Studie zeigt: Wunsch, weiter fit für den Alltag zu sein sehr groß
Anfangen ist gut. Aber dabeibleiben ist besser. US-Forscher wollten von körperlich aktiven Senioren wissen, was sie auf Dauer antreibt. An erster Stelle nannten die Studienteilnehmer den Wunsch, weiter fit für den Alltag zu sein. Hinzu kam die Freude an der Bewegung. Um bei der Stange zu bleiben, waren den Befragten auch gute Angebote vor Ort und regelmäßige Termine wichtig. Tipp von Expertin Ute Blessing vom Deutschen Olympischen Sportbund: "Vereine bieten teilweise wieder Gruppen unter Corona-Bedingungen an."
07.12.2020, Bildnachweis: iStock/Fat Camera

Sich bewegen: Hält fit und spart langfristig Geld
Wer körperlich aktiv ist, verursacht geringere Kosten für das Gesundheitssystem. Aber auch die privaten Gesundheitsausgaben sinken wie beispielsweise für bestimmte Medikamente, Physiotherapie oder Behandlungen. Das fanden Forscher der Deutschen Sporthochschule Köln heraus. Sie untersuchten Daten von mehr als 94 000 Menschen über 50 Jahren in 16 europäischen Ländern. Etwa 38 Prozent waren nie oder fast nie körperlich aktiv. Rund 70 Prozent der Befragten gaben an, dass sie im vergangenen Jahr Geld für ihre Gesundheit ausgegeben hatten. Im Durchschnitt aller Länder waren es 211,88 Euro pro Person. Körperlich Aktive sparten dabei je nach Land maximal zwischen 26 und 37 Euro ein, am meisten jene, die sich einmal pro Woche bewegten. "Die Daten zeigen: Es ist wichtig, nicht körperlich inaktiv zu werden", sagt Studienautor Sören Dallmeyer. Wer das schafft, senkt nicht nur die Ausgaben ein wenig, vor allem seine Gesundheit profitiert.
27.11.2020, Bildnachweis: istock/gorodenkoff

Eine Studie zeigt: Viel Sitzen erhöht Risiko zur Erkrankung an Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes
Je mehr Stunden am Tag jemand sitzt oder fernsieht, desto höher ist sein Risiko, an Typ-2-Diabetes oder an Bluthochdruck zu erkranken. Das zeigt eine Analyse von 58 Studien mit mehr als einer Million Teilnehmern. Auch Übergewicht und Adipositas sind laut der ­Analyse eine mögliche Folge des sess­haften Lebensstils. Ob umgekehrt eine Verringerung der täglichen Sitzzeit chronischen Krankheiten vorbeugt, müssen weitere Studien ­klären, so die Forscher.
23.11.2020, Bildnachweis: iStock/Cecilie Arcurs

Psychologen überwachten mit Aktivitätssensoren vier Tage lang die Gewohnheiten von Büroarbeitern
Dauerhaftes und zu langes Sitzen ist ungesund. Aber wie schafft man es, im Büro zwischendurch häufiger mal aufzustehen? Psychologen der niederländischen Radboud-Universität überwachten mit Aktivitätssensoren vier Tage lang die Gewohnheiten von 150 Büroarbeitern. Mehr als 100 Mal pro Tag standen sie auf – vor allem am Nachmittag. Das sei allerdings keine bewusste Entscheidung, sondern eine Gewohnheit, so die Studienautoren. Will man neue Stehgewohnheiten im Büro etablieren, sollte die Umgebung so gestaltet sein, dass man gezwungen ist, sich öfters zu erheben.
21.10.2020, Bildnachweis: istock/Andrey Popov

Radeln in der Freizeit oder auf dem Weg zur Arbeit: Bitte mit Helm!
Bloß nicht wieder aufs Auto umsteigen! Eine Langzeitstudie mit mehr als 300.000 Teilnehmern aus England und Wales bestätigt, was schon lange bekannt ist: Wer zu Fuß zur Arbeit geht, mit dem Rad oder dem Zug fährt, lebt gesünder als andere, die mit dem Auto unterwegs sind. Ein bewegter Arbeitsweg mindere etwa das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben oder eine Krebsdiagnose zu bekommen, sagen die Forscher.
25.09.2020, Bildnachweis: iStock / Jmichi

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