Forscher finden heraus: Ältere bevorzugen Entspannung
Gute Momente werden für uns im Lauf der Jahre immer wichtiger, wissen Psychologen. Dabei kommt es auch auf die Art der Erlebnisse an, fanden Wissenschaftler aus Hongkong jetzt heraus: Entspannende Erfahrungen tragen mehr zum Glück des Alters bei als schöne, aber aufregende ­­Begebenheiten. Bei jungen Menschen ist es eher umgekehrt, beobachteten die Forscher in ihrer Studie.
08.01.2020, Bildnachweis: istock/Fabio Lamanna

Forscher finden heraus: Menschen mit bezahlter Arbeit geht es besser
Menschen mit bezahlter Arbeit geht es besser als solchen, die nicht erwerbstätig sind. Das ergab eine Langzeitstudie in Großbritannien. Die Forscher befragten rund 70 000 Probanden über neun Jahre hinweg mehrmals zu ihrer beruf­lichen ­Situation und ihrem Befinden – ob sie etwa an Schlafstörungen oder Ängsten litten. ­Ergebnis: Bereits wenige Arbeitsstunden pro Woche hatten einen günstigen Effekt auf die Psyche. Ein höheres Pensum von bis zu 48 Stunden veränderte den Effekt kaum. Selbst wer nur wenig ­arbeitet, fühlt sich also viel gesünder als jemand, der keinen Job hat, lautet das Fazit der Studie im Fachblatt Social Science & Medicine.
23.12.2019, Bildnachweis: iStock/alvarez

Eine Studie zeigt, dass auch Gedanken unsere Einstellung beeinflussen können
Nicht nur Erlebnisse, auch Gedanken können unsere Einstellung beeinflussen. Das ergab eine Studie deutscher und US-amerikanischer Forscher. Die Teilnehmer sollten Personen nennen, die sie sehr mögen, und Orte, zu denen sie eine neutrale Haltung haben. Anschließend sollten sie sich vorstellen, wie sie mit ihrer Lieblingsperson an diesem Ort Zeit verbringen. Allein diese Vorstellung weckte positive Gefühle für den Ort. Das zeigte sich auch bei der gleichzeitigen Untersuchung im Magnetresonanztomografen. Bereiche des Gehirns, in denen Informationen und Bewertungen unserer Umwelt gespeichert und verknüpft werden, waren besonders aktiv, schreiben die Forscher im Fachblatt Nature Communications.
22.11.2019, Bildnachweis: iStock/Nastia11

Urteilsvermögen: Gute Laune macht unkritischer
Wer etwas kritisch prüfen will, sollte dabei nicht zu gut gelaunt sein. Je heiterer wir uns fühlen, desto leichtgläubiger werden wir nämlich. Das hat ein Forscher in Australien herausgefunden. Er ließ Personen witzige oder traurige Kurzfilme anschauen. Nach einem lustigen Film waren die Versuchsteilnehmer deutlich gutgläubiger, berichtet der Wissenschaftler im Fachmagazin Current Directions in Psychological Science.
16.11.2019, Bildnachweis: iStock/monkeybusinessimages

In guter Gesellschaft: Gemeinsam gegen Zukunftsangst
Nehmen Menschen ihre Situation als unsicher wahr, horten sie oft Geld, um eine mögliche Notsituation in der Zukunft abzufedern. Haben sie jedoch viele zufriedenstellende soziale Kontakte, neigen sie dazu, weniger zu sparen. Demnach könnten Freunde mehr als Geld ein Gefühl von Sicherheit vermitteln und dadurch Zukunftsängste lindern. Das fanden Forscher der Universität Tel Aviv (Israel) heraus. Ihre Studie wurde im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlicht.
01.11.2019, Bildnachweis: iStock / Xavier Arnau

Der richtige Ton: Im Trübsinn hört man gern traurige Lieder
Es gibt Partyhits, die mit jedem Ton gute Laune versprühen. Eine Medizin gegen traurige Stimmung sind sie Psychologen zufolge aber nicht. ­­Depressive Menschen bevorzugen ­melancholische Musik. Doch tun sie das nicht, weil diese ihre traurige Stimmung noch vertieft, wie Wissenschaftler der University of Southern California (USA) im Fachblatt Emotion berichten. Die Patienten gaben in einer Befragung an, dass sie sich durch ­traurige Lieder besser fühlen und dabei Ruhe und Entspannung finden.
10.10.2019, Bildnachweis: istock/DGLimages

Ein Fachmagazin berichtet: Alleinlebende erkranken oft an Depressionen
Ein Drittel aller Singles fühlt sich einsam. Das ergaben drei Befragungen in England mit mehr als 20 000 Menschen im Alter zwischen 16 und 64 Jahren. ­Alleinlebende erkranken demzufolge auch auffällig oft an Depressionen und Angst­störungen, berichtet das Fach­magazin PLOS ONE. Wen die Einsamkeit öfter überkommt, der sollte früh­zeitig mit einem Arzt darüber reden.
04.10.2019, Bildnachweis: iStock/Anouchka

Anderen Gutes wünschen hebt die eigene Stimmung
Lieblingslied hören? Freunde treffen? Sport treiben? Jeder hat so seine eigene Strategie, um sich in bessere Stimmung zu bringen. Forscher der Univer­sität in Iowa (USA) empfehlen bei schlechter Laune: Lenken Sie Ihren Fokus weg von sich selbst. Wer anderen Menschen zwölf Minuten lang positive Gedanken widmet und ihnen Gutes wünscht, fühlt sich danach nicht nur einfühlsamer, sondern insgesamt wohler und auch weniger ängstlich, ergab ein Experiment der Wissenschaftler. Dies funktioniere für mehrere ganz unterschiedliche Persönlichkeitstypen, berichten die Forscher im Journal of Happiness Studies.
25.09.2019, Bildnachweis: istock/gpointstudio

Trennung digital: Handys können schlecht für die Liebe sein
Ein Paar sitzt im Restaurant. Statt sich tief in die Augen zu blicken, verkriecht sich jeder hinter seinem Smartphone. Wer bei solchen Szenen vermutet, dass Handys die Liebe nicht gerade beleben, liegt richtig. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß im Auftrag einer Online-Partnervermittlung. Mehr als jedes vierte Paar gab an, sich aufgrund des Smartphones weniger zu unterhalten. In jeder zehnten Beziehung kommt es deshalb zu Stress. Acht Prozent sagten, ihr Sexleben leide wegen des Handys.
10.09.2019, Bildnachweis: istock/AJ_Watt

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG