Möglicher Schutz vor Depressionen: Wenn Väter sich viel ihrem neugeborenen Kind widmen
Wenn Väter sich viel ihrem neugeborenen Kind widmen, kann sie das vor Depressionen schützen, berichten Wissenschaftler:innen im Fach­blatt Frontiers of Psychiatry. Im Schnitt erkranken auch rund acht bis zehn Prozent der Väter an der sogenannten postnatalen Depression. Für die Studie wurden 881 Väter einen, sechs und zwölf Monate nach der Geburt ihres Kindes interviewt. Das Ergebnis: Je mehr Zeit die Männer im ersten Lebens­monat des Babys mit ihm verbracht hatten, umso geringer zeigten sie ein Jahr später depressive Symptome – selbst dann, wenn sie nicht (mehr) mit der Mutter zu­sammenlebten. Das Forschungsteam vermutet, dass die gemeinsame Zeit mit dem Kind die Bindung stärke, was wiederum bestimmte neuronale und hormonelle Prozesse in Gang setze, die vor einer Depression schützen könnten.
14.07.2021, Bildnachweis: iStock/monkeybusinessimages

Effektiv in der Behandlung von Phobien: Konfrontation mit der Angst auslösenden Situation
Kaum etwas hilft in der Behandlung von Phobien so effektiv wie die Konfrontation mit der Angst auslösenden Situation. Und sei sie nur virtuell, wie eine aktuelle Studie zur Therapie von Höhenangst nahelegt. Wissenschaftler der Universität Basel haben eine Virtual-Reality-App entwickelt, mit der Betroffene zu Hause ganz behutsam trainieren können. Über eine spezielle Brille tauchen sie in das dreidimensionale Szenario auf einer Plattform ein, die allmählich in die Höhe fährt. Bereits nach vier Stunden Üben hatten die Probanden deutlich weniger Probleme, einen ganz realen Aussichtsturm zu besteigen, als jene Teilnehmer ohne virtuelles Training, so die Studienautoren im Fachmagazin Nature. Bei bis zu fünf Prozent der Bevölkerung ist eine Höhenangst derart stark ausgeprägt, dass sie darunter leiden. Die App soll demnächst kostenlos verfügbar sein, benötigt aber eine Virtual-Reality-Brille. Auch gegen andere Phobien werden virtuelle Realitäten bereits eingesetzt.
28.06.2021, Bildnachweis: iStock/D-Keine

Eine zufriedene Beziehung: gut über Sex reden können
Um eine zufriedene Beziehung zu führen, kommt es nicht darauf an, besonders häufig Sex zu haben, sondern besonders gut darüber reden zu können. Das fanden Forscher der Universtiät Leuven (Belgien) in einer Befragung von 126 heterosexuellen Paaren im Durchschnittsalter von 23 Jahren heraus. Diese gaben an, dass häufiger Sex zwar für ihre sexuelle Zufriedenheit von Bedeutung sei. Für die Zufriedenheit in der Beziehung war dagegen wichtiger, dass die Partner offen über ihre sexuellen Wünsche sprechen konnten.
17.06.2021, Bildnachweis: iStock/franckreporter

Studie zeigt: Straßenbäume in städtischen Wohngebieten könnten das Risiko für Depressionen reduzieren
Straßenbäume in städtischen Wohngebieten könnten das Risiko für Depressionen reduzieren. Das zumindest geht aus einer Studie hervor, die in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht wurde. Die Forscher haben dazu Daten von rund 10 000 Einwohnern der Stadt Leipzig ausgewertet. Ergebnis: Bäume in unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus gehen häufig mit einer geringeren Anzahl von Antidepressiva-Verschreibungen einher.
27.05.2021, Bildnachweis: iStockphoto/Olga Sweet

Auf Abstand: Freundschaft in Zeiten der Pandemie
Wenn Schmerzen nicht vergehen, beeinflusst das auch unser soziales Umfeld. Doch dabei kommt es offenbar auf das Ausmaß der Beschwerden an. Ist der Schmerz erträglich, wird der Freundeskreis in den Folgejahren im Schnitt sogar größer, berechnete die US-Gerontologin Dr. Yulin Yang anhand von Langzeitdaten. Starke Schmerzen lassen dagegen die Zahl der Freunde eher schrumpfen.
16.04.2021, Bildnachweis: istock/PixelsEffect

