Medizinern mit weißem Kittel wird das größte Vertrauen entgegen gebracht, so eine Studie
Der Doktor in Jeans und ­Poloshirt? Das kommt bei vielen Kranken in der Klinik nicht gut an. In einer Studie aus der Schweiz brachten Patienten Ärztinnen und Ärzten mit weißem Kittel und weißer Hose das größte Vertrauen entgegen. Auch Fachkompetenz und Fürsorglichkeit erwarteten die Befragten am meisten von Medizinern in Weiß. Beim Hausarzt darf es dagegen lockerer zugehen – hier schnitt ein legeres Outfit im Urteil der Patienten sogar am besten ab.
25.12.2019, Bildnachweis: iStock/Larisa Blinova

Forscher finden heraus: Ungeborene tagsüber recht reglos
Wie stark bewegt sich ein Ungeborenes im letzten Trimester der Schwangerschaft? Ist es normal, dass es tagsüber so ruhig ist? Forscher der University of Auckland in Neuseeland haben bemerkt, dass es dazu keine Daten gibt. Daher haben sie die Sache selbst in die Hand genommen, 274 werdende Mütter befragt und die Ergebisse im Journal Plos One veröffentlicht: Bei fast drei Viertel der Frauen war das ­Ungeborene besonders abends und nachts sehr aktiv. Und tagsüber recht reglos. Und zwei Drittel der Frauen verspürten, dass die Bewegungen im Verlauf der Schwangerschaft stärker wurden. Die Forscher hoffen, damit die Frauen etwas beruhigen zu können. Raubt das Baby mit Tritten den Schlaf, ist das normal.
10.12.2019, Bildnachweis: iStock/Pgiam

Unruhige Nächte: Lautes Schnarchen kann ein Hinweis auf eine Atemstörung sein
Ein Zungenschrittmacher kann nicht nur den Schlaf von Patienten verbessern, die unter nächtlichen Atemaussetzern (Schlafapnoe- Syndrom) leiden. Das Gerät, das die oberen Atemwege elektrisch stimuliert, schützt möglicherweise auch vor Diabetes. Das zeigt eine Studie, an der Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung beteiligt waren. Die Therapie habe binnen zwölf Monaten über den erholsameren Schlaf auch den Zuckerstoffwechsel verbessert und übermäßiges Hungergefühl eingedämmt. Bei der Schlafapnoe setzt die Atmung im Schlaf immer wieder aus, weil erschlaffte Rachenmuskulatur die Luftwege blockiert. Betroffene schnarchen meist sehr laut und leiden unter starker Tagesmüdigkeit.
06.11.2019, Bildnachweis: istock/EHStock

Eine Langzeitstudie zeigt: Elektrisches Zähneputzen führt auf lange Sicht zu weniger Parodontitis
Wer sich die Zähne elektrisch putzt, bekommt es auf lange Sicht offenbar weniger mit Parodontitis zu tun – und beugt so Zahnverlust vor. Das zeigt eine 11-Jahres-Studie der Universität Greifswald mit rund 2800 älteren Erwachsenen. Forscher Prof. Thomas Kocher rät Senioren generell zur E-Bürste: "Das gründliche Zähneputzen fällt damit leichter."
28.10.2019, Bildnachweis: istock/kokoroyuki

Vertrauliches Gespräch: Sagen sie Ihrem Arzt immer, wenn Sie etwas nicht verstanden haben
Angina Pectoris, Ödem, Teerstuhl. Viele Patienten glauben zu wissen, was damit gemeint ist, ohne es wirklich zu wissen. Das ergab eine Studie der München Klinik Bogenhausen. Ärzte befragten dort knapp 200 Personen nach 43 häufig verwendeten medizi­nischen Begriffen. Einigen fiel es zum Beispiel schwer zu erklären, was eine Darmspiegelung oder eine Verstopfung ist. Ärzte sollten sich ­daher durch Nachfragen stets ­ver­gewissern, dass die Patienten wirklich verstehen, worum es geht, lautet das Fazit in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift. Für Letztere heißt das: im Zweifel immer selbst nachfragen! Wie die Studie zeigt, ist Scham fehl am Platz. Denn viele Menschen sind mit gebräuchlichen Alltagsbegriffen aus der Medizin nicht vertraut.
22.10.2019, Bildnachweis: iStock/Monkey Business Images

Digitale Anwendungen als Alternative zu hormonellen Verhütungsmitteln
Hormonelle Verhütungsmittel sind bei vielen Frauen nicht mehr beliebt. Alternative: digitale Anwendungen, die als natürliche Variante angeboten werden. Aber Vorsicht: Nur wenige Apps und Zykluscomputer eignen sich laut Deutscher Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin dazu, sicher zu verhüten.
21.09.2019, Bildnachweis: iStock/Iurii Krycvenko

Forscher finden heraus: Halter und Hund ähneln sich auch charakterlich
Halter und Hund ähneln sich optisch, heißt es immer. Womöglich tun sie dies auch charakterlich. Das fanden Forscher der Michi­gan State University (USA) heraus. Sie befragten rund 1700 Hundehalter zu deren Persönlichkeit und der ihrer Tiere: Menschen, die sich selbst für extro­vertiert hielten, bewerteten ihre Hunde als aktiver und gut trainierbar. Eher negativ eingestellte Besitzer wiederum schätzten ihre Tiere als weniger zugänglich für Training und insgesamt ängstlicher ein. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt Journal of Research and Personality veröffentlicht.
17.08.2019, Bildnachweis: iStock/skynesher

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