Eine Studie ergibt: Bessere Chancen auf Heilung nach einer Operation bei Verzicht auf Rauchen
Raucher haben ein deutlich höheres Risiko für Komplika­tionen nach einer OP: Sie sind anfälliger für Infektionen, auch ihre Wunden heilen schlechter. Wer aber mindestens vier Wochen vor einem Eingriff auf Zigaretten verzichtet, kann seine Chancen auf gute Heilung im ersten halben Jahr nach der Operation um fast 20 Prozent erhöhen. Das ­ergab eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO.
04.07.2020, Bildnachweis: istock/Rob Ellis

Im Schnitt rettet jeder Spender drei Leben, so die Deutsche Stiftung Organspende
Etwa 9500 Menschen warten in Deutschland auf ein neues Organ. Sie bekommen kaum noch Luft, können vor Herzschwäche das Bett nicht mehr verlassen oder überleben nur dank Dialyse. Bei rund 1000 von ihnen verschlechtert sich während der Wartezeit der Gesundheits­zustand so stark, dass keine Transplantation mehr möglich ist, viele sterben. Jede Entscheidung für die Organspende schenkt nicht nur einem schwer kranken Menschen eine neue Chance. Im Schnitt rettet jeder Spender drei Leben, berichtet die Deutsche Stiftung Organspende. Doch gibt es noch immer viel zu wenig Spenderorgane – und das, obwohl 84 Prozent der Deutschen in Befragungen angeben, zur Organspende eine positive Einstellung zu haben.
29.06.2020, Bildnachweis: istock/Kerrick

Im Sommer die Hitze im Schlafzimmer tagsüber möglichst gut aussperren
Die Temperatur im Schlafzimmer beeinflusst nicht nur die Nachtruhe, sondern auch das Wohlbefinden am folgenden Tag, stellten Forscher der Stanford-Universität in Ka­lifornien (USA) fest. Wer in einer zu warmen Umgebung schläft, bei dem sei die geistige Leis­tungs­fähigkeit am nächsten Morgen messbar geringer. Bei einer Temperatur von etwa 18 Grad gelinge es dem Körper  am besten, sich zu regenerieren. Im Sommer ist das oft schwer zu erreichen. Deshalb die Hitze tagsüber möglichst gut aussperren, das Schlafzimmer verdunkelt lassen und erst vor dem Zubettgehen stoßlüften. Lauwarmes Duschen sowie eine leichte Decke und Nachtwäsche aus Naturfasern können das Einschlafen erleichtern.
25.06.2020, Bildnachweis: iStock/bee32

Eine Studie verrät: Bei halbwegs gesunder Lebensweise im mittleren Alter bessere Chancen auf bis zu 10 gesunde Lebensjahre mehr
Bis zu 10 gesunde Lebensjahre mehr. Das ist im Schnitt die Belohnung, wenn man im mittleren Alter halbwegs gesund lebt. Das bedeutet vor allem: nicht rauchen, regelmäßig Sport treiben, Übergewicht vermeiden, sich ausgewogen ernähren. Frauen um die 50, die das einhalten, sind im Durchschnitt 10,7 Jahre länger frei von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Bei den Männern sind es 7,6 Jahre. Das ergab eine große Studie im British Medical Journal.
22.06.2020, Bildnachweis: istock/Milkos

Eine Studie zeigt: Tägliches Wiegen hilft, das Gewicht zu halten
So ufert das Schlemmen an Feiertagen nicht aus: Für eine Studie der Universität von Georgia (USA) sollten sich einige Teilnehmer rund um Thanks­giving jeden Tag wiegen. Der Effekt: Sie nahmen nicht zu, einige sogar ab. Jene, die sich nicht  täglich wogen, legten im Schnitt 2,5 Kilogramm zu.
17.06.2020, Bildnachweis: istock/Rasulovs