Wissenschaftler finden heraus: Wer anderen Menschen vergeben kann, tut sich offenbar auch selbst etwas Gutes
Wer anderen Menschen vergeben kann, tut sich offenbar auch selbst etwas Gutes. Wissenschaftler der Harvard University (USA) haben die Daten von fast 55 000 Krankenschwestern analysiert und herausgefunden, dass diese seltener an Depressionen oder Ängsten litten und weniger Alkohol konsumierten, wenn sie regelmäßig Nachsicht zeigten. Diesen Zusammenhang hatten bereits vorangegangene Studien gefunden – allerdings noch Zweifel hinterlassen: Eventuell fällt es seelisch stabilen Menschen einfach leichter, anderen zu vergeben. Die aktuelle Arbeit könne nachweisen, dass Vergebung tatsächlich einen positiven Effekt auf die Seele habe – und nicht umgekehrt, so die Studienautoren in der Fachzeitschrift BMC Psychology.
05.04.2021, Bildnachweis: istock/Peopleimages

Studie zeigt: Erstgebärende, die eine schwierige Geburt erlebt haben, können eine starke soziale Bindung mit anderen Müttern entwickeln
Verbundenheit durch Gemeinsamkeit: Erstgebärende, die eine schwierige Geburt erlebt haben, können eine starke soziale Bindung mit anderen Müttern entwickeln, denen es ähnlich erging. Und das kann sich positiv auf die psychische Gesundheit auswirken, wie Forscher der University of Oxford in Großbritannien herausfanden. Für die im Fachblatt PLOS ONE veröffentlichte Studie wurden mehr als 160 Frauen befragt, die zum ersten Mal entbunden hatten oder mit ihrem ersten Kind schwanger waren. Diejenigen, die ihr Kind bereits zur Welt gebracht hatten und die Geburt als besonders schmerzhaft empfanden, bauten eine stärkere soziale Verbindung zu Müttern auf, die ein ähnliches Geburtserlebnis hatten. Dies verstärkte laut den Autoren die Reflexion über das Ereignis und trug wohl dazu bei, das Trauma zu verringern.
31.03.2021, Bildnachweis: iStock/Mark Bowden

Studie zeigt: Wer Freizeitbeschäftigungen nachgeht, kann damit offenbar einer Depression entgegenwirken
Wer Freizeitbeschäftigungen nachgeht, kann damit offenbar einer Depression entgegenwirken. Das haben Psychologen des University College London herausgefunden. Über zwölf Jahre werteten sie die Daten von 8800 Erwachsenen aus. Die Studie wurde im Fachblatt Psychotherapy and Psychosomatics veröffentlicht. Das Risiko, an einer Depression zu erkranken, war um 32 Prozent geringer, wenn die Teilnehmer ein Hobby hatten. Dazu zählten kreative Beschäftigungen, die dem Zeitvertreib dienen und nicht körperlich anstrengend sind. Litten die Teilnehmer dennoch an einer Depression, waren die Symptome weniger gravierend, wenn sie ein Hobby hatten. Ihre Chancen auf eine Genesung waren dann um das Dreifache erhöht.
15.03.2021, Bildnachweis: Istock/courtneyk

Eine Untersuchung zeigt: Weniger Zeit vor dem Handy, Laptop oder Fernseher, dafür lieber früher ins Bett gegen Depression
Weniger Zeit vor dem Handy, Laptop oder Fernseher – dafür lieber früher ins Bett: Das könnte einer Depression vorbeugen, so das Ergebnis einer Untersuchung der Western Sydney University. An der Studie nahmen fast 85.000 Personen teil. Sieben bis neun Stunden Schlaf könnten depressive Verstimmungen am besten verhindern, so die Forscher. Grundsätzlich profitiere die Seele, wenn besonders am Abend die Zeit vor dem Bildschirm verkürzt werde. Ein wichtiger Rat auch für Menschen mit Diabetes: Denn ihr Risiko für eine Depression ist grundsätzlich erhöht.
11.03.2021, Bildnachweis: istock/pxel66

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