Seit 2004 wird in Deutschland die Grundimmunisierung gegen Windpocken (Varizellen) für Kleinkinder empfohlen und gut umgesetzt
Seit 2004 wird in Deutschland die Grundimmunisierung gegen Windpocken (Varizellen) für Kleinkinder empfohlen und gut umgesetzt. Die positive Folge: Das Robert-Koch-Institut meldet einen starken Rückgang der Erkrankungszahlen und Krankenhaus­behandlungen. Vor der Empfehlung waren es in Deutschland durchschnittlich etwa 750 000 Infektionen pro Jahr, im letzten Jahr nur noch 22 628 gemeldete Fälle.
16.10.2020, Bildnachweis: istock/Steve Debenport

Der Trend hält an und hat einen erfreulichen Tiefstand erreicht
Der Trend hält an und hat einen erfreulichen Tiefstand erreicht: Nur noch 5,6 Prozent der 12- bis 17-Jährigen geben an zu rauchen. Im Jahr 1997 waren es noch 28,1 Prozent. Das fand die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit ihrer aktuellen Befragung zur Drogenaffinität heraus, die seit den 1970er-Jahren alljährlich durchgeführt wird. Dementsprechend stieg die Quote der Jugendlichen, die noch nie in ihrem Leben geraucht haben, im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch von 85,1 Prozent.
15.10.2020, Bildnachweis: istock/cstewart

Forscher zeigen: Kinder können auch ohne Anleitung so manches Problem lösen
Kinder können auch ohne Anleitung so manches Problem lösen. Das haben australische Forscher herausgefunden und im Fachblatt Royal Society Open Science veröffentlicht. Demnach können sich zwei- bis fünfjährige Kinder den Umgang mit Werkzeugen selbst beibringen – ähnlich wie man das etwa von Affen kennt. Die Wissenschaftler gaben den Kindern eine Reihe von Rätseln, bei denen sie im Grunde ähnlich wie Menschenaffen denken und zum Beispiel Stöcke als Werkzeuge benutzen mussten. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Kinder viele der Rätsel erfolgreich lösen konnten, ohne eine Anleitung zu erhalten oder jemand anderem bei der Lösung zuzusehen. Zudem fanden sie Hinweise darauf, dass das soziale und kulturelle Umfeld einen Einfluss darauf haben könnte, wie schnell Kinder Wege finden, erfolgreich mit Werkzeug umzugehen.
26.09.2020, Bildnachweis: istock/kate_sept2004

Es wird empfohlen, Babys in den ersten vier bis sechs Monaten ausschließlich mit Muttermilch zu ernähren
Babys bekommen heute länger Muttermilch als noch vor 20 Jahren. Bei der Entlassung aus der Geburtsklinik werden 77 Prozent der Babys voll gestillt, vier Monate danach sind es noch 56 Prozent. Um die Jahrtausendwende hingegen waren es nach vier Monaten nur noch 45 Prozent. Das zeigen Daten einer aktuellen Studie zum Stillen und zur Säuglingsernährung "SuSe II" der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Noch deutlicher wird der Unterschied nach zwölf Monaten: Vor 20 Jahren wurden da nur noch 13 Prozent zumindest zeitweise gestillt, heute sind es 41 Prozent. Generell wird empfohlen, Babys in den ersten vier bis sechs Monaten ausschließlich mit Muttermilch zu ernähren.
07.09.2020, Bildnachweis: iStock/Nick Thompson

Ein Babyschrei hat seine ganz eigene Charakteristik
Rrghhhhhaaaa-rrrghaaaaaaa! Ein Babyschrei hat seine ganz eigene Charakteristik. Und jüngste Forschungen haben gezeigt, dass Väter genauso gut wie Mütter den Schrei ihres eigenen Babys erkennen können. Aber wie nun französische Forscher der Universität Lyon in einer im Fachblatt Proceedings of the Royal Society B veröffentlichten Studie herausgefunden haben, sprechen Babys eine universelle Sprache, die jeder verstehen und erlernen kann. Die Wissenschaftler konnten nämlich auch Nicht-Eltern darin schulen, den Schrei eines bestimmten Babys zu erkennen und andere zu unterscheiden. Die Autoren kommen daher zu dem Schluss, dass die Fähigkeit, einen bestimmten Babyschrei zu erkennen, unter Menschen eher universell als spezifisch für  Mutter- und Vaterschaft ist.
31.08.2020, Bildnachweis: istock / kaisersosa67