Nur wenige Bundesbürger lehnen Impfungen grundsätzlich ab. Der Anteil, der sie befürwortet, steigt.
Zunehmend mehr Menschen in Deutschland haben eine posi­tive Einstellung zu Impfungen. In der jüngsten Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gaben 77 Prozent an, diese zu befürworten oder zumindest eher zu befürworten. Im Jahr 2012 waren es nur 61 Prozent. Die erfreuliche Entwicklung zeigt sich auch bei relativ neuen Impfungen. So sind inzwischen fast 84 Prozent der Kinder bei Schuleintritt gegen Windpocken geschützt.
10.06.2020, Bildnachweis: istock/wavebreakmedia

Bunter denken: Kreativität fördert das Wohlbefinden
Basteln, Tanzen, Malen, Singen, Dekorieren sind nicht nur angenehme Freizeitbeschäftigungen, sie wirken auch äußerst wohltuend auf die Gesundheit und können medizinische Therapien ergänzen. Das besagt ein Bericht, den die Weltgesundheitsorganisation kürzlich in Helsinki (Finnland) vorgestellt hat. Mehr als 900 Publikationen zum gesundheitlichen Nutzen künstlerisch-kreativer Aktivitäten wurden dafür ausgewertet. So konnte etwa gezeigt werden, dass Singen die Aufmerksamkeit verbessert.
23.05.2020, Bildnachweis: Thinkstock/istock

Eine Studie zeigt: Der Blick ins Grüne kann das Bedürfnis nach Genussmitteln mindern
Der Blick ins Grüne kann das Bedürfnis nach Zigaretten, Alkohol und Fast Food mindern. Das ergab eine Studie der University of Plymouth (England) im Fachmagazin Health & Place. 149 Studienteilnehmer wurden befragt, wie viel Kontakt sie zu Grünflächen haben und wie oft und stark ihr Verlangen nach Genussmitteln ist. Das Ergebnis: Blickten sie im Büro oder zu Hause aus dem Fenster auf mindestens 25 Prozent Grünflächen – zum Beispiel Bäume, Wiesen oder Parks –, verspürten sie seltener oder weniger starke ungesunde Gelüste. Ein ähnlicher ­Effekt zeigte sich bei Menschen mit Garten oder Balkon.
16.05.2020, Bildnachweis: istock / swinnerr / Svetlana Gryankina

Es sind nur fünf Dinge, die Menschen ­viele Jahre ohne Krankheit schenken
Es sind nur fünf Dinge, die Menschen ­viele Jahre ohne Krankheit schenken — und die sie selbst in der Hand haben. Nicht rauchen, ein gesundes Gewicht und eine ausgewogene ­Ernährung, viel Bewegung, ­Alkohol nur in Maßen: Wer sich mit 50 daran hält, darf sich im Schnitt auf weitere 30 Jahre ohne chronische Krankheiten freuen, ergab eine internationale Studie. Das sei ein Plus von bis zu zehn Jahren ohne Erkrankungen wie etwa Diabetes.
14.05.2020, Bildnachweis: istock/sturti

Nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall wirkt ein Hund wie Medizin, lässt eine Studie vermuten
Hund auf Rezept? Nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall wirkt ein Vierbeiner wie Medizin, lässt eine schwedische Studie vermuten. So war das Risiko, im ersten Jahr nach dem Infarkt zu sterben, um rund 27 Prozent geringer, wenn ein Hund im Haus lebte. Am stärksten war der Effekt bei Singles – und wenn die Tiere mehr als nur Handtaschenformat maßen. Ein Hund, erklären die Forscher, sorge für reichlich Bewegung sowie see­lischen Ausgleich und beuge dadurch Herz- und Gefäßleiden vor. Wer testen will, ob die Rolle als Frauchen oder Herrchen zu einem passt: Viele ­Tierheime bieten an, mit Hunden Gassi zu gehen.
04.05.2020, Bildnachweis: iStockphoto/bit245

In der Übergangszeit sollte man besser mehrere dünnere Lagen übereinander anziehen
Im Frühling sind große Temperaturschwankungen normal. Doch statt von der Daunen­jacke direkt zum T-Shirt zu wechseln, sollte man in der Übergangszeit besser auf das Zwiebelprinzip setzen und mehrere dünnere Lagen übereinander anziehen: Wie Medizin-Meteoro­logen des Deutschen Wetterdiensts betonen, braucht der Körper einige Tage, um sich an die neuen Bedingungen anzupassen.
01.04.2020, Bildnachweis: iStockphoto/kzenon

