Aufs Tempo drücken: Mit Musik geht's leichter
Mit Musik macht Sport mehr Spaß: Unsere Lieblingssongs lenken von der Anstrengung ab und vertreiben Langeweile. Bei Ausdauersport spielt aber auch das Tempo der Musik eine Rolle, berichten Forscher aus Italien im Fachmagazin Frontiers in Psychology. Sie hatten 19 Sportlerinnen mit unterschiedlich schneller und ohne Musik trainieren lassen. Bei Songs mit 170 bis 190 Beats per Minute (BPM/Schlägen pro Minute) nahmen sie die Anstrengung am wenigsten wahr, brachten aber die höchste Leistung. Lauflieder in diesem Tempo finden Sie im Internet. Nach Songs mit 170 BPM suchen.
08.07.2020, Bildnachweis: istock/Alter Photo

Lauflust: Aktiv werden lohnt sich
Wer regelmäßig joggt, hat eine höhere Lebenserwartung als Nichtläufer. Das bestätigt eine Meta-Analyse im British Journal of Sports Medicine, in die 14 Studien mit mehr als 230 000 Teilnehmern ein­­geschlossen waren. Generell zeigt die aktuelle Datenlage, dass die positiven Effekte auf die Gesundheit mit Dauer und Intensität der Bewegung zunehmen. Die Welt­gesundheitsorganisation zum Beispiel empfiehlt mindestens 150 Minuten Ausdauertraining pro Woche bei moderater Intensität.
25.05.2020, Bildnachweis: istock/Casarsa

Gut für die Stimmung: Ein flotte Runde mit dem Fahrrad im Grünen
Dass regelmäßige Bewegung den Verlauf einer Depression positiv beeinflussen kann, gilt zunehmend als gesichert. Wie Forscher der Harvard Medical School (USA) herausfanden, können auch Patienten, bei denen mehrere Gen­varianten das Risiko für eine Depression erhöhen, davon profitieren. Die Wissenschaftler werteten Biobankdaten von rund 8000 Teilnehmern mit entsprechenden Merkmalen aus, denen Fragen zu ihrem Lebensstil gestellt wurden. Jene, die nach eigener Aussage in höherem Maß körperlich aktiv waren, erlitten seltener eine depressive ­Phase. Das Untersuchungsergebnis wurde im ­Fach­magazin Depression and Anxiety veröffentlicht.
24.04.2020, Bildnachweis: iStock/bowdenimages

Eine Studie zeigt: 2000 Schritte mehr am Tag können die Schlafqualität erhöhen
2000 Schritte mehr am Tag können den Nachtschlaf zwar nicht verlängern, die Schlafqualität aber erhöhen. Zu diesem Ergebnis kamen ­Psychologen der Brandeis University in Massachusetts (USA). Für eine Studie forderten sie 59 Freiwillige auf, vier Wochen lang täglich diese zusätzliche Bewegungseinheit zu absol­vieren. Probanden, denen das gelang, schliefen anschließend besser. Bei Frauen war der Effekt stärker ausgeprägt als bei Männern.
23.04.2020, Bildnachweis: iStock/Elitsa Deykova

Ein prima Mittel gegen Typ-2-Diabetes lautet also: in Bewegung bleiben
Runter vom Sofa! Denn schon eine zweiwöchige Bewegungspause schadet dem ­Körper, zeigt eine aktuelle britische Studie. 28 gesunde junge Erwachsene änderten für 14 Tage ihren Lebensstil: Sie legten deutlich weniger Schritte zurück als sonst und saßen täglich im Schnitt über eineinhalb Stunden mehr. Das Ergebnis: Ihre Herzleistung verschlechterte sich, ihre Zellen reagierten weniger gut auf Insulin. Ein prima Mittel gegen Typ-2-Diabetes lautet also: in Bewegung bleiben — etwa möglichst viel zu Fuß erledigen.
26.03.2020, Bildnachweis: istock/Alter Photo

Laut WHO sollten Erwachsene sich mindestens 150 Minuten pro Woche moderat bis intensiv bewegen
Ein Hund als Haustier kann helfen, das Herz gesund zu halten. Das zeigen erste Ergebnisse einer Langzeitstudie in der tschechischen Stadt Brünn mit fast 1800 Teilnehmern: Hundebesitzer bewegen sich im Schnitt am meisten, ernähren sich am gesündesten und haben am häufigsten optimale Blutzuckerwerte. Ihr Risiko für Herz-Gefäß-Erkrankungen ist daher niedriger als bei Menschen, die ein anderes oder kein Haustier haben. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt Mayo Clinic Proceedings: Innovations, Quality & Outcomes veröffentlicht. Laut WHO sollten Erwachsene sich mindestens 150 Minuten pro Woche moderat bis intensiv bewegen. Wer mit seinem Hund regelmäßig flott Gassi geht, übertrifft das leicht.
09.03.2020, Bildnachweis: istock/kosamtu

 

Forscher finden heraus, dass Schrittzähler zu mehr Bewegung motivieren können
Schrittzähler motivieren zu mehr Bewegung. Das fanden britische und norwegische Forscher in zwei Studien, veröffentlicht im Fachmagazin PLOS Medicine, mit rund 1300 Teilnehmern heraus. Wer zwölf Monate lang einen Schrittzähler nutzte, war vier Jahre später noch wesentlich aktiver als die Kontrollgruppe, hatte weniger Knochenbrüche und ein gesünderes Herz.
20.02.2020, Bildnachweis: iStock/pchoui

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