Forschung: Schlaf-wach-Rhythmus von Kindern besonders lichtempfindlich
Wenn es dunkel wird, werden wir müde. Dafür sorgt das Schlaf­hormon Melatonin. For­schende der University of Colorado Boulder haben nun herausgefunden, dass der Schlaf-wach-Rhythmus von Kindern besonders lichtempfindlich ist. Mithilfe ihrer Eltern hielten 36 gesunde Kinder zwischen drei und fünf Jahren neun Nächte lang ­einen ge­nauen Schlafplan ein. Am letzten Tag durften sie vor dem Schlafengehen an einem Leuchttisch spielen. Anhand von Speichelproben untersuchte das Forschungsteam, wie viel Melatonin die Kinder ausschütteten. Dabei kam heraus: Selbst ­relativ schwaches Licht unterdrückte die Produktion von Melatonin um 69 bis 99 Prozent. Das Ergebnis bedeute nicht, dass vor dem Schlafengehen absolute Dunkelheit herrschen müsse. Eltern sollten aber darauf achten, Fernseher, Tablet und Co. rechtzeitig vor dem Schlafengehen abzuschalten und das Licht auf ein Minimum zu reduzieren, rät der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte.
Datum der Veröffentlichung: 01.07.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
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Zu wenig Schlaf kann dick machen
Jugendliche, die zu wenig schlafen, ernähren sich schlechter, zeigt eine US-Studie. 93 Teenager schliefen eine Woche lang sechseinhalb Stunden. Übermüdet griffen sie mehr zu Lebensmitteln mit Kohlehydraten und Zucker. Zu wenig Schlaf kann also dick machen, fördert Bluthochdruck sowie Zucker- Fettstoffwechselstörungen.
Datum der Veröffentlichung: 14.06.2022
Autor: Wort & Bild Verlag
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Internationalen Studie mit mehr als 1500 Frühchen, die vor der 30. Woche geboren wurden
Kommt ein Frühchen zur Welt, muss es rasch medizinisch versorgt werden. Oft wird es dann sofort nach der Geburt abgenabelt. Mediziner wollten nun wissen, ob Frühchen bessere Überlebenschancen haben, wenn der Blutfluss zwischen Mutter und Kind noch länger aufrechterhalten und die Nabelschnur zeitlich verzögert durchtrennt wird. Das prüften sie in einer internationalen randomisierten Studie mit mehr als 1500 Frühchen, die vor der 30. Woche geboren wurden. Soweit keine Komplikationen dagegen sprachen, warteten die Geburtshelfer mit dem Abklemmen der Nabelschnur mindestens eine Minute. Das Ergebnis: Wurde das Baby erst nach 60 Sekunden abgenabelt, sank das Risiko für spätere Behinderungen deutlich. Auch die Sterblichkeit innerhalb der ersten beiden Jahre war um 30 Prozent geringer als bei einem sofortigen abnabeln.
Datum der Veröffentlichung: 11.06.2022
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