Unser Befinden hängt nur wenig von äußeren Ereignissen ab
Einschneidende negative Erlebnisse wie Arbeitslosigkeit haben langfristig nur geringen Einfluss auf die Gesamtzufriedenheit. Die Wirkung wird genauso überschätzt wie die positiver Begebenheiten, fanden Forscher der Universität Basel heraus. Sie hatten 30 000 Personen kurz nach einem Ereignis sowie fünf Jahre danach befragt.
25.07.2019, Bildnachweis: iStock/Pixdeluxe

Stütze: Allein der Gedanke an den Partner kann Halt geben
Liebe kann ein Heilmittel sein – sogar wenn der Partner weit weg ist. Wie ein Experiment zeigt, wirkt allein das Denken an unsere Liebsten wie ein Beruhigungsmittel. Forscher der Universität von Arizona (USA) setzten Testpersonen, die sich in einer glücklichen Beziehung befanden, unter Stress. Während die einen an den Partner denken sollten, mussten die anderen den bisherigen Tagesablauf durchgehen. Wer den Geliebten im Geiste bei sich hatte, dessen Blutdruck stieg weniger stark. Der Effekt war genauso groß wie bei Probanden, deren Partner tatsächlich anwesend war, berichten die Wissenschaftler im Fachjournal Psychophysiology.
03.07.2019, Bildnachweis: istock/Jakob Wackershausen

Spaß im Job: Kollegiales Arbeitsklima reduziert das Infarktrisiko
Acht Prozent aller Herzinfarkte und Schlaganfälle könnten durch Mobbing und Gewalt am Arbeitsplatz mitbedingt sein. Das ergab die Analyse von drei Langzeitbeobachtungen in Dänemark und Schweden mit über 79 000 Angestellten. Offen blieb, was im Einzelnen die Erkrankungen der Blutgefäße begünstigte. Infrage kommen direkte Effekte auf den Pulsschlag und den Blutdruck, doch es könnte auch sein, dass die Betroffenen als Reaktion auf den sozialen Stress mehr aßen und mehr Alkohol tranken, vermuten die Forscher im European Heart Journal.
23.05.2019, Bildnachweis: iStock/DoxaDigital

Gemeinsam oder lieber allein? Manche Paare können sich nicht entscheiden
Zusammen, getrennt, dann doch wieder zusammen … Dieses Hin und Her von Nähe und Distanz in sogenannten On-off-Beziehungen ist nicht gut für die Psyche. Forscher der Universität von Illinois (USA) ­untersuchten das an rund 550 Testpersonen und stellten fest: In so einer Partnerschaft gibt es ein ­höheres Potenzial für ­missbräuchliches Verhalten, schlechtere Kommunikation und unsicherere Bindung. Die ­­Ergebnisse wurden im Fachblatt Family Relations ­veröffentlicht.
01.05.2019, Bildnachweis: istock/hannamonika

Psychotherapie: Viele warten lange auf einen Termin
Viele gesetzlich versicherte Patienten, die Psychotherapie benötigen, müssen bis zu ein halbes Jahr darauf warten. In solchen Fällen zeigten sich die Krankenkassen bislang oft kulant und finanzierten die Behandlung in einer Privatpraxis. Doch nun verweigern sie zunehmend diese Kostenerstattung. Das zeigt eine Studie von zehn Landespsychotherapeutenkammern. Die Be­­willigungsquote sank von 81 Prozent im Jahr 2016 auf 47 Prozent im Jahr 2017, obwohl sich an den rechtlichen Voraussetzungen nichts geändert hat.
24.04.2019, Bildnachweis: iStock/grinvaldis

Kinderlose pflegen oft engere Freundschaften
Wie wirkt es sich auf das Wohlbefinden im Alter aus, wenn jemand keine Kinder hat? Dieser Frage ist das Deutsche Institut für Altersfragen nachgegangen. Das Ergebnis: Auch in fortgeschrittenen Jahren haben Kinderlose nicht weniger soziale Kontakte als Menschen mit Kindern. Anstelle der Familie pflegen sie deutlich engere Kontakte zu Freunden und Bekannten.
06.04.2019, Bildnachweis: istock/ersler

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