Studie zeigt: Kalorienzufuhr reduzieren mit vielen positiven Effekten
Wenn normalgewichtige Menschen Kalorien sparen, wirkt sich das positiv auf die Cholesterinwerte, den Blutdruck und das Ansprechen der Zellen auf Insulin aus. Das ergab eine Studie im Fachblatt The Lancet Diabetes & Endocrinology. Die Hälfte der 258 Probanden hatte über zwei Jahre ihre Kalorienzufuhr im Schnitt um etwa zwölf Prozent reduziert.
15.01.2020, Bildnachweis: iStock/Squaredpixels

Forscher bestätigen: Spinat macht offenbar stark
Popeye hatte recht: Spinat macht offenbar stark, wie Forscher der Freien Universität Berlin in Archives of Toxicology berichten. Ursache ist der Inhaltsstoff Ecdysteron. Für die Untersuchung ließen die Wissenschaftler Testpersonen zehn Wochen lang Gewichte stemmen. Einige Probanden erhielten zusätzlich die Substanz Ecdysteron, andere ein wirkstofffreies Präparat. In der ersten Gruppe verdreifachte sich der Kraftzuwachs. Einige Experten plädieren daher dafür, Ecdysteron auf die Doping­liste zu setzen. Das Gemüse selbst wird dort aber nicht landen: Um die in der Studie untersuchte Dosis zu erreichen, müsste man – je nach Sorte – täglich etwa zwei Kilo Spinat essen.
09.01.2020, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

Essbare Insekten: Ungewohnt, aber gesund
Essbare Insekten, die in vielen Regionen der Welt auf dem Speiseplan stehen, enthalten viel Eiweiß, gesunde Fettsäuren, Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe. Nun haben italienische Forscher erstmals den Antioxidanziengehalt essbarer Insekten gemessen. Wie sie im Fachblatt Frontiers in Nutrition schreiben, enthalten Extrakte von Heuschrecken, Seidenraupen und Grillen fünfmal mehr Antioxidanzien als frischer Orangensaft.
31.12.2019, Bildnachweis: istock/stockphototrends

Eine Studie zeigt, warum ein Apfel am Tag gut für die Gesundheit ist
Auch wenn das fünf Euro fürs Phrasenschwein gibt: Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern. Sagt man. Aber warum nur? Wie nun Forscher der Universität von Graz in einer im Fachblatt Frontiers in Microbiology veröffentlichten Studie herausgefunden haben, liegt das nicht nur an den Vitaminen im Apfel. Vielmehr soll etwas ganz anderes Einfluss auf unsere Gesundheit haben: die über 100 Millionen Bakterien, die sich auf und in ­­einem Apfel finden. Denn diese Mikro­organismen besiedeln den Wissenschaftlern zufolge nach dem Apfelgenuss vorübergehend unseren Darm und halten so eine gesunde Darm­flora aufrecht. Und: Bio-Äpfel schnitten in der Studie ­etwas besser ab. Im Vergleich zu konventionell angebauten Äpfeln haben sie eine vielfälti­gere und ausgewogene Bakterien­­gemeinschaft, so die Forscher.
21.12.2019, Bildnachweis: istock/romrodinka

Die Abneigung gegen unbekannte Nahrung kann die Gesundheit beeinträchtigen
Nichts Grünes, nichts Rotes und schon gar nichts, was man nicht kennt: Viele Menschen, ob jung oder alt, weigern sich, etwas Unbekanntes zu essen. Diese Haltung hat einen Namen: Food-Neophobia – und die kann die Gesundheit beeinträchtigen. Das fanden Forscher in Finnland jetzt mit einer Studie ­heraus: Je ausgeprägter die Ablehnung gegen Neues auf dem Teller war, desto ein­seitiger ernährten sich die Teilnehmer. Sie nahmen im Schnitt weniger Ballaststoffe und mehr gesättigte Fette auf und hatten höhere Entzündungswerte als die aufgeschlosseneren Probanden. Dies erhöht das Risiko für chronische Erkrankungen und Fettleibigkeit. Die Ergebnisse wurden im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht.
20.12.2019, Bildnachweis: istock/bhofack2

Forscher finden heraus: Überwiegend pflanzliche Ernährung hilft, sein Gewicht langfristig zu halten
Wer sein Gewicht langfristig halten will, ist mit überwiegend pflanzlicher Ernährung gut beraten. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher im American Journal of Clinical Nutrition. Sie hatten Daten von fast 127 000 Erwachsenen untersucht. Je mehr Gemüse, Obst und Vollkornprodukte die Probanden verzehrten, umso weniger nahmen sie in vier Jahren zu.
09.12.2019, Bildnachweis: istock/Sarsmis

Eine Studie zeigt: Pflanzliche Kost kann vor Typ 2 schützen
Menschen mit einem hohen Anteil an pflanzlicher Kost in ihrer Ernährung erkranken seltener an Typ-2-Diabetes. Das zeigen ­Beobachtungsstudien mit mehr als 300.000 Erwachsenen. Verantwortlich für den schützenden Effekt sind unter anderem Ballast­stoffe, die in Gemüse, Obst und im Vollkorn­­getreide stecken. Ballaststoffe verlangsamen die Aufnahme von Zucker aus dem Darm ins Blut. Vegetarier, die vorwiegend Nudeln oder Reis essen und nicht die Vollkornvariante ­wählen, profitieren möglicherweise weniger.
07.12.2019, Bildnachweis: iStock/Shorrocks

