Angeborener Herzfehler: Die Aussichten zu überleben stehen gut
Von 1000 Neugeborenen in Deutschland kommen acht bis zehn mit einem Herzfehler zur Welt. Mehr als 95 Prozent dieser kleinen ­Pa­tienten erreichen heute dank medizinischer ­Fortschritte das Erwachsenenalter, berichtet die Deutsche Herzstiftung. 1940 erlebten höchstens 15 Prozent das Jugendalter. In keinem anderen ­Bereich der Kardiologie sank die Sterberate so stark. Die tatsächliche durchschnittliche ­Lebenserwartung der Patienten kann jedoch nicht beziffert werden. Grund ist die schlechte Datenlage: "Viele kommen als Erwachsene nicht mehr zur Nachsorge", sagt Professor Harald Kaemmerer vom Deutschen Herzzentrum München.
01.07.2020, Bildnachweis: istock/FatCamera

Um die Vorlieben des Nachwuchses zu beeinflussen, könnten Kochsendungen helfen
Pommes, Limo und danach ein Eis: Nach Ansicht vieler Kinder sieht so ein gelungenes Menü aus. Gesund ist das nicht. Um die Vorlieben des Nachwuchses positiv zu beeinflussen, könnten Kochsendungen helfen. Forscher aus den Niederlanden haben eine Show für Kinder konzipiert, in der nur Gesundes gekocht wird. Die Zuschauer griffen danach auch selbst eher zu gesunden Lebensmitteln. Die Studienergebnisse wurden im Journal of Nutrition and Behaviour veröffentlicht.
26.06.2020, Bildnachweis: istock/alvarez

Eine Studie offenbart: Kinder, die oft von den Eltern angelogen werden, neigen später ebenfalls zum Lügen
Bei dem super nervigen Spielzeug sind leider die Batterien leer? Blöd, dass sie gerade jetzt überall ausverkauft sind. Oder die Süßigkeit an der ­Kasse? Leider nicht genug Geld dabei. So was aber auch. Und nun mal Hand aufs Herz. Wer hat sich denn nicht schon einer Notlüge bedient, damit es mit dem Kind keine Diskussion gibt? Eben. Aber aufgemerkt: Kinder, die oft von ihren Eltern angelogen werden, neigen als Erwachsene ebenfalls zum Lügen und haben Anpassungs-schwierigkeiten. Das ergab eine im Fachblatt Journal of Experimental Child Psychology veröffentlichte Studie aus Singapur. Die Forscher raten Eltern daher zum Beispiel stärker auf diese Alternativen zu setzen: Gefühle anerkennen; Informationen bereitstellen, damit die Kinder wissen, was sie zu erwarten haben; Wahlmöglichkeiten anbieten und gemeinsam nach Lösungen suchen, um den Kindern am Ende ein gutes Verhalten zu entlocken.
02.06.2020, Bildnachweis: istock/skynesher

Positiver Trend: Zeiten, als Männer zur Arbeit gingen und Frauen das Haus hüteten, sind längst vorbei
Die Zeiten, als Männer zur Arbeit gingen und Frauen das Haus hüteten, sind längst vorbei. Doch wenn Kinder versorgt werden müssen, ist die Rollenverteilung noch sehr traditionell. Es gibt jedoch positive Trends: So steigt die Zahl der Väter, die wegen kranker Kinder bis zu zehn Tage lang unbezahlten Urlaub nehmen, meldet die Kaufmännische Krankenkasse. Im Jahr 2018 beanspruchten 21 Prozent der Väter dieses gesetzliche Recht. Zehn Jahre zuvor waren dazu lediglich 12 Prozent bereit.
19.05.2020, Bildnachweis: iStock/monkeybusinessimages

Forscher stellen fest: Bewegung gilt als wichtiger Faktor, um Typ-2-Diabetes zu verhindern
Mit jedem Lebensjahr bewegen sich Kinder weniger: Während Vierjährige im Schnitt noch knapp eine Stunde am Tag mäßig bis intensiv aktiv sind, fällt der Wert bei Jugendlichen mit 14 Jahren auf 40 Minuten, so das Leibniz-­­Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie. Einer der Gründe: eine ungeeignete Umwelt, etwa fehlende Parks oder Fahrradwege. Bewegung gilt als wichtiger Faktor, um Typ-2-Diabetes zu verhindern.
18.05.2020, Bildnachweis: iStock/IvonneW

