Eine Studie zeigt: Naturverbundene Kinder sind glücklicher
Naturverbundene Kinder sind glücklicher, gesünder, wissen mehr über die Umwelt und sind eher bereit, diese aktiv zu schützen – auch im Erwachsenenalter. Das zeigt eine Arbeit im Fachblatt People Nature. Aber: Naturverbundenheit könne Kinder auch emotional aufwühlen. Viele wissen, dass die Natur Schaden nimmt. Ihnen helfe es, mit Eltern oder Lehrern darüber zu reden oder positive Beispiele von Menschen zu finden, die die Natur schützen, schreibt die Studienautorin.
18.12.2020, Bildnachweis: istock/FatCamera

In allen Ländern Afrikas ist der Wildtyp des Poliovirus (Kinderlähmung) ausgerottet
In allen Ländern Afrikas ist der Wildtyp des Poliovirus (Kinderlähmung) ausgerottet – in den vergangenen vier Jahren gab es keine neue Infektion. Nach den Pocken vor 40 Jahren ist es das zweite Virus, das aus der Region verschwindet. Polio greift das Nervensystem vor allem von Kindern an und kann innerhalb weniger Stunden zu Lähmungen führen. Der Wildtyp ist nun nur noch in Afghanistan und Pakistan verbreitet.
16.12.2020, Bildnachweis: istock/Teka77

Eine Studie zeigt: Babys besitzen schon ein gewisses Gefühl für Grammatik
Brib, brab, bab. Sie können zwar nur brabbeln, aber: Babys besitzen schon ein gewisses Gefühl für Grammatik. Das haben Wissenschaftler der Universität Paris Descartes in einer im Fachblatt Current Biology veröffentlichten Studie herausgefunden. Dafür wurden den acht Monate alten Probanden zunächst Aufnahmen einer Fantasiesprache vor­gespielt. Nach einer Lernphase hörten die Kinder neue Sätze in dieser Kunstsprache: einmal entsprach die Reihenfolge von Funktions- und Inhaltswörtern der Muttersprache. Die andere Hälfte der Sätze hatte eine falsche Reihenfolge. Die Sätze mit der korrekten Reihenfolge interessierten die Babys mehr. Den Forschern zufolge legt das nahe, dass sie bereits verstehen, dass es Wörter mit unterschiedlichen Funktionen in einem Satz gibt, und sie damit ein gewisses Gefühl für Grammatik haben.
05.12.2020, Bildnachweis: istock/Kristina Kibler

Eine Studie zeigt: Kinder haben zu viele langlebige Chemikalien in ihrem Blut
Kinder haben zu viele langlebige Chemikalien in ihrem Blut – davor warnt das ­Umweltbundesamt (UBA) nach einer Auswertung der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. UBA-Chef Dirk Messer betonte jedoch, dass häufig noch unerforscht sei, welchen Schaden sogenannte per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS) im Körper anrichten. Da PFAS in vielen Alltagsgegenständen enthalten sind, lässt sich ein Kontakt mit diesen Chemikalien nur schwer vermeiden. Das UBA rät Verbrauchern unter anderem dazu, auf in beschichteten Kartons aufbewahrte Lebensmittel besser zu verzichten – ebenso auf schmutzabweisende Textilien wie Vorhänge oder Teppiche.
21.11.2020, Bildnachweis: istock/FamVeld

Eine Studie zeigt: Kinder, die mit Hunden im Haushalt aufwachsen, profitieren in sozialer Entwicklung
Kinder, die mit Hunden in einem Haushalt aufwachsen, profitieren in ihrer sozialen Entwicklung. Laut einer im Fachblatt Pediatric Research veröffentlichten Studie fühlen sich Kleinkinder mit Hundefreund sozial und emotional wohler als Kinder ohne Hund. Dafür genügt schon die bloße Anwesenheit des Tieres, ergab die Auswertung der Fragebögen von 686 Haushalten mit Hund und 960 ohne Hund. Regelmäßiges Gassigehen oder Spielen mit dem Vierbeiner verstärkt den Effekt. Den Grund dafür vermutet das Forscherteam der University of Western ­Australia in der stärkeren Bindung zwischen Kind und Haustier.
09.11.2020, Bildnachweis: istock/Group4 Studio

Falsche Ernährung und Übergewicht in der Schwangerschaft können bei Nachkommen das Risiko für Übergewicht, Diabetes und ADHS erhöhen
Falsche Ernährung und Übergewicht während der Schwangerschaft können bei den Nachkommen das Risiko für Übergewicht, Diabetes und ADHS erhöhen. Das sagt die Wissenschaftlerin Dr. Rachel Lippert vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke. Schätzungsweise mehr als die Hälfte der Frauen in westlichen Kulturen sei nicht gut ernährt, isst etwa zu viel Zucker oder zu wenig Gemüse. "Ziel unserer Forschung ist es, die Wirkung einer ungesunden Ernährung und eines zu hohen Körper­gewichts auf die Entwicklung und Funktion des Gehirns besser zu verstehen", sagt die Forscherin.
05.11.2020, Bildnachweis: istock/GOLFX

