Forscher stellt fest: Gefastet wird unabhängig vom Alter in allen Schichten und Milieus
Gefastet wird unabhängig vom Alter in allen Schichten und Milieus", weiß der Religionssoziologe Patrick Heiser von der Fernuniversität in Hagen. Das gilt nicht nur in der Zeit vor Ostern, wie seine Umfrage mit rund 2000 Menschen zeigte. Das Ziel: "Sich körperlich und seelisch besser zu fühlen." Zur alten Tradition kommen heute neue Aspekte hinzu, wie der Verzicht aufs Autofahren oder das sogenannte Datenfasten in der Freizeit – wenn Computer, Internet und Fernseher ausgeschaltet bleiben. "Das Fasten wird damit zur Konsum­kritik und entsprechend mit Bedeutung versehen", so Heiser.
09.10.2020, Bildnachweis: istock/Pekic

Nie geraucht und trotzdem lungenkrank? Bei manchen Patienten mit chronischer Bronchitis ist das so
Nie geraucht und trotzdem lungenkrank? Bei manchen Patienten mit chronischer Bronchitis ist das so. Das kann an Belastungen im Beruf und an Luftverschmutzung liegen. Aber auch die Ernährung könnte eine Rolle spielen, sagt ein britisch-­kanadisches Forscherteam, das Studien zum ­­Thema gesichtet hat. So wirken sich viel Obst und Gemüse möglicherweise günstig auf das Risiko einer chronischen Bronchitis aus. Die Experten erklären das unter anderem mit der entzündungshemmenden Wirkung von Pflanzenkost.
30.09.2020, Bildnachweis: iStock/Antonio Guillem

Eine Studie zeigt: Ernährung nimmt einen gewissen Einfluss auf die Spermaqualität
Urologen aus Dänemark und den USA haben die Spermaqualität und die Ernährungsweise von 3000 Männern im Alter von 19 Jahren untersucht, die sich in Kopenhagen zur Musterung vorstellten. Das Ergebnis: Die Gruppe, die sich am gesündesten ernährte, hatte deutlich mehr Spermien pro Ejakulat als die anderen, nämlich durchschnittlich etwa 167 Millionen. Bei der Gruppe, die sich am schlechtesten ernährte, fanden sich im Schnitt nur 122 Millionen. Auch wenn die Kausalität nicht bewiesen ist, nehme die Ernährung doch einen gewissen Einfluss, so das Fazit der Studienautoren.
15.09.2020, Bildnachweis: istock/Sarsmis

 

Eine Studie zeigt positive Effekte auf das Herz bei pflanzlicher Ernährungsweise
Was Obst und Gemüse alles können! Eine Ernährungsweise, die überwiegend pflanzlich ist, kann das Risiko für Herzinfarkte senken. Effekte auf das Herz zeigten sich in einer ­Studie, die in der Fachzeitschrift Annals of Internal ­­Medicine veröffentlicht wurde, schon nach acht Wochen. Auch dem ­Gehirn tut Gesundes gut: Obst, das reichlich Flavo­noide ­enthält, etwa Beeren, Äpfel oder Birnen, kann das Risiko für eine Demenz verringern, ergab eine US-Studie. Schwarzer und grüner Tee hätten ebenfalls diese positive Wirkung.
24.08.2020, Bildnachweis: iStock/Shorrocks

Eine Untersuchung zeigt: Müslis und Frühstücksflocken meist viel zu süß
Von wegen gesund! Müslis und Frühstücksflocken für Kinder in Deutschland sind vor allem eins: viel zu zuckerhaltig. Fast alle Produkte liegen über dem ohnehin schon sehr hohen Grenzwert der WHO von maximal 15 Gramm Zucker pro 100 Gramm. Das gilt nicht nur für Cerea­lien, die speziell für Kinder hergestellt werden. Auch andere Cornflakes, Müslis und Flocken sind meist viel zu süß. Dies ergab eine Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung, die der AOK-Bundesverband in Auftrag gegeben hatte. Insgesamt wurden 1400 Produkte getestet.
10.08.2020, Bildnachweis: iStock/aldomurillo

Stimmungsmacher: mediterrane Kost
Gesunde Ernährung beugt Herz- und Gefäßleiden vor, senkt das Risiko für Demenz und vermutlich auch für eine Reihe von Krebserkrankungen. Jetzt fanden US-Forscher in einer Langzeitstudie mit Senioren heraus: Wer seinen Speiseplan nach dem Vorbild der klassischen Mittelmeerküche gestaltet, läuft zudem weniger Gefahr, im Alter an einer Depression zu erkranken. Zur mediterranen Kost zählen viel Gemüse, pflanzliche Öle, Kerne und ­Nüsse – aber wenig Fleisch. Unklar ist noch, über welche Mechanismen dieser Mix auf die Psyche wirkt.
16.07.2020, Bildnachweis: istock/Katarzyna Bialasiewicz Photographee.eu

Die Zuckersteuer in Großbritannien wird mittlerweile positiv gesehen
Seit April 2018 erhebt Großbritannien eine Steuer auf zucker­haltige Softdrinks: 21 Cent pro Liter fallen bei Getränken mit mindestens fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter an, 33 Cent ab acht Gramm. Dadurch hat sich nicht nur der Absatz dieser ­Softdrinks deutlich verringert. Auch 60 Prozent der Getränkehersteller sehen die Steuer inzwischen positiv. Vor ­Einführung hatten die meisten sie noch vehement abgelehnt.
03.07.2020, Bildnachweis: istock/Charlie Edward

Gesunder Augenschmaus: Mediterrane Kost mit viel Gemüse kann Ernährungsrisiken senken
Menschen, die regelmäßig Gemüse, Fisch und Olivenöl zu sich nehmen, erleiden deutlich seltener eine alters­bedingte Makuladegeneration (AMD). Das ergab eine Studie mit rund 5000 Senioren im Fachmagazin Ophthal­­mology. Die AMD schädigt einen bestimmten Bereich der Netzhaut, die sogenannte Makula. Die Sehkraft im zentralen Sichtfeld wird immer schlechter, deshalb können Gesichter oft kaum mehr erkannt werden.
16.06.2020, Bildnachweis: iStock/Halfpoint

Eine Studie zeigt: Essverhalten auch abhängig von Freuenden in sozialen Netzwerken
Was wir essen, hängt auch davon ab, mit wem wir auf sozialen Medien befreundet sind. Das zeigte eine Studie der Aston University im britischen Birmingham. Studienteilnehmer kopierten nicht nur das Essverhalten ihrer sozialen Freunde. Sie versuchten auch, diese zu übertreffen: Wer annahm, dass seine Freunde fünfmal am Tag Obst und Gemüse verzehrten, aß selbst eine Extra-Portion davon. Der Effekt zeigte sich auch bei ungesunder Ernährung: Wer meinte, dass Freunde dreimal täglich zu Junkfood griffen, aß selbst auch mehr davon.
11.06.2020, Bildnachweis: istock_Thomasandreas

Studien beweisen: Kaffee schützt vor Typ-2-Diabetes
Dass Kaffee vor Typ-2-Diabetes schützt, hatten Studien bereits bewiesen. Die neue Erkenntnis einer schwedischen Forschergruppe: Der gute alte Filterkaffee scheint besonders effektiv zu sein. Zwei bis drei Tassen pro Tag senken, so die Forscher, das Erkrankungsrisiko um 60 Prozent gegenüber Menschen, die weniger trinken. Wichtig: den Zucker weglassen!
28.05.2020, Bildnachweis: istock/skyneseher

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG