In 2020 deutlich mehr Impfungen in Deutschland
Im Jahr 2020 haben sich deutlich mehr Menschen in Deutschland impfen lassen. Das geht aus Daten der gesetzlichen Krankenkassen hervor. So sind deren Ausgaben für Impfstoffe auf 1,7 Milliarden Euro gestiegen – ein Zuwachs um 15 Prozent. Die Versicherten hatten sich vor allem gegen Grippe, Pneumokokken und Gürtelrose impfen lassen. Diese drei Impfungen empfiehlt die Ständige Impfkommission für Risikogruppen wie Senioren und chronisch Kranke.
26.07.2021, Bildnachweis: iStock/MarianVejcik

Fehlzeiten-Report 2020: Wer findet, dass sein Chef ihn fair behandelt, wird seltener krank
Wer findet, dass sein Chef ihn fair behandelt, wird seltener krank. Zu diesem Schluss kommt der "Fehlzeiten-Report 2020" des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) mit rund 2500 Teilnehmern. Demnach nehmen Führungskräfte mit ihrem Verhalten unmittelbar Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeiter. Neben Wut und Ärger kann Unzufriedenheit längerfristig auch Kopfoder Rückenschmerzen und Erschöpfung hervorrufen.
06.07.2021, Bildnachweis: istock/ciricvelibor

Kleiner Piks, große Wirkung: Schutz gegen Corona
Verfolgen Sie die Nachrichten? Je intensiver sich jemand mit dem aktuellen Geschehen befasst, desto eher ist er bereit, sich impfen zu lassen. Das lässt eine repräsentative Befragung der Universität Hamburg vermuten, die Anfang des Jahres in Deutschland durchgeführt wurde. 78 Prozent derjenigen, die sich sehr genau übers Fernsehen und über Zeitungen auf dem Laufenden halten, wollen sich impfen lassen. Bei den weniger Informierten sind es dagegen nur 42 Prozent. Wer gut informiert ist, glaubt außerdem häufiger an die Sicherheit der Impfstoffe.
07.06.2021, Bildnachweis: istock/bluecinema

Studie: Möglicherweise geringeres Risiko, frühzeitig zu sterben, wenn man kulturelle Veranstaltungen wahrnimmt
Eine Ausstellung besuchen, ins Konzert gehen, das erweitert nicht nur den Horizont – es verlängert möglicherweise sogar das ­Leben. Forscher des University Colleges London analysierten die Daten von rund 7000 Briten, die an einer Studie über das Altern (ELSA) teilgenommen hatten. Jene, die ein- bis zweimal pro Jahr eine Kulturveranstaltung besuchten, hatten ein um 14 Prozent geringeres Risiko, frühzeitig zu sterben. Wer öfter ging, dessen Risiko lag sogar um rund 30 Prozent niedriger – unabhängig von Faktoren wie geistiger und körperlicher Fitness. Warum der Zusammenhang besteht, ist bislang unklar. Ein möglicher Grund könnte jedoch der intensivere Kontakt zu anderen Menschen sein.
03.06.2021, Bildnachweis: istock/JackF

Studie zeigt: Problemen mit dem Appetit nachzugehen ist wichtig
Ob Schmerzen beim Kauen, Schwierigkeiten mit dem Schlucken oder nachlassender Geschmackssinn: Es gibt viele Gründe, weshalb einem die Lust aufs Essen vergehen kann. Wie wichtig es ist, den Problemen mithilfe des Arztes nachzugehen, zeigt eine Studie aus Island. Teilnehmer, die unter Appetitmangel litten, hatten weniger Muskelkraft und kamen im Alltag schlechter klar als Senioren, die mit Freude essen konnten.
18.05.2021, Bildnachweis: istock/courtyardpix

Forscher finden heraus: Bei Menschen mit Bluthochdruck steht das Immunsystem offenbar unter besonderer Anspannung
Bei Menschen mit Bluthochdruck steht das Immunsystem offenbar unter besonderer Anspannung, entdeckten deutsche Forscher in einer Studie. Dies könnte erklären, weshalb die Patienten bei einer Corona-Infektion oft heftiger reagieren und schwerer erkranken. Bestimmte Blutdruckmittel, so die Experten, senken womöglich das Risiko.
21.05.2021, Bildnachweis: iStock/calina

Als wirksam erwiesen: Therapie mit Kortison-Präparat Prednison
Eine Therapie mit dem Kortison-Präparat Prednison hat sich bei Patienten mit Cluster-Kopfschmerzen als sehr wirksam erwiesen. Das ergab eine Studie, die in der Fachzeitschrift Lancet Neurology erschienen ist. Bei der Hälfte der 57 Studienteilnehmer, die Prednison erhielten, hatte sich die Zahl der Schmerzattacken halbiert, bei einem Drittel endeten die Anfälle sogar ganz. Bei Cluster-Kopfschmerzen treten die Attacken, anders als zum Beispiel bei Migräne, mehrmals hintereinander auf.
23.04.2021, Bildnachweis: Thinkstock/istock

Eine Studie zeigt: Nach einer Operation weniger Schmerzen durch unterstützende Worte oder Musik während einer Vollnarkose
Patienten, die während einer Vollnarkose über Kopf­hörer unterstützende Worte und Musik hören, haben nach der Operation deutlich weniger Schmerzen. Zudem benötigen sie seltener ein starkes Schmerzmittel, wodurch sich die Nebenwirkungen reduzieren. Das ergab eine Studie, an der neben dem Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum auch die Universitätskliniken Regensburg, München und Köln sowie das Klinikum Kassel beteiligt waren. Die Ergebnisse wurden im British Medical Journal veröffentlicht. Von den Patienten, die während der Narkose Musik hörten, profitierten rund 60 Prozent von den Maßnahmen. Die Forscher empfehlen deshalb, bei Operationen besser auf die Geräuschkulisse zu achten und gezielt Musik einzusetzen, um den Schmerzmittel­bedarf zu senken.
19.04.2021, Bildnachweis: istock/Johnny Greig

Wechseljahre: Symptome ähneln oft denen einer Unterzuckerung
Frauen mit Diabetes Typ 1 können früher in die Wechseljahre kommen als stoffwechselgesunde Frauen. Das zeigt eine Studie der University of Colorado. Die ­Forscher werteten dazu Fragebögen aus, die von mehr als einer halben Million Frauen 15 Jahre lang immer wieder ausgefüllt wurden. Frauen, deren Diabetes vor dem zehnten Lebensjahr diagnostiziert worden war, wiesen ein um 60 Prozent höheres Risiko auf. Frauen mit ­Diabetes sollten wachsam sein, da sich hinter typischen Wechseljahres­beschwerden wie Schweißausbrüchen oder Kopfschmerzen auch Unter­zuckerungen verbergen können.
03.04.2021, Bildnachweis: istock/ golero

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