Forscher zeigen: Ein Mittagsschlaf kann sich positiv auf Blutdruck- und Pulswerte auswirken
Ein Mittagsschläfchen tut gut. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie wirkt es sich positiv auf Blutdruck- und Pulswerte aus. Eine Studie der Universität Tokio (Japan) geht noch weiter: Das regelmäßige Nickerchen am frühen Nachmittag könne sogar das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich senken. Zudem lasse sich damit die Leistungsfähigkeit spürbar steigern, so Schlafexperten der Universität Regensburg. Doch wer die Siesta länger als eine halbe Stunde ausdehnt, ist danach eher schlaftrunken und kehrt die positiven Effekte um. Die beste Ruhezeit: Um die Leistungsschwäche am frühen Nachmittag zu überwinden, ist ein Nickerchen zwischen 13 und 14 Uhr am effektivsten.
23.03.2020, Bildnachweis: iStock/AndreyPopov

Wahre Liebe hält fit, so US-Forscher
Wahre Liebe hält fit, ­sagen US-Forscher, nachdem sie Entzündungswerte im Blut älterer Eheleute untersucht hatten. Fazit: Prägt Zufriedenheit die Partnerschaft, verfügen die Eheleute über eine bessere Immun­abwehr als in einer unharmonischen Beziehung. "Die Zweisamkeit pflegen und fördern hilft, länger gesund zu bleiben", rät Prof. Harald Gündel, Arzt für Psychosomatische Medizin an der Universität Ulm.
19.03.2020, Bildnachweis: istock/Monkeybusiness Images

Erholsam: Es tut gut, das Smartphone mal aus der Hand zu legen
Bewusste Smartphone-Pausen fördern die Erholung. Das er­gab eine Untersuchung der International School of Management in Hamburg. Zehn Tage lang verzichteten Freiwillige auf ihr mobiles Gerät. Sie berichteten in diesem Zeitraum regelmäßig, wie es ihnen mit dem Handy-Entzug erging. Ergebnis: Das Verlangen nach dem Smartphone nahm mit der Zeit ab. Und je schwächer es war, desto besser erholt fühlten sich die Befragten. Die Studienergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Wirtschafts­psychologie veröffentlicht.
12.03.2020, Bildnachweis: istock/Geber86

Hepatitis mir hochwirksamen Medikamenten heilbar
3860 Menschen wurden 2017 in Deutschland wegen einer Hepatitis-Erkrankung vollstationär im Krankenhaus behandelt. Diese Zahl hat sich seit 2007 fast halbiert. Ein Grund für die erfreuliche Entwicklung: Seit fünf Jahren sind neue Arzneien gegen Hepatitis C zugelassen. Wird diese Form der Leber­entzündung diagnostiziert, ist sie in der Regel mit den hochwirksamen Medikamenten heilbar. Quelle: destatis
07.03.2020, Bildnachweis: iStockphoto/robeo

Forscher finden Zusammenhang zwischen Frauenrechten und mehreren Gesundheitsparametern
Der Gesundheitszustand der Menschen eines Landes ist offenbar umso besser, je stärker die wirtschaftliche, soziale und rechtliche Situation der Frauen ist. Egal, ob es sich um ein Industrie- oder Entwicklungsland handelt. So das Ergebnis einer Studie, die entsprechende Daten aus 162 Ländern über mehrere Jahre miteinander ver­glichen hat. Demnach scheint es einen Zusammenhang zu geben zwischen Frauenrechten und mehreren Gesundheitsparametern, schreibt ein Forscherteam im Fachblatt BMJ Open. Dass in Deutschland auch Männer gesundheitlich von der Gleichstellung der Frauen profitieren können, ergab eine Untersuchung von Forschern der Universität Bielefeld und des Robert- Koch-Instituts Berlin: Je ausgeprägter die Gleichberechtigung in den Bundesländern war, desto höher war die Lebenserwartung der Männer.
17.02.2020, Bildnachweis: istock/gpointstudio

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