Seit 2004 wird in Deutschland die Grundimmunisierung gegen Windpocken (Varizellen) für Kleinkinder empfohlen und gut umgesetzt
Seit 2004 wird in Deutschland die Grundimmunisierung gegen Windpocken (Varizellen) für Kleinkinder empfohlen und gut umgesetzt. Die positive Folge: Das Robert-Koch-Institut meldet einen starken Rückgang der Erkrankungszahlen und Krankenhaus­behandlungen. Vor der Empfehlung waren es in Deutschland durchschnittlich etwa 750 000 Infektionen pro Jahr, im letzten Jahr nur noch 22 628 gemeldete Fälle.
16.10.2020, Bildnachweis: istock/Steve Debenport

Der Trend hält an und hat einen erfreulichen Tiefstand erreicht
Der Trend hält an und hat einen erfreulichen Tiefstand erreicht: Nur noch 5,6 Prozent der 12- bis 17-Jährigen geben an zu rauchen. Im Jahr 1997 waren es noch 28,1 Prozent. Das fand die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit ihrer aktuellen Befragung zur Drogenaffinität heraus, die seit den 1970er-Jahren alljährlich durchgeführt wird. Dementsprechend stieg die Quote der Jugendlichen, die noch nie in ihrem Leben geraucht haben, im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch von 85,1 Prozent.
15.10.2020, Bildnachweis: istock/cstewart

Forscher zeigen: Kinder können auch ohne Anleitung so manches Problem lösen
Kinder können auch ohne Anleitung so manches Problem lösen. Das haben australische Forscher herausgefunden und im Fachblatt Royal Society Open Science veröffentlicht. Demnach können sich zwei- bis fünfjährige Kinder den Umgang mit Werkzeugen selbst beibringen – ähnlich wie man das etwa von Affen kennt. Die Wissenschaftler gaben den Kindern eine Reihe von Rätseln, bei denen sie im Grunde ähnlich wie Menschenaffen denken und zum Beispiel Stöcke als Werkzeuge benutzen mussten. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Kinder viele der Rätsel erfolgreich lösen konnten, ohne eine Anleitung zu erhalten oder jemand anderem bei der Lösung zuzusehen. Zudem fanden sie Hinweise darauf, dass das soziale und kulturelle Umfeld einen Einfluss darauf haben könnte, wie schnell Kinder Wege finden, erfolgreich mit Werkzeug umzugehen.
26.09.2020, Bildnachweis: istock/kate_sept2004

Es wird empfohlen, Babys in den ersten vier bis sechs Monaten ausschließlich mit Muttermilch zu ernähren
Babys bekommen heute länger Muttermilch als noch vor 20 Jahren. Bei der Entlassung aus der Geburtsklinik werden 77 Prozent der Babys voll gestillt, vier Monate danach sind es noch 56 Prozent. Um die Jahrtausendwende hingegen waren es nach vier Monaten nur noch 45 Prozent. Das zeigen Daten einer aktuellen Studie zum Stillen und zur Säuglingsernährung "SuSe II" der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Noch deutlicher wird der Unterschied nach zwölf Monaten: Vor 20 Jahren wurden da nur noch 13 Prozent zumindest zeitweise gestillt, heute sind es 41 Prozent. Generell wird empfohlen, Babys in den ersten vier bis sechs Monaten ausschließlich mit Muttermilch zu ernähren.
07.09.2020, Bildnachweis: iStock/Nick Thompson

Ein Babyschrei hat seine ganz eigene Charakteristik
Rrghhhhhaaaa-rrrghaaaaaaa! Ein Babyschrei hat seine ganz eigene Charakteristik. Und jüngste Forschungen haben gezeigt, dass Väter genauso gut wie Mütter den Schrei ihres eigenen Babys erkennen können. Aber wie nun französische Forscher der Universität Lyon in einer im Fachblatt Proceedings of the Royal Society B veröffentlichten Studie herausgefunden haben, sprechen Babys eine universelle Sprache, die jeder verstehen und erlernen kann. Die Wissenschaftler konnten nämlich auch Nicht-Eltern darin schulen, den Schrei eines bestimmten Babys zu erkennen und andere zu unterscheiden. Die Autoren kommen daher zu dem Schluss, dass die Fähigkeit, einen bestimmten Babyschrei zu erkennen, unter Menschen eher universell als spezifisch für  Mutter- und Vaterschaft ist.
31.08.2020, Bildnachweis: istock / kaisersosa67

Für Jugendliche gilt eine Tagesdosis von drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht als sicher
Für Jugendliche gilt eine Tagesdosis von drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht als sicher. Knapp ein Viertel der 12- bis 17-Jährigen, die Energydrinks konsumieren, nehmen aber eine größere Menge zu sich. Das hat die zweite EsKiMo-Studie des Robert-Koch-Instituts festgestellt. Eine Getränkedose mit 250 ml enthält üblicherweise 80 mg Koffein. Ein Jugendlicher, der 50 kg wiegt, sollte maximal 150 mg Koffein zu sich nehmen. Mit zwei Dosen Energydrinks liegt er darüber. Mögliche Folgen einer Überdosierung: Übelkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit, Herzrasen und Blutdruckanstieg. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt sogar vor Todesfällen, wenn die Drinks zusammen mit Alkohol getrunken werden oder bei extremem Sport.
22.08.2020, Bildnachweis: istock/Charlie Edward

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