Eine Auswertung zeigt: weniger Krankmeldungen während Corona-Pandemie
Während der Corona- pandemie haben sich deutlich weniger Menschen krankgemeldet als in den Vorjahren. Das geht aus einer Auswertung der Krankenkasse AOK hervor. Vor allem zwischen Mai und August 2020 sei die Zahl der Krankmeldungen gesunken, erklärt Martin Litsch, Chef des AOK-Bundesverbands. So seien seit Mai deutlich weniger Atteste aufgrund "akuter Infektionen der oberen Atemwege" ausgestellt worden. Vermutlich haben zwar viele Beschäftigte auch aus Sorge vor einer Ansteckung auf einen Arztbesuch verzichtet, gleichzeitig sei aber das Ansteckungsrisiko im Homeoffice geringer gewesen, da Kontakte auf dem Weg zur Arbeit und im Büro wegfielen. Viele Menschen haben zudem bei Erkältungen offenbar im Homeoffice weitergearbeitet, ohne sich krankzumelden.
20.01.2021, Bildnachweis: istock/Hipanolistic

Eine Studie zeigt: bessere Aussichten nach einer Operation wieder fit zu sein, wenn man sich im Allgemeinen glücklich fühlt
Fühlen Sie sich im Allgemeinen glücklich? Wenn Sie die Frage be­jahen, haben Sie ­möglicherweise bessere Aussichten, nach einer Operation wieder fit für den Alltag zu werden, als Senioren, die zu Trübsal neigen. Das zeigen Zahlen einer US-Studie mit 560 älteren Teilnehmern, die operiert worden waren. Je mehr diese vor dem Eingriff von depressiven Symptomen berichtet hatten, desto schlechter waren sie ein Jahr danach beieinander. Signale für Depression also bitte ernst nehmen – und sich dem Arzt anvertrauen.
05.01.2021, Bildnachweis: iStock/izusek

Es lohnt sich in jungen Jahren in Sport, gesunde Ernährung und Bildung zu investieren
Wer in jungen Jahren in Sport, gesunde Ernährung und Bildung investiert, kann sein späteres Demenz-Risiko verringern. Das zeigen Studien, die bei der Alzheimer‘s Association International Conference vorgestellt wurden. Demnach sind Risikofaktoren für Alzheimer bereits im Teenageralter und bei jungen Erwachsenen erkennbar: Ein höherer Body-Mass-Index (BMI) steht beispielsweise in Verbindung mit einem höheren späteren Demenz-Risiko. Auch gibt es eine Verbindung zwischen besserer frühkindlicher Bildung und geringerem Demenz-Risiko.
12.12.2020, Bildnachweis: istock/skynesher

Eine Studie zeigt: Regelmäßige kurze Naturerlebnisse wirken messbar gegen Stress
Regelmäßige kurze Naturerlebnisse wirken messbar gegen Stress, fanden Forscher in Michigan (USA) heraus. Sie verordneten 36 Stadtbewohnern über zwei Monate eine Art "Natur-­Pille": einen mindestens zehnminütigen Aufenthalt im Grünen, dreimal pro Woche. Den Stresslevel der Studien­­teilnehmer bestimmten die Forscher unter anderem anhand des ­­Cortisolspiegels in Speichelproben. Das Ergebnis: Die Cortisolspiegel und damit die Stresslevel sanken deutlich, wenn sich die ­Teilnehmer regelmäßig ­­zwischen 20 und 30 Minuten im Grünen aufhielten.
08.12.2020, Bildnachweis: iStock/petrunjela

Bei SARS-CoV-2 ist es wichtig, Frischluft in Räume zu bekommen, um die Virenlast zu senken
SARS-CoV-2-Viren können durch Aerosole, kleinste ausgeatmete Tröpfchen in der Luft, übertragen werden. Umso wichtiger ist es, Frischluft in Räume zu bekommen, um die Virenlast zu senken, rät das Bundesumweltamt. Die Behörde erklärt auch, wie das am effektivsten gelingt: Eine sogenannte Querlüftung, die über einen Durchzug Raumluft schnell gegen Frischluft austauscht, sei optimal. Baubedingt sei dies aber nicht immer möglich. Als wirksam gelte ebenfalls die Stoßlüftung bei weit geöffnetem Fenster für einige Minuten – noch besser: mehrere Fenster in einem Raum gleichzeitig öffnen. Nur wenig wirksam sei das bloße Kippen der Fenster – selbst wenn dies dauerhaft erfolge. Grundsätzlich gelte: Es sollte so gut und so oft wie möglich gelüf­tet werden.
28.11.2020, Bildnachweis: iStock/yulkapopkova