Für Jugendliche gilt eine Tagesdosis von drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht als sicher
Für Jugendliche gilt eine Tagesdosis von drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht als sicher. Knapp ein Viertel der 12- bis 17-Jährigen, die Energydrinks konsumieren, nehmen aber eine größere Menge zu sich. Das hat die zweite EsKiMo-Studie des Robert-Koch-Instituts festgestellt. Eine Getränkedose mit 250 ml enthält üblicherweise 80 mg Koffein. Ein Jugendlicher, der 50 kg wiegt, sollte maximal 150 mg Koffein zu sich nehmen. Mit zwei Dosen Energydrinks liegt er darüber. Mögliche Folgen einer Überdosierung: Übelkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit, Herzrasen und Blutdruckanstieg. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt sogar vor Todesfällen, wenn die Drinks zusammen mit Alkohol getrunken werden oder bei extremem Sport.
22.08.2020, Bildnachweis: istock/Charlie Edward

Eine Analyse zeigt: Mit den Jahren steigt oft auch das Gewicht
Mit den Jahren steigt oft auch das Gewicht. Das gilt für viele Frauen und offenbar noch mehr für Mütter, wie eine Meta-Analyse von sechs Studien der University of Cambridge zeigt. Demnach stieg bei Frauen ohne Kinder innerhalb von 2,5 bis neun Jahren der Body-Mass-Index (BMI) um 12,3 Prozent. Das entspricht bei einer Größe von 1,64 Metern einer Gewichtszunahme von 7,5 Kilo. Bei Müttern stieg der BMI noch um etwa 1,3 Kilo mehr: Insgesamt erhöhte sich das Gewicht also um 8,8 kg. Die einzige Studie mit Männern und Vätern zu diesem Thema zeigte keine Unterschiede.
20.08.2020, Bildnachweis: istock/kali9

Besser im Haushalt keine Produkte in Spray-Form und mit Düften verwenden
Babys, die häufig mit Duft- und Reinigungsmitteln in Kontakt kommen, haben ein höheres Risiko für Asthma im Kleinkindalter. Zu diesem Fazit kommen kanadische Forscher, die die Daten von mehr als 2000 Kindern der Child-Cohort-Studie auswerteten. Besonders problematisch sind Lufterfrischer, Raumdüfte, Backofenspray und Handdesinfektionsmittel. Das Fazit: Besser im Haushalt keine Produkte in Spray-Form und mit Düften verwenden.
11.08.2020, Bildnachweis: istock/AlexRaths

Studie zeigt: Drei Möbelstücke für die meisten Sturzverletzungen bei Kleinkindern verantwortlich
Drei Möbelstücke sind für die meisten Sturzverletzungen bei Kleinkindern verantwortlich: An 86 Prozent der Unfälle sind die Couch im Wohnzimmer, das Elternbett oder ein Sessel beteiligt. Das hat die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirur­gie in Graz (Österreich) ermittelt, die 4709 dort behan­delte Unfälle von Kindern zwischen null und vier Jahren untersuchte. 41 Prozent waren Stürze aus der Ebene (stolpern, ausrutschen), 39 Prozent Stürze aus der Höhe, 20 Prozent Stürze gegen einen Gegenstand. Weil Bewegung für die Kleinsten wichtig ist, appellieren die Forscher, eher ein unfallverzeihendes Umfeld zu schaffen (Möbelstellung, Teppiche, Ecken- und Kantenschutz), als das Kind in Watte zu packen.
28.07.2020, Bildnachweis: istock/AleksandarNakic

Forscher finden heraus: Geschlecht des Kindes entscheidet der Zufall
Das Geschlecht des Kindes entscheiden nicht die Gene der Eltern, sondern der Zufall. Das hat nun ein Team von Wissenschaftlern des schwedischen Karolinska-Instituts herausgefunden – und dafür die Daten aller seit 1932 in Schweden geborenen Kinder (4,75 Millionen) und von deren ­Eltern (3,54 Millionen) analysiert. Er­geb­nis: Die genetische Veranlagung habe keinen Einfluss darauf, ob Eltern eher Jungen oder Mädchen bekommen. Die Studie wurde im Fachmaga­zin Proceedings of the Royal So­ciety B veröffentlicht.
23.07.2020, Bildnachweis: istock/StefaNicolic

