Eine chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) bekommen vornehmlich Raucher
Eine chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) bekommen überwiegend Menschen, die rauchen. Trotzdem ist einer von vier Erkrankten Nichtraucher. Woran das liegt, untersuchten Wissenschaftler der Columbia University. Sie verglichen CT-Scans von 6500 Menschen. "Die Studie zeigt, dass ein unterdimensionierter Bronchialbaum die Atmung beeinträchtigt und in späteren Jahren anfällig für COPD macht", so Studienautor Benjamin Smith. Lungenärzte sprechen dann von Dysanapsis. "Die Ergebnisse legen nahe, dass das ein unabhängiger Risikofaktor für COPD ist – genauso wie das Rauchen".
23.10.2020, Bildnachweis: istock/Tanjala Gica

Diesen März wurden bei Apotheken viermal so viele Rezepte für den Pneumokokken-Impfstoff eingereicht wie die beiden Jahre zuvor
In diesem März wurden bei den Apotheken viermal so viele Rezepte für einen Pneumokokken-Impfstoff eingereicht wie in den beiden Jahren zuvor. Wegen der Pandemie rief Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Anfang März vor allem Ältere dazu auf, sich impfen zu lassen. Das schützt zwar nicht vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2, soll aber eine Doppelinfektion verhindern. Die Impfung ist für Säuglinge, Menschen ab 60 Jahren und chronisch Kranke empfohlen.
05.10.2020, Bildnachweis: istock/fstop123

Garten während der Corona-Pandemie für viele Menschen sehr wichtig
Wer einen Garten hat, war trotz Corona-Einschränkungen zufriedener mit seinem Leben als Menschen ohne eigenes Grün. Das fanden Forscher der Hochschule Geisenheim bei einer Befragung heraus. Der Garten war den meisten Teilnehmern auch deutlich wichtiger als noch ein Jahr zuvor. Er bedeutet für sie zuallererst Freiheit, gefolgt von Erholung und Entspannung. Für Menschen ohne eigene Parzelle füllen öffentliche Grünanlagen wie Parks oder Stadtwälder diese Rolle aus.
28.09.2020, Bildnachweis: istock/stevecoleimages

Insbesondere ein höherer Spiegel des LDL-Cholesterins gilt als Risikofaktor für Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Deutsche Frauen lagen in den 1980er-Jahren noch auf Platz 23 der weltweiten Rangliste von Menschen mit "schlechten" Cholesterinwerten. Mittlerweile haben sie sich auf 100 verbessert. Die Männer schafften es von Platz 24 auf 83. Veränderungen in der Ernährung und Medikamente sollen Gründe dafür sein. Das zeigt eine Studie im Fachmagazin Nature. Das Cholesterin-Problem hat sich in ärmere Länder verlagert, vor allem nach Asien. Insbesondere ein höherer Spiegel des LDL-Cholesterins gilt als Risikofaktor für Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
21.09.2020, Bildnachweis: istock/gilaxia

Wie hoch ist das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall bei den Ärzten?
Die psychische Belastung ist in ihrem Job recht hoch, der Stress oft extrem. Trotzdem haben Ärzte ein deutlich geringeres Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall als der Rest der Bevölkerung. Zu diesem Schluss kommt eine kanadische Analyse im Fachmagazin  JAMA Network Open. Die Gründe: Mediziner rauchten nicht so viel, hatten deutlich bessere Blutfettwerte und litten seltener an Bluthochdruck oder Dia­betes. Zudem hatten sie ihre Risikofaktoren besser im Griff und konnten bei Problemen rechtzeitig gegensteuern.
16.09.2020, Bildnachweis: iStock/Larisa Blinova

Eine Studie zeigt: Menschen zwischen 45 und 64 Jahren müssen den meisten Stress aushalten
Es sind nicht die Berufsstarter, sondern Menschen zwischen 45 und 64 Jahren, die den meisten Stress aushalten müssen. Das ergab eine Studie der Pennsylvania State University (USA). Die Mittelalten sind heute 19 Prozent gestresster als noch vor 20 Jahren, das entspricht 64 Stresstagen mehr pro Jahr. Die Gründe: Zum einen hat sich das Leben durch mehr Technik, wie Smartphones, beschleunigt. Zum anderen tragen sie mehr Verantwortung für sich selbst, ihre Kinder, ihre Eltern und Mitarbeiter im Job.
17.08.2020, Bildnachweis: iStock/alvarez

Eine Studie zeigt: Patien­ten mit Erkrankungen der Herzgefäße nehmen ihre Medikamente nicht vorschriftsmäßig ein
Gefährlich: In einer britischen Studie nahmen 220 von 500 Patien­ten mit Erkrankungen der Herz­gefäße ihre Medikamente nicht vorschriftsmäßig ein. Am häufigsten wurden die Mittel vergessen. Bei jedem dritten war Angst vor Nebenwirkungen der Grund. Oder es gab Schwierigkeiten beim Entnehmen oder Schlucken des Medikaments. Bitte haben Sie den Mut, beim Arzt oder in der Apotheke ­nachzufragen oder um Hilfe zu bitten. Denn Herz-Kreislauf-Mittel nicht zu nehmen kann ernste Folgen haben.
07.08.2020, Bildnachweis: istock/Tinpixels

