Forschungsteam ging der Frage nach, ob während der Pandemie mehr oder weniger Babys zur Welt kamen
Kommen während der Pandemie mehr oder weniger Babys zur Welt? Um das herauszu­finden, schaute sich ein Team der Universität Mailand die monatlichen Geburtszahlen zwischen November 2020 (neun Monate nach Pandemiebeginn) und März 2021 in 22 Ländern an und verglich sie mit den Daten der Vorjahre. Dabei kam heraus: In neun Ländern, darunter Deutschland, die Niederlande und Finnland, hat die Zahl der Geburten leicht zugenommen. In südlichen Ländern ist die Geburtenrate hingegen zurückgegangen, am deutlichsten in Italien (minus 9,1 Prozent), Ungarn (minus 8,5 Prozent), Spanien (minus 8,4 Prozent) und Portugal (minus 6,6 Prozent). Mögliche Gründe für das Gefälle sehen die Forschenden in der Politik: Das gute so­ziale Netz der nördlichen Länder könnte die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abgefedert haben, sodass weniger Menschen ihren Kinderwunsch aufschieben mussten.
08.01.2022, Bildnachweis: istock/StefaNicolic

Emojis sind beliebt
Ob Smiley, Küsschen oder Katzengesicht: Emojis sind beliebt. Nach einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom verwenden 78 Prozent der Bundesbürger die kleinen Symbole. Auch ältere Menschen drücken ihre Stimmungen und Gefühle gerne damit aus. Bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 80 Prozent, in der Gruppe der über 65-Jährigen 59 Prozent. Ältere nutzen Emojis aber nicht nur auf dem Smartphone, sondern auch handschriftlich in Briefen und auf Postkarten.
03.01.2022, Bildnachweis: istock/heebyj

Hier­zulande gibt es noch viel zu wenige Tageshospize
Tageshospize sind Einrichtungen, die Menschen am Lebensende auch tagsüber besuchen können. Allerdings gibt es hier­zulande noch viel zu wenige. Eine Umfrage unter 200 Tumorpatienten und 100 Ange­hörigen in Niederbayern hat ergeben: Rund drei Viertel glauben, dass ihnen ein Besuch guttäte, Familien versprachen sich davon Entlas­tung. Besonders gefragt waren Aufenthalte unter der Woche zu den Haupt­arbeitszeiten der Angehöri­gen (7–19 Uhr). Die Ergeb­nisse könnten dabei helfen, neue Tageshospize zu planen.
15.12.2021, Bildnachweis: istock/yuoak

Begleitung ins Krankenhaus für Menschen mit Behinderung wird in Zukunft einfacher
Die Begleitung ins Krankenhaus für Menschen mit Behinderung wird in Zukunft einfacher. Der Bundestag hat beschlossen, dass nahe Angehörige dafür ab kommendem Jahr vom Arbeitgeber freigestellt werden und von der Krankenkasse einen Ersatz des Verdienstausfalls erhalten können. Sozialverbände begrüßen den Entwurf, äußern aber auch Kritik: So sei der berechtigte Personenkreis stark eingegrenzt.
13.11.2021, Bildnachweis: istock/kupicoo

Studie zeigt: Unserem Schlaf scheinen die Corona-Maßnahmen gutgetan zu haben
Schlafen, wenn man müde ist. Aufstehen, weil man wach ist – und nicht, weil der Wecker rappelt. Was nach dem Land der Träume klingt, war in Zeiten von Homeoffice und geschlossenen Schulen für viele Menschen Realität. Zumindest unserem Schlaf scheinen die Corona-Maßnahmen gutgetan zu haben, wie eine Studie der TU München andeutet. An Arbeitstagen schliefen die Teilnehmenden im Schnitt 22  Minuten länger, an freien Tagen neun Minuten  kürzer. Das Schlafverhalten habe sich individuellen Bedürfnissen angepasst und weniger  an sozialem Druck orientiert, so das Fazit der Forschungsgruppe.
18.10.2021, Bildnachweis: istock/Portra

Im Mittel sind die Bundesbürger 44,5 Jahre alt
Im Mittel sind die Bundesbürger 44,5 Jahre alt, so die aktuellsten Zahlen der Statistiker, die sich auf das Jahr 2019 beziehen. In den vergangenen Jahren ist das Durchschnittsalter vor allem auf dem Land gestiegen. Blickt man auf einzelne Städte und Gemeinden, ist die Spanne groß: "Älteste Gemeinde" ist Nieby an der Flensburger Förde – was unter anderem daran liegt, dass es in dem 130-Einwohner-Dorf ein Altenheim gibt. Am jüngsten sind die Einwohner von Osterheide in der Lüneburger Heide. Hauptgrund ist, dass sich dort ein Ankunftszentrum für geflüchtete Menschen befindet, die oft jünger sind.
14.10.2021, Bildnachweis: istock/Morsa Images

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung: Menschen werden in Ost- und Westdeutschland im Durchschnitt etwa gleich alt
Gut 30 Jahre nach der Wiedervereinigung werden Menschen in Ost- und Westdeutschland im Durchschnitt etwa gleich alt, wie Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zeigen. Bei Frauen gibt es demnach kaum noch Unterschiede. Ostdeutsche Männer sterben im Schnitt aber immer noch ein Jahr früher als westdeutsche. In den 80er-Jahren waren die Unterschiede deutlich größer: Ältere Menschen im Osten starben bis zu dreieinhalb Jahre früher als ihre westdeutschen Altersgenossen.
04.09.2021, Bildnachweis: istock/Jacob Wackerhausen

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