Der richtige Ton: Im Trübsinn hört man gern traurige Lieder
Es gibt Partyhits, die mit jedem Ton gute Laune versprühen. Eine Medizin gegen traurige Stimmung sind sie Psychologen zufolge aber nicht. ­­Depressive Menschen bevorzugen ­melancholische Musik. Doch tun sie das nicht, weil diese ihre traurige Stimmung noch vertieft, wie Wissenschaftler der University of Southern California (USA) im Fachblatt Emotion berichten. Die Patienten gaben in einer Befragung an, dass sie sich durch ­traurige Lieder besser fühlen und dabei Ruhe und Entspannung finden.
10.10.2019, Bildnachweis: istock/DGLimages

Ein Fachmagazin berichtet: Alleinlebende erkranken oft an Depressionen
Ein Drittel aller Singles fühlt sich einsam. Das ergaben drei Befragungen in England mit mehr als 20 000 Menschen im Alter zwischen 16 und 64 Jahren. ­Alleinlebende erkranken demzufolge auch auffällig oft an Depressionen und Angst­störungen, berichtet das Fach­magazin PLOS ONE. Wen die Einsamkeit öfter überkommt, der sollte früh­zeitig mit einem Arzt darüber reden.
04.10.2019, Bildnachweis: iStock/Anouchka

Anderen Gutes wünschen hebt die eigene Stimmung
Lieblingslied hören? Freunde treffen? Sport treiben? Jeder hat so seine eigene Strategie, um sich in bessere Stimmung zu bringen. Forscher der Univer­sität in Iowa (USA) empfehlen bei schlechter Laune: Lenken Sie Ihren Fokus weg von sich selbst. Wer anderen Menschen zwölf Minuten lang positive Gedanken widmet und ihnen Gutes wünscht, fühlt sich danach nicht nur einfühlsamer, sondern insgesamt wohler und auch weniger ängstlich, ergab ein Experiment der Wissenschaftler. Dies funktioniere für mehrere ganz unterschiedliche Persönlichkeitstypen, berichten die Forscher im Journal of Happiness Studies.
25.09.2019, Bildnachweis: istock/gpointstudio

Trennung digital: Handys können schlecht für die Liebe sein
Ein Paar sitzt im Restaurant. Statt sich tief in die Augen zu blicken, verkriecht sich jeder hinter seinem Smartphone. Wer bei solchen Szenen vermutet, dass Handys die Liebe nicht gerade beleben, liegt richtig. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß im Auftrag einer Online-Partnervermittlung. Mehr als jedes vierte Paar gab an, sich aufgrund des Smartphones weniger zu unterhalten. In jeder zehnten Beziehung kommt es deshalb zu Stress. Acht Prozent sagten, ihr Sexleben leide wegen des Handys.
10.09.2019, Bildnachweis: istock/AJ_Watt

Bangen in der Klinik: Extremsituation für Patienten und Angehörige
Viele Menschen, die in die Notaufnahme eines Krankenhauses kommen, wünschen sich nicht nur medizinische Versorgung, sondern ganzheitliche ­­Unterstützung. Eine Erhebung der Hochschule Fresenius ergab, dass sich etwa die Hälfte der Patienten und ihre Angehörigen inneren Frieden wünschen. Vor allem ältere Menschen und Frauen gaben an, ein Bedürfnis nach Spiritualität zu haben.
28.08.2019, Bildnachweis: iStock / vm

Unser Befinden hängt nur wenig von äußeren Ereignissen ab
Einschneidende negative Erlebnisse wie Arbeitslosigkeit haben langfristig nur geringen Einfluss auf die Gesamtzufriedenheit. Die Wirkung wird genauso überschätzt wie die positiver Begebenheiten, fanden Forscher der Universität Basel heraus. Sie hatten 30 000 Personen kurz nach einem Ereignis sowie fünf Jahre danach befragt.
25.07.2019, Bildnachweis: iStock/Pixdeluxe

Stütze: Allein der Gedanke an den Partner kann Halt geben
Liebe kann ein Heilmittel sein – sogar wenn der Partner weit weg ist. Wie ein Experiment zeigt, wirkt allein das Denken an unsere Liebsten wie ein Beruhigungsmittel. Forscher der Universität von Arizona (USA) setzten Testpersonen, die sich in einer glücklichen Beziehung befanden, unter Stress. Während die einen an den Partner denken sollten, mussten die anderen den bisherigen Tagesablauf durchgehen. Wer den Geliebten im Geiste bei sich hatte, dessen Blutdruck stieg weniger stark. Der Effekt war genauso groß wie bei Probanden, deren Partner tatsächlich anwesend war, berichten die Wissenschaftler im Fachjournal Psychophysiology.
03.07.2019, Bildnachweis: istock/Jakob Wackershausen

Spaß im Job: Kollegiales Arbeitsklima reduziert das Infarktrisiko
Acht Prozent aller Herzinfarkte und Schlaganfälle könnten durch Mobbing und Gewalt am Arbeitsplatz mitbedingt sein. Das ergab die Analyse von drei Langzeitbeobachtungen in Dänemark und Schweden mit über 79 000 Angestellten. Offen blieb, was im Einzelnen die Erkrankungen der Blutgefäße begünstigte. Infrage kommen direkte Effekte auf den Pulsschlag und den Blutdruck, doch es könnte auch sein, dass die Betroffenen als Reaktion auf den sozialen Stress mehr aßen und mehr Alkohol tranken, vermuten die Forscher im European Heart Journal.
23.05.2019, Bildnachweis: iStock/DoxaDigital

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