Eine Datenauswertung zeigt: Zweituntersuchung erst nach 10 Jahren notwendig
Wird bei einer Koloskopie zur Darmkrebsfrüherkennung nichts Auffälliges entdeckt, reicht eine Zweituntersuchung nach zehn Jahren. Das bestätigt eine Daten­auswertung des Deutschen Krebsforschungszentrums, veröffentlicht im British Medical Journal. Innerhalb dieses Zeitraums seien fortgeschrittene Neubildungen selten.
13.05.2020, Bildnachweis: iStock/Fotostorm

Forscher finden heraus: Intensive körperliche Aktivität kann womöglich die Prognose bei Krebspatienten verbessern
Wer an Krebs erkrankt ist, kann durch intensive körperliche Aktivität womöglich seine Prognose deutlich verbessern. Das fanden Forscher in Kanada mit einer Übersichtsarbeit heraus. Sie fassten die Daten von 136 Studien zusammen. Ergebnis: Die Sterblichkeitsrate jener Patienten, die nach ihrer Krebsdiagnose viel Sport trieben, war um 37 Prozent niedriger. Die Dosis spielte dabei eine große Rolle: Je aktiver die Patienten waren, umso besser war der Effekt. Besonders gut wirkte die Bewegung bei normalgewichtigen Patienten. Wie viel Aktivität im Einzelfall richtig ist und ob eine Gewichts­reduktion sinnvoll ist, sollten Krebspatienten mit ihrem Arzt besprechen.
20.04.2020, Bildnachweis: iStock/Bettina Ritter

Forscher stellen fest: Einmal eingefro­­renes Gewebe von Affen-Hoden kann nach dem Auf­­tauen wieder Spermien produzieren
Knapp jeder dritte Junge, der eine Krebs­therapie hinter sich hat, ist als Erwach­sener unfruchtbar. Eine nun im Fachblatt Science veröffentlichte Studie deutet jedoch einen Lösungsweg an: Forscher der Uni­versity of Pittsburgh School of Medicine (USA) haben festgestellt, dass einmal eingefro­­renes Gewebe von Affen-Hoden nach dem Auf­­tauen wieder Spermien produzieren kann. Darauf­­hin haben die Wissenschaftler eine Eizelle‚ mit diesen Spermien befruchtet, wodurch am Ende ein gesundes Affenbaby namens Grady zur Welt kam. Die Forscher gehen da­von aus, dass es künftig möglich sein könnte, selbst bei Jungen im vorpubertären Alter Ho­den­­ge­webe zu konservieren und trotz Chemo- und Strahlentherapie eine spätere Vaterschaft zu ermöglichen.
25.02.2020, Bildnachweis: istock/People Images

Forscher verglichen Beruhigungsmaßnahmen bei Operationen
Menschen mit Krebs ängstigen sich weniger, wenn sie regelmäßig Musik hören. Das  ergab eine systematische Analyse von 30 Studien an insgesamt 1891 Tumorpatienten. Weitere Ergebnisse: Musik hebt die Stimmung, verbessert die Lebensqualität und senkt das Schmerzempfinden. Diese Effekte sind allerdings weniger ausgeprägt als die angstlindernde Wirkung von Musik, schreiben die Wissenschaftler.
06.02.2020, Bildnachweis: istock/DGLimages

Achillesferse: Überladene Tumorzellen
Krebszellen haben oft mehr Chromosomen als gesunde Zellen. Das ist schon länger bekannt. Jetzt ­untersuchten US-Forscher solche überladenen Zellen genauer und konnten dabei eine Schwach­stelle identifizieren: einen Signalweg, der ihr Wachstum beeinflusst. Wie die Wissenschaftler im Fach­­magazin Nature schreiben, könnten dieser und ähnliche ­Signalwege neue Therapien ermöglichen.
16.01.2020, Bildnachweis: istock/selvanegra

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