Erkältungen werden meist durch Viren ausgelöst
Erkältungen werden meist durch Viren – nicht durch Bakterien – ausgelöst und verschwinden nach ein paar Tagen wieder. Gegen die Symptome  eines viralen Infekts helfen Antibiotika nicht. Bevor diese eingenommen werden, kann es sich lohnen, abzuwarten und sie verzögert zu  verschreiben – auf Englisch "Delayed Prescribing". Auch die neue Halsschmerz-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin empfiehlt diese zögerliche Haltung. Patientinnen und Patienten erhalten vom Arzt ein Antibiotika-Rezept, falls sie damit einverstanden sind, es nur einzulösen, wenn sich die Symptome verschlechtern oder sie nach einem bestimmten Zeitraum nicht verschwunden sind. Als Kassenrezept ist die Verordnung vier Wochen lang gültig. Laut einer Analyse im British Medical Journal hat das verzögerte Verschreiben keine Nachteile. Symptome hielten nur minimal länger an, als wenn sofort Antibiotika eingenommen würden.
09.09.2021, Bildnachweis: iStock/izusek

Eine Auswertung zeigt: Aufklärung von und Einfluss durch frisch Operierte bei Schmerztherapie mit positivem Effekt auf die Wirkung
Wenn Ärztinnen und Ärzte frisch operierte Patientinnen und Patienten über deren Schmerztherapie aufklären und diese darauf Einfluss nehmen können, wirken Schmerzmittel am besten. Der Bedarf an stärkeren oder höher dosierten Medikamenten mit möglicherweise mehr Nebenwirkungen  sinke  dadurch. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von 80 000 Datensätzen eines Schmerzregisters an der Universitätsklinik Jena. "Wir können nur alle Kolleginnen und Kollegen dazu ermuntern, die Patienten so weit wie möglich in die Schmerztherapie einzubinden", sagt Dr. Marcus Komann, Hauptautor der Studie.
27.08.2021, Bildnachweis: istock/SARINYAPINNGAM

In 2020 deutlich mehr Impfungen in Deutschland
Im Jahr 2020 haben sich deutlich mehr Menschen in Deutschland impfen lassen. Das geht aus Daten der gesetzlichen Krankenkassen hervor. So sind deren Ausgaben für Impfstoffe auf 1,7 Milliarden Euro gestiegen – ein Zuwachs um 15 Prozent. Die Versicherten hatten sich vor allem gegen Grippe, Pneumokokken und Gürtelrose impfen lassen. Diese drei Impfungen empfiehlt die Ständige Impfkommission für Risikogruppen wie Senioren und chronisch Kranke.
26.07.2021, Bildnachweis: iStock/MarianVejcik

Fehlzeiten-Report 2020: Wer findet, dass sein Chef ihn fair behandelt, wird seltener krank
Wer findet, dass sein Chef ihn fair behandelt, wird seltener krank. Zu diesem Schluss kommt der "Fehlzeiten-Report 2020" des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) mit rund 2500 Teilnehmern. Demnach nehmen Führungskräfte mit ihrem Verhalten unmittelbar Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeiter. Neben Wut und Ärger kann Unzufriedenheit längerfristig auch Kopfoder Rückenschmerzen und Erschöpfung hervorrufen.
06.07.2021, Bildnachweis: istock/ciricvelibor

Kleiner Piks, große Wirkung: Schutz gegen Corona
Verfolgen Sie die Nachrichten? Je intensiver sich jemand mit dem aktuellen Geschehen befasst, desto eher ist er bereit, sich impfen zu lassen. Das lässt eine repräsentative Befragung der Universität Hamburg vermuten, die Anfang des Jahres in Deutschland durchgeführt wurde. 78 Prozent derjenigen, die sich sehr genau übers Fernsehen und über Zeitungen auf dem Laufenden halten, wollen sich impfen lassen. Bei den weniger Informierten sind es dagegen nur 42 Prozent. Wer gut informiert ist, glaubt außerdem häufiger an die Sicherheit der Impfstoffe.
07.06.2021, Bildnachweis: istock/bluecinema

Studie: Möglicherweise geringeres Risiko, frühzeitig zu sterben, wenn man kulturelle Veranstaltungen wahrnimmt
Eine Ausstellung besuchen, ins Konzert gehen, das erweitert nicht nur den Horizont – es verlängert möglicherweise sogar das ­Leben. Forscher des University Colleges London analysierten die Daten von rund 7000 Briten, die an einer Studie über das Altern (ELSA) teilgenommen hatten. Jene, die ein- bis zweimal pro Jahr eine Kulturveranstaltung besuchten, hatten ein um 14 Prozent geringeres Risiko, frühzeitig zu sterben. Wer öfter ging, dessen Risiko lag sogar um rund 30 Prozent niedriger – unabhängig von Faktoren wie geistiger und körperlicher Fitness. Warum der Zusammenhang besteht, ist bislang unklar. Ein möglicher Grund könnte jedoch der intensivere Kontakt zu anderen Menschen sein.
03.06.2021, Bildnachweis: istock/JackF

Studie zeigt: Problemen mit dem Appetit nachzugehen ist wichtig
Ob Schmerzen beim Kauen, Schwierigkeiten mit dem Schlucken oder nachlassender Geschmackssinn: Es gibt viele Gründe, weshalb einem die Lust aufs Essen vergehen kann. Wie wichtig es ist, den Problemen mithilfe des Arztes nachzugehen, zeigt eine Studie aus Island. Teilnehmer, die unter Appetitmangel litten, hatten weniger Muskelkraft und kamen im Alltag schlechter klar als Senioren, die mit Freude essen konnten.
18.05.2021, Bildnachweis: istock/courtyardpix

Forscher finden heraus: Bei Menschen mit Bluthochdruck steht das Immunsystem offenbar unter besonderer Anspannung
Bei Menschen mit Bluthochdruck steht das Immunsystem offenbar unter besonderer Anspannung, entdeckten deutsche Forscher in einer Studie. Dies könnte erklären, weshalb die Patienten bei einer Corona-Infektion oft heftiger reagieren und schwerer erkranken. Bestimmte Blutdruckmittel, so die Experten, senken womöglich das Risiko.
21.05.2021, Bildnachweis: iStock/calina

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