Drei Fachgesellschaften legen eine konkrete Obergrenze für den täglichen Konsum von Zucker fest
Zu viel Zucker ist ungesund. Aber was ist zu viel? Drei Fachgesellschaften haben sich nun auf eine konkrete Obergrenze für den täglichen Konsum des süßen Stoffs festgelegt. Nach einem Konsen­sus­papier der Deutschen Adipositas Gesellschaft, der Deutschen Diabetes Gesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind maximal 50 Gramm genug – inklusive der in Fertigprodukten versteckten Zuckerarten. Das entspricht etwa zehn Prozent eines täg­lichen Bedarfs von 2000 Kilo­kalorien. Sehr kritisch bewerten die Fach­gesellschaften den Konsum zuckerhaltiger Getränke. In Deutschland nehmen Jugend­liche und junge Erwachsene unter anderem dadurch sehr hohe Mengen Zucker auf (bis zu 18 Prozent des täg­­lichen Kalorienbedarfs). Gesünder: Wasser oder ungesüßter Tee und eine vollwertige Ernährung.
03.06.2019, Bildnachweis: istock/Yelena Yemchuck

Forscher finden heraus: Wer viel volles Korn, Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst isst, lebt länger und gesünder
Volles Korn, Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst: Wer davon viel isst, lebt länger und gesünder. Das zeigten Forscher aus Neuseeland in einer Überblicksstudie im Fachblatt Lancet. Menschen, die besonders viele Ballaststoffe und Vollkornprodukte zu sich nehmen, haben demnach im Vergleich zu jenen, die besonders wenig davon konsumieren, ein um 15 bis 30 Prozent niedrigeres Risiko für einen vorzeitigen Tod sowie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes und Darmkrebs. Eine einfache Möglichkeit, seinen Speiseplan entsprechend zu bereichern: bei Brot, Nudeln und Reis die Vollkorn-Variante wählen. Viele Ballaststoffe enthalten auch Blumenkohl, Brokkoli, Karotten, Paprika, Rote Bete sowie Beerenfrüchte.
27.05.2019, Bildnachweis: iStock/aldomurillo

Tipp zum Abnehmen: Beim Kauf das Etikett studieren
Unstillbaren Heißhunger auf Pizza und Pommes? Ein Blick auf die Nährwertangaben genügt offenbar, damit die Lust schwindet. Das Wissen um den Energiegehalt beeinflusst unseren Appetit, sagen Forscher des Dartmouth College (USA). In ihrer im Fachmagazin PLoS One veröffentlichten Studie servierten sie Testpersonen diverse Nahrungsmittel. Mit Kalorienangaben war die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmer zugreifen wollten, geringer, als wenn sie diese nicht kannten.
16.05.2019, Bildnachweis: istock/gpointstudio

Fleischeslust: Wer maßvoll genießt, lebt gesünder
Vier Wochen lang täglich ein Steak oder zwei Hamburger essen – diesem Experiment unterzogen sich 113 Männer und Frauen im Dienst der Wissenschaft. Das Ergebnis: Durch das viele Fleisch stieg der Spiegel von Stoffwechsel­produkten, die vermutlich das Herz schädigen, auf das Dreifache an. Wechselten die Testesser auf Geflügel oder Gemüse, sanken die Werte schnell wieder. Die Studie wurde im European Heart Journal veröffentlicht.
06.05.2019, Bildnachweis: iStock/amenic181

Forscher finden heraus: Menge an zugeführten Kohlenhydraten scheint sich auf Abnehmerfolg auszuwirken
Wer wenig Kohlenhydrate isst, nimmt offenbar leichter ab. Denn der Körper benötigt dann mehr Energie für die Verdauung, als wenn viele Kohlenhydrate zugeführt werden. Das fanden Forscher in Boston (USA) heraus. Für ihre Untersuchung ermittelten sie den Energieumsatz von 164 Über­gewichtigen nach einer Ernährungsumstellung. Aufgeteilt in drei Gruppen, verzehrten sie 20 Wochen lang entweder Speisen mit hohem, mittlerem oder geringem Kohlenhydratanteil. In letzterer Gruppe hatte sich auch der Stoffwechsel positiv verändert, berichten die Forscher im British Medical Journal.
29.04.2019, Bildnachweis: istock/Rasulovs

Softdrinks: Ob mit Zucker oder künstlicher Süße – immer nur maßvoll genießen
Zucker­ersatzstoffe sind in. Viele gesundheits­bewusste Menschen greifen deshalb zu alternativen natürlichen oder künstlichen Süßungsmitteln. Laut Forschern der Universität Freiburg ist das aber weder für Erwachsene noch für Kinder eindeutig gesund­heitsfördernd. Das ergab die Auswertung von 56 Einzelstudien. Die Ergebnisse wurden im British Medical Journal veröffentlicht.
15.04.2019, Bildnachweis: istock/sockfotocz

Gesunde Ernährung ist gerade im hohen Alter wichtig
Mehr Schutz für Herz und Gefäße, weniger Risiko für Krebs und viele andere Leiden: Es gibt gute Gründe, reichlich Obst und Gemüse zu essen. Jetzt liefert eine finnische Langzeitstudie mit Männern ab 80 ein weiteres Argument. Je mehr Pflanzenkost die Teilnehmer täglich zu sich nahmen, desto besser war ihre Laune. Das Ergebnis, sagen die Forscher, unterstreiche, wie wichtig gesunde Ernährung gerade im hohen Alter ist.
09.04.2019, Bildnachweis: istock/Sarsmis

Auch beim Zubereiten von rohem Wildfleisch gelten strikte Hygieneregeln
Durch rohes Wildfleisch können krank machende Parasiten übertragen werden. Deswegen rät das Bundesinstitut für Risikobewertung davon ab, nicht oder nur teilweise gegarte Produkte wie Rohwürste zu essen und stattdessen Wildfleisch nur völlig durchgegart zu genießen. Diese Empfehlung gilt besonders für ­immungeschwächte Personen wie auch Schwangere. Auch beim Zu­bereiten gelten strikte Hygieneregeln. Die Krankheitserreger können bei der Weiterverarbeitung des rohen Fleischs auch auf andere Lebensmittel gelangen.
02.04.2019, Bildnachweis: iStockphoto/Ryzhkov

In Maßen gesund: Eier enthalten Proteine, Vitamine, Kalzium und Eisen
Zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel und Kuren werben damit, dass sie unseren Körper vor Übersäuerung schützen. Doch würde das Blut wegen einseitiger Ernährung tatsächlich übersäuern, hätten wir ein echtes Problem – und würden auf der Intensivstation landen, so Experten in der Ernährungs-Umschau, dem Organ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Die Ursache wäre womöglich eine schwere Störung der Nierenfunktion. Durch stark säure­­lastige Lebensmittel wie Fleisch, Wurstwaren, Käse und Eier kann zu viel Säure im Körper vorhanden sein. Überschüssiges wird aber über die Nieren ausgeschieden sowie über die Lunge ausgeatmet. Eine säurelastige Ernährung ist trotzdem nicht empfehlenswert. Zum Ausgleich sollten Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen.
16.03.2019, Bildnachweis: istock/lbllama

Forscher untersuchen die Erfolgschancen von Intervallfasten
Die bislang größte Untersuchung zum Intervallfasten zeigt: Es hilft beim Abnehmen – aber nicht besser als eine herkömmliche Reduktions-Diät. Wissenschaftler aus Heidelberg teilten 150 übergewichtige Menschen in drei Gruppen ein. Eine nahm mit einer Diät 20 Prozent weniger Kalorien auf. Die zweite Gruppe folgte dem 5:2-Prinzip des Intervallfastens. Sie mäßigte sich an zwei Tagen der Woche so stark, dass sie ingesamt ebenfalls um 20 Prozent weniger Kalorien aufnahm. 38 Wochen nach Beginn der Diäten erzielten die Teilnehmer beider Gruppen vergleichbare Abnehmerfolge. Bei den Probanden aus Gruppe drei, die es mit ausgewogener Ernährung versuchte, waren die Erfolge geringer. Gute Nachricht der Forscher: Bereits wer sein Gewicht um fünf Prozent reduziert, verliert etwa 20 Prozent des gefährlichen Bauchfetts und ein Drittel des Leberfetts.
11.03.2019, Bildnachweis: iStock/ariwasabi

