Eine Online-Befragung bestätigt großes Interesse an Pflege-Jobs
Pflegekräfte sind nicht erst seit Corona systemrelevant. Doch die Wertschätzung ihrer Arbeit ist während der Pandemie recht hoch. In der Pflege zu arbeiten können sich 21 Prozent der Jugendlichen grundsätzlich vorstellen. Das ergab eine repräsentative Online-Befragung von14- bis 20-Jährigen im April dieses Jahres im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. "Gutes tun" und "etwas bewirken können" sind für junge Erwachsene wichtige Kriterien bei der Berufswahl. Doch Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten spielen eine ebenso große Rolle. Die Hälfte der Befragten beurteilt diese in der Pflege als schlecht. Der Mehrheit ist die Bezahlung zu gering.
19.10.2020, Bildnachweis: iStock/Andrey Popov

Eine Studie geht folgender Frage nach: War der Lockdown für unseren Schlaf von Vorteil?
Kein Pendeln, flexiblere Arbeitszeiten, weniger Freizeitstress und mehr Zeit zum Ausruhen: War der Lockdown für unseren Schlaf von Vorteil? Ja und nein, stellt eine Umfrage der Universität Basel fest, an der 435 Menschen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland teilnahmen. Drei Viertel der Befragten schliefen demnach während der Beschränkungen 50 Minuten länger. "Das legt nahe, dass die Schlaf-wach-Muster der Befragten sich weniger an externen oder sozialen Rhythmen und stattdessen eher an inneren biologischen Signalen orientierten", sagt die Studienautorin Dr. Christine Blume. Die wahrgenommene Schlafqualität hingegen verschlechterte sich aufgrund der belastenden Situation.
08.10.2020, Bildnachweis: istock/FreshSplash

Die Coronavirus-Pandemie hat in vielen Ländern zu Einbrüchen bei der Organspende geführt
Die Coronavirus-Pandemie hat in vielen Ländern zu Einbrüchen bei der Organspende geführt. In Deutschland konnten Transplantationen fast uneingeschränkt stattfinden. Der Rückgang zu Beginn liegt daran, dass verschiebbare Lebendspenden fast überall ausgesetzt wurden. Insgesamt wird in den ersten vier Monaten 2020 ein Plus an Spendern und Organ­spenden verzeichnet, was an einem Zuwachs im Januar und Februar liegt. Trotzdem gibt es nach wie vor einen Mangel an Spenderorganen, vor allem an Nieren.
01.10.2020, Bildnachweis: istock/Kerrick

Forscher untersuchten die Haare von Menschen und anderen Säugetieren auf deren Reißfestigkeit
Nur 0,06 bis 0,08 Millimeter Durchmesser hat das Haar eines Europäers im Durchschnitt. Dennoch ist es bemerkenswert stark, wie eine Untersuchung im Magazin Matter ergab. Die Forscher analysierten die Haare von Menschen und anderen Säugetieren auf deren Reißfestigkeit. Dabei wurde nachgewiesen, dass unsere vergleichsweise dünnen Haare tendenziell stärker sind als dickere, zum Beispiel von Giraffen oder Elefanten. Denn: Haare brechen – abhängig vom Durchmesser – anders.
12.09.2020, Bildnachweis: iStock/Ridofranz

Eine Studie zeigt: Wohl kein Baby-Boom aufgrund des Lockdowns
Während des Lockdowns hatten Paare wesentlich mehr Zeit als üblich füreinander. Aber wird es diesen Winter gleich einen Babyboom geben? Wohl nicht, wie Forscher der Universität Florenz im Fachblatt Journal of Psychosomatic Obstetrics and Gynecology berichten. Die italienischen Wissenschaftler befragten dazu 1482 Personen, die seit mindestens zwölf Monaten in einer festen Partner­schaft waren. Das Ergebnis: Mehr als ein Drittel der Befragten, die vor der Krise ein Kind wollten, haben es sich wegen des Corona­virus zunächst anders überlegt. Dem gegenüber stehen lediglich elf Prozent der Befragten, die während der Krise einen Kinderwunsch entwickelt haben. Die Zahlen sprechen also eher gegen einen Babyboom.
11.09.2020, Bildnachweis: istock/StefaNicolic

Studie zeigt: Hohe Temperaturen im Sommer scheinen Frauen geistig zu beflügeln
Hohe Temperaturen im Sommer scheinen Frauen geistig zu beflügeln. Das legt zumindest ein Test von Wissenschaftlern aus Deutschland und den USA nahe. Sie ließen die Teilnehmer  bei 16 bis 32 Grad Celsius Aufgaben lösen. Je höher die Temperatur, desto besser schnitten die Frauen sowohl bei mathematischen als auch bei sprachlichen Tests ab. Bei den Männern zeigte sich ein eher gegenteiliger Effekt, schreiben die Forscher im Fachmagazin PLOS ONE.
08.08.2020, Bildnachweis: istock/Anna Om

Forscher berichtet: Wer 90 ist, hat heute bessere Aussichten, auch 100 zu werden
Mehr als eine halbe Million Menschen auf dem Planeten werden in diesem Jahr 100 oder älter sein, schätzen die Vereinten Nationen (UN). "Der Hauptgrund ist, dass die Lebenserwartung auch im Alter steigt", erklärt der Rostocker Bevölkerungsforscher Prof. Roland Rau mit Blick auf die Lage in Deutschland: Wer 90 ist, hat heute bessere Aussichten, auch 100 zu werden – unter anderem, weil die Therapie von Herz-Kreislauf-Leiden wirksamer geworden ist.
21.07.2020, Bildnachweis: istock/Creative Family

Floh- und Zeckenschutzmittel mit Permethrin sind für Katzen lebensgefährlich, so das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel­sicherheit
Floh- und Zeckenschutzmittel mit Permethrin sind für Katzen lebensgefährlich. Darauf weist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel­sicherheit hin. Den Tieren fehlt ein Enzym, das die Substanz abbaut, sodass sie bei Kontakt schwere Vergiftungen erleiden können. Permethrin schützt Hunde vor Flöhen, Milben und Zecken und wird beim Menschen gegen Kopfläuse und Krätze eingesetzt.
10.07.2020, Bildnachweis: istock/Leoba

Der letzte und der erste Blick des Tages sollte nicht dem Smartphone gelten
Wer sich morgens von einer Melodie aufwecken lässt, scheint nach dem Aufwachen schneller einsatzbereit und weniger schläfrig zu sein. Neutrale Alarmtöne hingegen sind mit einem ­erhöhten Grad morgendlicher Trägheit verbunden, schlussfolgern australische Forscher aus einer Onlinebefragung. Die Studie ist in Plos One erschienen. Viele Schlafmediziner halten es vor allem für wichtig, sich nicht vom Handy wecken lassen. Der Grund: Der letzte und der erste Blick des Tages sollte nicht dem Smartphone gelten und beispielsweise zum Checken von Emails verleiten.
02.07.2020, Bildnachweis: istock/FreshSplash

Forscher berichten: Eintritt der Menopause lässt sich offenbar beeinflussen
Wann eine Frau in die Wechseljahre kommt, entscheidet vor allem ihre genetische Veranlagung. Doch lässt sich der Zeitpunkt offenbar beeinflussen. So ist bei Frauen, die mindestens einmal pro Woche Sex haben, das Risiko deutlich geringer, dass die Menopause vorzeitig eintritt. Das berichten Forscherinnen des University College London im Fachmagazin Royal Society Open Science.
27.05.2020, Bildnachweis: iStock/franckreporter

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