Arzt und Patient: Auf gute Zusammenarbeit!
Jeder siebte Patient macht mindestens einmal im Jahr die Er­fahrung, dass etwas bei einer ­Behandlung schiefläuft. Darauf deutet eine repräsentative Studie des Marburger Gesundheits­forschers Prof. Max Geraedts hin. Am häufigsten nannten die Teilnehmer Versäumnisse bei der ­­Diagnostik – etwa, dass sie nicht richtig körperlich untersucht wurden. Auf Platz zwei folgten Fehler in der Arzneitherapie, zum Beispiel die Verordnung von Medikamenten, die sich nicht mit­einander vertragen. Appell von Geraedts: "Wenn Sie das Gefühl haben, da stimmt etwas nicht, sagen Sie es bitte dem Arzt!"
24.07.2020, Bildnachweis: iStock/Monkey Business Images

Eine Studie ergibt: Bessere Chancen auf Heilung nach einer Operation bei Verzicht auf Rauchen
Raucher haben ein deutlich höheres Risiko für Komplika­tionen nach einer OP: Sie sind anfälliger für Infektionen, auch ihre Wunden heilen schlechter. Wer aber mindestens vier Wochen vor einem Eingriff auf Zigaretten verzichtet, kann seine Chancen auf gute Heilung im ersten halben Jahr nach der Operation um fast 20 Prozent erhöhen. Das ­ergab eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO.
04.07.2020, Bildnachweis: istock/Rob Ellis

Im Schnitt rettet jeder Spender drei Leben, so die Deutsche Stiftung Organspende
Etwa 9500 Menschen warten in Deutschland auf ein neues Organ. Sie bekommen kaum noch Luft, können vor Herzschwäche das Bett nicht mehr verlassen oder überleben nur dank Dialyse. Bei rund 1000 von ihnen verschlechtert sich während der Wartezeit der Gesundheits­zustand so stark, dass keine Transplantation mehr möglich ist, viele sterben. Jede Entscheidung für die Organspende schenkt nicht nur einem schwer kranken Menschen eine neue Chance. Im Schnitt rettet jeder Spender drei Leben, berichtet die Deutsche Stiftung Organspende. Doch gibt es noch immer viel zu wenig Spenderorgane – und das, obwohl 84 Prozent der Deutschen in Befragungen angeben, zur Organspende eine positive Einstellung zu haben.
29.06.2020, Bildnachweis: istock/Kerrick

Im Sommer die Hitze im Schlafzimmer tagsüber möglichst gut aussperren
Die Temperatur im Schlafzimmer beeinflusst nicht nur die Nachtruhe, sondern auch das Wohlbefinden am folgenden Tag, stellten Forscher der Stanford-Universität in Ka­lifornien (USA) fest. Wer in einer zu warmen Umgebung schläft, bei dem sei die geistige Leis­tungs­fähigkeit am nächsten Morgen messbar geringer. Bei einer Temperatur von etwa 18 Grad gelinge es dem Körper  am besten, sich zu regenerieren. Im Sommer ist das oft schwer zu erreichen. Deshalb die Hitze tagsüber möglichst gut aussperren, das Schlafzimmer verdunkelt lassen und erst vor dem Zubettgehen stoßlüften. Lauwarmes Duschen sowie eine leichte Decke und Nachtwäsche aus Naturfasern können das Einschlafen erleichtern.
25.06.2020, Bildnachweis: iStock/bee32

Eine Studie verrät: Bei halbwegs gesunder Lebensweise im mittleren Alter bessere Chancen auf bis zu 10 gesunde Lebensjahre mehr
Bis zu 10 gesunde Lebensjahre mehr. Das ist im Schnitt die Belohnung, wenn man im mittleren Alter halbwegs gesund lebt. Das bedeutet vor allem: nicht rauchen, regelmäßig Sport treiben, Übergewicht vermeiden, sich ausgewogen ernähren. Frauen um die 50, die das einhalten, sind im Durchschnitt 10,7 Jahre länger frei von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Bei den Männern sind es 7,6 Jahre. Das ergab eine große Studie im British Medical Journal.
22.06.2020, Bildnachweis: istock/Milkos

Eine Studie zeigt: Tägliches Wiegen hilft, das Gewicht zu halten
So ufert das Schlemmen an Feiertagen nicht aus: Für eine Studie der Universität von Georgia (USA) sollten sich einige Teilnehmer rund um Thanks­giving jeden Tag wiegen. Der Effekt: Sie nahmen nicht zu, einige sogar ab. Jene, die sich nicht  täglich wogen, legten im Schnitt 2,5 Kilogramm zu.
17.06.2020, Bildnachweis: istock/Rasulovs

Nur wenige Bundesbürger lehnen Impfungen grundsätzlich ab. Der Anteil, der sie befürwortet, steigt.
Zunehmend mehr Menschen in Deutschland haben eine posi­tive Einstellung zu Impfungen. In der jüngsten Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gaben 77 Prozent an, diese zu befürworten oder zumindest eher zu befürworten. Im Jahr 2012 waren es nur 61 Prozent. Die erfreuliche Entwicklung zeigt sich auch bei relativ neuen Impfungen. So sind inzwischen fast 84 Prozent der Kinder bei Schuleintritt gegen Windpocken geschützt.
10.06.2020, Bildnachweis: istock/wavebreakmedia

Bunter denken: Kreativität fördert das Wohlbefinden
Basteln, Tanzen, Malen, Singen, Dekorieren sind nicht nur angenehme Freizeitbeschäftigungen, sie wirken auch äußerst wohltuend auf die Gesundheit und können medizinische Therapien ergänzen. Das besagt ein Bericht, den die Weltgesundheitsorganisation kürzlich in Helsinki (Finnland) vorgestellt hat. Mehr als 900 Publikationen zum gesundheitlichen Nutzen künstlerisch-kreativer Aktivitäten wurden dafür ausgewertet. So konnte etwa gezeigt werden, dass Singen die Aufmerksamkeit verbessert.
23.05.2020, Bildnachweis: Thinkstock/istock

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