Forscher haben getestet, womit das Schreiben- und Lesenlernen besser klappt
Forscher der Universität Ulm haben mit 147 Kindergartenkindern getestet, womit das Schreiben- und Lesenlernen besser klappt: Mit Stift und Papier? Mit Tastatur und Tablet? Oder mit Stift und Tablet? Die so in drei Gruppen aufgeteilten Kinder mussten 16 Buchstaben lernen, zu Worten zusammensetzen und lesen. Ergebnis: Die Kinder mit Stift und Papier konnten besser Buchstaben er­kennen, die Tasta­tur-Gruppe schnitt beim Lesen und Schreiben ganzer Worte besser ab­. Die Kinder mit Tablet und Stift waren schlechter als erwartet. Die Forscher vermuten: Die glatte Oberfläche von Tab­lets verlangt Kindern zu viel Aufmerksamkeit ab.
13.07.2020, Bildnachweis: istock/FamVeld

Angeborener Herzfehler: Die Aussichten zu überleben stehen gut
Von 1000 Neugeborenen in Deutschland kommen acht bis zehn mit einem Herzfehler zur Welt. Mehr als 95 Prozent dieser kleinen ­Pa­tienten erreichen heute dank medizinischer ­Fortschritte das Erwachsenenalter, berichtet die Deutsche Herzstiftung. 1940 erlebten höchstens 15 Prozent das Jugendalter. In keinem anderen ­Bereich der Kardiologie sank die Sterberate so stark. Die tatsächliche durchschnittliche ­Lebenserwartung der Patienten kann jedoch nicht beziffert werden. Grund ist die schlechte Datenlage: "Viele kommen als Erwachsene nicht mehr zur Nachsorge", sagt Professor Harald Kaemmerer vom Deutschen Herzzentrum München.
01.07.2020, Bildnachweis: istock/FatCamera

Um die Vorlieben des Nachwuchses zu beeinflussen, könnten Kochsendungen helfen
Pommes, Limo und danach ein Eis: Nach Ansicht vieler Kinder sieht so ein gelungenes Menü aus. Gesund ist das nicht. Um die Vorlieben des Nachwuchses positiv zu beeinflussen, könnten Kochsendungen helfen. Forscher aus den Niederlanden haben eine Show für Kinder konzipiert, in der nur Gesundes gekocht wird. Die Zuschauer griffen danach auch selbst eher zu gesunden Lebensmitteln. Die Studienergebnisse wurden im Journal of Nutrition and Behaviour veröffentlicht.
26.06.2020, Bildnachweis: istock/alvarez

Eine Studie offenbart: Kinder, die oft von den Eltern angelogen werden, neigen später ebenfalls zum Lügen
Bei dem super nervigen Spielzeug sind leider die Batterien leer? Blöd, dass sie gerade jetzt überall ausverkauft sind. Oder die Süßigkeit an der ­Kasse? Leider nicht genug Geld dabei. So was aber auch. Und nun mal Hand aufs Herz. Wer hat sich denn nicht schon einer Notlüge bedient, damit es mit dem Kind keine Diskussion gibt? Eben. Aber aufgemerkt: Kinder, die oft von ihren Eltern angelogen werden, neigen als Erwachsene ebenfalls zum Lügen und haben Anpassungs-schwierigkeiten. Das ergab eine im Fachblatt Journal of Experimental Child Psychology veröffentlichte Studie aus Singapur. Die Forscher raten Eltern daher zum Beispiel stärker auf diese Alternativen zu setzen: Gefühle anerkennen; Informationen bereitstellen, damit die Kinder wissen, was sie zu erwarten haben; Wahlmöglichkeiten anbieten und gemeinsam nach Lösungen suchen, um den Kindern am Ende ein gutes Verhalten zu entlocken.
02.06.2020, Bildnachweis: istock/skynesher

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