Salate sollten aus frischen und gründlich gewaschenen Zutaten zubereitet werden
In Plastik verpackte, gewaschene und geschnittene Salate können mit antibiotikaresistenten Keimen belastet sein. Das haben Forscher vom Julius-Kühn-Institut gezeigt. Für das Bundesinstitut für Risikobewertung ein "besorgniserregender Nachweis". Die Behörde empfiehlt Schwangeren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Salate besser selbst aus frischen und gründlich gewaschenen Zutaten zuzubereiten.
09.03.2019, Bildnachweis: iStock/Mayer Kleinostheim

Zart gebräunt: Pommes sollten nicht zu lange frittiert werden
Ob Pommes oder Schnitzel: Erst die Zubereitung macht aus rohen Lebensmitteln Leckereien. Doch in Pfanne, Fritteuse und Backofen entstehen auch gesundheitsschädliche Verbindungen. Ein Tipp des Bundesinstituts für Risikoforschung lautet deshalb: vergolden statt verkohlen. Bratkartoffeln, Kekse, Toast und Pommes sollten nie zu stark gebräunt werden. Gemüse, Fisch und Fleisch erst nach dem Braten salzen.
01.03.2019, Bildnachweis: istock/JFsPic

Eine Studie zeigt: Je häufiger Verbraucher zu Bio-Ware greifen, umso seltener erkranken sie an Krebs
Die Freunde biologisch erzeugter Lebensmittel dürfte es freuen: Je häufiger Verbraucher zu Bio-Ware greifen, umso seltener erkranken sie an Krebs. Dies berichten französische Wissenschaftler im Fachblatt JAMA Internal Medicine. Für ihre Untersuchung hatten sie rund 69.000 Landsleute nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Am deutlichsten war der Unterschied bei Lymphomen, die bei Bio-Konsumenten zu drei Viertel seltener auf­traten. Ob der Verzehr von Bio-Lebensmitteln oder eine generell gesundheitsbewusstere Lebensweise die Ursache für den positiven Effekt ist, konnte die Studie allerdings nicht klären.
27.02.2019, Bildnachweis: iStock/Shorrocks

Dunkle Schokolade enthält zwar viel Vitamin D, aber auch viele Kalorien
Dunkle Schokolade enthält ähnlich viel Vitamin D wie Kalbfleisch, Eier oder Butter, berichten Forscher der Universität Halle in der Fachzeitschrift Food Chemistry. Es entsteht beim Trocknen der Kakaobohnen. Allerdings variiert der Gehalt stark. Lebensmittel decken den Vitamin-D-Bedarf eines Menschen aber nur zu einem kleinen Teil. Die größte Menge entsteht durch den Einfluss von Sonnenlicht aus einer Vorstufe, die der Körper selbst bildet.
23.01.2019, Bildnachweis: istock/igoriss

Eine Studie zeigt: Die meisten Fruchtjoghurts sind viel zu süß
Joghurt ist gesund – oder? Mit Ja beantworten lässt sich die Frage nur für die Naturvariante. Die meisten Fruchtjoghurts dagegen sind viel zu süß: Forscher der Universität von Leeds (Großbritannien) untersuchten rund 900 verschiedene Sorten. Im Schnitt steckten in 100 Gramm fast 12 Gramm Zucker und damit noch mehr als in Cola mit rund 11 Gramm pro 100 Milliliter. Die Studie erschien im British Medical Journal Open.
21.01.2019, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

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