Kleiner Helfer: Für Kinder und Jugendliche gehört die Insulinpumpe inzwischen zur Standardtherapie
Sie ist nur wenig größer als eine Streichholzschachtel. Für Typ-1-Diabetiker besitzt die Insulinpumpe aber große Vorteile. Kinder und Jugendliche, die das unscheinbare Gerät nutzen, haben im Schnitt deutlich bessere Werte als Patienten mit Pen-Therapie, wie eine Forschergruppe im Journal of the American Medical Association berichtet. Durch die Therapie sank zudem die Zahl der Patienten mit schweren Unterzuckerungen.
03.04.2020, Bildnachweis: istock/Mark Skalny

Menschen, die bereits in der Grundschule kurzsichtig waren, haben später ein höheres Risiko für Augen­erkrankungen
Menschen, die bereits in der Grundschule kurzsichtig waren, haben später ein höheres Risiko für Augen­erkrankungen wie grauen Star oder Netzhautablösung. Studien in Asien ergaben, dass eine Therapie mit dem niedrig dosierten Wirkstoff Atropin bereits im ­Kindesalter das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit um bis zu 50 Prozent aufhalten und somit auch das Risiko für Augenleiden senken kann. Wissenschaftler der ­Klinik für Augenheilkunde der Universität Freiburg ­weisen darauf hin, dass zwei Stunden täglich im Freien das ­Risiko für Kurzsichtigkeit ebenfalls halbieren.
28.03.2020, Bildnachweis: istock/Marian Vejcik

Frohe Botschaft: Bessere Gesundheitsversorgung für die Kleinsten
Heute überleben weltweit mehr Mütter und Kinder als je zuvor. Das berichten das Kinder­hilfswerk Unicef und die Weltgesundheitsorganisation. Demnach sind die Todesfälle bei Kindern seit 2000 um fast die Hälfte zurückgegangen – bei Müttern um mehr als ein Drittel. Vor allem die verbesserte Gesundheitsversorgung machte diese Entwicklung möglich. Trotzdem gibt es noch Handlungsbedarf: 2018 starben 6,2 Millionen Kinder unter 15 Jahren, davon 5,3 Millionen unter fünf Jahren. Die größte Gefahr besteht für Mütter und Neugeborene während der Geburt sowie unmittelbar danach. Viele dieser Todesfälle ließen sich laut Unicef verhindern.
24.03.2020, Bildnachweis: istock/Rawpixel

Forscher finden heraus, dass Kinder neue Wörter besser lernen, wenn Handlung mit im Spiel ist
Brumm-brumm und wroom: Ist Handlung im Spiel, lernen Kinder neue Wörter besser. Das fanden nun Wissenschaftler der Universitäten Potsdam und Göttingen heraus. Laut der im Fachblatt The Royal Society veröffentlichten Studie präsentierten die Forscher Kindern zwischen zwei und vier Jahren verschiedene Spielzeuge mit erfundenen Namen. An die konnten sich die Kinder besser erinnern, wenn es eine mit dem Spielzeug verbundene Handlung gab. Erwachsene hingegen konnten sich die Namen auch ohne Handlung merken – was den Forschern zufolge nahelegt, dass es für Kinder wichtig ist, neue Informationen in einem weiteren Zusammenhang vermittelt zu bekommen.
21.02.2020, Bildnachweis: Istock/SerrNovik

Fehlende Bewegung steigert das Risiko für Fett­leibigkeit und Diabetes Typ 2
Spaß am Sport: Das geben Eltern ihren Kindern mit, vorausgesetzt, sie bewegen sich selbst gern. Doch da sieht es in Deutschland schlecht aus. Nur wenige Eltern erreichen die Empfehlung der Weltgesundheitsbehörde WHO. Demnach sollen Erwach­sene­­ ­wöchentlich mindestens 150 Minuten Ausdaueraktivitäten ausüben, etwa Radfahren, Joggen oder Schwimmen. Väter sind dabei motivierter als Mütter. Fehlende Bewegung steigert das Risiko für Fett­leibigkeit und Diabetes Typ 2.
30.01.2020, Bildnachweis: istock/Geber86

Eine Analyse gibt Aufschluss über das Wiegeverhalten bei Babys
Wenn es darum geht, Babys in den Arm zu legen, gibt es eine gewisse Vorliebe: Zwei von drei Menschen wiegen Babys mit dem linken Arm. Um herauszufinden, ­warum das so ist, haben Biopsychologen der Ruhr-Universität Bochum 40 Stu­dien aus den vergangenen 60 Jahren zu diesem Thema analysiert. Laut der im Fachblatt Neuroscience and Biobehavioral Reviews veröffentlichten Arbeit wird besonders ein Grund für diese Vorliebe vermutet: Emotionen werden vorrangig in der rechten Gehirnhälfte verarbeitet, die wiederum mit der linken Körperseite verknüpft ist.
17.12.2019, Bildnachweis: iStock/Mark Bowden

Eine Studie zeigt: Übergewicht kann bei Vorschulkindern die Gesundheit schädigen
Übergewicht schädigt bereits bei Vorschulkindern die Gesundheit: Vier-bis Sechsjährige, die zu dick sind, haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Bluthochdruck wie schlanke Kinder, so eine spanische Studie an fast 1800 Kleinen. Grundsätzlich hatten adipöse Kinder höhere Blutdruckwerte als schlanke. Schafften es moppelige Vierjährige jedoch, bis zum Alter von sechs Jahren abzunehmen, sank ihr Blutdruck wieder auf das Niveau von normalgewichtigen.
06.12.2019, Bildnachweis: istock/AGorohov

 

Unterwegs mit Kita-Gruppe oder Schulklasse: Für Kinder mit Typ 1 oft schwierig
Sie würden gerne am Kita-­Ausflug oder an der Klassenfahrt ­teilnehmen, doch Kinder mit Typ-1-­Diabetes ­müssen oft zu Hause bleiben. Das zeigte eine bundesweite Umfrage des Sozialpädiatrischen Zentrums an der Berliner Charité. Jedes dritte Kind in der Kita wurde schon einmal wegen des Diabetes von einer solchen Fahrt ausgeschlossen. In der Schule bis zur sechsten Klasse war es jedes sechste. Ein Grund: zu wenig professionelle Unterstützung für betroffene Kinder.
26.10.2019, Bildnachweis: istock/Imorgthand

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