Neue Anlaufstelle im Web für Jugendliche und Eltern mit Informationsbedarf
Tieftraurig oder doch depressiv? Jugendliche und Eltern mit Informationsbedarf haben eine zentrale, wissenschaftlich fundierte Anlaufstelle im Web: Das Projekt "Ich bin alles" der LMU München richtet sich an Teenager sowie deren Eltern. Unter ich-bin-alles.de und in sozialen Medien berichten Heranwachsende, wie sie mit Depressionen umgegangen sind, wo sie Hilfe fanden und welche Unterstützung hilfreich war. Expertinnen und Experten erklären die Ursachen von Depressionen und wie man sie feststellt, ein Elternbereich informiert über depressive Entwicklungen, Anlaufstellen und Hilfsmöglichkeiten. Die psychische Belastung Heranwachsender steigt rapide: 15 Prozent zeigen depressive Symptome, vor der Corona-Pandemie waren es zehn Prozent.
14.01.2022, Bildnachweis: istock/cstewart

Analyse: Mehrzahl der Lebensmittel, die speziell für Kinder beworben werden, erfüllen nicht die Nährwertempfehlungen der WHO
Ob Fruchtjoghurt, Frühstücksflocken oder Kartoffelchips: Laut einer Analyse der Verbraucherorganisation Foodwatch erfüllen 85,5 Prozent von 283 Lebensmitteln, die speziell für Kinder beworben werden, nicht die Nährwertempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO — sie enthalten zu viel Zucker, Fett oder Salz. In Deutschland sind dem Robert Koch-Institut zufolge etwa 15 Prozent der Drei- bis 17-Jährigen übergewichtig, sechs Prozent fettleibig. Sie haben ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und  Herzprobleme. Deshalb: Fruchtjoghurt und Müsli aus Obst, Naturjoghurt und Haferflocken selbst zubereiten, auf Süßigkeiten und salziges Knabberzeug für Kinder möglichst verzichten!
28.12.2021, Bildnachweis: istock/E+/Happy Kids

Coronabedingt geringe Verkehrsaufkommen im Jahr 2020 wirkte sich stark auf Zahl der Verkehrsunfälle mit Minderjährigen aus
Das coronabedingt geringe Verkehrsaufkommen im Jahr 2020 hat sich besonders stark auf die Zahl der Verkehrsunfälle mit Minderjährigen ausgewirkt. Die Zahl der verunglückten Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren lag um fast 20 Prozent niedriger als im Jahr  2019 und war so gering wie noch nie seit der deutschen Wiedervereinigung. Auch die Zahl der getöteten Kinder ging zurück: Von 55 im Jahr 2019 auf 48 im vergangenen Jahr, berichtet das Statistische Bundesamt. Ein Grund für den Tiefststand dürfte die zeitweilige Schließung der Schulen sowie vieler Freizeiteinrichtungen sein.
23.12.2021, Bildnachweis: istock/FatCamera

Tipps gegen einen flachen Hinterkopf
Um dem plötzlichen Kindstod vorzubeugen, sollten Babys immer auf dem Rücken schla­fen. Aber: Liegen sie zu lange auf derselben Stelle, kann der Hinterkopf abflachen. Um vorzubeugen, hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie Tipps zusammengestellt. Sie gelten, wenn das Kind wach ist:

  • Legen Sie das Kind bei stetiger Aufsicht immer wieder auf den Bauch oder die Seite.
  • Stellen Sie das Bettchen so, dass es an den Seiten Interessantes zu sehen gibt, etwa ein Fenster oder ein Mobile. 
  • Vermeiden Sie einseitige Positionen, sprechen Sie das Baby von beiden Seiten an und füttern Sie mal von rechts, mal von links.
  • Dreht sich das Baby immer zur selben Seite, können Sie sein Köpfchen durch Handtuch­ rollen stabilisieren und behutsam zeitweise etwas wenden.

11.12.2021, Bildnachweis: istock/romrodinka

Was beim Trösten hilft? Dafür gibt der Berufsverband der Kinder­ und Jugendärzte einen Rat
Es ist zwar nur ein kleiner Piks, trotzdem kann eine Impfung Kindern Angst und Unbe­hagen bereiten. Was hilft beim Trösten? Der Berufsverband der Kinder­ und Jugendärzte gibt folgenden Rat: In der ersten Minute nach dem Spritzen sei es wich tiger, sein Kind in den Arm zu nehmen oder zu streicheln, als gleich mit ihm zu sprechen. Vor allem klei­nere Kinder seien direkt nach der Immuni­sierung noch erschreckt und womöglich gar nicht aufnahmefähig für die Worte. Darauf deute auch eine Studie aus Kanada an rund 300 Kindern zwischen vier und sechs Jahren hin. Demnach beruhigen sich 75 Prozent der Kinder binnen der ersten zwei Minuten.
30.11.2021, Bildnachweis: iStock/MarianVejcik

Eine Studie zeigt: Wahrscheinlichkeit für Kinder, an Long Covid zu erkranken, eher gering im Vergleich zu Erwachsenen
Im Vergleich zu Erwachsenen ist die Wahrscheinlichkeit für Kinder, an Long Covid zu erkranken, eher gering. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des King’s College in London. Lediglich 1,8 Prozent der an Covid-19 erkrankten Kinder hatten sich nach acht Wochen noch nicht  komplett  erholt. Kommt es doch zu Spätfolgen, sind dies vor allem Kopfschmerzen und Erschöpfung oder Riechstörungen. Neurologische Störungen wie Konzentrationsschwierigkeiten traten bei Kindern gar nicht auf. Die Zahlen könnten sich mit Mutationen des Coronavirus aber ändern, so die Studie.
23.11.2021, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

Erste Grundregel: Bei Rot stehen, bei Grün gehen
Bei Rot stehen, bei Grün gehen. Die Grundregel ist eine der ersten. Doch damit die Jüngsten verinnerlichen, wie sie sich auf Wegen und Straßen richtig verhalten, braucht es Zeit und viel Gelegenheit zu üben. "Sobald ein Kind laufen kann, sollte man es deshalb mitnehmen in den Straßenverkehr", sagt Kinderarzt Prof. Berthold Koletzko aus München. Der Vorsitzende der Stiftung Kindergesundheit rät Eltern, ihr Kind insbesondere auf Gefahren in  Wohnungsnähe aufmerksam zu machen. Denn die meisten Kinder, die als Fußgänger verunglücken, würden in einer Entfernung von weniger als 200 Metern zur Wohnungstür in den Unfall verwickelt. Am besten das Kind an die Hand nehmen, ihm Vorbild sein und ihm immer wieder das richtige Verhalten im Verkehr erklären.
04.11.2021, Bildnachweis: istock/Group4 Studio

Geschichten vorgelesen zu bekommen, kann Kindern auf der Intensivstation helfen, für eine Zeit ihre Sorgen und Schmerzen zu vergessen
Mit Bobo Siebenschläfer Geburtstag feiern oder mit Pippi Langstrumpf ins Taka-Tuka-Land reisen: Geschichten, die Kinder auf der Intensivstation vorgelesen bekommen, können ihnen helfen, zumindest für eine Zeit ihre Sorgen und Schmerzen zu vergessen. Eine kleine, in Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte US-Studie mit 41 Kindern zwischen zwei und sieben Jahren zeigte, dass Vorlesen messbare gesundheitliche Wirkungen hatte. Im Speichel der Patientinnen und Patienten wurde nach der Lese-Stunde weniger Cortisol (das sogenannte Stresshormon) und ein Anstieg an Oxytocin (das sogenannte Kuschelhormon) festgestellt. Kinder in der Kontrollgruppe wurden mit Rätseln und Aufgaben von ihren Beschwerden abgelenkt. Auch ihnen ging es danach besser – die messbaren Effekte fielen bei der Vorlesegruppe aber deutlich höher aus.
21.10.2021, Bildnachweis: iStock/monkeybusinessimages

Studie zeigt: Bakterien halten sich hartnäckig im Kindermund
Erwachsene, die unter Parodontitis leiden, übertragen die auslösenden Bakterien auf ihre Kinder. Und diese Bakterien halten sich hartnäckig im Kindermund — trotz Zähneputzen. Das belegt eine brasilianische Studie, in der Eltern und Kinder zehn Jahre lang betreut und untersucht wurden. Die Forscher raten Schwangeren und Eltern, eine Parodontitis rasch behandeln zu lassen. Eine wichtige Empfehlung auch für Menschen mit Diabetes: Sie haben ein erhöhtes Parodontitis-Risiko.
13.09.2021, Bildnachweis: istock/Chris Hepburn