Fettige Versuchung: Gegen Essanfälle hilft es, die Willenskraft zu stärken
Pizza, Pommes, Eis: Menschen, die unter unkontrollierten Ess­attacken leiden, können da kaum widerstehen. Besser gelingt das mit professioneller Unterstützung. In einer Studie von Forschern des Uniklinikums Tübingen hatten die Teilnehmer ihr Lieblings­nahrungsmittel vor sich, durften es aber nur anschauen. Nach drei Monaten Training konnten sie ihr Essverhalten besser steuern und waren weniger depressiv. Das schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Psychotherapy and Psychosomatics.
26.11.2019, Bildnachweis: iStock/Deagreez

Eine Studie zeigt: Selbst kochen kann nicht nur zu einem gesünderen, sondern auch leichteren Leben führen
Wer selbst kocht, lebt offenbar nicht nur gesünder, sondern auch leichter. In einer Studie wurden Selbstbrutzler mit Personen verglichen, die häufig stark verarbeitete Nahrungsmittel essen. Diese nahmen 500 Kalorien täglich mehr zu sich, hauptsächlich in Form von Fett und Kohlen­hydraten. Binnen zwei Wochen legten sie auch fast ein Kilogramm zu, schreibt das National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (USA) im Fachblatt Cell Metabolism.
07.11.2019, Bildnachweis: istock/Halfpoint

Eine gesunde Ernährung ist auch im Alter sehr wichtig
Schlechtes Zeugnis für Chips und Cornflakes: Je mehr industriell verarbeitete Lebensmitteln Senioren essen, desto höher ist ihr Risiko, gebrechlich zu werden. Darauf deutet eine spanische Langzeitstudie mit rund 1800 Teilnehmern hin. Fertigprodukte enthalten natürliche Zu­taten oft nur in stark veränderter Form – und zudem meist viel ­Zucker, Salz und ungesunde Fette.
25.10.2019, Bildnachweis: iStock/Mayer Kleinostheim

Eine Studie zeigt, dass Krankenhauspatienten von individuell abgestimmte Ernährungspläne profitieren
Patienten profitieren von individuell abgestimmten Ernährungsplänen im Krankenhaus. Das ergab eine Studie im Fachmagazin Lancet mit mehr als 2000 Teilnehmern. Eine Hälfte erhielt die übliche Klinikkost, die andere auf persönliche Bedürfnisse der Patienten abgestimmtes Essen. Letztere Gruppe erreichte insgesamt bessere klinische Ergebnisse, sogar die Über­lebensrate war höher.
23.10.2019, Bildnachweis: iStock/thelinke

Studien zeigen, dass hochverarbeitetes Fast Food das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöht
Gesundes selbst zu kochen lohnt sich: Laut dem ­Fachmagazin British Medical Journal zeigen zwei große internationale Studien, dass hochverarbeitetes Fast Food, Snacks oder süße Getränke unter anderem das Risiko für bestimmte Herzerkrankungen und für Schlaganfälle erhöhen — und damit auch die Gefahr, frühzeitig zu sterben. Selbst zubereitete Gerichte aus frischen, ­naturbelassenen Lebensmitteln dagegen senken diese Risiken, so die ­Forscher. Also: Ran an den Herd!
15.10.2019, Bildnachweis: iStock/ariwasabi

Haselnüsse enthalten wertvolle Fettsäuren
Sie sind gesund, aber wegen des hohen Fettgehalts sehr kalorienreich. Dass Nüsse das Gewicht trotzdem günstig beeinflussen können, legt die europä­­ische EPIC-Studie nahe, für die fast 400 000 Erwachsene aus zehn Ländern befragt wurden. Wie die Autoren im European Journal of Nutrition schreiben, nahmen Menschen, die Nüsse aßen, in fünf Jahren weniger zu und wurden seltener übergewichtig, als jene, die keine Nüsse aßen. Die Ursache für den Zusammenhang klärt die Studie nicht.
09.10.2019, Bildnachweis: istock/Andrelix

Eine Untersuchung sieht einen Zusammenhang zwischen Sondernageboten im Supermarkt und dem Kampf mit überflüssigen Pfunden
Wer im Supermarkt viele Sonderangebote einkauft, kämpft eher mit überflüssigen Pfunden. Diesen Zusammenhang zeigt eine Untersuchung der britischen Stiftung Cancer Research UK: Vor allem Nahrungsmittel wie Chips, Schokoriegel oder Energydrinks mit viel Fett, Salz oder Zucker werden demnach als Sonderangebot gekauft – zulasten gesunder Lebensmittel.
26.09.2019, Bildnachweis: istock/Freer Law

 

Signalfarben: Eine Ampel hilft, gesund zu essen
Grün steht für gesunden Genuss, Rot für Schlemmereien, die man schon mal bereut. Dass ein Ampelsystem uns auch in der Kantine lenken kann, haben britische Forscher der Queen Mary Universität in London gezeigt. Die Arbeitnehmer entschieden sich in einem Test eher für die grüne Ampel, die ein gesundes oder nachhaltiges Menü kennzeichnete, so die Forscher in Appetite.
04.09.2019, Bildnachweis: istock/talaj

Pflanzenkost: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 400 Gramm Gemüse pro Tag
Was wir essen, wirkt sich nicht nur auf unseren Körper aus – es könnte auch unser seelisches Empfinden beeinflussen. Einen möglichen Zusammenhang zwischen Ernährung und Psyche legt eine Studie mit 50 000 Menschen in Groß­britannien nahe, veröffentlicht im Fachmagazin Social Science and Medicine. Die Teilnehmer wurden über einen längeren Zeitraum zu ihren Essgewohnheiten und ihrem Gemütszustand befragt. Das Ergebnis: Je mehr Obst und Gemüse die Menschen aßen, desto besser fühlten sie sich psychisch.
22.08.2019, Bildnachweis: istock/valentinrussanov

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