Forscher finden heraus: Menschen mit Parodontitis, die sich mit Coronaviren anstecken, haben womöglich höheres Risiko für schwereren Verlauf
Menschen mit Parodontitis, die sich mit Coronaviren anstecken, haben womöglich ein höheres Risiko für einen schwereren Verlauf. Wissenschaftler der Universität im arabischen Katar haben für eine Studie die Daten von 568 Covid-19-Patienten ausgewertet. Erkrankte, die zeitgleich mit der Zahnbett­­entzündung zu tun hatten, kamen häufiger auf die Intensivstation und mussten öfter künstlich beatmet werden. Unabhängig davon, wie alt sie waren. Experten raten daher, vorbeugend auf eine gute Mundhygiene zu achten – und sich bei Parodontitis behandeln zu lassen. Zu den typischen Anzeichen gehören Zahnfleischbluten und ein fauliger Mundgeruch.
13.07.2021, Bildnachweis: iStock/PeopleImages

Hohe Zufriedenheit mit deutschem Gesundheitssystem
72 % der Menschen in Deutschland zählen das deutsche Gesundheitssystem zu einem der drei besten weltweit. Ein Jahr zuvor lag der Wert noch bei 52 Prozent.
2016
18-34jährige 73 %
35-54jährige 60 %
55 +jährige 62 %

 

2020
18-34jährige 74 %
35-54jährige 70 %
55 +jährige 72 %
Quelle: PricewaterhouseCoopers
24.06.2021, Bildnachweis: istock/Fat Camera

Berufskrankheiten anerkannt würden derzeit nur 500 Fälle pro Jahr
Damit eine Berufskrankheit als solche anerkannt wird – und dadurch auch die bestmögliche Therapie von den Berufsgenossenschaften bezahlt wird –, müssen Arbeitnehmer seit Anfang des Jahres ihre angestammte Arbeit nicht mehr aufgeben. Hierauf weist der Berufsverband der Deutschen Dermatologen hin. Bislang war diese Anerkennung nur möglich, wenn der Job auch beendet wurde. Laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV) gibt es jährlich bei über 18 000 Erkrankungen einen Zusammenhang zum Beruf. Tatsächlich als Berufskrankheit anerkannt würden derzeit aber nur 500 Fälle pro Jahr – am häufigsten Hauterkrankungen.
22.06.2021, Bildnachweis: istock/mladenbalinovac

Neue Richtlinie zur Behandlung von Parodontitis
Ab Juli 2021 tritt eine neue Richtlinie zur Behandlung von Parodontitis in Kraft. Krankenkassen müssen dann die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung übernehmen, wenn sie zu Beginn einer Parodontitisbehandlung nötig ist. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen, um die Hürden für eine passende Therapie von Entzündungen des Zahnbetts zu senken. Bislang mussten die meisten Patienten die Kosten selbst übernehmen.
26.04.2021, Bildnachweis: istock/kokoroyuki

Ein Report zeigt: Wer sich von seinem Vorgesetzten fair behandelt fühlt, fällt seltener wegen Krankheit aus
Wer sich von seinem Vorgesetzten fair behandelt fühlt, fällt seltener wegen Krankheit aus. Das hat das Wissenschaft­liche Institut der AOK (WIdO) in seinem Fehlzeiten-Report 2020 herausgefunden. Für die Studie hatte das Institut zu Beginn des vergangenen Jahres 2500 Arbeitnehmer befragt. Mitarbeiter, die ihren Chef als ungerecht empfanden, kamen im Durchschnitt auf 15 Arbeitsunfähigkeitstage pro Jahr. Diejenigen, die ihren Chef als fair einstuften, hatten lediglich 12,7 Fehltage. Sie klagten zudem deutlich seltener über körperliche Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen oder Atemwegserkrankungen.
22.04.2021, Bildnachweis: istock/Aleksandar Nakic

Seit 2000 hat sich die Zahl der Mitarbeiter in der ambulanten Pflege mehr als verdoppelt
Ambulant vor stationär, sagt die Politik, und das schlägt sich auch bei den Beschäftigten wieder: Seit 2000 hat sich die Zahl der Mitarbeiter in der ambulanten Pflege mehr als verdoppelt. In der stationären Pflege lag das Plus nur bei rund 60 Prozent – allerdings arbeiten nach wie vor mehr in Heimen und in der Tagespflege als bei ambulanten Diensten. Egal, in welchem Bereich: Immer noch stellen Frauen mit mehr als 80 Prozent die große Mehrheit des Pflegepersonals.
Zahl der Beschäftigten bei ambulanten Pflegediensten in Deutschland
2000: 185.000
2010: 275.000
2018: 398.000
Quelle: Statistisches Bundesamt
12.03.2021, Bildnachweis: iStock/Andrey Popov

Frau Doktor: Ihr Anteil liegt bereits bei knapp 50 Prozent
Behandeln Ärztinnen anders als Ärzte? Einige Studien deuten inzwischen darauf hin, berichten kanadische Forscher. Demnach bringen Frauen im Arztkittel offenbar mehr Zeit für ihre Patienten auf als männliche Kollegen, sie behandeln die Kranken eher auf Augenhöhe und sind zurückhaltender, wenn es darum geht, Medikamente zu verschreiben – speziell bei älteren Menschen. Ob Arzt oder Ärztin: "Entscheidend ist, dass man sich gut aufgehoben fühlt", kommentiert Allgemeinmediziner Professor Ulrich Schwantes von der Medizinischen Hochschule Brandenburg.
10.03.2021, Bildnachweis: istock/Fat Camera

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