Einschneidende Entscheidungen zu treffen, fällt nicht immer leicht.
Soll ich den Job kündigen? Die Beziehung beenden? Ein Tattoo stechen lassen? Einschneidende Entscheidungen zu treffen, fällt nicht immer leicht. Wer sich schwertut, sollte eine Münze werfen, legt eine Studie der Universität Chicago (USA) nahe. Das Ergebnis: Diejenigen, denen der Münzwurf signalisierte, die Veränderung zu wagen, waren eher bereit, es auch zu tun. Sie waren mit ihrer Entscheidung glücklicher – auch noch sechs Monate später – und würden es wieder so machen. Das Fazit der Forscher: "Wenn man sich nicht entscheiden kann, gilt: Wähle die Variante, die eine Veränderung mit sich bringt, statt am Status quo festzuhalten."
17.09.2020, Bildnachweis: istock/МихаилРуденко

Sprüche wie „Nimms nicht so schwer“ sind eher kontraproduktiv
Sprüche wie "Nimms nicht so schwer" sind eher kontraproduktiv, weil sie als bevormundend und wenig hilfreich aufgenommen werden. Vielmehr sollte man den anderen dazu auffordern, über seine Gefühle zu sprechen und eigene Schlüsse aus der Situation zu ziehen. Wer Trost spenden will, nutzt also idealerweise eine Sprache, die Verständnis ausdrückt, Interesse und Fürsorge vermittelt: "Ich verstehe, dass du sauer bist, weil dir das wirklich wichtig ist." Das stellte eine Untersuchung der University of Pennsylvania (USA) fest. Online wurden 478 Verheiratete Erwachsene befragt, die sich an einen zurückliegenden Ehestreit erinnern sollten.
19.08.2020, Bildnachweis: iStock/alvarez

Das Konzept der Anonymen Alkoholiker soll besser zu dauerhafter Abstinenz verhelfen als andere
Das Konzept der Anonymen Alkoholiker soll besser zu dauerhafter Abstinenz verhelfen als andere. Das liege vor allem an dem gut geplanten Programm, das eine regelmäßige Teilnahme der Gruppensitzungen fördert. So lautet ein Ergebnis eines Cochrane-Reviews, in dem 27 Studien mit 10 000 Teilnehmern ausgewertet wurden. Die Anonymen Alkoholiker sind Selbsthilfegruppen, die von Betroffenen geleitet werden, um sich gegenseitig zu unterstützen.
15.08.2020, Bildnachweis: istock/asiseeit

Für andere da sein: Hilfe leisten
Sich für andere einsetzen, ­etwas vom eigenen Leben weiter­geben: Wer im Alter für die ­Zukunft der Gesellschaft sorgt, fördert oft sein Wohlbefinden. Das bestätigen kalifornische Forscher nach einem Expe­riment, an dem 73 Frauen teilnahmen. Der Effekt war stärker, wenn die Seniorinnen positiv über das Älterwerden dachten.
31.07.2020, Bildnachweis: iStock/asisieeit

Deutsche Post Glücksatlas 2019: Deutsche so zufrieden wie noch nie
Die Deutschen sind so zufrieden wie noch nie. Der Glücksindex liegt aktuell bei 7,1 Punkten auf einer Skala bis 10, das ergab der Deutsche Post Glücksatlas 2019. Rund 30 000 Bundesbürger wurden in sieben Kategorien befragt: ­Wohnen, Familie, Freizeit, Arbeit, Gesundheit, Haushaltseinkommen und persönliches Einkommen. Bemerkenswert: Die Zufriedenheit von Rentnern mit ihrer Gesundheit stieg in den vergangenen 20 Jahren von 5,5 auf 6,8.
03.06.2020, Bildnachweis: iStockphoto/Maridav

Eine Studie zeigt: Fehlgeburt kann auch bei Männern auf das psychologische und soziale Wohlbefinden wirken
Eine Fehlgeburt kann sich auch bei Männern negativ auf das psychologische und soziale Wohlbefinden auswirken. Zu diesem Schluss kam eine im Fachblatt Obstetrics and Gynecology veröffent­lichte Studie der University of Melbourne (Australien). "Männer sahen ihre primäre Rolle darin, ihre Partnerin zu unterstützen, erhielten jedoch selbst nur sehr wenig Unterstützung", sagt Autorin Dr. Jade ­Bilardi. Zudem verändere sich bei ­Männern oft für immer ihre sichere und vertrauensvolle Haltung gegenüber der Schwangerschaft. Daher raten die Autorinnen der Studie, auch Männer nach einer Fehlgeburt psychologisch aufzufangen.
26.05.2020, Bildnachweis: iStock/Image Source

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