krebs­vorstufen, bei 20 Prozent fortgeschrittene Veränderungen entdeckt – und gleich entfernt.
14.10.2020, Bildnachweis: istock / Nerthus

Mammographie-Screening reduziert das Risiko, an Brustkrebs zu sterben
Frauen, die an einem Mammografie-Screening teilnehmen, haben in den folgenden zehn Jahren ein um 41 Prozent geringeres Risiko, an Brustkrebs zu sterben, als Frauen, die nicht bei einem solchen Früherkennungsprogramm mitmachen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Fachblatt Cancer, die Daten von rund 550 000 Schwedinnen analysierte. Die Forscher verglichen die Anzahl der Sterbefälle – mit und ohne Screening – im selben Zeitraum. Die unterschiedliche Sterberate kann demnach nicht der Behandlung zugeschrieben werden, die sich möglicherweise im Lauf der Zeit verbesserte, sondern dem Nutzen des Screenings.
18.09.2020, Bildnachweis: iStock/gbh007

Eine Studie zeigt: Gesunder Lebensstil und vorsorgliche Darmspiegelungen senken die Gefahr, Darmkrebs zu bekommen
Ein gesunder Lebensstil und vorsorgliche Darmspiegelungen senken die Gefahr, Darmkrebs zu bekommen, erheblich – selbst bei genetisch erhöhtem Risiko. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums mit Daten von 7500 Menschen. Demnach erkranken innerhalb von 30 Jahren von 100 Männern mit mittlerem Risiko und einem durchschnittlich gesunden Lebensstil, wenn sie keine Darmspiegelung machen, sieben bis acht. Leben sie gesünder und machen eine Koloskopie, erkranken im gleichen Zeitraum nur zwei.
03.09.2020, Bildnachweis: iStock/Fotostorm

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