Forscher geben Aufschluss darüber, was eine gesunde Familienmahlzeit ausmacht
Kinder ernähren sich gesünder, wenn sie regelmäßig zusammen mit der Familie essen. Was eine gesunde Familienmahlzeit ausmacht, haben Forscher der Universität Mannheim und des Max-Planck-Instituts für ­­Bildungsforschung bei einer ­Analyse von 50 Studien herausgefunden: Dazu gehören hochwertigere Lebens­mittel, eine gute Atmosphäre am Tisch und eine gemeinsame Vorbereitung des Essens. Zudem können Eltern als Ernährungsvorbild wirken. Darüber hinaus ist es wichtig, sich beim Essen Zeit zu lassen — und den Fernseher auszuschalten.
29.04.2020, Bildnachweis: istock/filadendron

Forscher finden heraus: Vorlesen wirkt sich langfristig positiv auf die schu­­lischen Kompetenzen aus
Wer seine Kinder früh zum Lesen anregt, muss später wohl weniger in Mathe nachhelfen. Denn das Vorlesen wirkt sich langfristig positiv auf die schu­­lischen Kompetenzen aus, haben Forscher der Universität Bamberg laut dem Fachblatt School Effectiveness and School Improve­ment herausgefunden. Kinder, deren ­Eltern sich mit ihnen schon im Vorschulalter und davor mit Büchern beschäftigt hatten, schnitten in der Studie in mathematischen Tests besser ab. "Am wichtigsten ist, dass Eltern Bücher nicht nur vorlesen, sondern mit dem Kind darüber sprechen", sagt Pädagogin Dr. Simone Lehrl, Hauptautorin der Studie. So würden Kinder spielerisch dazu angeregt, über Inhalte nachzudenken und sie besser zu verstehen.
16.04.2020, Bildnachweis: iStock/monkeybusinessimages

Kleiner Helfer: Für Kinder und Jugendliche gehört die Insulinpumpe inzwischen zur Standardtherapie
Sie ist nur wenig größer als eine Streichholzschachtel. Für Typ-1-Diabetiker besitzt die Insulinpumpe aber große Vorteile. Kinder und Jugendliche, die das unscheinbare Gerät nutzen, haben im Schnitt deutlich bessere Werte als Patienten mit Pen-Therapie, wie eine Forschergruppe im Journal of the American Medical Association berichtet. Durch die Therapie sank zudem die Zahl der Patienten mit schweren Unterzuckerungen.
03.04.2020, Bildnachweis: istock/Mark Skalny

Menschen, die bereits in der Grundschule kurzsichtig waren, haben später ein höheres Risiko für Augen­erkrankungen
Menschen, die bereits in der Grundschule kurzsichtig waren, haben später ein höheres Risiko für Augen­erkrankungen wie grauen Star oder Netzhautablösung. Studien in Asien ergaben, dass eine Therapie mit dem niedrig dosierten Wirkstoff Atropin bereits im ­Kindesalter das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit um bis zu 50 Prozent aufhalten und somit auch das Risiko für Augenleiden senken kann. Wissenschaftler der ­Klinik für Augenheilkunde der Universität Freiburg ­weisen darauf hin, dass zwei Stunden täglich im Freien das ­Risiko für Kurzsichtigkeit ebenfalls halbieren.
28.03.2020, Bildnachweis: istock/Marian Vejcik

Frohe Botschaft: Bessere Gesundheitsversorgung für die Kleinsten
Heute überleben weltweit mehr Mütter und Kinder als je zuvor. Das berichten das Kinder­hilfswerk Unicef und die Weltgesundheitsorganisation. Demnach sind die Todesfälle bei Kindern seit 2000 um fast die Hälfte zurückgegangen – bei Müttern um mehr als ein Drittel. Vor allem die verbesserte Gesundheitsversorgung machte diese Entwicklung möglich. Trotzdem gibt es noch Handlungsbedarf: 2018 starben 6,2 Millionen Kinder unter 15 Jahren, davon 5,3 Millionen unter fünf Jahren. Die größte Gefahr besteht für Mütter und Neugeborene während der Geburt sowie unmittelbar danach. Viele dieser Todesfälle ließen sich laut Unicef verhindern.
24.03.2020, Bildnachweis: istock/Rawpixel

Forscher finden heraus, dass Kinder neue Wörter besser lernen, wenn Handlung mit im Spiel ist
Brumm-brumm und wroom: Ist Handlung im Spiel, lernen Kinder neue Wörter besser. Das fanden nun Wissenschaftler der Universitäten Potsdam und Göttingen heraus. Laut der im Fachblatt The Royal Society veröffentlichten Studie präsentierten die Forscher Kindern zwischen zwei und vier Jahren verschiedene Spielzeuge mit erfundenen Namen. An die konnten sich die Kinder besser erinnern, wenn es eine mit dem Spielzeug verbundene Handlung gab. Erwachsene hingegen konnten sich die Namen auch ohne Handlung merken – was den Forschern zufolge nahelegt, dass es für Kinder wichtig ist, neue Informationen in einem weiteren Zusammenhang vermittelt zu bekommen.
21.02.2020, Bildnachweis: Istock/SerrNovik

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