Eine Metaanalyse unterstreicht, dass die HPV-Impfung Wirkung zeigt
Die Impfung gegen Humane ­Papillom-Viren (HPV) wirkt. Das zeigt eine Metaanalyse der Laval-Universität in Quebec (Kanada) anhand der Daten von rund 60 Mil­lionen jungen Menschen: Nach der Einführung der Impfung ging die Häufigkeit von Infektionen mit den gefährlichen HPV-Varianten 16 und 18 bei Mädchen und jungen Frauen – abhängig vom Alter – um bis zu 83 Prozent zurück. Die Häufigkeit von Genitalwarzen sank um bis zu 67, die Zahl der Tumorvorstufen um bis zu 51 Prozent.
28.12.2019, Bildnachweis: istock/wavebreakmedia

Eine Umfrage gibt Aufschluss über das Einholen einer Zweitmeinung
Holen Patienten vor einer ­geplanten Operation eine Zweitmeinung ein, wird 17 Prozent von ihnen die erste Empfehlung bestätigt, 21 Prozent erhalten ­­einen anderen Rat. Für die Mehrzahl gibt es keine eindeutige ­Aussage. Die ­­Patienten müssen dann selbst abwägen, ob der Eingriff für sie die beste Möglichkeit ist, so das Ergebnis einer aktuellen ­Umfrage der ­Barmer Ersatzkasse.
19.12.2019, Bildnachweis: iStockphoto/jgroup

Forscher finden heraus: Der Glaube ein sinnvolles Leben zu führen hat positive Effekte auf die Gesundheit
Wer glaubt, ein sinnvolles Leben zu führen, ist körperlich und geistig gesünder und lebt auch länger als Menschen, die das nicht von sich ­sagen können. So das Ergebnis einer Langzeitstudie US-amerikanischer ­Mediziner mit 7000 Teilnehmern, veröffentlicht im Fachmagazin JAMA Network Open. Der positive Effekt sei umso größer, je klarer sich der Lebenssinn erkennen lasse – auch ­unabhängig vom generellen Wohlbefinden.
14.12.2019, Bildnachweis: iStockphoto/Maridav

 

Frühes Aufhören kann das Risiko, an Herz- und ­­Hirngefäßerkrankung zu erkranken, senken
Raucher haben ein dreifach erhöhtes Risiko, an einer Herz- und ­­Hirngefäßerkrankung zu sterben. Schon vier bis sechs Zigaretten am Tag verdoppeln das Risiko gegenüber Nichtrauchern, ergab eine große australische Studie in der Fachzeitschrift BMC Medicine. Die gute Nachricht: Wer vor dem 45. ­Lebensjahr mit dem ­Rauchen aufhört, senkt sein Erkrankungs­risiko innerhalb von sieben Jahren fast auf das ­Niveau von ­­Niemalsrauchern.
13.12.2019, Bildnachweis: iStock/Image Source

Medizinische Fachgesellschaften weisen auf ernsthafte gesundheitliche Folgen bei Zähneknirschen hin
Zähneknirschen ist zwar keine Krankheit, kann aber erns­t­hafte Folgen für die Gesundheit haben. Darauf weisen mehrere medizinische Fachgesellschaften hin, die gemeinsam eine Behandlungsleitinie erstellt haben. Von Bruxismus, so der Fachbegriff, sei etwa jeder Fünfte in Deutschland betroffen. Die Behandlung zielt auf den Schutz der Zähne – etwa mit speziellen Schienen. Aber auch psycho- und physiotherapeutische Maßnahmen können helfen.
05.12.2019, Bildnachweis: iStock/Geber86

Forscher finden heraus: Frühe oder späte Pausen ohne Einfluss auf die Nachtruhe
Auch wer tagsüber ein Schläfchen hält, kommt nachts zur Ruhe. Das fanden Forscher in der Schweiz heraus. Ein Nickerchen sollte man aber vormittags oder in den frühen Abendstunden machen. Im Unterschied zum klassischen Mittagsschlaf hatten solch frühe oder späte Pausen keinen Einfluss auf den Nachtschlaf. Die Ergebnisse sind im Fachblatt Sleep Medicine erschienen.
28.11.2019, Bildnachweis: iStock/gpointstudio

Vom Zähneputzen könnte auch die Leber profitieren
Von guter Mundhygiene hängt mehr ab als nur die Gesundheit der Zähne. Das zeigte jetzt erneut eine Studie von Wissenschaftlern der Queen’s University Belfast (Nordirland). Sie untersuchten Patientenangaben auf Zusammenhänge zwischen der Mundgesundheit und Krebs­erkrankungen des Verdauungssystems, wie Tumore der Leber oder der Bauchspeicheldrüse. Dazu analysierten die Forscher Daten aus der UK-Biobank Großbritannien von rund 470 000 Menschen. Wer über entzündetes Zahnfleisch, Mund­­geschwüre oder lose Zähne berichtete, dessen Risiko  für Leberkrebs scheint demnach womöglich erhöht zu sein. Betroffen waren vor allem jüngere Frauen aus sozial benachteiligten Gesellschaftsgruppen. Wie die Forscher im United European Gastroenterology Journal schreiben, konnten sie für andere Tumore des Magen-Darm-Trakts keinen ähnlichen Zusammenhang feststellen.
18.11.2019, Bildnachweis: iStockphoto/rusak

