Bewegtes Leben schützt zu einem gewissen Grad vor Schlafapnoe
Ein bewegtes Leben schützt zu einem gewissen Grad vor Schlafapnoe. Das Risiko, die Störung mit nächtlichen Atemaussetzern zu entwickeln, lag bei den körperlich Aktivsten nur halb so hoch wie bei den Bewegungsmuffeln. Das ergab eine Langzeitstudie mit fast 140 000 Freiwilligen in den USA. Die Ergebnisse sind im European Respiratory Journal veröffentlicht.
05.01.2022, Bildnachweis: iStock/Dphotographer

Neue Regeln ab 1. Januar 2022 für Abteilungen der Orthopädie, der Frauen- und Kinderheilkunde sowie der Geburtshilfe
Vom 1. Januar 2022 an gelten neue Regeln für Abteilungen der Orthopädie, der Frauen- und Kinderheilkunde sowie der Geburtshilfe. Erstmalig gibt es dann auch dort feste Untergrenzen für Pflegepersonal. Ein Beispiel: Auf gynäkologischen Stationen soll tagsüber mindestens eine Pflegekraft acht Patientinnen betreuen, in der Nachtschicht soll mindestens eine Pflegekraft für 18 Patientinnen zuständig sein. Die Verordnung legt auch einen Schlüssel für Hilfskräfte in deutschen Krankenhäusern fest, sodass die Pflegekräfte ausreichend Unterstützung erhalten. Untergrenzen für Pflegekräfte gibt es bereits in zehn anderen medizinischen Bereichen: zum Beispiel in der Allgemeinen Chirurgie, der Inneren Medizin und der Kardiologie. Viele Vorgaben wurden während der Corona-Pandemie zeitweise ausgesetzt, sind jedoch seit Februar 2021 wieder in Kraft.
20.12.2021, Bildnachweis: iStock/Andrey Popov

Zweitmeinungen können komplexe Therapieentscheidungen verbessern
69 Prozent der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte glauben, dass Zweitmeinungen komplexe Therapieentscheidungen verbessern können. Nur etwa zehn Prozent stimmen dem nicht zu, rund drei Prozent gar nicht. Das ergab eine Umfrage der Stiftung Gesundheit. Insbesondere bei schweren und chronischen Leiden sowie in der Orthopädie, bei Wirbelsäulen- und Bandscheiben-OPs, hielten viele Befragte einen zweiten Blick für wichtig. Die Botschaft an Patientinnen und Patienten lautet also: Traut euch, danach zu fragen!
16.12.2021, Bildnachweis: iStock/izusek

Eine Studie zeigt: Lockdown half anfangs offenbar Menschen mit Kopfschmerzen
Der Lockdown hat Menschen mit Kopfschmerzen offenbar anfangs geholfen, etwas herunterzufahren: Laut einer deutschen Studie auf Basis von Schmerz-App-Daten hatten Betroffene innerhalb der ersten 28 Tage zwar etwa genauso viele Kopfschmerz- oder Migränetage wie vor den Aussgangsbeschränkungen. Jedoch brauchten sie deutlich seltener eine Akutmedikation. Außerdem hatten sie weniger Stress, bessere Laune, mehr Energie und schliefen länger. Drei Monate später war dieser Effekt allerdings wieder verpufft.
14.12.2021, Bildnachweis: istock / Polke

Covid Symptom Study: Im Vergleich zu Ungeimpften ein um die Hälfte reduziertes Risiko, länger als 28 Tage an typischen Symptomen zu leiden
Wer trotz zweifacher Impfung an Covid-19 erkrankt, hat im Vergleich zu Ungeimpften ein um die Hälfte reduziertes Risiko, länger als 28 Tage an typischen Symptomen zu leiden. So das Ergebnis der Covid Symptom Study, die im Fachblatt Lancet erschienen ist. Diese beruht auf den Daten von mehr als 1,2 Millionen Erwachsenen, die Impfungen, Testergebnisse und Symptome in einer App aufgezeichnet haben. 8400 von ihnen wurden trotz Impfung positiv getestet.
09.12.2021, Bildnachweis: iStock/fstopp123

Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse: Immer weniger Frauen nehmen Hormonpräparate gegen Beschwerden in den Wechseljahren ein
Immer weniger Frauen nehmen Hormonpräparate gegen Beschwerden in den Wechseljahren ein. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. So hat im vergangenen Jahr nur etwa jede 16. erwerbstätige Frau zwischen 45 und 65 Jahren ein Hormonpräparat von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt verordnet bekommen (sechs Prozent). Vor 20 Jahren noch nahm mehr als jede dritte Frau in der Altersgruppe solche Präparate ein. Der Rückgang ist vermutlich auf wissenschaftliche Studien zurückzuführen: Sie belegten, dass bestimmte Hormonpräparate etwa das Risiko für Brustkrebs oder Herzinfarkt erhöhen.
15.11.2021, Bildnachweis: istock/SKDAWUT14

Eine Metaanalyse zeigt: Ausreichend Schlaf kann Erkältungen vorbeugen
Wer mindestens sieben Stunden pro Nacht schläft, beugt dadurch Erkältungen vor. Das ergab eine Metaanalyse der britischen Universität Oxford. Die Forscherinnen und Forscher fanden heraus, dass Infektionen der oberen Atemwege öfter auftraten, wenn der Nachtschlaf kurz ausfiel. Eine ausreichende Schlafdauer bewege sich zwischen sieben und neun Stunden pro Nacht. Welchen Einfluss die Schlafqualität auf mögliche Infekte der oberen Atemwege hat, ist indes noch nicht klar.
02.11.2021, Bildnachweis: istock/Hohenhaus

Seit Juli 2021: ärztliche Zweitmeinung per Videosprechstunden
Ist die Operation wirklich nötig? Bevor die Gebärmutter entfernt, eine Knie-Endoprothese eingesetzt oder bei Diabetes ein Fuß amputiert wird, haben Betroffene das Recht, eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen. Die Krankenkassen erstatten die Kosten hierfür. Bisher musste für diese Zweitmeinung ein Termin in der Praxis vereinbart werden. Seit Juli 2021 können hierfür genauso Videosprechstunden in Anspruch genommen werden. Auch für Mandeloperationen und Arthroskopien an der Schulter ist dies möglich.
19.10.2021, Bildnachweis: istock/Fat Camera

Erkältungen werden meist durch Viren ausgelöst
Erkältungen werden meist durch Viren – nicht durch Bakterien – ausgelöst und verschwinden nach ein paar Tagen wieder. Gegen die Symptome  eines viralen Infekts helfen Antibiotika nicht. Bevor diese eingenommen werden, kann es sich lohnen, abzuwarten und sie verzögert zu  verschreiben – auf Englisch "Delayed Prescribing". Auch die neue Halsschmerz-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin empfiehlt diese zögerliche Haltung. Patientinnen und Patienten erhalten vom Arzt ein Antibiotika-Rezept, falls sie damit einverstanden sind, es nur einzulösen, wenn sich die Symptome verschlechtern oder sie nach einem bestimmten Zeitraum nicht verschwunden sind. Als Kassenrezept ist die Verordnung vier Wochen lang gültig. Laut einer Analyse im British Medical Journal hat das verzögerte Verschreiben keine Nachteile. Symptome hielten nur minimal länger an, als wenn sofort Antibiotika eingenommen würden.
09.09.2021, Bildnachweis: iStock/izusek

Eine Auswertung zeigt: Aufklärung von und Einfluss durch frisch Operierte bei Schmerztherapie mit positivem Effekt auf die Wirkung
Wenn Ärztinnen und Ärzte frisch operierte Patientinnen und Patienten über deren Schmerztherapie aufklären und diese darauf Einfluss nehmen können, wirken Schmerzmittel am besten. Der Bedarf an stärkeren oder höher dosierten Medikamenten mit möglicherweise mehr Nebenwirkungen  sinke  dadurch. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von 80 000 Datensätzen eines Schmerzregisters an der Universitätsklinik Jena. "Wir können nur alle Kolleginnen und Kollegen dazu ermuntern, die Patienten so weit wie möglich in die Schmerztherapie einzubinden", sagt Dr. Marcus Komann, Hauptautor der Studie.
27.08.2021, Bildnachweis: istock/SARINYAPINNGAM

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