Forschung zeigt: Lautäußerungen im ersten halben Jahr sehr schnell vielfältig
Es ist nicht immer das gleiche Geschrei oder Gebrabbel, das Babys in den ersten Monaten von sich geben. Vielmehr werden die Lautäußerungen im ersten halben Jahr schnell sehr vielfältig, wie Wissenschaftler:innen vom Universitätsklinikum Würzburg mit einer im Fachblatt Scientific Reports veröffentlichten Studie zeigen. Mit Kolleginnen und Kollegen aus den USA und Neuseeland untersuchten sie die Komplexität von rund 67 500 Lauten. Darunter waren sowohl Weinlaute als auch Gurr- und Brabbellaute, die Babys machen, wenn sie sich wohlfühlen. Die Wissenschaftler:innen sehen darin die Grundlage für die Vielfalt an Betonungen der späteren Sprache. Die neuen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, dass mögliche Störungen bei der Sprachentwicklung früher erkannt werden können.
08.09.2021, Bildnachweis: istock / kaisersosa67

Eine Studie zeigt: Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes in Großbritannien in den drei Monaten nach dem ersten Lockdown im März 2020 mit besseren Blutzuckerwerten
Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes in Großbritannien hatten in den drei Monaten nach dem ersten Lockdown im März 2020 bessere Blutzuckerwerte als in den drei Monaten davor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Kinderklinik Sheffield. Kindern und Eltern fiel es offenbar leichter, den Diabetes zu Hause zu managen als in der Schule und im sonstigen sozialen Umfeld. Für die Forscher ein Anlass, darauf hinzuweisen, dass Kinder mit Typ 1 im Alltag außer Haus besondere  Unterstützung brauchen, etwa von Lehrern und anderen Personen, die sie betreuen — und dass diese Unterstützung verstärkt werden sollte. Auch in Deutschland läuft die Betreuung von Kindern mit Diabetes in Schulen und Kindergärten nicht immer rund.
01.09.2021, Bildnachweis: istock / vgajic

Eine Studie zeigt: Kinder entwickeln auf lange Sicht besseres Sozialverhalten, wenn sich in ihrem Umfeld viele Grünanlagen befinden
Kinder entwickeln auf lange Sicht ein besseres Sozialverhalten, wenn sie in ihrem Umfeld viele Grünanlagen wie Parks oder Spielplätze  haben. Das legen die Ergebnisse einer australischen Langzeitstudie nahe, in der fast 5000 Kinder über einen Zeitraum von zehn Jahren regelmäßig befragt wurden. Die Autorinnen und Autoren der Arbeit, die in der Fachzeitschrift Journal of Environmental Psychology erschienen ist, plädieren daher für mehr öffentliches Grün, vor allem in schwierigen Vierteln.
31.08.2021, Bildnachweis: iStock/FamVeld

Studie zeigt: Kinder sind im Jahr 2020 im Durchschnitt um 0,3 Dioptrien kurzsichtiger geworden
Viereckig sind die Augen der Kinder im Jahr 2020 zwar nicht geworden, dafür aber im Durchschnitt um 0,3 Dioptrien kurzsichtiger. Das ergab zumindest eine chinesische Studie, die die Sehstärke von sechs- bis achtjährigen Schulkindern untersuchte. Die Ergebnisse wurden online im Fachblatt JAMA Ophthalmology veröffentlicht. Grund könnte das coronabedingte Homeschooling vor dem Bildschirm und weniger Zeit im Freien sein, vermutet das Forschungsteam. Deshalb: raus zum Spielen mit den Kindern – mindestens zwei Stunden am Tag. Das rät die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft allen Eltern jüngerer Kinder, deren Augäpfel noch wachsen. Denn beim Toben auf dem Spielplatz müssen andere Augenmuskeln arbeiten, als wenn Kinder auf einen Bildschirm schauen – ein wichtiger Ausgleich bei der Entwicklung der Sehstärke. Auch für Kleinkinder sind die unterschiedlichen Reize daher wichtig.
14.08.2021, Bildnachweis: istock/marcopasqualini

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