Berufsverband der Frauenärzte empfiehlt optimalen Zeitpunkt zur Abtastung der Brust
Frauen, die regelmäßig ihre Brust abtasten, sollten es möglichst eine Woche nach dem Beginn der Regel machen. Denn dann ist das Brustgewebe weicher, und Auffälligkeiten lassen sich leichter erfühlen, rät der Berufsverband der Frauenärzte. Gegen Ende des Zyklus kann das Drüsengewebe unter dem Einfluss von Hormonen anschwellen. Es fühlt sich dann härter, oft auch etwas knotig an. Zum Schluss die Brustwarze zusammendrücken und darauf achten, ob sie Flüssigkeit absondert. Und keine Angst: Wer bei der Tastuntersuchung einen Knoten fühlt, muss nicht gleich in Panik geraten. Oft handelt es sich um Fibroadenome. Das sind gutartige Geschwülste. Diese glatt begrenzten und verschiebbaren Knoten können bis zu fünf Zentimeter groß werden.
15.11.2019, Bildnachweis: iStock/gbh007

Heilsames Schnuppern: Aromatherapie soll beim Rauchstopp helfen
Apfel, Schokolade oder Pfefferminze: Angenehme Aromen könnten Rauchern helfen, ihre Sucht zu überwinden. Eine Studie im Fachblatt Journal of Abnormal Psychology mit 232 Rauchern zwischen 18 und 55 Jahren zeigte, dass sie das akute Verlangen nach einer Zigarette mildern konnten, wenn sie an bestimmten Duftproben schnupperten. Besonders gut gelang die Ablenkung, wenn die Düfte bei den Teilnehmern schöne Erinnerungen an frühere Zeiten oder Erlebnisse weckten. Der Geruch von Pfefferminze etwa ließ manche Probanden an Weihnachten bei den Großeltern denken. Auch nach fünf Minuten war das Verlangen zu rauchen noch deutlich abgeschwächt. Die Forscher wollen nun weiter untersuchen, wie die Duftstoffe genau wirken und wie sie Raucher beim Aufhören konkret unterstützen können.
05.11.2019, Bildnachweis: iStock/Rapid Eye

Eine Studie zeigt: Therapien mit antiretroviralen Medikamenten können die Übertragung von HI-Viren verhindern
Therapien mit antiretroviralen Medikamenten können die Übertragung von HI-Viren verhindern – selbst bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Die Mittel minimieren die Zahl der Viren im Körper, sodass keine Ansteckungs­gefahr besteht. Die Medikamente schützen auch homosexuelle Paare, wie eine Studie im Fachblatt Lancet zeigt. Innerhalb des Untersuchungszeitraums von rund zwei Jahren steckte sich keiner der fast 800 HIV-negativen Probanden bei seinem HIV-positiven Partner an.
17.10.2019, Bildnachweis: iStock/franckreporter

Nicht alle Einschlafhilfen sind für Schlafwandler geeignet
Sogenannte Nicht-Benzodiazepine, die häufig als Einschlafhilfe verordnet werden, sollten Schlafwandler nicht einnehmen. Sie können bei ihnen die Tendenz zu riskantem Verhalten während des nächtlichen Umhergehens erhöhen. In den USA weisen inzwischen die Produkt­informationen für Medikamente mit den Wirkstoffen Eszopiclon, Zaleplon und Zolpidem darauf hin. Der Anlass waren überproportional viele schwere Unfälle mit oft tödlichem Ausgang in den vergangenen 26 Jahren bei Menschen, die unter dem Einfluss dieser Mittel standen.
05.10.2019, Bildnachweis: istock/Jordan Simeonov

Eine Analyse entlarvt das Zuckerhoch als Mythos
Schnell einen süßen Snack in den Mund geschoben, und ruckzuck steigt die Stimmung! Die Analyse von 31 Studien entlarvt dieses angebliche Zuckerhoch jetzt als Mythos. Demzufolge hat Zucker kaum Einfluss auf die Laune, er macht eher unaufmerksam und müde innerhalb der ersten 30 bis 60 Minuten nach dem Verzehr. Die Er­gebnisse sind im Fachmagazin Neuroscience & Biobehavioral Review veröffentlicht.
30.09.2019, Bildnachweis: istock/Yelena Yemchuck

Eine Studie zeigt, dass es am besten mit dem Partner gelingt, das Rauchen aufzugeben
Endlich mit dem Rauchen Schluss machen – das gelingt am besten zusammen mit dem Partner. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die auf dem Kongress der European Society of Cardiology vorgestellt wurde. Danach haben Paare eine sechsfach höhere Erfolgschance, vom Glimm­­stängel loszukommen, als Einzelkämpfer.
20.09.2019, Bildnachweis: istock/cstewart

Entlassungsbriefe enthalten wichtige Informationen für die Weiterbehandlung
Entlassungsbriefe von Klinikärzten sind oft missverständlich oder fehlerhaft. Dies ergab eine Studie von Düsseldorfer Sprachwissenschaftlern und deutschen Hausärzteverbänden. Vor allem fachspezifische Ausdrücke sowie unbekannte oder zweideutige Abkürzungen führen zu Fehlinterpretationen. Jeder dritte Hausarzt berichtet, dass un­bekannte ­Abkürzungen häufig oder sehr häufig vorkommen. 88 Prozent befürch­ten, unkorrekte oder unverständliche Briefe könnten zu Behandlungsfehlern führen.
19.09.2019, Bildnachweis: istock/thodonal

Beobachtungsstudien zeigen ein höheres Risiko für Wochenbettdepression bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes
Frauen, die an einem Schwangerschaftsdiabetes erkranken, tragen vermutlich auch ein höheres Risiko für eine Wochenbettdepression. Das zeigte eine Auswertung von 18 internationalen Beobachtungsstudien. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft empfiehlt deshalb, Wöchnerinnen mit Schwangerschaftsdiabetes konsequent auf Depressionen zu untersuchen, um eine seelische Erkrankung schnell erkennen und behandeln zu können.
11.09.2019, Bildnachweis: iStock/Kkolosov

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