Psychologen überwachten mit Aktivitätssensoren vier Tage lang die Gewohnheiten von Büroarbeitern
Dauerhaftes und zu langes Sitzen ist ungesund. Aber wie schafft man es, im Büro zwischendurch häufiger mal aufzustehen? Psychologen der niederländischen Radboud-Universität überwachten mit Aktivitätssensoren vier Tage lang die Gewohnheiten von 150 Büroarbeitern. Mehr als 100 Mal pro Tag standen sie auf – vor allem am Nachmittag. Das sei allerdings keine bewusste Entscheidung, sondern eine Gewohnheit, so die Studienautoren. Will man neue Stehgewohnheiten im Büro etablieren, sollte die Umgebung so gestaltet sein, dass man gezwungen ist, sich öfters zu erheben.
21.10.2020, Bildnachweis: istock/Andrey Popov

Radeln in der Freizeit oder auf dem Weg zur Arbeit: Bitte mit Helm!
Bloß nicht wieder aufs Auto umsteigen! Eine Langzeitstudie mit mehr als 300.000 Teilnehmern aus England und Wales bestätigt, was schon lange bekannt ist: Wer zu Fuß zur Arbeit geht, mit dem Rad oder dem Zug fährt, lebt gesünder als andere, die mit dem Auto unterwegs sind. Ein bewegter Arbeitsweg mindere etwa das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben oder eine Krebsdiagnose zu bekommen, sagen die Forscher.
25.09.2020, Bildnachweis: iStock / Jmichi

Bewegte Pause: Raus ins Grüne!
Gute Nachricht für Sportmuffel: Schon Be­wegungshäppchen zwischendurch tragen auf Dauer dazu bei, fit für den Alltag zu bleiben und Gebrechlichkeit vorzubeugen – ob es der Weg um den Block ist, Geschirrspülen oder Blumengießen. Das ergab eine Lang­zeitstudie aus Japan. So machte es keinen Unterschied, ob die Teilnehmer nur kurz oder für mindestens zehn Minuten in die Gänge kamen. "Viel Bewegung auf einmal ist nicht automatisch besser", sagt Dr. Ellen Freiberger vom Institut für Biomedizin des Alterns der Universität Erlangen-Nürnberg. "Wichtig ist vor allem, nicht zu lange am Stück zu sitzen."
04.08.2020, Bildnachweis: iStockphoto/kzenon

Forscher geben Antwort darauf, welche „Dosis“ an Spaziergang es braucht
Keine Frage. Dass Spaziergänge eine gute Sache sind, ist ja irgendwie selbstverständlich. Aber welche "Dosis" an Spaziergang braucht es, um einen positiven psycho­logischen Effekt zu erzielen? Genau diese Frage haben sich Forscher der Cornell University (USA) gestellt. Und eine Antwort gefunden: zehn Minuten. Schon nach ­dieser kurzen Zeit in der Natur verbessert sich die Stimmung deutlich, ergab ihre im Magazin Frontiers in Psychology veröffentlichte Analyse.
14.07.2020, Bildnachweis: istock/SerrNovik

Aufs Tempo drücken: Mit Musik geht's leichter
Mit Musik macht Sport mehr Spaß: Unsere Lieblingssongs lenken von der Anstrengung ab und vertreiben Langeweile. Bei Ausdauersport spielt aber auch das Tempo der Musik eine Rolle, berichten Forscher aus Italien im Fachmagazin Frontiers in Psychology. Sie hatten 19 Sportlerinnen mit unterschiedlich schneller und ohne Musik trainieren lassen. Bei Songs mit 170 bis 190 Beats per Minute (BPM/Schlägen pro Minute) nahmen sie die Anstrengung am wenigsten wahr, brachten aber die höchste Leistung. Lauflieder in diesem Tempo finden Sie im Internet. Nach Songs mit 170 BPM suchen.
08.07.2020, Bildnachweis: istock/Alter Photo

Lauflust: Aktiv werden lohnt sich
Wer regelmäßig joggt, hat eine höhere Lebenserwartung als Nichtläufer. Das bestätigt eine Meta-Analyse im British Journal of Sports Medicine, in die 14 Studien mit mehr als 230 000 Teilnehmern ein­­geschlossen waren. Generell zeigt die aktuelle Datenlage, dass die positiven Effekte auf die Gesundheit mit Dauer und Intensität der Bewegung zunehmen. Die Welt­gesundheitsorganisation zum Beispiel empfiehlt mindestens 150 Minuten Ausdauertraining pro Woche bei moderater Intensität.
25.05.2020, Bildnachweis: istock/Casarsa

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