Seit 2018 warnt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vor einem erhöhten Risiko für venöse Thromboembolien
Der Anteil der verordneten risiko­ärmeren Verhütungspillen mit dem Gestagen Levonorgestrel ist bei Frauen unter 22 in den letzten zehn Jahren von 28 Prozent auf 46 Prozent gestiegen, zeigt eine Analyse der AOK. Trotz des positiven Trends bekommen aber noch mehr als die Hälfte der jungen Frauen Wirkstoffe, die ein erhöhtes Risiko für Thrombosen oder Embolien bergen. Die Anteile der risikoreicheren Gestagene wie Chlormadinon, Drospirenon, Desogestrel und Gestoden in den Präparaten seien zwar stark zurückgegangen. Die Verordnung des Wirkstoffs Dienogest stieg jedoch von 19 auf 37 Prozent. Das sei problematisch: Seit 2018 warnt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vor einem erhöhten Risiko für venöse Thromboembolien.
25.11.2020, Bildnachweis: iStock/Iurii Krycvenko

Gerade im Herbst streichelt ein warmes Vollbad Körper und Seele
Herbstzeit ist Badezeit. Gerade an kühlen, regnerischen Abenden streichelt ein warmes Vollbad Körper und Seele. Damit das Planschen ein entspannendes und gesundes Vergnügen wird, sollte das Bad nur 20 Minuten dauern und das Wasser 35 bis 37 Grad warm sein. Diabetiker bleiben besser etwas kürzer in der Wanne und messen die Temperatur genau nach. Sanftes Licht und ruhige Musik machen das Bad zum Wohlfühlerlebnis, mit einer Bürsten­massage für die Haut sowie einer Gesichtsmaske wird das Entspannungsprogramm komplett.
24.10.2020, Bildnachweis: istock/petrenkod

Eine chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) bekommen vornehmlich Raucher
Eine chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) bekommen überwiegend Menschen, die rauchen. Trotzdem ist einer von vier Erkrankten Nichtraucher. Woran das liegt, untersuchten Wissenschaftler der Columbia University. Sie verglichen CT-Scans von 6500 Menschen. "Die Studie zeigt, dass ein unterdimensionierter Bronchialbaum die Atmung beeinträchtigt und in späteren Jahren anfällig für COPD macht", so Studienautor Benjamin Smith. Lungenärzte sprechen dann von Dysanapsis. "Die Ergebnisse legen nahe, dass das ein unabhängiger Risikofaktor für COPD ist – genauso wie das Rauchen".
23.10.2020, Bildnachweis: istock/Tanjala Gica

Diesen März wurden bei Apotheken viermal so viele Rezepte für den Pneumokokken-Impfstoff eingereicht wie die beiden Jahre zuvor
In diesem März wurden bei den Apotheken viermal so viele Rezepte für einen Pneumokokken-Impfstoff eingereicht wie in den beiden Jahren zuvor. Wegen der Pandemie rief Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Anfang März vor allem Ältere dazu auf, sich impfen zu lassen. Das schützt zwar nicht vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2, soll aber eine Doppelinfektion verhindern. Die Impfung ist für Säuglinge, Menschen ab 60 Jahren und chronisch Kranke empfohlen.
05.10.2020, Bildnachweis: istock/fstop123

Garten während der Corona-Pandemie für viele Menschen sehr wichtig
Wer einen Garten hat, war trotz Corona-Einschränkungen zufriedener mit seinem Leben als Menschen ohne eigenes Grün. Das fanden Forscher der Hochschule Geisenheim bei einer Befragung heraus. Der Garten war den meisten Teilnehmern auch deutlich wichtiger als noch ein Jahr zuvor. Er bedeutet für sie zuallererst Freiheit, gefolgt von Erholung und Entspannung. Für Menschen ohne eigene Parzelle füllen öffentliche Grünanlagen wie Parks oder Stadtwälder diese Rolle aus.
28.09.2020, Bildnachweis: istock/stevecoleimages

Insbesondere ein höherer Spiegel des LDL-Cholesterins gilt als Risikofaktor für Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Deutsche Frauen lagen in den 1980er-Jahren noch auf Platz 23 der weltweiten Rangliste von Menschen mit "schlechten" Cholesterinwerten. Mittlerweile haben sie sich auf 100 verbessert. Die Männer schafften es von Platz 24 auf 83. Veränderungen in der Ernährung und Medikamente sollen Gründe dafür sein. Das zeigt eine Studie im Fachmagazin Nature. Das Cholesterin-Problem hat sich in ärmere Länder verlagert, vor allem nach Asien. Insbesondere ein höherer Spiegel des LDL-Cholesterins gilt als Risikofaktor für Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
21.09.2020, Bildnachweis: istock/gilaxia

Wie hoch ist das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall bei den Ärzten?
Die psychische Belastung ist in ihrem Job recht hoch, der Stress oft extrem. Trotzdem haben Ärzte ein deutlich geringeres Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall als der Rest der Bevölkerung. Zu diesem Schluss kommt eine kanadische Analyse im Fachmagazin  JAMA Network Open. Die Gründe: Mediziner rauchten nicht so viel, hatten deutlich bessere Blutfettwerte und litten seltener an Bluthochdruck oder Dia­betes. Zudem hatten sie ihre Risikofaktoren besser im Griff und konnten bei Problemen rechtzeitig gegensteuern.
16.09.2020, Bildnachweis: iStock/Larisa Blinova

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